Direkt neben der großen Tempelanlage Daitokuji mit seinem Subtempel Ryogenin liegt der Schrein Imamiya. Auch wenn der Schrein nach Durschreiten des großen Tores zunächst etwas karg erscheint, beeindruckt Imamiya durch seine Weitläufigkeit und der hohen Anzahl an Neben-/Zweigschreinen.

Jedes Jahr am zweiten Sonntag im April findet hier auch eines der drei großen, ungewöhnlichen Feste Kyotos statt, das Yasurai Matsuri.

imamiya

Übersicht

Erster Eindruck: ziemlich weitläufig, aber etwas karg.

Und interessant, was für Sachen so am Informationsbrett hängen.

Was dann als nächstes auffällt ist die sehr hohe Anzahl an setsumatsusha (摂末社 Zweigschreine).

Konstruktion nach dem Vorbild Ise

Die Schreinbühne

Innerhalb der Schreinbühne befinden sich die Bildnisse der berühmten einhundert Dichter des altertümlichen Japan

Der Hauptaltar

Als weitere Attraktion beherbergt der Imamiya Schrein noch den Stein ahokashisan (阿呆賢). Den Stein „benutzt“ man folgendermaßen: zuerst schlägt man ihn drei Mal, danach hebt man ihn. Dann wünscht man sich etwas, streichelt ihn drei Mal, hebt ihn nochmals – dann soll er leichter sein.

Besonders interessant ist auch, dass die zwei Löwenstatuen (komainu) vom Sumo-Kämpfern getragen werden. Anscheinend haben zahlreiche Sumo-Kämpfer aus Osaka einmal dem Schrein gespendet, zu deren Ehren dann die kleinen Sumofiguren gemacht worden sind.

Der Schrein beherbergt auch zwei temizuya (手水舎), Wasserbecken zur rituellen Selbstreinigung.

Sonstiges

Das Yasurai Matsuri

Das Yasurai Matsuri wird gefeiert, um die Aufmerksamkeit der Gottheiten zur Kirschblütenzeit wieder zurück zu gewinnen. Zum Artikel Yasurai Matsuri am Imamiya Schrein in Kyoto.

yasurai Matsuri

Fazit

Schöner Schrein, der zum verweilen einlädt. Wenn ich in der Nähe wohnen würde, wäre ich bestimmt öfters auf dem Schreingelände.

Goshuin

Informationen über die Goshuin – Ort: vom Hauptaltar aus rechts

imamiya

Goshuin Imamiya Schrein mit Yasurai Matsuri Motiv

Gleich nebenan: Aburi Mochi

Essen kann ein sehr starker Motivator für Japaner sein. Die Idee, zum Imamiya Schrein zu gehen, kam von meiner Freundin. Ich vermute aber, sie war eher hinter den Aburi Mochi her, die man gleich neben dem Schrein essen kann. Mehr Infos zu den Aburi Mochi kann man auf Jeffrey Friedl’s Blog finden: Aburi-Mochi: Grilled Mochi on Skewers

Ja, Aburi Mochi schmecken wesentlich besser als sie aussehen.

Alle Bilder Imamiya

FLICKRGOOGLE+

Weiterführende Informationen Imamiya

Besucht am10. Juli 2012
SchreibweisenRomaji: imamiya jinja
Kanji und Kana: 今宮神社(いまみやじんじゃ)
Webseitehttp://imamiyajinja.org/ (japanisch und englisch)
Wikipediahttp://de.wikipedia.org/wiki/Imamiya-Schrein (mehrsprachig)
Eintrittfrei
Öffnungszeitenfrei zugänglich
OrtGoogle Maps
Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten