Die meisten werden die Straße Teramachi (寺町) vermutlich nur als große Einkaufspassage kennen. Dies ist aber nur ein kleiner der Teramachi (genauer gesagt: der zwischen Shijo 四条 und Karasuma-Oike 烏丸御池) und auch wenn die Teramachi nicht durchgehend als Schönheit zu bezeichnen ist, ist gerade der Teil nördlich der Karasuma-Oike bis Marutamachi (丸田町) durchaus einen Blick wert.

Leider ist es schwer, die Straße als solche gut in einem Bild einzufangen, daher möchte ich folgende drei Sehenswürdigkeiten vorstellen (von Norden nach Süden): die Teefirma Ippodo, der Schrein Shimogoryo und der Tempel Gyoganji.

Teefirma Ippodo 一保堂

Dieser Laden von Ippodo ist die Hauptniederlassung und wie ich schon auf der Seite „Teeläden in Kyoto / Umgebung“ erwähnt habe, ist Ippodo die Teefirma, über die man vor allem als interessierter Tee-Laie zuerst stolpern wird. Der Laden hat ein angeschlossenes Café, welches ich aber noch nicht in Anspruch genommen habe. Erstaunlich ist die Anzahl an Leuten, die hier mit Kimono zu Besuch kommen.

Ippodo von außen

Ippodo Tea House at Teramachi, Kyoto

Symbol von Ippodo

Ippodo Tea House at Teramachi, Kyoto

Schnappschuss innen

Ippodo Tea House at Teramachi, Kyoto

Schrein Shimogoryo 下後霊神社

Der Schrein Shimogoryo ist ein kleiner Schrein, der sehr heruntergekommen aussieht. Er wäre mir vermutlich auch gar nicht in Erinnerung geblieben, wäre da nicht ein kleines Detail gewesen, was mich sehr interessiert hat: wie der Nashinoki-Schrein hat auch Shimogoryo einen Brunnen, von dem man Wasser entnehmen kann! Ernüchertung: nicht so gut wie das Wasser vom Nashinoki-Schrein…

Eingang

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Heruntergekommen (1)

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Heruntergekommen (2)

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Nicht ganz so heruntergekommen

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Der Brunnen

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Tempel Gyoganji 行願寺

Einen wesentlich besseren Eindruck machte der nahe gelegene Tempel Gyoganji. Nicht wesentlich größer als der Shimogoryo, aber dafür nicht heruntergekommen und die Dacharchitektur hat mich besonders fasziniert.

Warum nicht heruntergekommen? Handtücher am rituellen Reiningungsbecken! Zum ersten Mal gesehen. Luxustempel.

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Der Eingang

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HDR-Bild des Hauptgebäudes

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„Sind Dächer nicht langweilig?“ – „Nein.

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Sonstiges

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Dinge, die einfach so rumstehen, aber die man eh nicht klauen wird/kann

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So sollten Tempelwächter schon eher aussehen, auch wenn die Größe zu wünschen lässt.

Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten