Der Fushimi-Inari-Taisha-Schrein in Kyoto: tausende rote Schreintore, tausende Besucher

3.6 / 5

Der Fushimi-Inari-Taisha-Schrein (fortan kurz Fushimi-Inari genannt) am Fuße des Inariyama-Hügels ist mehreres zugleich: ein verwunschener Ort voller roter Schreintore (Torii); eine kleine Hügelbesteigung, wenn man wirklich alles sehen möchte; eine anspruchsvolle Trainingsstrecke für Laufsportler. Die meiste Zeit über ist der Fushimi-Inari aber folgendes: ein Besuchermagnet sondersgleichen, wie es in Sachen Sehenswürdigkeiten sonst nur bei den Tempeln Kinkakuji und Kiyomizudera – mit Abstrichen auch die Burg Nijijo – der Fall ist.

Es ist daher sehr empfehlenswert, sich vor dem Besuch des Fushimi-Inari genau zu informieren, worauf man sich einlässt und vor allem wann man es sollte.

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Pfad durch die vielen Schreintore im Fushimi-Inari-Taisha-Schrein
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Über den Fushimi-Inari-Schrein

Allgemein

Der Fushimi-Inari ist der Hauptschrein der um die 30.000 Inari-Schreine in ganz Japan, deren Hauptgottheit Inari ist, der Kami für Reis und Sake, aber ebenso auch Patron über Händler und Handwerker. Die Boten von Inari sind Füchse (Kitsune), die man hier am Schrein auch überall sehen kann und die manchmal auch einen Schlüssel im Mund haben – Schlüssel zu Speicherkammern, die sie beschützen. Der Schrein liegt am Fuße des Inariyama-Hügels (233m) und entlang des Weges zur Spitze lassen sich zahlreiche Subschreine finden. Wofür der Fushimi-Inari aber noch berühmt ist sind die zahlreichen roten Torii-Schreintore, die allesamt von Individuen oder Firmen gesponsort wurden in der Hoffnung auf Segen und Wohlstand. Die Namen der Spender sind in schwarzer Tinte auf die Schreintore geschrieben und es ist witzig, manchmal berühmte Firmennamen zu erkennen.

Wer den Aufstieg zum Hügel machen möchte, sollte bei wärmeren Temperaturen auf jeden Fall bequeme und vor allem atmungsaktive Kleidung anziehen. Der Weg an sich ist nahezu durchgehend beschattet, die Sonne wird hier daher nicht intensiv – die schwüle Hitze aber schon.

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Der Eingang und Hauptweg zum Schrein: das erste Schreintor

Zeitaufwand

Wer den Fushimi-Inari das erste Mal besucht und das komplette Programm mit Hügelspitze machen möchte, wird bei gemütlichen bis normalen Tempo knapp drei Stunden brauchen. Für den Aufstieg sollte man mindestens 20 Minuten einplanen und für den Rundgang um die Spitze etwa 40 Minuten. Das sind allerdings die reinen (bequemen) Laufzeiten, man möchte ja ab und an Pausen einlegen, Fotos schießen und die Aussicht genießen.

Karte des Schreins und Bereiche

Da der Fushimi-Inari recht groß ist, macht es Sinn, vorab schon grob die Route im Kopf zu haben und sich ein paar Landmarken zu merken.

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Außerdem lässt sich der Schrein grob in folgende Bereiche unterteilen:

Grundlevel: Hier befindet sich der Eingangsbereich und der Hauptschrein mit der Honden-Halle. Außerdem gehört noch der erste kleinere Rundgang durch die vielen Schreintore hinzu, wo sich der berühmte Abschnitt Senbon Torii und der Okusha (innerer Schrein) befinden. Dieser ganze Bereich ist noch relativ bequem ohne steilere Aufstiege zu bewältigen und deckt die berühmtesten Ansichten ab. Empfehlenswert, wenn man es eilig hat oder man schlicht nicht zur Hügelspitze wandern möchte.

Aufstieg: Der Aufstieg beginnt an der großen T-Kreuzung, auf die man etwa 150 Meter nach Passieren des Okusha trifft und endet an der Kreuzung Yotsuji. Unterwegs passiert man den Kumatakasha-Schrein, die Kreuzung Mitsuji und mehrere kleine Cafés.

Das Romon-Tor liegt etwa 40 Meter über dem Meeresspiegel. Bis zur Hügelspitze auf 233 Meter Höhe müssen insgesamt knapp über 190 Höhenmeter überwunden werden.

Rundgang Hügelspitze: Der Rundgang um die Hügelspitze des Inariyama beginnt und endet in der Kreuzung Yotsuji. Unterwegs passiert man etliche kleinere Schreine und natürlich auch die Hügelspitze Ichi no Mine.

Rundgang

Grundlevel: Eingang, Honden-Bereich und die Senbon Torii

Wer vom Kyoto-Haupfbahnhof kommt oder in die JR-Nara-Linie umgestiegen ist, wird nach dem Verlassen des Bahnhofs Inari direkt vor dem Haupteingang des Schreins stehen. Hier passiert man die ersten zwei Torii-Schreintore, das Ichiban-Torii (oder Dai-Torii) und das Niban-Torii. Hinter dem Niban-Torii befindet sich direkt das massive Romon-Tor (links davor noch das Temizuya-Reinigungsbecken).

Wer über die Keihan-Linie anreist und am Bahnhof Fushimi-Inari aussteigt, wird zwangsläufig vor dem Nebeneingang etwas nördlicher landen, wo bereits zwischen neun und zehn Uhr die Imbissstände aufmachen werden. Dieser Weg führt direkt zum Romon-Tor.

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Niban-Torii und Romon-Tor

Die wichtigsten Gebäude in diesem Bereich sind das bereits erwähnte Romon-Tor und die in einer Reihe dahinter liegenden Gebäude Gehaiden und die Haupthalle und Heiligtum Honden (oberhalb der Treppen). Das Romon-Tor und das Gehaiden sind als wichtige Kulturgüter deklariert.

Südlich des Gehaiden (rechts, wenn man gerade das Romon-Tor durchschritten hat) befindet sich der kleine Schrein Azumamaro. Benannt ist dieser nach dem eingeschreinten Kada Azumamaro, ein Gelehrter aus der frühen Edo-Zeit und aus dessen Familie schon viele Shinto-Priester für den Fushimi-Inari kamen. Ähnlich wie der Kitano-Tenmangu-Schrein ist der Azumamaro-Schrein vor allem für akademischen Erfolg ‘zuständig’. Wer vor einer wichtigen Prüfung steht, kann sich hier einen sicherlich besonders wirkmächtigen Omamori-Talisman kaufen.

Ema und weitere Glücksbringer im Azumamaro-Schrein. Hintergrund: Romon-Tor.

Folgt man dem Weg links an der Honden-Haupthalle vorbei und hält sich rechts, die Stufen hoch, so gelangt man zum Startpunkt des Treks durch die vielen Schreintore (Torii), dem wohl berühmtesten Aspekt des Fushimi-Inari. Zunächst wandert man durch eine einfache Reihe von Schreintoren, bevor man dann vor einer Kreuzung steht und sich zwei Reihen an Schreintoren auftun. Dieser Abschnitt mit den zwei Reihen nennt man Senbon Torii. Auf Schildern wird gebeten, der Reihe rechts zu folgen, aber das ist nur wichtig wenn viel los ist, also etwa ab acht Uhr.

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Der berühmte Doppelpfad Senbon Torii

Am Ende der Senbon Torii kommt man am Okusha heraus, dem inneren Schrein. Der Weg führt dann links weiter durch weitere Schreintore (ein Motiv, das auch bleibt, keine Überraschung). Folgt man dem Weg, kann man nach kurzer Zeit rechts einer Abzweigung aufwärts folgen, die zu einem kleinen Nebenschrein führt und zu einem Pfad in einen Bambuswald hinein. Dieser ist aber nur wenig spannend, kann also guten Gewissens ignoriert werden. Es gibt einen anderen Abschnitt im Bambuswald, der sich deutlich mehr lohnt, mehr dazu weiter unten. Folgt man wieder dem Hauptpfad, hören die Schreintore kurz abrupt auf und man steht vor einer T-Kreuzung. Hier hat man nun die Wahl: rechts beginnt der Aufstieg zur Kreuzung Mitsuji und zur Hügelspitze, der Weg links führt zurück zur Honden-Haupthalle und bildet damit den kleinen Rundgang.

Der Aufstieg zur Hügelspitze

Der Aufstieg von der T-Kreuzung bis zur Yotsuji-Kreuzung (der Beginn des Rundgangs um die Hügelspitze) dauert bei zügigen Tempo um die 15 Minuten, bei gemütlicheren Tempo eher 30-40 Minuten. Von der Yotsuji-Kreuzung bis zur Hügelspitze sind es dann nochmal 10 Minuten. Für die Aussicht lohnt sich der Aufstieg natürlich. Für ehrgeizige Besucher jeder Art sowieso.

Hinweis: Letzte Toilette!
Kurze Zeit nach der Kreuzung findet sich auch die letzte öffentliche Toilette. Danach gibt es keine mehr, im Notfall kann man aber wohn in den Cafés fragen. Diese haben aber vor 9 Uhr nicht geöffnet.

Die Treppen fangen hier an und von denen gibt es reichlich. Persönlich kamen ‘schlimme’ Erinnerung vom Besuch des Kotohiragu-Schreins auf Shikoku hoch, aber das haben wohl alle Hügelbesteigungen so an sich. Der Aufstieg an sich bietet kaum Highlights. Man kommt recht schnell am Kumatakasha-Schrein vorbei, der an einem Teich liegt.

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Bereich vor dem Kumatakasha-Schrein

Nach dem Kumatakasha-Schrein ist die nächste Landmarke die Mitsuji benannte Kreuzung, wo rechts an mehreren Cafés vorbei der Aufstieg weitergeht. Links wäre ein Weg für den Abstieg, den man am Ende für die Vollständigkeit auch nehmen sollte.

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Blick von der Mitsuji-Kreuzung auf den zurückgelegten Weg

Hügel: Yotsuji-Kreuzung, die Hügelspitze und Rundgang auf dem Inariyama

An der Kreuzung Yotsuji angekommen, kann man entweder direkt den Rundgang um die Hügelspitze beginnen oder noch einen kurzen Abstecher zum Tanakasha-Shinseki-Schrein machen, der sehr rustikal, aber auch eigentümlich interessant wirkt. Je nachdem, wie allergisch man gegen Treppen zu diesem Zeitpunkt bereits ist.

Den Rundgang um die Spitze kann man in beide Richtungen angehen:

Wählt man den rechten Weg zwischen den zwei Gebäuden durch (persönliche Empfehlung), geht der Aufstieg zwar direkt weiter, aber nach der Ankunft an der Hügelspitze hat man es dann hinter sich – danach geht es nur noch bergab. Von der Yotsuji-Kreuzung dauert es auf diesem Wege bis zur Spitze des Inariyama (auch Ichi no Mine oder Kamisha Shinseki genannt) etwa 10 Minuten. Unterwegs passiert man zuerst die Vorgipfel San no Mine (Shimo Shinseki), Ai no Mine (Kadasha Shinseki) und Ni no Mine (Nakasha Shinseki).

Startet man den Rundgang um die Spitze herum links, kann man sich zwar zunächst etwas von dem Aufstieg zuvor erholen, aber kurz vor der Hügelspitze geht es dann ein ganzes Stück bergauf mit Treppen.

Die vorher genannten Namen sind nichts anderes als eine Art Reihenfolge:

  1. San no Mine 三ノ峰 = dritter / unterster Gipfel
  2. Ni no Mine 二ノ峰 = zweiter Gipfel
  3. Ichi no Mine 一ノ峰 = erster / oberster Gipfel und damit auch Hügelspitze
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Ichi no Mine / Kamisha Shinseki

Früher befanden sich an diesen Orten auch Schreine mit den dazugehörigen Gebäuden, die aber leider im Onin-Krieg (15. Jahrhundert) abgebrannt sind. Zwar sind hier immer noch Kami eingeschreint, aber im Laufe der Zeit hat man auf den vollständigen Wiederaufbau der Schreingebäude verzichtet. Diese Orte werden nun als Shinseki geführt. Salopp könnte man sagen: abgespeckte Schreine. Ein Ort mit Gottheit (Kami) trifft es aber besser und ist deutlich höflicher. Daher haben die Gipfel noch folgende zusätzliche Namen:

  1. Shimosha Shinseki 下社神蹟 = unterer Schrein
  2. Nakasha Shinseki 中車神蹟 = mittlerer Schrein
  3. Kamisha Shinseki 上社神蹟 = oberer Schrein

Der Begriff Ai no Mine (Kadasha Shinseki) fällt hier etwas aus der Reihe, bedeutet ‘ai’ einfach nur ‘zwischen’.

Vorausgesetzt, man hat sich für den rechten Weg entschieden, geht es nach dem Ichi no Mine direkt deutlich bergab und bleibt dann relativ eben. Die Atmosphäre in diesem Bereich ist wirklich schön. Abgeschieden, schattig, kühl und man fühlt sich deutlich vom Trubel der Stadt getrennt. Weit hinten stößt man auf den Mitsurugisha-Schrein (Chojasha Shinseki), der bei vielen Besuchern wohl im Gedächtnis haften bleiben wird. Man sagt, dass dieser Ort ein Treffpunkt für die Gottheiten (Kami) war, natürlich auch zum Feiern.

Der Rundgang um die Hügelspitze braucht etwa 40 Minuten. Von der Yotsuji-Kreuzung beginnt man dann den Abstieg.

Geheimtipp: der Bambuswald des Fushimi-Inari

Was vielen Besuchern unbekannt sein dürfte ist die Tatsache, dass der Fushimi-Inari ebenfalls einen Bambuswald mit Pfad hat, auch wenn dieser recht klein ist und definitiv nicht an großen Bruder und den Bambuswald schlechthin in Arashiyama heranreicht – sowohl was die Größe, aber auch die Ästhetik angeht. Der Bambuswald des Fushimi-Inari hat jedoch einen entscheidenden Vorteil: man hat ihn für sich alleine, da ihn wohl wirklich niemand kennt oder sich niemand für diesen Abschnitt interessiert, obwohl ihn keine 50 Meter Luftlinie vom Senbon Torii trennt. Wer daher einen kleinen Bambuswald für sich alleine haben möchte oder für ein Fotoshooting braucht, ist hier genau richtig.

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Es gibt viele Wege zum Bambuswald und einer davon verläuft nahezu parallel zur Strecke zwischen dem Okumiya (wo die vielen Schreintore ihren Anfang haben) und dem Okusha. Dieser Weg hat drei leicht zugängliche Zugangspunkte. Der erste Zugangspunkt befindet sich direkt dort, wo die vielen Schreintore anfangen. Läuft man nach der Treppe auf das erste Schreintor zu, einfach geradeaus weitergehen und nicht links durch die Schreintore. Der zweite Zugangspunkt befindet sich direkt vor dem Anfang des Doppelpfads Senbon Torii. Einfach rechts abbiegen. Der dritte und letzte Zugangspunkt befindet sich am Okusha, wenn man zwischen den zwei Gebäuden rechts durchgeht.

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Der erste Zugangspunkt zum Bambuswald
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Die berühmten Senbon Torii von der Seite

Wann sollte man den Fushimi-Inari besuchen?

Eine wirklich schwierige Frage. Man kann generell sagen, dass zwischen acht und neun Uhr der große Besucheranstrum anfängt. Ab dieser Zeit wird es gerammelt voll. Es wird wohl nur wenige Tage im Jahr geben, an dem das nicht so sein wird, vermutlich im Winter? In den wärmeren Jahreszeiten wird man kaum Glück haben und ob man sich im schwülen Hochsommer durch die teils recht engen Passagen durchdrängen möchte ist ebenfalls höchst fraglich. An den zwei Stichprobetagen im April 2019 wurde der Andrang auch während der Hügelbesteigung nur unmerklich weniger, im Gegensatz zu früher, als sich nur wenige Besucher die Mühe machten, den kompletten Weg bis zur Spitze zu erklimmen.

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Okusha gegen 9 Uhr morgens

Wer den Schrein mehr in Ruhe besichtigen möchte, speziell für Fotoshootings, der kommt nicht drum herum, schon gegen sechs Uhr morgens (Sonnenaufgang ist gegen 5:30 Uhr) am Schrein zu sein. Spätestens! Denn schon zu dieser Zeit finden sich hier die ersten enthusiastischen Besucher ein, natürlich auch die Fotografen und erstaunlicherweise auch recht viele Sportler, die den Weg hoch zur Hügelspitze als Trainingsstrecke nutzen. Aber selbst damit ist diese Zeit immer noch sehr viel angenehmer als mit dem Besucheranstrum, der spätestens zwei Stunden später anrücken wird. Und nicht zu vergessen und mit höchsten Respekt zu nennen sind die immer noch recht vielen alten Damen (Herren scheinbar weniger bis gar nicht), die aus religiösen Gründen den Weg auf sich nehmen – was nach acht Uhr kaum noch möglich ist bzw. deutlich anstrengender. Ein weiteres Beispiel dafür, wie der Tourismus das einheimische Alltagsleben verdrängt.

Aber was könnte man überhaupt gegen den Ansturm von Besuchern machen? Der Schaden ist schon längst angerichtet, der Fushimi-Inari ist weltberühmt und in allen Reiseführern. Auch dank den Werbekampagnen von Kyoto selbst, die immer noch auf Hochtouren laufen und auf mehr Besucher abzielen. Der Schrein ist ein öffentlicher Raum und es wäre schade, wenn man daran etwas ändern müsste.

Es gab noch eine Beobachtung: den Leuten schien das Gedränge kaum etwas auszumachen. Man muss einfach festhalten, dass viele einfach nur ihren Spaß haben, trotz der Umstände, die man durchaus kritisch betrachten sollte. Was aber gar nicht geht sind der Schlag von Leuten, die andere Besucher zurückpfeifen, wenn ein Bereich mal kurzzeitig menschenfrei wird, um Fotos zu machen. Leider auch einmal erlebt.

Galerie - Eindrücke & Fotografie

Übersicht

Bewertung

3.6 / 5

JAKYO

Fushimi-Inari-Taisha-Schrein

Schöner Schrein mit tausenden von Schreintoren, aber mindestens ebenso vielen Besuchern.

Schreintore in Massen
Wunderschöne An- und Aussichten
Angenehmer und toller Rundgang auf der Hügelspitze

Schon früh am Tag von Besuchern überrannt

Kommentar zur Bewertung

Der Fushimi-Inari ist an sich ein wirklich schöner Schrein. Der Bewertungsabzug kommt allein aus dem massiven Besucherandrang, in der schwachen Hoffnung, dass Kyotoreisende vielleicht auf eine der vielen anderen, ebenso schönen Sehenswürdigkeiten ausweichen. Man muss den Fushimi-Inari eben nicht unbedingt gesehen haben, nur weil alle anderen ihn gesehen haben oder er als ‘must see!’ gilt.

Ohne den Besucherandrang wäre der Schrein locker im Bereich zwischen vier und fünf Sternen.

※ Alle Bewertungen von Japan-Kyoto

Allgemein

Name
Fushimi-Inari-Taisha (Schrein)
Japanisch
伏見稲荷大社 | ふしみいなりたいしゃ | fushimi inari taisha
Ressourcen

Frei

Ganzjährige Öffnungszeit

Täglich

Zeitaufwand: Lang (über 40 Minuten)

Andrang
Anspruch
Anreise (ÖPNV)

Features

Objekte

Zugang

Sonstiges

Weitere Bezeichnungen
お稲荷さん | o-inarisan
Besucht am
Zuletzt am 19. und 20. April 2019

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