Alles über Onsen und Sento: Badekultur in Japan

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Picture Nyuto Onsen by Isriya Paireepairit on Flickr

Der Alltag in Japan kann hart sein, auch für Touristen. Glücklicherweise reden wir aber über Japan und in Japan gibt es jede Menge Abhilfe gegen Stress. Nein, die Rede ist nicht von leckerem Essen (das aber sicherlich auch!), sondern von den heißen Bädern, die es nahezu überall gibt. Es gibt es nichts entspannenderes, als sich abends in einem heißen Bad einweichen zu lassen. Auf der fernen Insel hat sich rund um das heiße Nass eine ganz eigene Badekultur entwickelt – dabei steht der Begriff Onsen im Mittelpunkt. Aber was genau sind eigentlich Onsen? Und was sollte man beim Besuch eines japanischen Badehauses beachten?

Dabei können wir noch froh sein, in Japan eine lebendige Badekultur zur Entspannung* erleben zu können – in Europa ist diese Art der Badekultur zum Großteil leider mit dem römischen Reich untergegangen. Früher hatte kaum ein japanisches Haus einen eigenen Bade- oder Waschbereich – das führte zur Entwicklung zahlreicher öffentlicher Badehäuser. Diese Entwicklung ist mit dem Trend zum eigenen Badezimmer aber stark zurückgegangen. Heutzutage sind öffentliche Badehäuser in Japan fast nur noch Orte zur Entspannung, die man gelegentlich aufsucht. Die tägliche Reinigung rückt immer mehr in den Hintergrund und ist eher eine Sache, die man in den eigenen vier Wänden erledigt.

*Im Gegensatz zu den heutigen Erlebnisbädern, die häufig auf Entertainment statt Ruhe und Entspannung ausgelegt sind.

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Unterschied Onsen und Sento

Onsen, Sento, Supersento, daiyokujō….??? Im Ausland ist fast immer nur von Onsen die Rede, aber im japanischen trifft man sehr schnell auf einen zweiten Begriff: Sento. Mit Onsen und Sento ist die Fülle an Begriffen aber noch längst nicht gedeckt, es gibt noch mehr.

Onsen und Sento

Sowohl Onsen (温泉) als auch Sento (銭湯) beschreiben zunächst einmal ein öffentliches Badehaus, in denen man Bäder mit heißen Wasser genießen kann. Der Unterschied liegt im Wasser selbst.

sento onsen
Schematischer Aufbau eines Sento ©Wikimedia

Im ursprünglichen Sinne findet man im Sento nur erhitztes Wasser aus dem normalen Wassersystem vor – quasi Badewasser, wie es aus jeder Leitung zu Hause kommt.

Im Onsen hingegen kommt das Wasser aus einer natürlichen heißen Quelle. Im Normalfall bedeutet das: mehr Mineralien im Wasser und deswegen mit mehr positiven Eigenschaften für die Gesundheit verbunden. Kommt das Badewasser aus einer natürlichen Quelle, hängt auch meist ein Hinweisschild mit der Zusammensetzung des Wassers über dem Becken. Man sagt, dass wenn man in Japan einen Kilometer tief gräbt, trifft man auf eine natürliche heiße Quelle – egal wo. Ein klarer Standortvorteil Japans! Noch eine kleine Vorwarnung: Das Wasser aus natürlichen Quellen ist wegen dem hohen Mineraliengehalt oft trübe. In extremen Fällen sieht es sogar matschig aus – davon aber bitte nicht abschrecken lassen!

Man kann Onsen und Sento auch anhand von zwei verschiedenen Symbolen unterscheiden.

Links: Symbol für Onsen | Rechts: Hiragana yu ゆ für Sento ©Wikimedia

Das Hiragana yu ゆ kommt schlicht einfach vom japanischen Wort für heißes Wasser: oyu お湯. Entweder sieht man das Hiragana direkt schon außen am Eingang (“Hier befindet sich ein Sento/Onsen!”) oder im Gebäude kurz vor dem Badebereich (“Hier befindet sich der Eingang zum Badebereich!”). Während das zweite Symbol nur für Onsen mit natürlichen Quellen verwendet wird, kann man das Hiragana yu sowohl im Sento als auch im Onsen finden.

Um die Grenzen jetzt noch völlig aufzulösen: in etlichen Badehäusern findet man Becken sowohl mit Wasser aus natürlichen Quellen als auch mit Leitungswasser vor. Wer sicher gehen will, sollte sich also genau über das jeweilige Badehaus an sich informieren und sich nicht auf den Namen verlassen, da diese sowieso nicht geschützt und daher frei verwendet werden können. Hauptsache, das Wasser ist heiß!

Fazit: per Definition liegt der Unterschied im Wasser, allerdings werden die zwei Begriffe Onsen und Sento heutzutage nahezu synonym verwendet. Dabei ist Onsen allerdings in der Werbung der beliebtere Begriff, denn dahinter steckt das Bild des für den Körper gesünderen und wohltuenderen Wassers. Es ist daher leider nicht automatisch der Fall “Wo Onsen draufsteht, ist Onsen drin!” Wie oben bereits angedeutet: Wer es genau wissen möchte, muss sich informieren! Ein starkes Indiz ist es, wenn man die Schriftzeichen tennen onsen (天然温泉) sieht – das steht schlicht für “heißes Wasser aus einer natürlichen Quelle”.

©Ryan McBride, Flickr
Definitiv mineralreiches Wasser aus einer natürlichen Quelle – daher bitte auch sich selbst abspülen, wenn man von so einem Becken in ein anderes wechseln möchte! ©Ryan McBride, Flickr

Namensgebung von Badehäusern

Kompliziert wird es bei der Namensgebung der Badehäuser, denn oftmals wird der Begriff Onsen auch für Namen von Badehäusern verwendet, die ihr Wasser nicht aus einer natürlichen heißen Quelle beziehen – im Prinzip also ein Sento. In der Regel kann man aber schon vorher in Erfahrung bringen (Webseite, Schild am Eingang etc.), welches Wasser man in den Becken des jeweiligen Sento oder Onsen findet, ob es sich um Leitungswasser oder um eine natürliche heiße Quelle handelt. Spätestens im Badehaus selber sieht man im Fall einer natürlichen heißen Quelle ein großes Schild über dem entsprechenden Becken, welches auf die gesundheitlichen Vorteile des Wassers hinweist inklusive Inhaltsangaben.

Supersento

スーパー銭湯

Zusätzlich gibt es inzwischen auch sogenannte Supersento. Man kann sagen, bei Supersento handelt es sich um Sento auf Steroiden. Supersento zeichnen sich allein durch ihre schiere Größe aus, handelt es sich hier meist um ein Badehaus mit zahlreichen, oft sehr großen Becken mit angeschlossenen Restaurant, Entspannungs- und Wellnessbereich und weiteren Angeboten. Und trotz des Sento im Namens findet man hier meist sowohl Becken mit Leitungswasser als auch Becken mit Wasser aus natürlichen Quellen vor.

In Hotels: daiyokujō

大浴場

In Hotels wird meist ein anderer Begriff als Onsen oder Sento verwendet, nämlich daiyokujō. Hier handelt es sich um einen großen Badebereich (nichts anderes heißt dieser Begriff, “großer Badebereich”), der sich aber nicht von anderen Badehäusern unterscheidet. Es gilt dieselbe Etikette und auch hier muss man nach Informationstafeln Ausschau halten, wenn man wissen möchte, was für eine Art Wasser verwendet wird. Das Daiyokujo sollte man mit dem hoteleigenen Yukata betreten, denn oft ist das Daiyokujo den Gästen vorbehalten. Mit dem Yukata ist man dann gleich als Hotelgast identifizierbar und es kommt zu keinen Missverständnissen.

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Im Badebereich

Vor dem Betreten

In den meisten Badehäusern in Japan gilt die Geschlechtertrennung – und wenn man sich unsicher ist, sollte man von Geschlechtertrennung ausgehen! Meist werden schlicht die Kanji für Mann und Frau verwendet. Damit man nicht schon vor dem Badebereich auf verlorenen Posten steht und sich keine Frau darauf berufen kann, sich “unwissend” in den Männerbereich geschlichen zu haben, hier die Kanji:

mannfraukanji

Mann 男 | 女 Frau

Eine Ausrede weniger. Sorry.

Utensilien

Hat man es nun in ein Badehaus geschafft trifft man vermutlich auf Utensilien, die man sonst so vielleicht nicht so im Bad stehen hat. Nur selten gibt es Stehduschen, aber dafür immer Duschen, bei denen man sich im Sitzen duscht. Dafür stehen kleine Hocker bereit, die furo isu 風呂椅子. Zusätzlich steht meist noch ein kleiner Kübel zur Verfügung, der oke. Den kann man benutzen, muss man aber nicht – es hat aber schon was, den Kübel voll mit warmen Wasser zu füllen und dann komplett über sich zu entleeren. Die Duschen haben dafür zwei Wasserhähne: den Schlauch mit Duschbrause für das Duschen an sich und einen Wasserhahn für den Kübel.

Bei den Handtüchern gibt es auch Unterscheidungen, die man im Westen so nicht kennt. Im Badehaus kommen nämlich zwei Handtücher zum Einsatz: ein kleineres Handtuch, onsen taoru 温泉タオル genannt und das normale große Handtuch, schlicht taoru タオル (richtig geraten, kommt beides von towel). Das onsen taoru wird benutzt, um die eigene Blöße zu bedecken und sich vor Verlassen des Badebereichs schon etwas abzutrocknen, da das normale Handtuch im Umkleidebereich bleibt.

Am Ende stellt sich noch eine wichtige Frage: Wird Duschgel und Shampoo immer bereitgestellt? Nicht immer. In großen Badehäusern kann man davon ausgehen, dass Duschzeug im Duschbereich steht. Im kleinen Sento um die Ecke aber meist nicht, wie z. B. im Funaoka Onsen. In dem Fall muss man sich seine eigenen Duschsachen mitbringen oder vor Ort kaufen. Prinzipiell kann man immer seine eigenen Duschsachen mitbringen und benutzen.

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Aufgeräumte Hocker und Kübel

Rotenburo: unter freien Himmel

露天風呂

Wer das Schild für einen rotenburo erspäht, darf sich meist auf eine schöne Aussicht freuen. “Roten” bedeutet nämlich “unter freien Himmel”. Das können ganze Badebereiche sein oder auch nur Wannen aus Keramik oder Holz für eine oder zwei Personen. Innerhalb der Rotenburo kann man eine weitere Kategorie ansiedeln, nämlich die notenburo (野天風呂). Die Notenburo kann man als Onsen im ursprünglichen Sinne verstehen, die in Bergen ohne menschliches Zutun entstanden sind. Ja, man kann in Japan in den Bergen wandern, einen Notenburo finden und direkt darin baden!

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Rotenburo im ©Nakanoshima Hotel

Denkiburo: das Kribbeln im Bad

電気風呂

Wer auch im Badehaus aus irgendwelchen Gründen nicht auf seine Elektroschocks verzichten möchte, darf sich über den Denkiburo freuen. Dieses anfänglich gewöhnungsbedürftige Bad oder Bereich in einem Bad leitet Strom durch das Wasser, der die Muskeln anspricht. Der Stromfluss soll die Muskeln entspannen. Man kann sich durchaus damit anfreund, also ruhig probieren. Ältere Menschen mit Herzschrittmachern o.ä. sollten davon natürlich Abstand nehmen.

Kashikiri Onsen: privates Badevergnügen

貸切温泉

In vielen Hotelanlagen mit Onsen findet man einen Kashikiri Onsen. Das bedeutet, dass ein gewisser Badebereich reservierbar ist und somit privat genutzt werden kann. Aus Rücksicht auf andere Gäste ist die reservierbare Zeit im Bad aber oft auf 30 Minuten begrenzt. Natürlich gilt auch, dass man dieses Bad wieder so verlässt, wie man es vorgefunden hat – oder schöner.

…was im Kashikiri Onsen passiert, bleibt auch im Kashikiri Onsen…

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Kashikiri Onsen im Yunomine Onsen

Mizuburo: etwas kälter

Hat man nun genug vom heißen Wasser – welches in Japan sehr heiß sein kann – dann bietet sich das Mizuburo (水風呂) an. Im Mizuburo befindet sich meist lauwarmes Wasser und ist gerade am Ende einer Badesession sehr entspannend.

Das Japanische hat verschiedene Vokabeln für Wasser, die sich alle auf die Temperatur beziehen. Heißes Wasser wäre o-yu お湯, allgemein Wasser und besonders auf Zimmertemperatur wäre mizu 水, daher der Name Mizuburo. Bonus: im Restaurant bestellt man sich normalerweise o-hiya お冷, gekühltes Wasser zum Trinken.

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Verhaltensregeln im japanischen Badehaus

Damit alle ihren Spaß am öffentlichen Bad haben und es nicht zur Ekelpartie wird, hat sich eine gewisse Etikette in japanischen Badehäusern etabliert – die gerne auch weltweit Verbreitung finden darf. Aufgeteilt ist diese Etikette hier in starke und schwache Regeln. Die starken Regeln sollte man auf jeden Fall beachten, die schwachen Regeln sind eher als Bonus zu verstehen. In traditionellen Badehäusern trägt man keine Badeanzüge, man steigt also nackt in die Becken. Sollte man diesbezüglich eine Ausnahme gefunden haben, wird man das schnell merken.

Starke Regeln

Hinweis: Die nachfolgenden “starken Regeln” sollten unbedingt eingehalten werden, wenn der Aufenthalt in einem japanischen Onsen oder Sento entspannend und reibungslos verlaufen soll!
  • Vor dem Baden unbedingt gründlich waschen! Das Badewasser ist nicht zur Reinigung, sondern zur Entspannung gedacht. Jedes Badehaus hat einen Duschbereich vor dem Badebereich. Mit Dreck oder Seifenreste ins Wasser zu gehen ist inakzeptabel.
  • Fotos machen ist spätestens ab dem Umkleidebereich in der Regel ein No-Go. Vielleicht kann man es mal riskieren, wenn man sich wirklich sicher ist, der einzige Gast zu sein. Es gibt wohl nicht umsonst seit 2014 ein Hinweisschild auf Englisch im Umkleidebereich des Funaoka Onsen (Kyoto), auf dem steht, dass Fotografieren verboten ist – und man öfters mal Bilder von eben jenen Umkleidebereich mit ausländischen Gästen darauf im Internet finden kann die deutlichsten Fotos wurden inzwischen entfernt.
  • Gibt es im Badehaus Bäder mit mineralreichen (trüben) Wasser und klaren Wasser, sollte man sich vor dem Wechsel von trüb auf klar kurz mit klaren Wasser abspülen. Brunnen mit Schöpfkellen o.ä. werden immer in der Nähe vorhanden sein.
  • Ein japanisches Badehaus ist zu Entspannung gedacht, nicht zum Entertainment. Das gilt sowohl für Erwachsene als auch für Kinder.
  • Das große Handtuch bleibt im Umkleidebereich.
Rotenburo mit Duschbereich

Schwache Regeln

Regeln, die man einhalten sollte, aber nicht unbedingt muss.

  • Seine eigene Blöße mit einem kleinen Handtuch (onsen taoru) bedecken, während man herumläuft.
  • Das onsen taoru sollte nicht ins Bad getaucht werden, daher auf dem Kopf balancieren oder auf eine trockene Stelle am Beckenrand legen. Das Handtuch ist nach einer Weile aber immer klitschnass, dagegen kann man nichts machen.
  • Mit dem onsen taoru sollte man sich etwas abwischen, bevor man den Umkleidebereich betritt und sich dort komplett abtrocknet.
  • Das onsen taoru ist aber nicht zwingend notwendig für den Badebesuch.
  • Häufig unterscheiden sich die Eintrittspreise bei Badehäusern mit Übernachtungsmöglichkeiten nach Hotelgästen und nicht Hotelgästen. Ist man Hotelgast, sollte man daher den bereit gelegten Yukata (Bademantel) anziehen, dann gibt es auch keine Mißverständnisse.
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Onsen und Sento in Kyoto

Da fast jedes Hotel in Kyoto einen eigenen Badebereich (Daiyokujo) hat, bietet es sich nicht an, ein normales Sento zu besuchen. Es gibt aber zwei besuchenswerte Ausnahmen.

Sento: Funaoka Onsen

Funaoka Onsen gehört zu den ältesten Badehäusern in Kyoto und sieht nicht einfach nur aus wie ein Badezimmer. Ein Besuch lohnt sich immer.

Artikel: Funaoka Onsen

Eingang zum Funaoka-Onsen in Kyoto

Supersento: Tenzan no Yu

Das Supersento Tenzan no Yu im Viertel Arashiyama könnte das Supersento schlechthin sein in Kyoto. Schon von außen kann man die  Größe Innen erahnen. Neben einen großen Badebereich sowohl mit inneren als auch äußeren Bereich gibt es auch noch ein Restaurant. Das Ganze hat allerdings auch seinen Preis mit 1000 Yen für Erwachsene.

Google Street View Tenzan no Yu

Sondererwähnungen

Ashiyu: Bad für die Füße

Gerade in berühmten Onsengebiete gehört der Ashiyu (足湯) zum Stadtbild. Ashiyu sind Bäder für die Füße, die aus einer umliegenden natürlichen heißen Quelle gespeist werden. Ist vielleicht nicht das angenehmste im Hochsommer, aber bei Temperaturen um die 20°C eine angenehme Abwechslung. Selbstverständlich ist dieses Wasserbecken dann nur für die Füße und für nichts anderes.

Ashiyu in Beppu, Kyushu
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Preise

Die Preise für Onsen und Sento können sehr verschieden sein. Einfache Sento verlangen meist zwischen 300 und 500 Yen Eintritt. Bei größeren Anlagen wie Supersento kann der Eintrittspreis schonmal auf 1000 Yen oder mehr klettern. Bei Hotels kommen natürlich noch die Kosten für die Übernachtung hinzu, aber hier ist der Badebesuch dann schon inklusive.

Tattoos im Onsen

Japanische Badehäuser und Tattoos haben eine leidvolle Beziehung. Früher war es ziemlich strikt: Tattoo? Kein Eintritt. Tattoos werden in Japan vor allem mit der organisierten Kriminalität (Yakuza) in Verbindung gebracht und werden daher nicht gerne gesehen.

Heutzutage ist der Umgang mit Tattoos etwas liberaler geworden und kann daher je nach Badehaus unterschiedlich beantwortet werden. Normalgroße Tattoos sollten in Gebieten mit vielen ausländischen Touristen keine Probleme mehr bereiten, man sollte aber direkt am Eingang nachfragen, ob man mit Tattoo eintreten darf. Kleinere Tattoos kann man unter einem Pflaster verstecken. Die beste Lösung für Leute mit Tattoo sind aber die oben genannten privaten Kashikiri Onsen.

Weiterführende Links

Interessantes: Ist die 1010 in der URL “Kyo1010” aufgefallen? Auf japanisch heißt 1000 sen und 10  (normalerweise  alternative Lesung), daraus setzt sich dann sentō zusammen. Die Schreibweise mit Zahlen scheint im Internet als Adresse beliebt zu sein.

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2 Kommentare
  1. Daniela sagt

    Sehr schöner Artikel mit nützlichen Tipps für jeden, der zum ersten mal in Japan “baden geht”.
    Die Sorge der Tattooträger höre ich immer wieder. Aber ein Kashikiri Onsen oder auch eine natürliche Quelle könnte da die Lösung sein.
    Vielen Dank und schönen Gruß aus Berlin

    1. Japan-Kyoto sagt

      Danke, freut mich sehr zu hören.
      Ja, Kashikiri Onsen und Quellen in freier Wildbahn sind sicher kein Problem und fast immer die bessere Erfahrung. Man möchte das Bad ja nicht immer mit anderen teilen ;-)

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