Jedes Jahr am zweiten Sonntag im April (2014: 13. April) findet am Imamiya Schrein das Yasurai Matsuri Fest statt, welches zu den drei großen, ungewöhnlichen Festen Kyotos (京都の三大奇祭) zählt. Ungewöhnlich ist zwar vieles in Japan, aber wenn man sich das Yasurai Matsuri anschaut, kann man etwas verstehen, warum es speziell in diese Kategorie fällt.

yasurai matsuri

Übersicht Yasurai Matsuri

Man sagt, im April, wenn die Kirschblüten blühen, widmen sich die Gottheiten anderen Dingen und ihr Blick ist von den Menschen abgelenkt. Diese werden dadurch leichter krank oder fallen sonstigen Unglücken zum Opfer. Um jetzt wieder die Aufmerksamkeit der Gottheiten zurück zu erobern, müssen die Menschen sich für die Gottheiten wieder interessant machen. Dafür ist das Yasurai Matsuri da.

Festlich verkleidet, teilweise als Dämonen mit roten und schwarzen Haaren, wird auf dem Imamiya Schrein getanzt und musiziert. Besonders bedeutsam sind dabei große rote Schirme, die mit Blumen geschmückt sind. Die Blumen locken die Gottheiten an, die sich dann auf dem Schirm niederlassen. Wer bei dem Fest unter solch einen Schirm geht, dem sei Gesundheit gewiss.

Der Umzug beginnt um 12 Uhr im Nahe gelegenen Konenji Tempel und kommt gegen 15 Uhr im Imamiya Schrein an. Dort finden dann etwa 40 Minuten vor den zahlreichen Altaren wilde Tänze statt. Danach bricht man wieder zum Konenji auf.

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Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten