Suzumushidera – der Tempel der Glöckchenzikaden

Suzumushidera – Wenn man einen Schrein oder einen Tempel in Japan sucht, der für etwas bestimmtes zuständig ist, dann muss man nur lange genug suchen, finden wird man auf jeden Fall. Das gilt für so gut wie alles, und für die sehr beliebten japanischen Glöckchenzikaden (jap. suzumushi 鈴虫) kann man gleich davon ausgehen, dass es dafür einen Tempel gibt. Die Rede ist vom Kegonji (華厳寺) oder, wie er im Volksmund genannt wird, Suzumushidera (鈴虫寺).

Suzumushidera (Temple of Suzumushi)
Suzumushidera (Temple of Suzumushi)

In ländlichen Stadtteil Arashiyama gelegen, bekommt man im Suzumushidera für die „Standard-500-Yen“ bei Tee und Süßigkeit eine ausführliche Erklärung zur Geschichte des Tempels und entsprechend auch Ausführungen zu den Glöckchenzikaden, die im selben Raum in Terrarien zu Tausenden gehalten werden. Der Redner sprach von über 3000 Glöckchenzikaden und genauer lässt sich das wohl auch nicht eingrenzen.

Suzumushidera (Temple of Suzumushi)
Suzumushidera (Temple of Suzumushi)
Suzumushidera (Temple of Suzumushi)

Anschließend darf man noch im Garten umherwandern, in dem man erstaunlicherweise nicht eine einzige Glöckchenzikade finden konnte. Dafür zahlreiche Tanuki- und sonstige, kleinere Figuren.

Suzumushidera (Temple of Suzumushi)
Suzumushidera (Temple of Suzumushi)
Suzumushidera (Temple of Suzumushi)

Und superflauschiges Moos!

Suzumushidera (Temple of Suzumushi)

Bemerkenswert war dann auch dieser einzelne Bambusstamm, an dem man entweder offiziell herumritzen durfte oder sämtliche Japaner ihre abgrundtief bösen Verhaltensweisen ausleben konnten.

Suzumushidera (Temple of Suzumushi)

Während der Tempel bei Touristen ausgesprochen beliebt ist, sieht das bei den Einheimischen zum Teil sehr anders aus. Bis in die 80er Jahre war der Hügel, auf dem der Tempel steht, und der Tempel selbst, frei zugänglich und  sehr beliebt bei den Einwohnern. Das hatte sich dann plötzlich geändert, als die Mönche um die Glöckchenzikaden herum ein Geschäftsmodell aufspannten und man nun bezahlen musste, um überhaupt aufs Tempelgelände zu kommen. Das war für die Einwohner natürlich keine sympathische Änderung.


Alle Bilder vom Suzumushidera

Alle Bilder vom Suzumushidera auf Flickr

Weiterführende Informationen Suzumushidera

Webseite: http://www.suzutera.or.jp/ (japanisch)

Wikipedia: http://goo.gl/I60cX (japanisch)

Eintritt: 500 Yen

Öffnungszeiten: 9 Uhr – 16:30 Uhr, aber begrenzte Anzahl pro Einlass und im Sommer lange Warteschlangen.

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1 Kommentar
  1. zoomingjapan sagt

    Musste wegen dem „Aho“, das in den Bambus geschnitzt war lachen.
    Das Moos sieht echt gemütlich aus! ;)

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