In der großen Tempelanlage Daitokuji bietet der Zen-Tempel Korinin für fast jeden etwas. Für Gartenliebhaber seine Gärten, für Architekturliebhaber zwei Tore, die als wichtige Kulturgüter gelten und für Teeliebhaber das interessante Teehaus Kankyotei – all das sogar dann auch, wenn es regnet, da man sich immer unter einem großen Dach befindet. Nur hat Korinin leider nicht das ganze Jahr über offen, wie es auch bei Obaiin der Fall ist.

Subtempel des Daitokuji

Geschichte

Der Tempel wurde während der Daiei-Periode (1521-28) errichtet, in der auch das große Graben in den Silberminen von Iwami Ginzan anfing. In Auftrag gegeben wurde Korinin von Hatakeyama Yoshifusa und so war der Tempel zunächst der Familientempel der Hatakeyama-Familie. Nach dem Fall der Hatakeyama-Familie 1586 wurde Korinin zum Familientempel der Maeda-Familie, die als Vasallen vom siegreichen Tokugawa Ieyasu nach der Sengoku-Zeit reich belohnt wurden.

Im Korinin

Gleich im Eingangsbereich befinden sich die zwei Tore, die als wichtige Kulturgüter gelten. Zum einen das flache Karamon, welches gleichzeitig das Eingangstor ist. Etwas weiter hinten befindet sich das zweite Karamon.

korinin

Das flache Karamon, Eingangstor (zumindest teilweise)

Sehr schnell kommt man dann zum Garten des Hojo, der dem Garten Isshidan im benachbarten Tempel Ryogenin nicht unähnlich ist, was die Konstellation Mauer, Hojo und Gartenform angeht.

Schleicht man sich weiter um das Hojo, bemerkt man, dass es von fast komplett von Gärten umgeben ist.

Teehaus Kankyotei

Hat man das Hojo nun einmal umrundet, befindet man sich wieder am Eingang und kann nun eine andere Abzweigung nehmen, die zum Teehaus Kankyotei (涵虚亭) führt. Benannt wurde es nach einem Gedicht des Chinesen Su Shi. Das Teezimmer im Kankyotei ist ein yojōdaime (四畳台目), bestehend aus vier Tatamimatten mit Regal und zentralen Stützpfeiler (Lieblingsvariante von Furata Shigenari). Weil die Tokonoma in einer Verlängerung im hinteren Bereich des Teezimmer untergebracht ist, wird diese Variante horadoko (洞床) genannt, Höhlen-Tokonoma.

Teehaus Kankyotei von außen

kankyotei

linke Seite: Regal mit Stützpfeiler
rechte Seite: Höhlen-Tokonoma

kankyotei

Regal mit Stützpfeiler

Vorraum mizuya

Die größte Überraschung liegt aber vor dem dem Teehaus, denn als Trittsteine im Garten wurden traditionelle Mahlsteine aus der Matchaproduktion verwendet.

kankyotei

Goshuin

Informationen über die Goshuin

goshuin korinin

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Weiterführende Informationen

Besucht am14. April 2014
SchreibweisenVereinfacht: korinin
Hepburn (mod.): kōrin’in
Kanji und Kana: 興臨院(こうりんいん)
Webseite
WikipediaKorinin (japanisch)
Eintritt600 Yen
Öffnungszeiten10 bis 16 Uhr
Nur zu Sonderöffnungszeiten, meist im April und November – Kyoto Navi (japanisch)
OrtGoogle Maps
Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten