Japanische Feste

Startseite/Japanische Feste

Alles über japanische Feste – matsuri お祭り

Das Gion Matsuri (Gion-Fest) in Kyoto

Aktualisiert: 27. Februar 2017| 2017-02-27T20:58:39+00:00 Veröffentlicht: 11. Juli 2016|Thema: Japanische Feste, Vorgestellte Artikel (Featured)|Regionen: , , , , , , , |

Neben der Hitze ist der Juli in Kyoto vor allem wegen einer anderen Sache bekannt: dem Gion Matsuri (Gion-Fest). Man könnte behaupten, das Gion Matsuri wurde nur deswegen geschaffen, damit nicht alle Einwohner von Kyoto über die Monate Juli und August in kühlere Gefilde fliehen. Wäre das tatsächlich der Fall, müsste das Gion Matsuri unglaublich viel zu bieten haben und das kann man an dieser Stelle schon verraten: ja, es hat unglaublich viel zu bieten.

Hauptschrein des Fests: Yasaka-Schrein

Japan-Kyoto Wertung

(mehr …)

Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten

Die Kirschblüte Sakura in Japan

Aktualisiert: 9. April 2017| 2017-04-09T19:36:10+00:00 Veröffentlicht: 13. April 2015|Thema: Japanische Feste, Traditionen, Wissenswertes|Tags: , , , |Regionen: , , , |

Jedes Jahr im Frühling wird Japan pink. Sehr pink. Auch die Einheimischen wechseln ihre Farbe in dieser Zeit sehr oft, allerdings zu blau. Es ist nicht schwer festzustellen, dass Japaner deutlich enthusiastischer auf ihre Jahreszeiten reagieren als Einheimische anderer Weltregionen. Besonders aber bei den Kirschblüten, die sich ab Ende März von Süd nach Nord durch ganz Japan ziehen.

Titelbild: Kirschblüte am Izumo-Schrein

(mehr …)

Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten

Yasurai Matsuri am Imamiya Schrein in Kyoto

Aktualisiert: 1. November 2016| 2016-11-01T17:33:28+00:00 Veröffentlicht: 28. April 2014|Thema: Japanische Feste|Regionen: , , , |

Jedes Jahr am zweiten Sonntag im April (2014: 13. April) findet am Imamiya Schrein das Yasurai Matsuri Fest statt, welches zu den drei großen, ungewöhnlichen Festen Kyotos (京都の三大奇祭) zählt. Ungewöhnlich ist zwar vieles in Japan, aber wenn man sich das Yasurai Matsuri anschaut, kann man etwas verstehen, warum es speziell in diese Kategorie fällt.

yasurai matsuri

(mehr …)

Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten

Daimonji 2012, Kyoto – lieber genießen statt fotografieren

Aktualisiert: 1. November 2016| 2016-11-01T17:33:32+00:00 Veröffentlicht: 17. August 2012|Thema: Japanische Feste|Regionen: , , , |

Daimonji – Jedes Jahr am 16. August ist es wieder soweit, in Kyoto werden an sieben Hügeln sieben Leuchtfeuer entzündet, um den Toten den Weg in das Jenseits zu zeigen. Und wie es auf Jeffrey Friedl’s Blog heißt: das Daimonji Fest ist das am wenigsten fotogene Fest in Kyoto.

Mein Rat daher ist: genießt das Fest einfach mit Freunden, einem kühlen Getränk und lasst die Kameras zu Hause. In 99% der Fälle werden die Bilder nicht gut und im Normalfall hat man auch gar nicht die Ausrüstung, damit die Bilder gut werden können. Innerhalb 20 Minuten ist der Spaß eh vorbei und bis auf eine Masse an Lebenden bleibt nichts zurück.

Daimonji 2012
Daimonji 2012

Alle Bilder

Alle Bilder vom Daimonji auf Flickr

Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten

Das große Feuerwerk am Fluss Uji (10.08.)

Aktualisiert: 1. November 2016| 2016-11-01T17:33:32+00:00 Veröffentlicht: 11. August 2012|Thema: Japanische Feste|Regionen: , , , |

Jedes Jahr am 10. August findet in Uji am Fluss das große Feuerwerk statt (宇治川花火大会), zu dem unzählige Menschen in das kleine Teestädtchen Uji strömen. Die Yukatadichte scheint auch höher zu sein als bei anderen Festen – Feuerwerke eignen sich halt gut für ein Date.

Hier sieht man den Platz vor dem Bahnhof des Keihan-Bahnhofs. Bereits zwei Stunden vor Beginn des Feuerwerks tummeln sich sehr viele Leute. Richtig schlimm wurde es aber nach dem Feuerwerk, als alle Besucher gleichzeitig wieder zurück zu den Bahnhöfen strömten.

Big Fireworks at the Uji River

(mehr …)

Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten

Impressionen vom Gion Matsuri 2012 in Kyoto – die Yoiyama Nächte und das Yamaboko Junkô

Aktualisiert: 1. November 2016| 2016-11-01T17:33:32+00:00 Veröffentlicht: 17. Juli 2012|Thema: Japanische Feste, Vorgestellte Artikel (Featured)|Regionen: , , , |

Jedes Jahr findet im Juli in der Innenstadt von Kyoto das Gion Matsuri (祇園祭 Gion Fest) statt. Das Gion Matsuri erstreckt sich mit verschiedenen kleineren Festen fast über den gesamten Juli, aber richtig zur Sache geht es, wenn die Yoiyama Zeit ansteht: für drei Nächte – yoiyoiyoiyama (宵々々山) am 14. Juli, yoiyoiyama (宵々山) am 15. Juli und yoiyama (宵山) am 16. Juli – wird die halbe Innenstadt von Kyoto abgesperrt und in eine einzige Fußgängerzone verwandelt. Massen an Menschen strömen in die Innenstadt, viele im traditionellen Yukata gekleidet, um der Musik der Festwägen zu lauschen und sich an zahlreichen Ständen einen Imbiss zu gönnen. Am Morgen des 17. Juli findet dann der offizielle Höhepunkt des Festes statt, wenn sich alle Festwägen auf eine letzten Marsch begeben, dem yamaboko junkô (山鉾巡行).

Genug geschrieben, hier nun ein paar Impressionen in Bild- und Videoform. Mehr über das Gion Matsuri auf der englischen Seite von Wikipedia.

Bilder

Essens- und Souvenirstände

Präsentation von privaten Schätzen

Alle Bilder

Alle Bilder vom Gion Matsuri 2012 auf Flickr

Videos

Kinder, die Talismane verkaufen und Festmusik

Nur Festmusik

Das yamaboko junkô

Infos und Wertung

Besucht am
2009, 2012
Eintritt
Eintritt wird nur bei speziellen Attraktionen verlangt, wie der Besichtigung eines Festwagens
Webseite
Schreibweisen
gion matsuri
祇園祭
ぎおんまつり
Weitere Infos
Wikipedia (mehrsprachig)

No review found! Insert a valid review ID.

Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten

Das Mifune Matsuri in Arashiyama, Kyoto

Aktualisiert: 1. November 2016| 2016-11-01T17:33:33+00:00 Veröffentlicht: 25. Mai 2012|Thema: Japanische Feste, Vorgestellte Artikel (Featured)|Regionen: , , , , |

Das Mifune Matsuri (三舟祭, „Fest der drei Boote“) hat seinen Ursprung in der Heian-Zeit (794-1192), als der Kaiserhof Ausflüge nach Arashiyama machte und dort am See verweilte. Heute wird das Fest vom Kurumazaki-Schrein (車折神社) ausgerichtet, weshalb das Fest heutzutage dort mit Gebeten anfängt. Der Kurumazaki-Schrein ist vor allem für Künste wie Tanz und Musik zuständig.

(mehr …)

Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten

Goryo-Prozession des Kamigoryo-Schreins im Mai, Kyoto

Aktualisiert: 1. November 2016| 2016-11-01T17:33:33+00:00 Veröffentlicht: 18. Mai 2012|Thema: Japanische Feste, Sehenswürdigkeiten|Tags: , |Regionen: , , , |

Heute fand die Goryo-Prozession des Kamigoryo-Schreins statt. Diese Prozession dient dazu, um insgesamt sechs rachsüchtige Geister zu besänftigen – bekannterweise ist ja immer jemand irgendwem auf die Füße getreten, der danach dann als Geist Rache nehmen muss. Und wie besänftigt man Geister in Kyoto? Man nimmt ihre tragbaren Schreine, Mikoshi genannt, tanzt damit durch die Straßen und laut muss es auch sein.

Leider habe ich im Vorfeld nichts von der Prozession gewusst, daher bin ich eher spontan in das Ende der Prozession gestolpert. Teilweise habe ich diese Prozession schon 2009 gesehen, als ich von der Doshisha-Universität auf dem Heimweg im Bus war und die vor uns liegende Kreuzung Kawaramachi-Imadegawa plötzlich gesperrt wurde, damit die Prozessionsleute sich mit ihrem tragbaren Schrein dort austoben konnten. Der Verkehr war erstmal für eine halbe Stunde blockiert. Just Kyoto things…

Impressionen

Aufmarsch an der Kreuzung

Aufmarsch an der Kreuzung

(mehr …)

Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten

Das Aoi-Matsuri-Fest in Kyoto im Mai

Aktualisiert: 17. Mai 2017| 2017-05-17T17:15:43+00:00 Veröffentlicht: 17. Mai 2012|Thema: Japanische Feste, Vorgestellte Artikel (Featured)|Regionen: , , , |

Das Aoi Matsuri (mehr Umzug als Fest) findet jährlich am 15. Mai in Kyoto statt. Es gibt aber auch Ausnahmen: 2012 wurde der Umzug wegen Regen um einen Tag nach hinten verschoben und fand daher am 16. Mai statt. Das Aoi Matsuri gilt als eines der drei Hauptfeste von Kyoto, neben dem Jidai Matsuri (時代祭) und dem Gion Matsuri (祇園祭).

Das Aoi Matsuri ist eine Prozession vom ehemaligen Kaiserpalast Kyotos über den Shimogamo-Schrein zum Kamigamo-Schrein. Die Prozession fand erstmal im frühen japanischen Altertum statt, als mehrere schlechte Ernten aufeinander folgten und Epidemien im Volk grassierten. Um die Götter zu beruhigen, wurde daraufhin die Prozession veranstaltet, um Opfergaben vom Palast zu den Schreinen zu bringen. Die Teilnehmer der Prozession tragen heute Kleidung aus der Heian-Zeit (794 – 1185).

Auf Videos habe ich dieses Mal verzichtet – wer dennoch ein paar bewegte Bilder sehen möchte, kann sich dieses Video anschauen oder gar jenes!

PS: Eine gute Karte vom Verlauf der Prozession kann man hier auf Google Maps finden.

Bilder

Aoi Matsuri
Aoi Matsuri
Aoi Matsuri
Aoi Matsuri
Aoi Matsuri
Aoi Matsuri
Aoi Matsuri
Aoi Matsuri
Aoi Matsuri
Aoi Matsuri
Aoi Matsuri
Aoi Matsuri
Aoi Matsuri
Aoi Matsuri
Aoi Matsuri
Aoi Matsuri
Aoi Matsuri
Aoi Matsuri

Alle Bilder

Alle Bilder vom Aoi Matsuri 2012 auf Flickr

Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten

Das Pferderennen am Kamigamo Schrein (05.05.)

Aktualisiert: 13. Oktober 2016| 2016-10-13T22:59:20+00:00 Veröffentlicht: 7. Mai 2012|Thema: Japanische Feste|Regionen: |

Am 5. Mai fand im Kamigamo Schrein das alljährliche Pferderennen statt. Aus Mangel an Zeit und an Hintergrundwissen belasse ich es bei diesem Text und zeige stattdessen – wie so oft – eher die Bilder. Und ein kurzes Video am Ende.

Ein Durchlauf

Pferderennen Kamigamo
Pferderennen Kamigamo
Pferderennen Kamigamo
Pferderennen Kamigamo
Pferderennen Kamigamo
Pferderennen Kamigamo
Pferderennen Kamigamo
Pferderennen Kamigamo
Pferderennen Kamigamo
Pferderennen Kamigamo

Bilder

Pferderennen Kamigamo
Pferderennen Kamigamo
Pferderennen Kamigamo
Pferderennen Kamigamo
Pferderennen Kamigamo
Pferderennen Kamigamo
Pferderennen Kamigamo

Alle Bilder

Alle Bilder vom Pferderennen auf Flickr

Video

http://youtu.be/tElcIOK6bTE

Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten

Setsubun 2012: die Dämonen sind los!

Aktualisiert: 3. Februar 2017| 2017-02-03T10:06:06+00:00 Veröffentlicht: 3. Februar 2012|Thema: Japanische Feste, Sehenswürdigkeiten, Vorgestellte Artikel (Featured)|Tags: |Regionen: , , , |

Im Rahmen der Setsubun-Feierlichkeiten finden derzeit überall in Kyoto Rituale statt. Zu den Highlights zählen hier sicherlich die zahlreichen Dämonentänze (Oni-Odori 鬼踊り), die mit dem Verjagen derselbigen enden. Ich konnte mir Feierlichkeiten beim Mibudera (Google Maps) und beim Rozanji (Google Maps) anschauen.

Setsubun im Mibudera-Tempel

壬生寺

Eine Besonderheit beim Mibudera waren die Teller, die man selber beschriften konnte und dann an einer Sammelstelle abgegeben hat. Diese werden später bei einer Zeremonie alle zertrümmert.

IMG_4735
IMG_4741

Weniger episch kann man die Feierlichkeiten am 02. Februar im Mibudera folgendermaßen beschreiben: Alte Männer, die Spaß in lustigen Kostümen haben.

IMG_4728
IMG_4726
IMG_4750

Auf einer Bühne im hinteren Teil fand noch ein Theaterstück statt, bei dem es eine reichlich unheimliche Maske zu bewundern gab.

IMG_4753

Video: Setsubun Mibudera 2012

Das Ritual mit dem Pfeil und Bogen fand ebenso am Rozanji statt. Es wurden Pfeile in verschiedene Richtungen verschossen, wohl um die Dämonen zu vertreiben.

Alle Bilder von Setsubun Mibudera 2012 auf Flickr

Setsubun im Rozanji-Tempel

廬山寺

Verweis: Rozanji Tempel in Kyoto – Heimat des Genji-Monogatari

Im Rozanji wurde es an 03. Februar interessanter, oder auch: kriegerischer. Der Tempel war sehr gut besucht…

IMG_4765

…und wie ich anhand der Gespräche der Personen um mich herum heraushören konnte, warteten viele Leute nur auf den Tanz der Dämonen – zu Recht! Zuvor liefen aber noch etliche wichtige Würdenträger in den Tempel ein.

IMG_4770
IMG_4772
IMG_4774

Dann schließlich, der Tanz der Dämonen!

IMG_4789
IMG_4792
IMG_4815
IMG_4803
IMG_4806
IMG_4810
IMG_4819

Hervorragend war die musikalische Begleitung, vor allem die Muscheln dieser zwei Herren:

IMG_4830

Die tiefen Töne (zu hören im Video) untermalten das Auftreten der Dämonen sehr gut.

IMG_4832

Die Ankündigungen waren teilweise mehr oder weniger freiwillig komisch:
「間も無く、鬼が逃げます。」„In Kürze fliehen die Dämonen!“  – Was beim Publikum dann ordentlich für Erheiterung gesorgt hat.

Kurz vor Ende wurden dann noch Süßigkeiten ins Publikum geworfen – genau die richtige Zeit für das ältere Publikum, die typische japanische Zurückhaltung und Höflichkeit über Board zu werfen. Es ging schließlich darum, Süßigkeiten abzugreifen!

IMG_4866
IMG_4863
IMG_4869

Für allgemeine Erheiterung sorgte ein älterer Herr, der fanatisch der jungen Dame im Kimono zurief, sie solle die Süßigkeiten bitte in seine Richtung werfen. 「お姉ちゃん、こっち!」

Da ich fotografiert habe, erwischte ich keines dieser Süßigkeiten. Kurz bevor ich gehen wollte, hat mir ein älterer Herr seine zwei Errungenschaften geschenkt – natürlich nicht, ohne seine Englischkenntnisse zu präsentieren. Egal, trotzdem Danke!

Alle Bilder von Setsubun Rozanji 2012 auf Flickr

Video: Setsubun Rozanji 2012

Dacharchitektur

Ja, langsam entwickel ich auch ein Faible für die Dacharchitektur japanischer Tempel und Schreine. Der Gyoganji hat wirklich seine Spuren hinterlassen.

https://www.flickr.com/photos/satorinihon/6811025143/

https://www.flickr.com/photos/satorinihon/6811027129/

Alle Bilder

Alle Bilder von Setsubun Mibudera 2012 auf Flickr

Alle Bilder von Setsubun Rozanji 2012 auf Flickr

Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten

Neujahr 2011/12, Nachtrag: Heian-Schrein und Shimogamo-Schrein.

Aktualisiert: 13. Oktober 2016| 2016-10-13T22:59:31+00:00 Veröffentlicht: 5. Januar 2012|Thema: Japanische Feste, Sehenswürdigkeiten|Tags: , |Regionen: |

Während der 2. Januar erstmal Ruhetag war, zogen wir am 3. Januar noch einmal zu Tempeln und Schreinen (hatsumōde 初詣) los, um noch ein paar Stempel und Goodies abzugreifen. Ziele waren der Heian-Schrein und der Shimogamo-Schrein.

Heian-Schrein (平安神宮)

IMG_4340

Selbst am 3. Januar war noch viel los. Wie vor den anderen größeren Schreinen konnte man sich an den Ständen erstmal mit guten Essen versorgen…

IMG_4342
IMG_4372

…bevor man sich dann auf das gut besuchte Schreingelände wagte…

IMG_4344

…und man sich schließlich in der Schlange vor dem Altar wiederfand:

IMG_4349

Was mich bei solchen Gelegenheiten immer freut ist, dass man traditionelle Gewänder in Aktion sehen kann…

IMG_4353

…auch bei putzigen kleinen Kindern.

IMG_4346

Auch ein Ema (絵馬) wurde geschrieben…

IMG_4363

…und anschließend aufgehängt in der Hoffnung, dass es von der jeweiligen heiligen Zuständigkeitsbehörde wo auch immer gelesen wird.

IMG_4369

Video: Neujahr am Heian-Schrein, 03. Januar 2012

Shimogamo-Schrein (下鴨神社)

Am Shimogamo-Schrein bot sich derselbe Anblick: Viele Menschen, viele Stände.

IMG_4376

Allerdings gab es hier wesentlich mehr Highlights als im Heian-Schrein. Angefangen mit der netten Geste, am Eingang eine Art große Grillstätte zum Wärmen herzurichten.

IMG_4414

Hilfsbereite Schreinmädchen (巫女) wie eh und je.

IMG_4380

Im Schrein selber wurden an der Hauptbühne wieder Bilder ausgestellt (wie fast immer, Daumen hoch!).

Painting Exhibition at Shimogamo Shrine

Immer eine prima Gelegenheit, Bilder von anderen Posierenden abzugreifen!

Painting Exhibition at Shimogamo Shrine
Painting Exhibition at Shimogamo Shrine

Auf der anderen Seite der Bühne gab es noch zwei weitere Bilder zum bewundern.

IMG_4395

Nebenan wurde noch eine leere Nebenbühne beleuchtet. Leer, aber nicht uninteressant.

IMG_4400

Im Bereich vor dem inneren Heiligtum wurde zahlreiche Minischreine aufgebaut und ich kam nicht drumherum, an eine Art „schnelles Drive-In zum Beten“ zu denken. Auf dem Bild sind zwar nur drei Schreine zu sehen, aber es waren insgesamt zwischen sieben und neun Schreinen, auch mitten auf dem Platz.

IMG_4394

Bei Neujahr kann man den Besucheransturm aber wohl nicht anders bewältigen. Zum Schluss noch ein Bild vom kleinen Schrein für die Liebe:

IMG_4407

Hauptartikel: Neujahr 2011/12: Gerangel im Tempel Chionin und im Yasaka- und Fushimi-Inari-Schrein

Alle Bilder vom Neujahr 2011/12 auf Flickr

Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten

Neujahr 2011/12: Gerangel im Tempel Chionin und im Yasaka- und Fushimi-Inari-Schrein.

Aktualisiert: 21. Februar 2017| 2017-02-21T00:18:55+00:00 Veröffentlicht: 2. Januar 2012|Thema: Japanische Feste, Sehenswürdigkeiten, Traditionen, Vorgestellte Artikel (Featured)|Tags: , , |Regionen: , , , , |

Mein erstes Mal Neujahr in Japan, wie aufregend! Oder auch nicht, habe ich mir doch eher eine gemütliche Nacht ohne Feuerwerk vorgestellt. Nun, es gab wie erwartet kein Feuerwerk, dafür aber ein Gerangel ohnesgleichen. Wie auf einem Rockkonzert, nur ohne Rockmusik. Was?

In Japan ist es üblich, zu Neujahr einen Tempel oder Schrein aufzusuchen (hatsumōde 初詣). Hört sich wirklich einfacher an als es ist, zumindest in Kyoto. Praktischerweise lagen der Tempel und die Schreine, die wir besuchen wollten (Chionin, Yasaka und Fushimi-Inari) alle an der Bahnlinie Keihan, wir konnten uns daher ein Neujahrsticket für 1000 Yen kaufen.

Chionin 知恩院

Der Tempel Chionin ist für sein Neujahrsevent berühmt, schlagen hier die Mönche 106 Mal die riesige Tempelglocke (die größte Glocke in Japan). Nach den 106 Glockenschlägen (Beginn etwa 22:45 Uhr) sind die Menschen von ihren Sünden gereinigt. Doch bevor das alles anfing, mussten wir ein Leid in Kauf nehmen, welches uns das ganze Neujahr über verfolgte…

verdammt lange Schlangen!

IMG_4151

Das Glockenschlagen an sich war aber sehr sehenswert. Das Rumgeschubse und Gerangel um die besten Plätze vorne war aber jenseits von Gut und Böse und nichts für zarte Gemüter.

IMG_4268
IMG_4182
Untitled

Video: Neujahr 2011/12 im Tempel Chionin, Kyoto. Das Spiel an der Glocke und Übersicht.

Video: Neujahr 2011/12 im Tempel Chionin, Kyoto. Mönche und Detailaufnahmen.

Yasaka-Schrein 八坂神社

Ehrlich gesagt dachte ich, schlimmer als beim Chionin kann es nicht werden. Dann mussten wir uns zwei (!) Stunden lang in der Schlange für den Yasaka-Schrein anstehen, um bis zum Altar vorzukommen. Sowas macht man als Ausländer einmal und nie wieder.

Yasaka Shrine, Kyoto

Das Besondere am Yasaka-Schrein war, dass man dort eine Schnur bekommen konnte, mit der man heiliges Feuer mit nach Hause nehmen hätte können. Hätte man nun mit diesem Feuer etwas zu essen gemacht, würde man im Neujahr von Krankheiten verschont werden. Da wir anschließend direkt nach Fushimi-Inari weiter gegangen sind und mit brennender Lunte nur schlecht in eine Bahn einsteigen konnten, müssen wir nun leider auch im Neujahr mit Krankheiten zurecht kommen.

IMG_4293

Ist man dann endlich als Teil einer Gruppe (es wurde alles kontrolliert und geregelt durch die Polizei, nur schubweise wurden Leute eingelassen) auf das eigentliche Schreingelände vorgerückt – praktischerweise an vielen Marktständen vorbei – wusste man sofort, warum das ganze so reglementiert wurde…

IMG_4283

Fürs Neujahr konnte man sich einen besonderen Pfeil kaufen, der das Haus vor Bösem schützen soll – allemal besser, als ihn ins Knie zu bekommen!

Yasaka Shrine, Kyoto

Und da 2012 im chinesischen Kalender das Jahr des Drachen ist, konnte man auch putzige Drachen auf den Ema (絵馬) bewundern.

IMG_4286
IMG_4287

Fushimi-Inari-Schrein

Nach der kurzen Gebetseinlage und der Flucht aus dem Yasaka-Schrein ging es weiter Richtung Süden, zum Großschrein von Fushimi. Es war inzwischen zwei Uhr und das Neujahr hing uns schon früher als erwartet leicht zum Hals raus. Zum Glück war es in Fushimi aber wesentlich entspannter. Zwar war der Schrein auch voller Leute (am Eingang vor allem betrunkene junge Leute, lag wohl am Konbini), aber wenigstens war kein Reglement wie am Yasaka mehr nötig.

IMG_4301

Das Chaos machte vor dem rituellen Reinigungsbecken leider nicht Halt…

IMG_4304

…und Kami-Sama war wirklich nicht amused.

IMG_4305

Aber bevor es auf den Rückweg ging, um zuhause den ersten heißen Sake des Jahres zu genießen, gelangen doch noch ein paar schönes Fotos.

IMG_4321
IMG_4320

Welch anbetungswürdiger Schrein!

IMG_4309

Sogar Döner gab es… („Döner“…)

IMG_4325

…und noch mehr Gerangel, das wir uns aber nicht mehr antaten. Genug gelitten für Neujahr.

IMG_4326

Nachtrag: Neujahr 2011/12, Nachtrag: Heian-Schrein und Shimogamo-Schrein

Alle Bilder vom Neujahr 2011/12 auf Flickr

Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten

On-Matsuri-Fest vom Kasuga-Großschrein in Nara: Umzug und Kinder-Yabusame (17.12.)

Aktualisiert: 14. Dezember 2016| 2016-12-14T14:32:00+00:00 Veröffentlicht: 18. Dezember 2011|Thema: Japanische Feste, Vorgestellte Artikel (Featured)|Tags: , |Regionen: , |

Vom 15. Dezember bis zum 18. Dezember findet in Nara das „On-Matsuri“ (おん祭) genannte Fest vom Kasuga-Großschrein (春日大社) statt. Das Fest fand zum ersten mal im 12. Jahrhundert statt, als eine Epidemie durchs Land wütete und die Götter um Hilfe angerufen wurden. Auch wenn das Fest vier Tage lang ist, konzentrieren sich die Hauptevents auf den 17. Dezember, der auch honmatsuri (本祭), quasi Hauptfest genannt wird. An diesem Tag findet unter anderem ein „Festival der Zeitalter“ (ähnlich wie dem Jidai-Matsuri in Kyoto) und ein Yabusame (流鏑馬) von Kindern statt.

Alle Bilder auf Flickr.

Festival der Zeitalter

Das Festival der Zeitalter ist ein Umzug, in dem die Kleidung vom 12. bis zum 19. Jahrhundert präsentiert werden. Der  Umzug wird von musikalischen und tänzerischen Vorführungen unterbrochen.

Dieses Video auf Youtube anschauen.

On-Matsuri 2011, Nara

On-Matsuri 2011, Nara

On-Matsuri 2011, Nara

On-Matsuri 2011, Nara

On-Matsuri 2011, Nara

On-Matsuri 2011, Nara

On-Matsuri 2011, Nara

On-Matsuri 2011, Nara

Yabusame

Yabusame ist das Beherrschen des Bogens auf einem Pferd. Da hier aber Kinder am Werk sind, ist es zwar nicht ganz so spektakulär, wird aber von den Zuschauern trotzdem enthusiastisch verfolgt. Die Pferde samt Bogenschützen werden zu den Zielen geführt, auf welches dann geschossen wird.

Dieses Video auf Youtube anschauen.

On-Matsuri 2011, Nara

On-Matsuri 2011, Nara

On-Matsuri 2011, Nara

On-Matsuri 2011, Nara

Alle Bilder vom On-Matsuri auf Flickr

…und die lieben Rehe

Jaja, die lieben Rehe von Nara. Auch wenn sie manchmal wie Bambi sein können…

IMG_3827

…gibt es doch noch eine andere Realität:

IMG_3829

IMG_3832

Alle Bilder von Nara auf Flickr

Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten

Gaudi an der Universität von Kyoto: Oktoberfest japanischer Art (25. September 2011)

Aktualisiert: 30. März 2017| 2017-03-30T16:48:22+00:00 Veröffentlicht: 27. September 2011|Thema: Japanische Feste, Sonstiges|Tags: , , |Regionen: , , , , |

Die Universität von Kyoto (京都大学, kurz Kyôdai) feierte am 25. September ihr eigenes Oktoberfest. Japaner in Dirndl! Immer wieder witzig! Das deutsche Bier war leider ziemlich schnell alle, die Würste auch :-(

Die Bilder wurden ziemlich gegen Ende aufgenommen, deswegen war es schon etwas leer.

Kyoto University Oktoberfest(4)
Kyoto University Oktoberfest

Bei den Abschlussliedern wurde aber nochmal in die Vollen gegriffen. Gaudi pur!

Dieses Video auf Youtube anschauen

Alle Bilder

Alle Bilder vom „Oktoberfest“ auf Flickr

Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten

Momiji-Tanz am Kamigamo-Schrein (10. September)

Aktualisiert: 1. November 2016| 2016-11-01T17:33:38+00:00 Veröffentlicht: 11. September 2011|Thema: Japanische Feste, Sehenswürdigkeiten|Tags: , , |Regionen: , , , |

Der Sommer geht langsam zu Ende und es kommt die Jahreszeit, von der viele sagen, es sei die schönste Jahreszeit in Japan: der Herbst.
Geprägt wird der Herbst vom Begriff momiji (紅葉), rotes Herbstlaub, wenn viele Orte in ein rotes Blättermeer getaucht werden. Auch wenn es noch etwas dauern wird, bis man das rote Herbstlaub sehen kann, stimmen sich zwei Gruppen von Tänzern und Sängern am 10. September ab 20 Uhr am Kamigamo-Schrein (上賀茂神社) für dieses Spektakel ein – mit dem Momiji-Tanz (紅葉音頭大踊り).

Momiji-Tanz am Kamigamo-Schrein(38)

Eine Gruppe ist dabei vom Kamigamo-Schrein, auf dessen Gelände der Tanz stattfindet. Die andere Gruppe wird vom „Schwester-Schrein“ Shimogamo (下賀茂神社) entsandt. Sofern man den nicht ganz so komplizierten Tanz beherrscht, kann man selber am Tanz teilnehmen. Die offiziellen Tänzer haben einen Yukata mit Schürze an und haben die Ärmel hochgekrempelt. Der Tanz wurde ursprünglich im alten Kaiserpalast von Kyoto (御所) vorgeführt – was mir persönlich viel angenehmer gewesen wäre, liegt dieser doch um die Ecke bei mir.

Momiji-Tanz am Kamigamo-Schrein(9)

Zugegeben, ein wirklich faszinierendes Fest war es nun nicht gerade und auch die gesangstechnische Leistung war nicht durchgehend über alle Zweifel erhaben…

Bis 1:19 Kamigamo-Gruppe; Danach Shimogamo-Gruppe.

…der Kamigamo-Schrein ist normal auch nicht gerade um die Ecke….

Momiji-Tanz am Kamigamo-Schrein(24)

…ok, nicht gerade wenig Negativpunkte, deswegen möchte ich es so zusammenfassen: es ist ganz interessant, sich den Tanz anzuschauen, aber wenn man es nicht tut, hat man auch nichts verpasst.

Ach ja, und da es sehr dunkel war, sind die meisten Bilder mal mehr, mal weniger absichtlich verschwommen.

Alle Bilder

Alle Bilder vom Momiji-Tanz auf Flickr

Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten

Chrysanthemen-Fest am Hôrinji in Arashiyama, mit Nô-Aufführung (09. September)

Aktualisiert: 1. November 2016| 2016-11-01T17:33:38+00:00 Veröffentlicht: 10. September 2011|Thema: Japanische Feste, Sehenswürdigkeiten|Tags: , |Regionen: , , , , |

Dank der Einladung eines deutschen Freundes, der Sänger in einer Nô-Schule ist, konnte ich heute das Chrysanthemen-Fest (chôyô 重陽) des Hôrinji-Tempels (法輪寺) in Arashiyama (嵐山) miterleben. Das Chrysanthemen-Fest wird passend zur Blütezeit der Chrysantheme am 09. September an sehr vielen Orten in Japan gefeiert. Da ich mich leider mit den Hintergründen nicht weiter auskenne, werde ich hauptsächlich den Ablauf des Rituals im Hôrinji beschreiben. Besonders am Chrysanthemen-Fest im Hôrinji ist, dass ein Teil davon eine Nô-Aufführung ist.

Um 13 Uhr wurden die Schiebewände des Hauptgebäudes geöffnet und das wartende Publikum durfte eintreten und Platz nehmen. Es fing mit buddhistischen Gesang von vier Priestern vor dem Altar statt. Nach kurzer Zeit wurden dann Chrysanthemen an die Teilnehmer verteilt. Als die Priester fertig waren, wurden zwei kleine Tische vor dem Altar aufgebaut, wo man nun seine Chrysantheme ablegen und ein Gebet sprechen konnte.

Bis zu diesen Zeitpunkt konnte ich leider keine Fotos vom Ritual machen, da der japanische Herr neben mir meinte, das Foto-Verbot durchsetzen zu müssen. Laut Schild hatte er auch recht, aber als ich dann einen vorbeilaufenden Priester fragte, ob ich Fotos machen dürfte, meinte dieser: „Klar, kein Problem!“ …. …. (!!!)

Nachdem die Fotofrage nun geklärt war, holte ich meine Kamera wieder aus der Tasche. Gerade zum richtigen Zeitpunkt, denn die Nô-Aufführung fand nun statt.

(Erstes Video mit meiner neuen Canon 60D. Die Originaldatei ist stolze 3,98 GB groß!) 

Die Aufführung war das Ende des ganzen Rituals, aber es wurde noch Sake ausgeschenkt. Die älteren Herrschaften (99% der Anwesenden) waren anscheinend so gierig, dass der ausschenkende Priester zur „ein Schälchen pro Person“-Politik ermahnen musste.

Netterweise wurden die zuvor eingesammelten Chrysanthemen wieder ausgeteilt und durften mitgenommen werden. Da hatte ich doch gleich ein nettes Mitbringsel für meine Freundin.

Alle Bilder

Alle Bilder vom Hôrinji auf Flickr

An den Bildern kann man teilweise auch sehen, was derzeit ein Riesenproblem für Fotografie tagsüber ist: die extrem grelle Sonneneinstrahlung… :/

Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten

Daimonji, 16. August 2011

Aktualisiert: 1. November 2016| 2016-11-01T17:33:39+00:00 Veröffentlicht: 19. August 2011|Thema: Japanische Feste|Regionen: , , , |

Wie jedes Jahr am 16. August war es wieder soweit: als Abschluss des Obon-Festes wurden fünf große Zeichen (eigentlich sechs) auf fünf verschiedenen Bergen (sagen wir besser: Hügel) in Brand gesetzt, um den Toten den Weg zurück in ihre spirituelle Welt zu zeigen. Daher auch der Name „Gozan no Okuribi“ (五山送り火), aber „Daimonji“ (大文字) ist der gängigere Begriff.

Die Namen der fünf Zeichen sind:

  •  大文字, daimonji (): das Kanji für „Größe“, 大, Ostkyoto.
  • 妙・法, myô und hô: „Wundersamer Dharma“, Kanji  妙 und 法.
  • 舟形, funegata: kein Kanji, sondern ein Schiffsbild.
  • 左大文字, hidari daimonji: das Kanji für „Größe“, 大, Westkyoto.
  • 鳥居形, toriigata: kein Kanji, sondern ein Bild eines shintoistisches Tor.

Alle sechs Zeichen kann man nur von den Dächern hoher Gebäude sehen, Hotels verlangen dafür meist einen saftigen Eintritt – 10 000 Yen (~90 Euro) aufwärts. Daneben gibt es öffentliche Orte, von denen man ein oder mehrere Zeichen gut sehen kann, die meistens dann auch sehr gut besucht sind. Wir haben uns für die Brücke Imadegawa-Kamogawa entschieden, von der man daimonji und hô gut sehen kann und funegata gerade noch so. Man sollte sich aber auf eine Menge Japaner gefasst machen und je älter, desto unfreundlicher.

Die Orte der Feuerstellen kann man auch auf meiner Google-Maps Karte einsehen, unter „Kansai / Kyoto / Feste / Daimonji-Okuribi“.

Bilder

Leider habe ich meine neue Kamera noch nicht, daher an dieser Stelle nur ein paar schlechte Bilder vom Handy :(

daimonji

Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten