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Japan 2016: April und Mai in Kyoto mit Reise nach Kyushu

Aktualisiert: 12. Februar 2017| 2017-02-12T16:35:02+00:00 Veröffentlicht: 16. April 2016|Thema: Sonstiges|Tags: , |Regionen: , , , , , |

Die nächste Reise nach Japan steht an und dieses Mal wird es klassisch: vom 22. April bis zum 25. Mai treibt Japan-Kyoto sein Unwesen in Kyoto. Bevor es dann aber am 31. Mai wieder zurück nach Deutschland geht, wird noch eine Woche lang die südliche Hauptinsel Kyushu besucht, denn dort fehlt noch der Süden. Was den Flug betrifft, darf zum ersten Mal die niederländische Fluggesellschaft KLM ihren Service unter Beweis stellen – ein Erfahrungsbericht wird folgen.

Alle Beiträge, die speziell aus diesen Aufenthalt entstehen, werden unter dem Schlagwort oder Tag „J2016“ zusammengefasst.

Nachtrag: aus Kyushu ist dieses Mal leider nichts geworden.

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Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten

Video: Kagoshima in 4K-Auflösung

Aktualisiert: 12. Februar 2017| 2017-02-12T16:35:03+00:00 Veröffentlicht: 5. Dezember 2014|Thema: Video|Tags: |Regionen: , , |

Leider habe ich es bisher nur bis nach Nordkyushu geschafft und Südkyushu verweilt noch auf dem Planungsbrett. Einen wunderschönen Einblick verschafft folgendes Video vom Youtube-Nutzer egawauemon, welches in 4K-Auflösung gedreht wurde und besonders plastisch wirkt. Natürlich darf bei so einem Video der Wald auf Yakushima nicht fehlen (ab 0:38), der seine Berühmtheit vermutlich dem Anime Prinzessin Mononoke von Hayao Miyazaki zu verdanken hat. Weitere Selbstverständlichkeiten sind Onsen sowie Schreine, aber vor allem sehr viel Natur.

Bitte nur in Vollbild und mit höchstmöglicher Auflösung anschauen!

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Gunkanjima in Google Street View

Aktualisiert: 12. Februar 2017| 2017-02-12T16:35:03+00:00 Veröffentlicht: 28. Juni 2013|Thema: Sehenswürdigkeiten|Tags: |Regionen: , , , |

Nach meinem erfolglosen Versuch am 30. März 2013 scheint nun Google sich über die verlassene Insel Gunkanjima in der Nähe von Nagasaki hergemacht zu haben. Mit den Street View Kameras im Rucksack haben die Mitarbeiter von Google sogar einzelne Räume in Street View aufgenommen.


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Nordkyushu Tag 6, Teil 2: Der Park Suizenji in Kumamoto und die Rückkehr nach Kyoto (02.04.)

Aktualisiert: 12. Februar 2017| 2017-02-12T16:35:02+00:00 Veröffentlicht: 21. April 2012|Thema: Eine Woche Nordkyushu 2012, Japanischer Tee, Sehenswürdigkeiten|Tags: |Regionen: , , , |

Nachdem wir uns im Schloss von Kumamoto ausreichend umgeschaut haben, ging es zurück zur Straßenbahn und mit dieser bis zur Station Suizenji Kôen (水前寺公園). Von dort waren es dann nur fünf Minuten zu Fuß, bevor wir dann durch den Eingang des Suizenji-Parks schritten.

Vor dem Durchschreiten wurde es aber noch einmal gefährlich. Kumamon lauerte mitten auf der Straße vor dem Eingang. Was hatte er vor?
At Suizenji Park, Kumamoto, Kyushu, Japan
Ah, Glück gehabt, er begrüßt nur die zahlungswilligen Touristen.
At Suizenji Park, Kumamoto, Kyushu, Japan
Suizenji ist wirklich ein schön anzusehender Garten, mit den typischen geformten Hügeln, die man oft in größeren japanischen Parks sehen kann.
At Suizenji Park, Kumamoto, Kyushu, Japan
At Suizenji Park, Kumamoto, Kyushu, Japan
At Suizenji Park, Kumamoto, Kyushu, Japan
Man kann auch wieder Futter kaufen, um der schwimmenden Tierwelt im Teich eine Freude zu bereiten.
At Suizenji Park, Kumamoto, Kyushu, Japan
At Suizenji Park, Kumamoto, Kyushu, Japan
Schön war aber auch vor allem der Schrein Izumi (出水神社), der auf dem Parkgelände angesiedelt ist.
At Suizenji Park, Kumamoto, Kyushu, Japan
At Suizenji Park, Kumamoto, Kyushu, Japan
Es gab auch gleich zwei schön anzusehende Temizuya (Wasserbecken für die rituelle Selbstreinigung).
At Suizenji Park, Kumamoto, Kyushu, Japan
At Suizenji Park, Kumamoto, Kyushu, Japan
At Suizenji Park, Kumamoto, Kyushu, Japan
At Suizenji Park, Kumamoto, Kyushu, Japan
At Suizenji Park, Kumamoto, Kyushu, Japan
At Suizenji Park, Kumamoto, Kyushu, Japan
At Suizenji Park, Kumamoto, Kyushu, Japan
At Suizenji Park, Kumamoto, Kyushu, Japan
Weiter hinten im Park fand man noch einen weiteren kleinen Schrein, mit einem extrem ungünstig platzierten Toilettenschild.
At Suizenji Park, Kumamoto, Kyushu, Japan
https://www.flickr.com/photos/satorinihon/7041490637/
At Suizenji Park, Kumamoto, Kyushu, Japan
Noch weiter hinten konnte man Bronzestatuen von zwei wichtigen Feudalherren (Daimyo) finden.
At Suizenji Park, Kumamoto, Kyushu, Japan
At Suizenji Park, Kumamoto, Kyushu, Japan
At Suizenji Park, Kumamoto, Kyushu, Japan
Sicht auf die Hügel, von der hinteren Seite aus.
At Suizenji Park, Kumamoto, Kyushu, Japan
Japanische Romantik: allgegenwärtige Getränkeautomaten, umrankt von Kirschblüten. Hach…
At Suizenji Park, Kumamoto, Kyushu, Japan
Und wieder der Eingangsbereich, von der hinteren Seite aus gesehen.
At Suizenji Park, Kumamoto, Kyushu, Japan
At Suizenji Park, Kumamoto, Kyushu, Japan
Eine Bühne für Nô-Theater gab es auch…
At Suizenji Park, Kumamoto, Kyushu, Japan
…genauso wie ein Teehaus, fast obligatorisch für einen japanischen Park.
At Suizenji Park, Kumamoto, Kyushu, Japan
At Suizenji Park, Kumamoto, Kyushu, Japan
Japanische Geldmacherei: für wenig Geld darf man nur auf Sitzgelegenheiten außerhalb des Hauses Matcha trinken. Für mehr Geld dann im Teehaus.
At Suizenji Park, Kumamoto, Kyushu, Japan
At Suizenji Park, Kumamoto, Kyushu, Japan
At Suizenji Park, Kumamoto, Kyushu, Japan
At Suizenji Park, Kumamoto, Kyushu, Japan
Wobei man sich im Teehaus dann fast schon selber als Austellungstück hätte fühlen können, denn davor sind immer Leute herumgelaufen.

Der Matcha war aber auch ganz gut im Freien genießbar.
At Suizenji Park, Kumamoto, Kyushu, Japan
At Suizenji Park, Kumamoto, Kyushu, Japan
Beim Verlassen des Parks verabschiedete sich Kumamon dann auch artig von uns.
At Suizenji Park, Kumamoto, Kyushu, Japan

Souveniere: alles voller Bären

Für Japaner selbstverständlich: Souveniere mit nach Hause bringen, damit auch die Daheimgebliebenen sich an der Reise erfreuen können! (Und um eine ganze Souvenierindustrie drumherum aufbauen zu können!). Man kann sich kaum vorstellen, wieviel Souveniere sich Japaner auf einer Reise kaufen (müssen)! Losgezogen mit zwei Koffern, kamen wir mit zwei Koffern und drei vollen Tüten zurück.

Und damit auch alles etwas Besonderes ist, werden die Souveniere von Kumamoto mit dem eigenen Maskottchen vollgeklebt, dem Bären Kumamon. Sogar eine Art eigenen Flagship Store hat der Kerl!
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Und auch überall sonst, wo es nur möglich ist, findet man die Spuren von Kumamon.
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Rückkehr nach Kyoto

Auch diese Reise steuerte unweigerlich ihrem Ende entgegen. Von Kumamoto hatte ich am wenigstens erwartet, aber ist dann fast zum Favoriten geworden! Nach einem letzten guten und schwarzen Ramen in der Stadt…
Kumamoto Kuromayu Ramen
…ging es noch etwas auf Abenteuerfahrt. Aus irgendeinem Grund fuhr unser Nachtbus nicht von Hauptbahnhof ab, sondern etwas außerhalb, zwischen Stadt und Flughafen, neben einem 7-Eleven Konbini mitten in der Pampa. Weder Bus noch Bahn in der Nähe! Mit der Straßenbahn dann bis zur letzten Station Kengunmachi (健軍町駅), von dort aus dann schon im Dunkeln 30 Minuten durch ein Wohngebiet. Etwas im McDonald abgehangen, um dann schließlich in den Bus Richtung Kyoto einzusteigen.

Danke Kyushu, wir kommen wieder!

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Nordkyushu Tag 6, Teil 1: Das Schloss von Kumamoto (02.04.)

Aktualisiert: 12. Februar 2017| 2017-02-12T16:35:02+00:00 Veröffentlicht: 19. April 2012|Thema: Eine Woche Nordkyushu 2012, Sehenswürdigkeiten|Tags: , |Regionen: , , , |

Nachdem wir am Morgen aus dem Hotel ausgecheckt und unsere Koffer am Bahnhof verstaut haben, ging es mit der Straßenbahn (Straßenbahn! Pluspunkt!) zum Schloss von Kumamoto (熊本城).
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Hier war die Blütenschau (Hanami 花見) schon in vollen Gange und gerade entlang an Flussufern kann man die Schönheit von Kirschblüten hervorragend bewundern.
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Die Uferpromenade war entsprechend gut gefüllt und es gab auch kleinere Imbissstände. (Chicken!)
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Das nicht gerade kleine Schloss konnte man dann auch ab und zu durch die Bäume erspähen.
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Pflichtbesuch bei Kato Kiyomasa, dem bekanntesten Schlossherren, der das Schloss erheblich erweiterte…
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Im Schloss selber stand man dann auch relativ schnell vor dem vermutlich bekanntesten Fotomotiv.
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Das Schloss macht aber auch sonst ordentlich was her und man sollte es auf jeden Fall als Pflichtpunkt auf einer Reise nach Kumamoto betrachten.
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Im Inneren durfte man leider keine Fotos machen. Dafür war ein frisches Brautpaar mit Fotograf unterwegs. Die Chance lässt man sich natürlich nicht entgehen!
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Im linken Schlossturm ganz oben durfte man dann endlich wieder die Kamera aktiv werden lassen und der Ausblick war auch wirklich super.
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Die folgenden zwei Bilder kann man als relativ einzigartig bezeichnen, da man dafür eine gewisse Größe und entsprechende Armlänge benötigte. Und Selbstbewußtsein, die Kamera nicht fallen zu lassen! Das Umhängeband hat diese Sorge aber einigermaßen wegfallen lassen. Das Motiv liegt hinter einer der Ecken, die jeweils durch einen dicken Balken gestützt werden und an jeder Seite noch durch etwas dünnere Balken – und genau an diesen dünneren Balken war es schwer, vorbeizukommen.
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Im zweiten, rechten Schlossturm, der etwas tiefer lag, war die Aussicht weniger hervorragend. Dieser Turm war auch eine relativ neue Rekonstruktion und daher nicht sonderlich spektakulär – wurde aber trotzdem von einer netten, jungen Damen bewacht. Dank dieser wurden wir auch das plötzlich auftretende Chaos im Schlosshof aufmerksam.

Verdammt! Kumamon höchstpersönlich, das Maskottchen von Kumamoto, hat sich unter die unwürdigen Besucher gemischt! Noch dazu mit dem Maskottchen des Schlosses selber, Higomaru! „Ein Charakter, der nur sehr selten auftritt!“, so die junge Wachdame.

Und was für ein Spektakel das war! Tumultartige Szenen unter den sonst so zurückhaltenden Japanern! Kinder außer Rand und Band!
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Kumamon hat sich so viele kleine Kinder abgegriffen, da wäre sogar Pedobär grün vor Neid geworden!
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Aber aber, was erzähle und zeige ich hier schon? Ein Video sagt viel mehr aus!

Video: Auftritt von Kumamon im Schloss von Kumamoto

Dieses Video auf Youtube anschauen

Weiter im Schloss: der Honmaru Goten Palast

Im Jahre 1877 zerstört, wurde der Honmaru Goten (本丸御殿) Palast bzw. die Ohiroma (お広間) Haupthalle über mehrere Jahre hinweg neu konstruiert und 2008 fertig gestellt. Zum Glück war das Fotografieren wieder erlaubt, denn so eine große Halle kann ordentlich Eindruck machen – auf seinem Höhepunkt hatte der Komplex ganze 1570 Tatamimatten ausgelegt!
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Danach ging es zum nahe gelegenen Suigenji-Park, aber mehr dazu im nächsten und letzten Artikel der Reise nach Kyushu.

Alle Bilder

Alle Bilder vom Schloss von Kumamoto auf Flickr

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Nordkyushu Tag 5: Der Vulkan Aso und Ankunft in Kumamoto (01.04.)

Aktualisiert: 12. Februar 2017| 2017-02-12T16:35:02+00:00 Veröffentlicht: 11. April 2012|Thema: Eine Woche Nordkyushu 2012, Essen und Trinken|Regionen: , , , , |

Früh morgens noch ein letztes Bad im Onsen vom Hotel Shin Horii zum Abschied, bevor es dann ebenso früh zum Bahnhof ging in Richtung Kumamoto. Unser erstes Ziel des Tages war aber der auf halber Strecke gelegener Vulkan Aso (阿蘇山) und es fahren nur sehr wenige Züge direkt von Beppu nach Aso – genau richtig für einen verlängerten und ungestörten Schlaf.

Am Bahnhof von Aso angekommen, merkten wir sehr schnell, was das Maskottchen hier ist: Der Hund Kuro. Gleichzeitig auch propagierter Bahnhofchef.
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Direkt wenn man aus dem Bahnhof rauskommt, gibt es in linker Richtung eine sehr große Verkaufshalle für Essen und es gibt doch wirklich tolle Sachen. Vorbeischauen lohnt sich.

Mit dem Bus gelangt man dann hoch zum Vulkan. Die Fahrt dahin dauert etwa eine halbe Stunde und steckte auch schon voller schöner Ausblicke.
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Das letzte Bild ist ein sehr typisches Bild vom Vulkan Aso, allerdings dann komplett in grün, in der sommerlichen Jahreszeit.

Das letzte Stück der Strecke musste mit der Seilbahn gemeistert werden.
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Wer nicht gerade im Sommer hingeht, sollte unbedingt sehr warme Kleidung mitbringen! Oben auf dem Gipfel weht ein unglaublich eisiger Wind, da vergeht einem schnell die Lust. Sonderlich viel zu sehen gibt es leider auch nicht – ein Vulkan eben!
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Es war jetzt nicht unbedingt eine Zeitverschwendung, aber ich denke, Aso muss man nicht zu seinen Highlights auf einer Reise nach Kyushu zählen. Es folgte der Abstieg und ab Richtung Kumamoto (熊本)!

Kumamoto und sein Ramen

Als wir in Kumamoto ankamen war es bereits Nachmittags und wir konnten gleich ins Hotel einchecken – Hotel Route Inn Kumamoto Ekimae (ルートイン熊本駅前). Gutes Geld sparen konnten wir, weil wir vom Hotel ein Angebot erwischten, in dem ein Tagesticket und der Eintritt zum Schloss von Kumamoto inklusive war. Die Zimmer waren zwar jetzt keine Schönheit, aber für Japan überraschend geräumig, daher sehr empfehlenswert.
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Zeit für Sightseeing war nicht mehr (was eh für den nächsten Tag angesetzt war), daher widmeten wir uns einer Sache, die meiner japanischen Begleitung extrem wichtig ist: Essen.

Und hier kann ich gleich sagen: Ramen in Kumamoto ist spitze! Regional besonders ist vor allem das Ramen in schwarzer Suppe, das muss man gegessen haben! In der Nähe unseres Hotels haben wir zum Glück gleich ein nettes Ramenrestaurant gefunden – das Kokuryuko! Sympathischer kleiner Schuppen.
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Dazu ein guter Sake und man war mit der Welt zufrieden.
Sake serving with two glasses

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Nordkyushu Tag 4: Beppu, Onsen und die Höllen (31.03.)

Aktualisiert: 12. Februar 2017| 2017-02-12T16:35:03+00:00 Veröffentlicht: 9. April 2012|Thema: Eine Woche Nordkyushu 2012, Sonstiges|Tags: |Regionen: , , , |

Beppu – Um 17 Uhr ging es mit dem Highway-Bus von Nagasaki nach Beppu (別府), der Stadt der Onsen. Nach etwa vier Stunden Fahrt kamen wir auch und checkten erstmal in das Hotel Shin Horii (新ほり井) ein. Ein sehr nettes Onsen-Ryokan mit kashikiri onsen (貸切温泉), das heißt, wenn der Onsen frei ist und man reingeht, hat man den Onsen für sich alleine. Und davon gab es gleich zwei: soma no yu (杣の湯) und komorebi no yu (木洩れ日の湯).

Eingang

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Onsen komorebi no yu

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Onsen komorebi no yu

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Onsen soma no yu

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In Beppu ist mir auch das erste Mal Toriten (とり天) aufgefallen, welches ähnlich wie Karaage (唐揚げ) ist. Nur wird statt Frittieröl bei Toriten Tempura verwendet. In der Präfektur Oita (大分), in der Beppu liegt, wurden nach dem zweiten Weltkrieg zahlreiche Hühnerfarmen aufgebaut, um gegen die Nahrungsknappheit anzukämpfen. Das würde auch erklären, warum es nördlich von Beppu eine Stadt gibt, die bekannt für ihr Karaage ist – mit zahlreichen Karaage-Imbissen/Restaurants.

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Über die zahlreichen Onsengänge und unseren Hühnchenkonsum möchte ich hier aber nicht weiter ausführen. Es war auf jeden Fall entspannend und lecker!

Die Höllen von Beppu

Ähnlich wie Unzen hat auch Beppu seine sogenannten Höllen. Hierbei handelt es sich um acht heiße Quellen, die sich durch spezielle Charakteristiken von anderen heißen Quellen abheben. Alle Quellen befinden sich im nördlichen Teil von Beppu und bis auf zwei Quellen liegen alle sehr nahe beieinander.

Ticketpreis liegt bei 400 Yen für eine einzelne Quelle oder 2000 Yen für alle Quellen zusammen. Man kann alle Quellen in vier Stunden schaffen, aber da es fast an jeder Quelle ein Erholungsfeature gibt, würde ich mehr einplanen.

Quelle 1) Umi-jigoku 海地獄

Die „Seehölle“, die ihren Name von ihrer Meeresblauen Farbe erhält. Es gibt noch eine zweite Quelle auf dem Gelände, die bräunlich gefärbt ist, aber wohl zu unwichtig ist, um einen eigenen Namen zu bekommen. Hier haben wir auch das erste ashiyu (足湯), einer heißen Quelle nur für die Füße. Herrlich!

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Ashiyu at Beppu, Kyushu, Japan

Quelle 2) Oniishibozu-jigoku 鬼石坊主地獄

Hmm… die „Hölle des Teufelsteins mit Glatze“? Ich lasse die Bilder entscheiden. Auch hier gibt es ein tolles Fußbad!

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Quelle 3) Yama-jigoku 山地獄

Das wird wieder einfacher: die „Berghölle“. Relativ unspektakulär…

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…weswegen man wohl unbedingt einen kleinen Zoo hinzufügen musste! Man kann sich ja über Zoohaltung generell streiten, aber was Japan zu dem Thema liefert, kann man teilweise nur noch als Tierquälerei bezeichnen. Da hätten wir zunächst das Nilpferd, welches schon so darauf konditioniert ist, apathisch im Wasser zu sitzen und reflexartig das Maul auzusperren, sobald es auch nur den Hauch einer Karotte sieht.

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Es geht dann auch gleich mit einem Elefanten weiter, der im völlig zu kleinen Gehege wohl auch schon aufgegeben hat und seinen Kopf nur noch auf das Geländer legt – und ab und zu so dermaßen auf die Gitterstäbe dröhnt, dass es sich anhört wie die außerirdischen Angreifer aus der Neuauflage von „Krieg der Welten“ mit Tom Cruise.

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…lieber schnell weiter.

Quelle 4) Kamado-jigoku かまど地獄

Die „Küchenherdhölle“. Ok, es wurde ein traditioneller Reiskocher aufgestellt…

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…und man konnte das Wasser trinken (salzig, wäh)…

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…aber warum es jetzt ausgerechnet diesen Namen tragen musste, war nicht erkennbar. Aber wenigstens wieder schöner.

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Oder auch nicht…

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Oder doch!

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Wieder mit Fußbad und Onsen-Eiern.

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Quelle 5) Oniyama-jigoku 鬼山地獄

Die „Teufelsberghölle“. Auch hier wieder fragt man sich, warum ausgerechnet dieser Name – aber das war eh nicht wichtig. Es fing wieder unspektakulär an…

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…und weil das so ist, brauchte man wieder Tiere! (man ahnt es schon…)

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Nein, keine Nilpferde und Elefanten, einfach nur Unmengen von Krokodilen in einen Käfig. Handtaschen brauchen eh keinen Platz?

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Quelle 6) Shiroike-jigoku 白池地獄

Die „Hölle der weißen Quelle“. Das war wieder leichter zu erkennen. Die Quelle war zwar schon, aber scheinbar brauchte man auch hier Bonustiere. Allerdings nur Fische und nicht so erbärmlich untergebracht wie die anderen Leidensgenossen.

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Quelle 7) Chinoike-jigoku

Die „Blutteichhölle“. Auch klar erkennbar. Zum Glück keine Tiere! Um von der Shiroike-jigoku hierher zu kommen, musste man den Bus oder ein Taxi nehmen.

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Quelle 8) Tatsumaki-jigoku 龍巻地獄

Die „Tornadohölle“, direkt neben der Chinoike-jigoku. Etwa alle 45 Minuten emporschießende Wasserfontäne und auch hier wieder keine Tiere – Glück gehabt, ihr Exoten dieser Welt!

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Video: Die Höllen von Beppu – Umijigoku und Oniishibojigoku

Dieses Video direkt auf Youtube anschauen

Fazit

Der Großteil der Quellen war wirklich schön – allerdings muss man bedenken, dass diese Quellen ein sehr beliebter Ausflugsort für Familien ist. Wer allergisch gegen nervende Kinder ist, kann sich hier auf einen Schock gefasst machen. Dazu kommen die erbärmlich gehaltenen Tiere, die die Stimmung ordentlich in den Keller drücken kann.

Am Abend folgten dann weitere Onsengänge und noch mehr Hühnchen auf dem Teller, bevor es am nächsten Morgen dann ab nach Aso und Kumamoto ging.

Alle Bilder von Beppu

Alle Bilder von Beppu und den Höllen auf Flickr

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Nordkyushu Tag 3: Gunkanjima, Sofukuji und Christenverbrennung in Nagasaki (30.03.)

Aktualisiert: 18. Mai 2017| 2017-05-18T16:59:57+00:00 Veröffentlicht: 7. April 2012|Thema: Eine Woche Nordkyushu 2012, Sehenswürdigkeiten|Regionen: , , , |

Tag 3 in Kyushu und endlich kam mein persönliches Highlight an die Reihe: die verlassene Insel von Gunkanjima (軍艦島), oder etwas korrekter: Hashima (端島)! Eine kleine Insel vor der Küste von Nagasaki, auf der fast 100 Jahre lang bis 1974 Kohle gefördert wurde und kurzzeitig in den 50er Jahren die höchste Bevölkerungsdichte weltweit aufwies. Seit 1974 ist die Insel komplett verlassen und rottet vor sich hin, bis sie 2009 unter beaufsichtigter Führung freigegeben wurde.

Es gibt mehrere Firmen, die eine Bootstour inklusive Führung anbieten (zum Beispiel Yamasa oder Concierge), der preisliche Rahmen beträgt etwa 4000 Yen.

Man muss die Tour schon im voraus reservieren. Man trifft sich dann in der Nähe des Bootes in einem kleinen Raum, in dem man erstmal das Sicherheitsprotokoll unterschreiben muss, bevor es dann zur einer kurzen Vorstellungsrunde seitens der Betreiber kommt und eine kurzes Video gezeigt wird über die Insel Gunkanjima selber.

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Es wurde sehr penetrant darauf hingewiesen, dass es auf Gunkanjima selber keine sanitären Anlagen gibt!

Nach dem Briefing ging es dann schließlich aufs Schiff und ab Richtung Gunkanjima.

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Die zwei jüngsten weiblichen Teammitglieder blieben am Ufer zurück und winkten nach Leibeskräften dem Boot hinterher. Die Sprecherin an Board wies extra darauf hin, wie toll es doch sei, von zwei „kawaii onna no ko“ (zwei süßen Mädchen) verabschiedet zu werden. Ja, Super! Jetzt will ich aber Gunkanjima sehen!

Die Fahrt durch den Hafen von Nagasaki selber war schon beeindruckend, vorbei an den riesigen Industrieanlagen von Mitsubishi, in denen Schiffe gefertigt worden sind und zwei Kriegsschiffe konnte man auch bewundern – alles kommentiert von der etwas älteren Sprecherin. Die hemmungslos bewässerten Scheiben ließen Fotos aber leider kaum zu, bis auf dieses hier:

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Nach 30 Minuten kam dann Gunkanjima in Sicht, ****** auf den Zustand der Scheiben!

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Der Wellengang war hier schon ziemlich stark, was an dem starken Südwind lag. Dazu aber später mehr. Es wurde erst einmal eine riesige Runde um die Insel gedreht.

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Dann näherten wir uns auch endlich der Anlegestelle und ich war schon gespannt wie ein Flitzebogen.

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Als wir dann sehr nah an der Anlegestelle waren, wurde es richtig deutlich, wie stark der Wellengang war. Das Wasser schwappte mehrere Meter auf und ab.

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Hatte die Sprecherin es schon vorher als Horrorszenario angedeutet, wurde es nach dem ersten Anlegeversuch offiziell: wegen dem starken Wellengang können wir nicht anlegen.

….

****** ****** *** **** ******** ******!!!!

Der Kapitän selber betrat die Bühne, erklärte den Sachverhalt und entschuldigte sich mit einer tiefen Verbeugung. Damit ist Gunkanjima ins Wasser gefallen und es ging zurück zum Hafen. (**** **** ******!!)

Tempel Sofukuji 崇福寺

Immerhin hatten wir jetzt mehr Zeit als erwartet für den Rest, bevor wir uns um 17 Uhr Richtung Bus begeben mussten, welcher uns nach Beppu bringen wird (welch schwacher Trost…). Die Wahl fiel schnell auf den Tempel Sofukuji, dessen Sanmon-Tor Lust auf mehr machte. Und ja, da Nagasaki so hügelig ist…

Kyushu, Nagasaki, Sofukuji Temple
Kyushu, Nagasaki, Sofukuji Temple
Kyushu, Nagasaki, Sofukuji Temple

Im Sofukuji stehen zwei seltene Beispiele für die Architektur in Südchina während der Ming-Dynastie, beide heute Nationalschätze Japans. Der erste Nationalschatz ist das Eingangstor, nachdem man das Sanmon durchschritten und die Treppen erklommen hat.

Kyushu, Nagasaki, Sofukuji Temple

Im weiträumigen Innenhof konnte man tatsächlich die Ruhe und die Kraft finden, wir waren nämlich die einzigen Besucher. Und auch wenn Sofukuji den Schmerz von Gunkanjima nicht mildern konnte, gehört Sofukuji zu den schönsten Tempeln, die ich bisher gesehen habe.

Kyushu, Nagasaki, Sofukuji Temple

Auf der linken Seite des obigen Bildes sieht man schon abgeschnitten den zweiten Nationalschatz, die Haupthalle daiyuhoden. Hier besser:

Kyushu, Nagasaki, Sofukuji Temple

Etwas weiter hinten steht ein riesiger Kessel, in dem im 16. Jahrhundert Reis für die hungernde Bevölkerung zubereitet wurde.

Kyushu, Nagasaki, Sofukuji Temple
Kyushu, Nagasaki, Sofukuji Temple

Es folgt noch ein großer Fisch…

Kyushu, Nagasaki, Sofukuji Temple

…ein wenig Ambiente…

Kyushu, Nagasaki, Sofukuji Temple
Kyushu, Nagasaki, Sofukuji Temple

…und ein schöner Tempelspaziergang nahm sein Ende.

Wo die Christen in Nagasaki verbrannt worden sind

Da vor der Abreise nach Beppu noch etwas Zeit übrig war, besuchten wir noch den Ort, wo im 16. Jahrhundert in Nagasaki selber die Christen verbrannt worden sind – der praktischerweise in der Nähe des Busterminals lag.

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Buddha selbst verabschiedete sich von uns…

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…bevor es dann vom Busterminal Richtung Beppu ging – zu weiteren Onsen, und weiteren Höllen!

Alle Bilder

Alle Bilder von Gunkanjima auf Flickr

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Nordkyushu Tag 2, Teil 2: Shimabara, dessen Schloss und die Karpfenstraße (29.03.)

Aktualisiert: 12. Februar 2017| 2017-02-12T16:35:03+00:00 Veröffentlicht: 6. April 2012|Thema: Eine Woche Nordkyushu 2012, Japanischer Tee, Sehenswürdigkeiten, Sonstiges|Tags: , |Regionen: , , , |

Vom Berg Unzen kamen wir nach etwas weniger als eine Stunde in Shimabara (島原) an, und der Hauptbahnhof dort war schon ein gutes Bild wert.
Shimabara
Das Schloss war nicht weit entfernt und unterwegs wurde es deutlich, dass auf Kyushu die Kirschblüten schon in voller Blüte standen.
Shimabara Schloss
Welche mit dem Schloss im Hintergrund natürlich besser aussehen.
Shimabara Schloss
Shimabara Schloss
Das Schloss selber ist jetzt nicht zu spektakulär. Im Prinzip eine Burgmauer, der eine oder andere Eckturm und innerhalb der Burgmauern selber ein großes Gebäude.
Shimabara Schloss
Shimabara Schloss
An dessen Eingang stehen schon zwei Rüstungen bereit…
Shimabara Schloss
…mit denen man prima kleine Kinder ärgern kann, denen man diese überstreift um dann Erinnerungsfotos zu schießen.
Shimabara Schloss
Im Hauptgebäude ist über die einzelnen Stockwerke verteilt ein Museum, in dem man allerdings nicht fotografieren darf. Die Ausstellung war aber sehr interessant, das Hauptthema war natürlich die Christenverfolgung vom 16. Jahrhundert. Oben angekommen durfte man dann noch eine beachtliche Aussicht genießen.
Shimabara Schloss
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Die Karpfenstraße

Nach der Besichtigung des Schlosses hatten wir zur Auswahl, entweder das alte Viertel der Samurai zu besuchen oder die Karpfenstraße. Karpfenstraße! Zu meiner Verteidigung: ein Samuraiviertel habe ich schon in Kanazawa besichtigt.

Die Karpfenstraße (鯉を泳ぐ町) ist eine kleine Straße mit kleinen Bachläufen, in denen die Anwohner selber Koi (Karpfen) schwimmen lassen.
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Ein paar öffentliche Häuser zum Ausruhen und Begehen gibt es auch.
https://www.flickr.com/photos/satorinihon/7041502623/

Teehaus Hayamegawa

Erschöpft von der doch beachtlichen Distanz, die wir zurückgelegt haben, suchten wir noch ein Teehaus auf, das Teehaus Hayamegawa (速魚川). Dort genoßen wir erstmal einen Matcha mit Süßigkeit…
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…während wir die putzigen Schildkröten im kleinen Teich des Innenhofes beobachteten.
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Dabei ist auch eines meiner Lieblingsbilder der Reise entstanden, welches ich „Die Spuren der Schildkröte“ nenne.
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Anschließend ging es zurück zum Bahnhof von Shimabara und von dort aus zurück nach Nagasaki.

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Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
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Nordkyushu Tag 2, Teil 1: Die Hölle von Unzen (29.03.)

Aktualisiert: 12. Februar 2017| 2017-02-12T16:35:03+00:00 Veröffentlicht: 4. April 2012|Thema: Eine Woche Nordkyushu 2012, Essen und Trinken, Sehenswürdigkeiten|Tags: , |Regionen: , , , |

Am zweiten Tag ging es raus aus Nagasaki, und zuerst rein in die Natur. Mit dem Bus (das Busterminal lag praktischerweise direkt neben dem Hotel) ging es über eine Stunde lang zur „Hölle von Unzen“, oder auch nur Berg Unzen. Das Besondere dort sind die heißen Quellen, die sich aus dem Vulkan speißen. „Praktischerweise“ konnte man damit auch Christen foltern und/oder töten, wie es während der Christenverfolgung im 16. Jahrhundert der Fall war, daher der Name „Hölle von Unzen“ und die christlichen Denkmäler dort.

Charakteristisch sind die Nebelschwaden, die aus dem Boden aufsteigen. Ab und zu riecht man auch den Gestank wie von fauligen Eiern, aber das ist zum Glück nicht so penetrant.
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Und auf die Idee muss man erstmal kommen: Mit heißen Wasser, das nach fauligen Eiern stinkt, Eier zu kochen!
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Schmeckt aber zum Glück besser als es riecht. Eigentlich nur wie ein normales Ei.

Es gibt einen kleinen Wanderweg durch das Gebiet, aber die Landschaft wechselt sich nicht großartig ab.
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Video: The Hell of Unzen 雲仙の地獄

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Onsen Schrein 温泉神社

Der Ort, an dem wir waren, war im Prinzip ein Hoteldorf. Witzigerweise (aber auch nicht sonderlich überraschend) gibt es hier auch einen Onsen Schrein.
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Manmyôji 満明寺

Und direkt daneben noch der Tempel Manmyôji, der auf den Mönch Gyoki-Daijyoin im 7. Jahrhundert zurückgeführt wird. Interessant sind hier die vielen Heiligenstatuen.
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Anschließend ging es mit dem Bus weiter Richtung Shimabara (島原).

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Nordkyushu Tag 1: Nagasaki und sein Atombombenmuseum (28.03.)

Aktualisiert: 12. Februar 2017| 2017-02-12T16:35:03+00:00 Veröffentlicht: 4. April 2012|Thema: Eine Woche Nordkyushu 2012, Essen und Trinken|Tags: , |Regionen: , , , |

Am Abend des 27. März 2012 war es endlich soweit: die Reise zu meiner dritten Hauptinsel von Japan begann, als wir Abends am Hauptbahnhof Kyoto in den Nachtbus Richtung Nagasaki auf Kyushu stiegen. Mit etwa 12 Stunden war die Fahrt auch kein Zuckerschlecken, dementsprechend haben wir uns für den ersten Tag etwas ruhiges ausgesucht: das Atombombenmuseum von Nagasaki.

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Nachdem wir unsere Koffer im Apa Hotel Nagasaki Ekimae (長崎駅前) direkt am Bahnhof zurückgelassen haben, stiegen wir in die nahe gelegene Tram. Es ist zwar nicht unbedingt ein Faible von mir, aber seit Hakodate habe ich ein Herz für die kleinen Straßenbahnen und spätestens seit Nagasaki bekommt jede Stadt Pluspunkte, die Stadtbahnen hat.

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Von der Station Hamaguchimachi (浜口町駅) ging es dann schließlich über eine steile Straße zum Museum. Mit 200 Yen Eintritt ist der Zugang wirklich preisgünstig und ich kann das Museum sehr empfehlen. Es gibt sehr viele beklemmende Fotografien und interessente Hintergründe zu entdecken, allerdings wird auch viel Schutt bzw. Überbleibsel ausgestellt, mit denen wohl die wenigstens etwas anfangen können.

Man darf ohne Blitz fotografieren.

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https://www.flickr.com/photos/satorinihon/6884796372/

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Während der Großteil der Ausstellung natürlich vom Atombombenabwurf über Nagasaki handelt, ist das letzte Viertel noch u. a. folgenden Themen gewidmet:

  • Entwicklung der Raketen in Nazideutschland
  • Entwicklung der Atomwaffen seit dem Zweiten Weltkrieg
  • Die heutige Situation

https://www.flickr.com/photos/satorinihon/6885471462/

Direkt vor dem Museum ist ein kleiner Park mit der Markierung des Epizentrums der abgeworfenen Atombombe sowie den Überresten der Murakami-Kirche (welche aber nicht ursprünglich dort stand).

https://www.flickr.com/photos/satorinihon/7031579601/

Ach ja, auf Kyushu fangen die Kirschblüten eine Woche früher als Kyoto an zu blühen, daher konnten wir hier die ersten Kirschblüten bewundern.

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Etwa 600 Meter entfernt ist dann der eigentliche „Friedenspark“ (Peace Park, 平和公園) gelegen mit der bekannten Friedensstatue.

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Nachdem wir dann gegen 15 Uhr endlich im Hotel einchecken und uns frisch machen konnten, ging es zum entspannenderen Teil des Tages über: Essen!

Dank unseres Reiseführers verschlug es uns angeblich in den besten Gyoza-Schuppen (sorry, man kann es nicht anders nennen) von Nagasaki, dem Unryotei Hamanmachi (雲竜亭浜んまち). Aus Erfahrung kann ich inzwischen sagen: Je heruntergekommener der Laden aussieht, desto besser die Gyoza! Und ja, die Gyoza hier waren verdammt gut.

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Es war nur ein etwas mulmiges Gefühl, da wir in dem kleinen Laden zu zweit die einzigen Kunden waren, während drei rustikale Herrschaften hinter dem Tresen (mehr als Barhocker gab es nicht) im Küchenbereich Baseball angeschaut und uns zwischendurch die Gyoza gebraten haben. Kurz bevor wir gingen konnten wir aber noch Zeuge werden, wie ein wahrer Meister in drei schnellen Handstrichen perfekte Gyoza kreierte. Beeindruckend.

Ersteindruck Nagasaki

Ich muss sagen, Nagasaki gefällt mir. Eine relativ angenehme Stadt, ohne dabei langweilig zu wirken. Die Stadt ist ziemlich hügelig, weswegen man in Japan wohl gerne sagt, dass nur wenige Leute in Nagasaki Fahrrad fahren können.

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Reise in den Norden von Kyushu: Einleitung

Aktualisiert: 12. Februar 2017| 2017-02-12T16:35:03+00:00 Veröffentlicht: 26. März 2012|Thema: Eine Woche Nordkyushu 2012, Vorgestellte Artikel (Featured), Zusammenfassungen|Tags: |Regionen: , , , , , |

Vom Abend des 27. März bis zum 03. April geht es für mich zum ersten Mal nach Kyushu (九州), eine der vier Hauptinseln Japans. Während die Reise am Anfang bis in den Süden von Kyushu geplant war, wurden die Reiseziele nach einiger Überlegung auf Nordkyushu eingegrenzt mit den drei großen Stationen Nagasaki (長崎), Beppu (別府) und Kumamoto (熊本). Der Süden folgt dann später.

Reiseplanung

  1. Nagasaki, 28. März bis 30. März
  • Beppu, 31. März
    • Onsen
    • Die Höllen von Beppu
  • Kumamoto, 01. April und 02. April
    • Berg Aso (阿蘇)
    • Park Suizenji (水前寺)

    Am Abend des 27. März geht es mit dem Nachtbus vom Kyoto Hauptbahnhof Richtung Nagasaki. Nach Beppu kommen wir, indem wir am Abend des 30. März einen Highway-Bus von Nagasaki nehmen. Von Beppu aus geht es dann am 01. April mit dem Zug nach Kumamoto, auf halber Strecke nehmen wir dabei den Berg Aso mit, bevor wir dann Nachmittags in Kumamoto ankommen. Am Abend des 02. Aprils geht es dann mit dem Nachtbus zurück nach Kyoto.

    https://www.flickr.com/photos/mshades/238316969/

    Die Hölle von Unzen - © MShades, Flickr

    https://www.flickr.com/photos/ham_egg/3709779804/

    Der Berg Aso - © tkehr, Flickr

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