Kotohira 琴平
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Eine Woche Shikoku

Kotohira – Von der Bahnstation Takamatsu Chikko (高松築港) der Bahnlinie Kotoden (琴電 oder ことでん) ging es dann ziemlich billig und nur unmerklich langsamer als mit der JR nach Kotohira (Route auf Google Maps), wo uns Shikokus größte Schreinanlage Kotohiragu (金刀比羅宮, auch: Konpirasan) und das sehr alte und prächtiges No-Theater Kanamaruza (金丸座) erwartete.

Ankunft in Kotohira

Der Bahnhof von Kotoden in Kotohira machte schon Eindruck und befindet sich direkt neben einer seltenen „hohen Steinlaterne“, einer takatoro (高灯篭, im Hintergrund).

Kotohira

Aber auch sonst macht Kotohira einen netten und interessanten Eindruck.

Kotohira
Kotohira
Kotohira

Gut, manchmal auch einen gefährlichen…

Kotohira

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Kotohiragu

Kotohiragu (Wikipedia) besteht zunächst einmal aus Treppen. Sehr vielen Treppen. Wer alles sehen möchte und somit bis zum höchsten Punkt, zum Okusha (奥社) laufen möchte, muss insgesamt 1368 Stufen erklimmen. Am Anfang befindet sich eine langgezogene Einkaufsstraße mit Restaurants und Souvenirshops, bevor man dann nach den ersten Treppen den Eingang erreicht, sehr viel später den Hauptbereich des Schreins und sehr sehr viel später dann den vorher genannten Okusha.

Die Einkaufsstraße

Neben den nützlichen Sachen wie den allgegenwärtigen Wanderstock findet man hier hauptsächlich Krimskrams und Souvenirs.

Kotohira

Allerdings auch eine Art Flagship Store für die regionale Haupsüßgkeit, den Kyuman (灸まん, das hellbraune Teil im zweiten Bild).

Kotohira
Kotohira

Der Weg zum Hauptbereich des Schreins

Jetzt wird die Sache ernst, die 1368 Stufen fangen an – oder haben bereits angefangen.

Kotohiragu Shrine

Nachdem man dann mal immerhin den Eingang des Schreins erreicht hat, wird man mit der ersten tollen Aussicht belohnt.

Kotohiragu Shrine

Es folgen viele weitere Stufen, man kommt an zahlreichen Steinlaternen vorbei…

Kotohiragu Shrine

…erfrischt sich an den Eis Stationen, die wohl aufgestellt worden sind, weil zu viele Leute wegen Hitze plus Treppen umgekippt sind…

Kotohiragu Shrine

…mehr Treppen…

Kotohiragu Shrine

…oh, endlich das erste Schreingebäude, was Eindruck macht.

Kotohiragu Shrine

Und dann, endlich, der Hauptbereich des Schreins, mit toller Aussicht ins Tal.

Kotohiragu Shrine
Kotohiragu Shrine
Kotohiragu Shrine

Wer will, kann hier nun aufhören, Spaß haben, Talismane kaufen und vergnügt zurückkehren.

Der lange Weg zum Okusha

Aber nein, das macht man natürlich nicht. Man quält sich nun mit dem längsten Aufstieg mit den meisten Treppen. Weil es Spaß macht. Genau.

Kotohiragu Shrine
Kotohiragu Shrine

Unzählige Wetterverfluchungen später gelangt man dann endlich zum den heiligen Okusha, der total normal aussieht. Danke.

Kotohiragu Shrine
Kotohiragu Shrine

Gerettet wird die Situation aber durch eine interessante Felswand, an der sich zwei Tengus (Gesichter mit langen Nasen) befinden. Wer findet sie?

Kotohiragu Shrine

Und durch die Aussicht.

Kotohiragu Shrine

Ok, Abstieg, genug Treppen für heute. Es war aber eine wesentliche tollere Erfahrung als es sich hier liest. Wirklich. Es lohnt sich.

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Das No-Theater Kanamaruza

Nach den vielen Treppen des Kotohiragu Schreins ging es zur Entspannung in das prächtige No-Theater Kanamaruza. Da der Leser von der Ansicht der vielen Treppen bestimmt erschöpft ist, zeige ich hier nun einfach nur die Bilder, die man sich entspannt anschauen kann. Eine Führung ist inklusive, allerdings nur auf japanisch.

Konpira Grand Theatre Kanamaruza
Konpira Grand Theatre Kanamaruza
Konpira Grand Theatre Kanamaruza
Konpira Grand Theatre Kanamaruza
Konpira Grand Theatre Kanamaruza
Konpira Grand Theatre Kanamaruza
Konpira Grand Theatre Kanamaruza
Konpira Grand Theatre Kanamaruza

Das ist allerdings noch wichtig. Auf dem nächsten Bild sieht man den Bereich des kamiza (上座), in dem nicht nur einfach die Leute mit den meisten Geld sitzen, sondern der Kaiserfamilie vorbehalten ist.

Konpira Grand Theatre Kanamaruza

Genau da, wo ich sitze. Der vordere Bereich auf dem oberen Bereich und der einzige Bereich in der Reihe, der mit drei Tatami Matten ausgelegt ist.

Konpira Grand Theatre Kanamaruza

Feierabend. Im Hotel haben wir den Aufzug genutzt.

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Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten