Leser, die schon länger meine Seite verfolgen, mag der Begriff Icoca vielleicht schon bekannt sein. Ja genau, es handelt sich um das Powervieh rechts. Das Tier gibt es in dieser Form real zwar leider nicht (aber fast), dafür aber die Karte, die es in der Hand hält. Und diese Karte ist nicht nur praktisch, sondern auch einfach nur cool.

Um zu den Bahngleisen zu kommen, muss man zuerst durch bestimmte Ticketkontrollen durch, kaisatsu (改札) genannt. Davor kauft man sich normalerweise am Ticketautomaten ein kleines Papierticket, welches man dann in einen Schlitz an einem der kaisatsu steckt. Oft sieht man aber auch Fälle, in denen Reisende einfach eine Karte oder gar nur den Geldbeutel auf eine blaue Fläche am kaisatsu legen, woraufhin sich die Schranken ebenso öffnen. Was passiert da?

Dieser Coolness-Effekt  entsteht dank der Icoca-Karte. Diese Karte ist eine Art Guthaben-Karte für Bahnfahrten, die mittels der RFID-Technologie kabellos Daten mit den kaisatsu austauscht. Die normale Icoca-Karte kann man Ticketautomaten herauslassen, die Icoca-Symbole haben, wie z.B. hier:

Die normale Icoca-Karte kann man mit Bargeld aufladen und dieses Guthaben kann man dann verfahren. Es gibt noch die Smart-Icoca-Karte, die man mit einer Kreditkarte verknüpfen kann. Außerdem kann man mit Icoca nicht nur Bahnfahrten bezahlen, sondern teilweise auch in Geschäften bezahlen, wenn ein entsprechendes Terminal vorhanden ist. Icoca kann man hauptsächlich in der Region Kansai (um Kyoto) und Kanto (um Tokyo) nutzen, in der letzteren Region gibt es aber eine andere Karte, die Suica-Karte.

Die normale Icoca-Karte kostet 2000 Yen. 500 Yen davon sind Kaution, die man bei Rückgabe der Karte wieder bekommt. Die restlichen 1500 Yen kann man sofort nutzen.

Mit der Icoca-Karte kann man dann an kaisatsu mit den oben genannten blauen Feldern  passieren:

Man spart zwar leider nichts mit der Icoca-Karte und verlieren sollte man die Karte wirklich nicht, aber man muss nicht mit Kleingeld rumhantieren und verplempert keine Zeit am Ticketautomaten – ganz zu schweigen vom Coolness- Faktor. Immerhin.

Webseite: ICOCA Homepage

Und noch meine:

 

Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten