Tenryū-ji (jap. 天龍寺) ist ein buddhistischer Tempel im Nordwesten der japanischen Stadt Kyōto in deren Stadtbezirk Ukyō.

Er wurde im Jahr 1339 auf dem alten Wohnsitz des Kameyama-tennō unter Anleitung von Musō Soseki und mit der Unterstützung des ShōgunsAshikaga Takauji errichtet, um den Geist des verstorbenen Go-Daigo-tennō zu besänftigen. Der Tenryū-ji gilt als der erste der Fünf Großen Zen-Tempel der Rinzai-shū in Kyōto und war im japanischen Mittelalter einer der Gozan.

Hinter der Haupthalle (hojo) liegt der Sogenchi-Garten, den Muso Kokushi, ein Meister der Gartenkunst, im 14. Jahrhundert im Stil des chisenkaiyu-shiki (etwa: spazieren gehen) anlegte und bis heute nahezu genau wie in den ersten Tagen erhalten geblieben ist.

1994 wurde der Tenryū-ji zusammen mit anderen antiken Gebäuden in Kyōto von der UNESCO zum Weltkulturerbe Historisches Kyōto (Kyōto, Uji und Ōtsu) ernannt.

Wikipedia (03.06.2012)

Mit dem Fahrrad

Arashiyama ist ein sehr beliebtes Naherholungsgebiet für die Leute aus Kyoto und vor allem bekannt für seine Bambuswälder. An warmen und sonnigen Tagen ist daher sehr viel los dort und neben diversen Bahnlinien kann man auch sehr gut mit dem Fahrrad hinfahren. Aus der Stadtmitte von Kyoto braucht man aber schon etwa eine Stunde bis Arashiyama.

Da wir in der Nähe des ehemaligen Kaiserpalastes wohnen, haben wir uns dazu entschieden, die komplette Straße Marutamachi (丸太町) durchzufahren. Das hatte mehrere Vorteile:

  1. Navigation denkbar einfach, da Marutamachi bis nach Arashiyama führt.
  2. Wir kommen an mehreren sehenswürdigen Orten vorbei, sollte man sich spontan umentscheiden.
  3. Wir kommen in Arashiyama direkt oberhalb des Bambuswalds mit dem Nonomiya-Schrein heraus.

Hier der Link zur Route, die wir gefahren sind: http://goo.gl/maps/CgHN

Dauer: ziemlich exakt eine Stunde.

Tempel Tenryuji

Angekommen am Tenryuji waren wir natürlich nicht die ersten Besucher – es war schließlich warm und sonnig und Sonntag. Aber es waren bei weitem nicht soviele Touristen anwesend wie befürchtet.

An der Buddha-Halle und dem ersten Karesansui (Steingarten) vorbei…

Tenryuji Temple
Tenryuji Temple

Der Garten

…entschieden wir uns, zuerst den Garten zu besichtigen. Ach ja, hier wird wieder zweimal abkassiert. Einmal für den Garten, einmal für die Innenräume. Geht man aber zuerst in den Garten für 500 Yen, kann man anschließend für 100 Yen auch in den Innenbereich, wenn man die Eintrittskarte vom Garten vorlegt.

Zum Garten: definitiv das Geld wert, einer der schöneren japanischen Tempelgärten und ziemlich groß.

Tenryuji Temple
Tenryuji Temple
Tenryuji Temple

Kleiner verwunschener Ort mit Fröschen und Buddha, um Geld loszuwerden.

Tenryuji Temple
Tenryuji Temple
Tenryuji Temple
Tenryuji Temple

Der Innenbereich

Ok, vom Innenbereich aus konnte man erstmal wieder schöne Fotos vom Garten machen.

Tenryuji Temple

Aber es gab auch in den Räumen interessante Sachen.

Tenryuji Temple

Auch wenn der Blick zwischendurch oft nach Außen geht…

Tenryuji Temple

…und danach wieder ins Innere…

Tenryuji Temple
Tenryuji Temple
Tenryuji Temple

…um letztendlich doch wieder in die Ferne zu schweifen.

At Tenryuji Temple
Tenryuji Temple
At Tenryuji Temple

Im Innenbereich gibt es außerdem sehr große Tatamibereiche, die zum hinsetzen und ausruhen einladen, wärend man den Garten bewundern kann. Sehr gut, um in Ruhe Fotos zu machen. Allgemein eignet sich der Tenryuji sehr gut für Fotos, da man auch ohne Stativ fast überall eine Ablage findet, um etwas längere Belichtungszeiten zu verwenden oder Gruppenfotos mit Selbstauslöser.

Tenryuji Temple

Prädikat: besonders sehenswert. Aber man sollte eher unter der Woche hingehen, um Touristentsunamis zu entgehen.

Alle Bilder

Alle Bilder vom Tempel Tenryuji auf Flickr

Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten