Affenpark Iwatayama – Dem erfahrenen Japanreisenden stehen meist gleich Sorgenfalten im Gesicht, wenn man von Tieren in Kombination mit Touristenattraktionen hört. Japan macht dabei oft keine gute Figur, meist kommt man um die Verwendung des Begriffs Tierquälerei nicht herum (siehe die heißen Quellen in Beppu auf Kyushu oder das Fuchsdorf Zao in Nordjapan). Für den Affenpark Iwatayama in Arashiyama (Kyoto) kann man aber schnell Entwarnung geben – vieles wird hier richtig gemacht und es macht einfach Spaß.

Japan-Kyoto Wertung

Über den Affenpark

Eingang zum Affenpark

Der Affenpark ist Teil des beliebten Naherholungsgebiet Arashiyama im Westen von Kyoto. Der Eingang zum Park erfolgt über den Schrein Ichitanimunakata. Es folgt ein recht langer Aufstieg von etwa 30 Minuten, bis man oben auf der Aussichtsplattform mit den Affen ankommt. Der Weg gabelt sich ein Mal. Nimmt man den Weg links, ist man etwas schneller oben, dafür ist der Weg auch steiler. Folgt man der vorgesehenen Route rechts bzw. geradeaus, ist der Weg angenehmer und man kommt am Spielplatz für Kinder vorbei. Ganz oben angekommen wird man von einem Mitarbeiter gegrüßt, man sieht die ersten Affen und auch ganz wichtig, die Schilder mit den Regeln.

Es gibt nur wenige Regeln, an die sich der Besucher halten soll:

  1. Nicht in die Augen der Affen starren – das gilt auch für die Kameralinse.
  2. Die Affen nicht anfassen.
  3. Immer stehen, nicht in die Hocke vor den Affen gehen.
  4. Die Affen außerhalb des dafür vorgesehenen Areals nicht füttern.
  5. Keine Bilder während des Auf- und Abstiegs.
  6. Sich nicht näher als drei Meter den Affen nähern (- gut, das ist wirklich schwer einzuhalten).

Aber wie es so ist mit Regeln und Touristen, hört man alle paar Minuten einen Affen fauchen, weil sich jemand gedacht hat die Regeln sind zum Spaß da – wie die langen und scharfen Zähne der Affen wohl auch.

Zu Regel #5: bei lauten (DSLR-)Kameras kann es passieren, dass sich die Affen für die Auslösergeräusche interessieren und den Hügel herabkommen. Da die Affen aber oben auf dem Hügel bleiben sollen, ist das Fotografieren während des Auf- und Abstiegs verboten.

Hat man das alles verinnerlicht und mit noch keinen Affen ein Kampf auf Leben und Tod führen müssen, kann man erstmal die Aussicht auf Kyoto genießen.

Aussicht auf Kyoto

Dazu noch ein größeres Panorama auf Kyoto auf Google Fotos – zoombar!

Nun aber zu den Affen an sich. Hier im Affenpark leben etwa 120 japanische Makaken. Die Affen werden hier glücklicherweise nicht in Käfigen gehalten, sondern leben tatsächlich frei auf dem Hügel. Durch die Einrichtung dieser Touristenattraktion sind diese Affen hier sehr an Menschen gewöhnt und daher normalerweise nicht aggressiv, sofern man sich an die oben genannten Regeln hält.

Affenpark

Affenmutter mit Kind

Vielleicht die ganze Familie

Im Gebäude kann man sich Erfrischungen kaufen, ebenso wie Futter für die Affen für 100 Yen, das man ihnen durch das Gitter hindurch geben kann.

Affenpark

Fütterungsstelle im Affenpark

Affenpark

…beim füttern…

Affenpark

…und noch etwas näher.

Die wahren Herrscher über Arashiyama?

Der Park im Panorama – anklicken für größere Darstellung

Video: Affenpark Iwatayama

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Sehenswürdigkeiten in Arashiyama allgemein

Infos und Wertung

Man kann hier mit Affen abhängen. Was gibt es da noch mehr zu sagen?

Besucht am
07. Mai 2016
Empfohlene Besuchszeit
Vielleicht nicht unbedingt im Hochsommer wegen dem Aufstieg
Eintritt
Öffnungszeiten
550 Yen
Täglich, 9:00 bis 17:00 Uhr (Einlass bis 16 Uhr)
Infos: Monkeypark.jp/en/intro/ (englisch)
Adresse
Haltestelle
Bus: Arashiyama Koen
Bahn: Arashiyama (Hankyu / Privatlinie), Arashiyama (Keifuku Dentetsu / Privatlinie) oder Saga-Arashiyama (JR)
Schreibweisen
Iwatayama Monkey Park
arashiyama monkī pāku
嵐山モンキーパークいわたやま
Weitere Infos
Wikipedia (mehrsprachig)

Hoher Spaßfaktor
Glücklicherweise kein weiterer Punkt auf der Liste „Warum Tierhaltung in Japan meist Tierquälerei ist“

Langer und steiler Aufstieg

Affenpark Iwatayama (Arashiyama, Kyoto)
5 von 5
Wertung

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Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten