Shokokuji ist ein Tempelkomplex, der zu großen Teilen frei zugänglich ist. Gerade den Studenten an der Doshisha Universität sollte der Shokokuji ein Begriff sein, liegt er direkt neben dem Imadegawa Campus an der Nordseite des ehemaligen Kaiserpalasts. Der Shokokuji erhält auch jedes Mal seinen Platz in der Begrüßungsrede an die Austauschstudenten aufgrund seiner historischen Bedeutung (oder eher: „Der Imadegawa Campus liegt direkt zwischen Gosho und Shokokuji, so toll ist die Doshisha.“), die man aber mangels Touristenmassen kaum erahnen kann. Hervorzuheben ist, dass die berühmten Tempel Kinkakuji und Ginkakuji Subtempel des Shokokuji sind.

Shokokuji Hatto

Das Tempelgelände

Befindet man sich am Nordausgang des ehemaligen Kaiserpalasts, sieht man zwei Dinge: ein Eingangstor zur Doshisha Universität und wenn man der Straße nordwärts folgt, das Eingangstor zum Shokokuji.

Links: Doshisha Imadegawa Campus – Am Ende der Straße: Eingangstor Shokokuji

Eingangstor zum Tempelgelände

Direkt westlich davon befindet sich ein Chokushimon, welches man aber von dieser Seite nicht gut fotografieren kann. Daher ein Bild von der Nordseite. Und man muss zugeben, für ein Chokushimon ist es reichlich unspektakulär.

In direkter Linie nordwärts liegt das Sanmon des Tempels, bzw. wird es hier nur noch angedeutet. Es ist 1788 bei einem großen Feuer den Flammen zum Opfer gefallen. Der Bau des Tores wurde 1609 von Tokugawa Ieyasu finanziert.

Standort des Sanmon Tor

Noch weiter nördlich liegt dann die Predigthalle hattō.

Und schließlich die Residenz des Abts hōjō und die Tempelküche kuri.

Links: Abtresidenz – Rechts: Tempelküche

Auf der Ostseite des Tempelgeländes findet man noch einen Glockenturm shōrō mitsamt kleinen Schrein davor…

…und auf der Westseite den Lagerungsort für die Sutren-Sammlung kyōzō.

Insgesamt ist der Shokokuji für den normalen Touristen relativ uninteressant, aber natürlich immer einen Spaziergang wert, wenn man gerade in der Nähe ist. Eine gute Kombination wäre hier Kaiserpalast, Imadegawa Campus und Shokokuji – eine Mischung, die aus architekturtechnischer Sicht als ziemlich abgefahren bezeichnet werden kann.

Photosphere Shokokuji

Views: Shokokuji Temple, Kyoto by Christian Kaden

Goshuin Shokokuji

Informationen über die Goshuin

Goshuin Shokokuji

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Weiterführende Informationen Shokokuji

Besucht am 28. März 2014
SchreibweisenVereinfacht: shokokuji
Hepburn (modifiziert): shōkokuji
Kanji und Kana: 相国寺(しょうこくじ)
Webseitehttp://www.shokoku-ji.jp/ (japanisch)
Wikipediahttp://de.wikipedia.org/wiki/Sh%C5%8Dkoku-ji (mehrsprachig)
Eintrittfrei
Öffnungszeitenjederzeit zugänglich
OrtGoogle Maps
Shokokuji-Tempel (Kyoto)
3 von 5
Wertung
Gin, Kin und Sho

Beiträge aus der Umgebung

Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten