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Reise nach Nagoya Februar 2012: Übersicht

20. September 2015|Thema: Sehenswürdigkeiten, Vier Tage Nagoya 2012: Seto und Tokoname, Zusammenfassungen|Tags: , , , , |

Alle Artikel von der Reise nach Nagoya und Umgebung vom Februar 2012.

Nagoya ist die viertgrößte Stadt nach Japans und ist neben seiner bedeutenden Industrie auch die Heimat von mehreren Kulturstätten. Zwei der sechs alten Keramikstätten lassen sich hier ebenso finden wie der berühmte Schrein Atsuta, in dem das Schwert und Throninsignie Kusanagi aufbewahrt sein soll und natürlich das Schloss von Nagoya.

Nagoya, Spezialitäten und das Apa Hotel Nagoya Sakae (19.02.2012)

Die Töpferstadt Tokoname (20.02.2012)

Der Schrein Atsuta (20.02.2012)

Seto und der Tellerwahnsinn (21.02.2010)

Das Schloss von Nagoya und Rückkehr nach Kyoto (22.02.2012)

Kategorie: Reise nach Nagoya Februar 2012

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Sportlich: Kendo – das japanische Fechten

Nashinoki-Schrein am Kaiserpalast von Kyoto

29. April 2015|Thema: Sehenswürdigkeiten|Tags: , , , |Regionen: , , , , |

Der Nashinoki-Schrein ist ein kleinerer Schrein an der Ostseite des Parkgeländes Gyoen, auf dem sich auch der ehemalige Kaiserpalast Gosho befindet. Nashinoki ist der Schrein, den ich in meiner bisherigen Zeit in Japan am meisten frequentiert habe, phasenweise sogar täglich. Dadurch sind mir auch die zahlreichen Veränderungen am Schrein seit 2010 aufgefallen – mal kleinere, mal größere – mal zum besseren, mal zum schlechteren. Am Nashinoki-Schrein befindet sich zudem der letzte der drei berühmten Brunnen von Kyoto, der Somei-Brunnen.

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Die Kirschblüte Sakura in Japan

13. April 2015|Thema: Japanische Feste, Traditionen|Tags: , , , |Regionen: , , , |

Jedes Jahr im Frühling wird Japan pink. Sehr pink. Auch die Einheimischen wechseln ihre Farbe in dieser Zeit sehr oft, allerdings zu blau. Es ist nicht schwer festzustellen, dass Japaner deutlich enthusiastischer auf ihre Jahreszeiten reagieren als Einheimische anderer Weltregionen. Besonders aber bei den Kirschblüten, die sich ab Ende März von Süd nach Nord durch ganz Japan ziehen.

Titelbild: Kirschblüte am Izumo-Schrein

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Kyoto Top 10 Sehenswürdigkeiten im Herbst

14. November 2014|Thema: Sehenswürdigkeiten|Tags: , , |Regionen: , , , |

Kyoto kann ein Dschungel sein, was Sehenswürdigkeiten betrifft. Die Frage „Was lohnt sich anzuschauen?“ kann man leicht mit „Alles!“ beantworten, aber dafür hat man leider keine Zeit. Im Herbst kommt dann zusätzlich noch die Frage dazu, wo man am besten die prächtige Herbstlaubfärbung namens Momiji genießen kann. Hier eine Auswahl.

Sicht auf den Moosgarten von Rurikoin im Herbst

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Tetsugaku no Michi – der Philosophenweg in Kyoto

4. April 2014|Thema: Kyoto: Philosophenweg - Tetsugaku no Michi, Sehenswürdigkeiten, Vorgestellte Artikel (Featured), Zusammenfassungen|Tags: , , , |Regionen: , , , , |

Es ist wirklich nichts neues zu schreiben, dass Kyoto voller schöner Ecken und Wege ist. Einen weiteren Beweis dafür liefert der tetsugaku no michi, der Philosophenweg. Der deutsche Wikipediaartikel schreibt dazu folgendes:

Der Philosophenweg (jap. 哲学の道, tetsugaku no michi) ist eine zwischen Kirschbäumen entlanglaufende 2 km lange Straße im Sakyō-ku der japanischen Stadt Kyōto. Der Name geht auf den Philosophen Kitaro Nishida zurück, der auf diesem Weg regelmäßig zum Meditieren entlang lief.

Der Philosophenweg ist eine schöne Flaniermeile, die sich im Osten von Kyoto vom Ginkakuji-Tempel im Norden bis zum Nanzenji-Tempel im Süden erstreckt. Neben Kirschbäumen finden sich am Philosphenweg auch etliche Tempel und Schreine, die auf den entdeckungsfreudigen Besucher warten. Zur Hochsaison auch Essenstände wie die beliebten Taiyaki.

Aufgrund seiner Berühmtheit ist der Weg zur Kirschblütenzeit und während der Herbstlaubfärbung aber leider hoffnungslos überlaufen, das Philosophieren rückt dann eher in weite Ferne. Darauf sollte man sich einstellen, wenn man aufbricht.

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Tsukiyomi Schrein in Arashiyama, Kyoto

27. Oktober 2012|Thema: Sehenswürdigkeiten|Tags: |Regionen: , , , , |

Der Tsukiyomi Schrein (月読神社) ist ein sehr kleiner Schrein in Arashiyama und liegt zwischen dem Großschrein von Matsuo – dessen Nebenschrein er ist – und den zwei Tempeln Suzumushidera und Kokedera. Wegen seiner geringen Größe gibt es hier nicht viel zu sehen, dementsprechend auch wenig zu sagen. Für viele Besucher von Arashiyama wird der Tsukiyomi Schreine wohl keine Rolle spielen.

Tsukiyomi Shrine
Tsukiyomi Shrine
Tsukiyomi Shrine
Tsukiyomi Shrine
Tsukiyomi Shrine
Tsukiyomi Shrine

Alle Bilder Tsukiyomi Schrein

Alle Bilder vom Tsukiyomi Schrein auf Flickr

Weiterführende Informationen Tsukiyomi Schrein

Webseite: –

Wikipedia: http://goo.gl/X1eLi (japanisch)

Eintritt: frei

Öffnungszeiten: Morgens bis Nachmittags.

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Der Schrein Imamiya, Kyoto – und Aburi Mochi (10.07.)

13. Juli 2012|Thema: Essen und Trinken, Sehenswürdigkeiten|Tags: |Regionen: , , , , |

Direkt neben der großen Tempelanlage Daitokuji mit seinem Subtempel Ryogenin liegt der Schrein Imamiya. Auch wenn der Schrein nach Durschreiten des großen Tores zunächst etwas karg erscheint, beeindruckt Imamiya durch seine Weitläufigkeit und der hohen Anzahl an Neben-/Zweigschreinen.

Jedes Jahr am zweiten Sonntag im April findet hier auch eines der drei großen, ungewöhnlichen Feste Kyotos statt, das Yasurai Matsuri.

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Reise nach Nagoya, Tag 2, Teil 2: Der Schrein Atsuta (20.02.2012)

24. Februar 2012|Thema: Fotografie, Sehenswürdigkeiten, Sonstiges, Vier Tage Nagoya 2012: Seto und Tokoname|Tags: , |Regionen: , , , |

Zurück aus Tokoname stiegen wir diesmal an der Station Jingumae (神宮前) aus, die direkt neben dem Atsuta Schrein (Wikipedia) liegt.

Der Atsuta-Schrein beherbergt das legendäre Schwert Kusanagi, eines der drei Throninsignien des japanischen Tenno. Die Hauptgottheit ist Amaterasu, der wichtigsten Göttin im Shinto und die Begründerin des japanischen Kaiserhauses – sofern man es glauben möchte.

Nach der Überquerung einer Kreuzung und eines Parkplatz begrüßte uns dann schon das erste Torii des Schreins.

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Spaziergang durch die Teramachi: Teefirma Ippodo, Schrein Shimogoryo und Tempel Gyoganji (26.01.)

29. Januar 2012|Thema: Fotografie, Japanischer Tee, Sehenswürdigkeiten, Sonstiges, Vorgestellte Artikel (Featured)|Tags: , , |Regionen: , , , |

Die meisten werden die Straße Teramachi (寺町) vermutlich nur als große Einkaufspassage kennen. Dies ist aber nur ein kleiner der Teramachi (genauer gesagt: der zwischen Shijo 四条 und Karasuma-Oike 烏丸御池) und auch wenn die Teramachi nicht durchgehend als Schönheit zu bezeichnen ist, ist gerade der Teil nördlich der Karasuma-Oike bis Marutamachi (丸田町) durchaus einen Blick wert.

Leider ist es schwer, die Straße als solche gut in einem Bild einzufangen, daher möchte ich folgende drei Sehenswürdigkeiten vorstellen (von Norden nach Süden): die Teefirma Ippodo, der Schrein Shimogoryo und der Tempel Gyoganji.

Teefirma Ippodo 一保堂

Dieser Laden von Ippodo ist die Hauptniederlassung und wie ich schon auf der Seite „Teeläden in Kyoto / Umgebung“ erwähnt habe, ist Ippodo die Teefirma, über die man vor allem als interessierter Tee-Laie zuerst stolpern wird. Der Laden hat ein angeschlossenes Café, welches ich aber noch nicht in Anspruch genommen habe. Erstaunlich ist die Anzahl an Leuten, die hier mit Kimono zu Besuch kommen.

Ippodo von außen

Ippodo Tea House at Teramachi, Kyoto

Symbol von Ippodo

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Ippodo Tea House at Teramachi, Kyoto

Schnappschuss innen

Ippodo Tea House at Teramachi, Kyoto

Schrein Shimogoryo 下後霊神社

Der Schrein Shimogoryo ist ein kleiner Schrein, der sehr heruntergekommen aussieht. Er wäre mir vermutlich auch gar nicht in Erinnerung geblieben, wäre da nicht ein kleines Detail gewesen, was mich sehr interessiert hat: wie der Nashinoki-Schrein hat auch Shimogoryo einen Brunnen, von dem man Wasser entnehmen kann! Ernüchertung: nicht so gut wie das Wasser vom Nashinoki-Schrein…

Eingang

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Heruntergekommen (1)

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Heruntergekommen (2)

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Nicht ganz so heruntergekommen

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Der Brunnen

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Tempel Gyoganji 行願寺

Einen wesentlich besseren Eindruck machte der nahe gelegene Tempel Gyoganji. Nicht wesentlich größer als der Shimogoryo, aber dafür nicht heruntergekommen und die Dacharchitektur hat mich besonders fasziniert.

Warum nicht heruntergekommen? Handtücher am rituellen Reiningungsbecken! Zum ersten Mal gesehen. Luxustempel.

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Der Eingang

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HDR-Bild des Hauptgebäudes

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„Sind Dächer nicht langweilig?“ – „Nein.

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Sonstiges

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Dinge, die einfach so rumstehen, aber die man eh nicht klauen wird/kann

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So sollten Tempelwächter schon eher aussehen, auch wenn die Größe zu wünschen lässt.

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Alle Bilder

Alle Bilder von Ippodo auf Flickr

Alle Bilder vom Schrein Shimogoryo auf Flickr

Alle Bilder des Tempels Gyoganji auf Flickr

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Neujahr 2011/12, Nachtrag: Heian-Schrein und Shimogamo-Schrein.

5. Januar 2012|Thema: Japanische Feste, Sehenswürdigkeiten|Tags: , |Regionen: |

Während der 2. Januar erstmal Ruhetag war, zogen wir am 3. Januar noch einmal zu Tempeln und Schreinen (hatsumōde 初詣) los, um noch ein paar Stempel und Goodies abzugreifen. Ziele waren der Heian-Schrein und der Shimogamo-Schrein.

Heian-Schrein (平安神宮)

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Selbst am 3. Januar war noch viel los. Wie vor den anderen größeren Schreinen konnte man sich an den Ständen erstmal mit guten Essen versorgen…

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…bevor man sich dann auf das gut besuchte Schreingelände wagte…

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…und man sich schließlich in der Schlange vor dem Altar wiederfand:

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Was mich bei solchen Gelegenheiten immer freut ist, dass man traditionelle Gewänder in Aktion sehen kann…

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…auch bei putzigen kleinen Kindern.

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Auch ein Ema (絵馬) wurde geschrieben…

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…und anschließend aufgehängt in der Hoffnung, dass es von der jeweiligen heiligen Zuständigkeitsbehörde wo auch immer gelesen wird.

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Video: Neujahr am Heian-Schrein, 03. Januar 2012

Shimogamo-Schrein (下鴨神社)

Am Shimogamo-Schrein bot sich derselbe Anblick: Viele Menschen, viele Stände.

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Allerdings gab es hier wesentlich mehr Highlights als im Heian-Schrein. Angefangen mit der netten Geste, am Eingang eine Art große Grillstätte zum Wärmen herzurichten.

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Hilfsbereite Schreinmädchen (巫女) wie eh und je.

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Im Schrein selber wurden an der Hauptbühne wieder Bilder ausgestellt (wie fast immer, Daumen hoch!).

Painting Exhibition at Shimogamo Shrine

Immer eine prima Gelegenheit, Bilder von anderen Posierenden abzugreifen!

Painting Exhibition at Shimogamo Shrine
Painting Exhibition at Shimogamo Shrine

Auf der anderen Seite der Bühne gab es noch zwei weitere Bilder zum bewundern.

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Nebenan wurde noch eine leere Nebenbühne beleuchtet. Leer, aber nicht uninteressant.

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Im Bereich vor dem inneren Heiligtum wurde zahlreiche Minischreine aufgebaut und ich kam nicht drumherum, an eine Art „schnelles Drive-In zum Beten“ zu denken. Auf dem Bild sind zwar nur drei Schreine zu sehen, aber es waren insgesamt zwischen sieben und neun Schreinen, auch mitten auf dem Platz.

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Bei Neujahr kann man den Besucheransturm aber wohl nicht anders bewältigen. Zum Schluss noch ein Bild vom kleinen Schrein für die Liebe:

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Hauptartikel: Neujahr 2011/12: Gerangel im Tempel Chionin und im Yasaka- und Fushimi-Inari-Schrein

Alle Bilder vom Neujahr 2011/12 auf Flickr

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Neujahr 2011/12: Gerangel im Tempel Chionin und im Yasaka- und Fushimi-Inari-Schrein.

2. Januar 2012|Thema: Japanische Feste, Sehenswürdigkeiten, Traditionen, Vorgestellte Artikel (Featured)|Tags: , , |Regionen: , , , , |

Mein erstes Mal Neujahr in Japan, wie aufregend! Oder auch nicht, habe ich mir doch eher eine gemütliche Nacht ohne Feuerwerk vorgestellt. Nun, es gab wie erwartet kein Feuerwerk, dafür aber ein Gerangel ohnesgleichen. Wie auf einem Rockkonzert, nur ohne Rockmusik. Was?

In Japan ist es üblich, zu Neujahr einen Tempel oder Schrein aufzusuchen (hatsumōde 初詣). Hört sich wirklich einfacher an als es ist, zumindest in Kyoto. Praktischerweise lagen der Tempel und die Schreine, die wir besuchen wollten (Chionin, Yasaka und Fushimi-Inari) alle an der Bahnlinie Keihan, wir konnten uns daher ein Neujahrsticket für 1000 Yen kaufen.

Chionin 知恩院

Der Tempel Chionin ist für sein Neujahrsevent berühmt, schlagen hier die Mönche 106 Mal die riesige Tempelglocke (die größte Glocke in Japan). Nach den 106 Glockenschlägen (Beginn etwa 22:45 Uhr) sind die Menschen von ihren Sünden gereinigt. Doch bevor das alles anfing, mussten wir ein Leid in Kauf nehmen, welches uns das ganze Neujahr über verfolgte…

verdammt lange Schlangen!

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Das Glockenschlagen an sich war aber sehr sehenswert. Das Rumgeschubse und Gerangel um die besten Plätze vorne war aber jenseits von Gut und Böse und nichts für zarte Gemüter.

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Video: Neujahr 2011/12 im Tempel Chionin, Kyoto. Das Spiel an der Glocke und Übersicht.

Video: Neujahr 2011/12 im Tempel Chionin, Kyoto. Mönche und Detailaufnahmen.

Yasaka-Schrein 八坂神社

Ehrlich gesagt dachte ich, schlimmer als beim Chionin kann es nicht werden. Dann mussten wir uns zwei (!) Stunden lang in der Schlange für den Yasaka-Schrein anstehen, um bis zum Altar vorzukommen. Sowas macht man als Ausländer einmal und nie wieder.

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Das Besondere am Yasaka-Schrein war, dass man dort eine Schnur bekommen konnte, mit der man heiliges Feuer mit nach Hause nehmen hätte können. Hätte man nun mit diesem Feuer etwas zu essen gemacht, würde man im Neujahr von Krankheiten verschont werden. Da wir anschließend direkt nach Fushimi-Inari weiter gegangen sind und mit brennender Lunte nur schlecht in eine Bahn einsteigen konnten, müssen wir nun leider auch im Neujahr mit Krankheiten zurecht kommen.

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Ist man dann endlich als Teil einer Gruppe (es wurde alles kontrolliert und geregelt durch die Polizei, nur schubweise wurden Leute eingelassen) auf das eigentliche Schreingelände vorgerückt – praktischerweise an vielen Marktständen vorbei – wusste man sofort, warum das ganze so reglementiert wurde…

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Fürs Neujahr konnte man sich einen besonderen Pfeil kaufen, der das Haus vor Bösem schützen soll – allemal besser, als ihn ins Knie zu bekommen!

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Und da 2012 im chinesischen Kalender das Jahr des Drachen ist, konnte man auch putzige Drachen auf den Ema (絵馬) bewundern.

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Fushimi-Inari-Schrein

Nach der kurzen Gebetseinlage und der Flucht aus dem Yasaka-Schrein ging es weiter Richtung Süden, zum Großschrein von Fushimi. Es war inzwischen zwei Uhr und das Neujahr hing uns schon früher als erwartet leicht zum Hals raus. Zum Glück war es in Fushimi aber wesentlich entspannter. Zwar war der Schrein auch voller Leute (am Eingang vor allem betrunkene junge Leute, lag wohl am Konbini), aber wenigstens war kein Reglement wie am Yasaka mehr nötig.

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Das Chaos machte vor dem rituellen Reinigungsbecken leider nicht Halt…

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…und Kami-Sama war wirklich nicht amused.

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Aber bevor es auf den Rückweg ging, um zuhause den ersten heißen Sake des Jahres zu genießen, gelangen doch noch ein paar schönes Fotos.

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Welch anbetungswürdiger Schrein!

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Sogar Döner gab es… („Döner“…)

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…und noch mehr Gerangel, das wir uns aber nicht mehr antaten. Genug gelitten für Neujahr.

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Nachtrag: Neujahr 2011/12, Nachtrag: Heian-Schrein und Shimogamo-Schrein

Alle Bilder vom Neujahr 2011/12 auf Flickr

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Seimei Schrein – immer diese Kommerzschreine! (13.11.)

17. November 2011|Thema: Sehenswürdigkeiten|Tags: |Regionen: , , , |

IMG_2970Am 13. November ging es zum Seimei Schrein (清明神社) in der Nähe der Kreuzung Horikawa-Imadegawa (堀川今出川). Der Schrein ist vor allem für seinen Namensgeber bekannt: Abe no Seimei (安倍晴明).

Abe no Seimei ist eine relativ beliebte Figur der modernen Popkultur, sei es in Filmen, Anime oder Manga. Vielleicht war das einer der Gründe, warum der Schrein an dem Tag sehr gut besucht war. Der Schrein an sich ist relativ klein und unspektakulär. Vor allem fällt aber eines wieder auf: Kommerz!

Das fängt schon am Eingang des Schreins an. Dort findet man eine Brücke, von der man sagt, sie führe ins Reich der Geister. Der erste Knackpunkt ist, dass die Brücke nicht mehr an ihrem ursprünglichen Ort steht, sondern verlegt wurde. Betritt man den Schrein heutzutage und geht man über die Brücke, landet man direkt vor dem Souvenirshop.

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Danach geht es zum Hauptteil des Schreins, auf dessen linker Seite man gleich einen weiteren Shop findet, allerdings für Talismane etc. Stilgerecht kann man sich dort auch gleich als Abe no Seimei ablichten lassen.

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Das Schönste am Schrein war wohl der Baum, der liebevoll umarmt wurde…

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…am Lustigsten wohl der Pfirsisch gegen Unglück und Gefahr, der von vielen vorbeilaufenden Japanern liebevoll als „Pfirsischarsch“ bezeichnet wurde.

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Der Brunnen gab aber auch ein ganz schönes Motiv ab…

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…ganz zu schweigen vom „kotzenden“ Drachen, die oft in Japan vorkommen.

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Viel Häme hier im Artikel, aber so schlimm war es auch nicht. Unbedingt hingehen muss man aber auch nicht.

Alle Bilder

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