Daikakuji-Tempel in Kyoto

Der Daikakuji-Tempel ist eine beachtliche Tempelanlage im Nordwesten von Kyoto und lässt sich mit etwas Toleranz noch als Nordgrenze von Arashiyama bezeichnen. Es fällt schnell auf, dass der Daikakuji sich deutlich von anderen Tempeln unterscheidet und der Grund hierfür ist in seinen Wurzeln zu finden. Im November ist der Tempel mit zahlreichen der besonderen Saga-Chrysanthemen geschmückt.

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Saga-Chrysantheme vor dem Chokushimon-Tor
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Über den Daikakuji-Tempel

Geschichte

Die Ursprünge des Daikakuji gehen bis ins anfängliche 9. Jahrhundert zurück. Zu dieser Zeit baute Saga-Tenno den heutigen Daikakuji als Palast, der nach seiner Abdankung zur kaiserlichen Villa wurde. 30 Jahre nach seinem Tod wurde die Villa 876 von der kaiserlichen Prinzessin Masako zum Tempel gewandelt und in Daikakuji benannt. Es wurden nur kaiserliche Prinzen zum Tempelvorsteher ernannt, daher gehört der Daikakuji zum erlesenen Kreis der Miyamonzeki-Tempel.

Besonders interessant ist der Inhalt der Shingyoden-Halle. In dieser werden handgeschriebene Versionen des Herz-Sutra aufbewahrt, geschrieben von Saga- und weiteren Tenno. Die Halle darf auf kaiserlichen Befehl hin nur alle 60 Jahre geöffnet werden, dann werden diese Schriftstücke ausgestellt. Zuletzt war das im Oktober 2018 der Fall.

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Shingyoden-Halle mit handgeschriebenen Herz-Sutren verschiedener Tenno

Besondere Chrysanthemen: Sagagiku

Daikakuji ist berühmt für eine bestimmte Art von Chrysanthemen, den ①Sagagiku. Diese Sagagiku sind wilde Chrysanthemen, die zur Zeit von Saga-Tenno um den Osawa-no-Ike-Teich herum gewachsen sind und schnell bei den Aristokraten sehr beliebt wurden. Über lange Zeit hinweg wurden die Sagagiku so verfeinert, dass sie ein erhabenes, nobles Gefühl ausstrahlen. Die Blüten wurden dabei so arrangiert, dass sie auf drei verschiedenen Höhen wachsen und ②Himmel, Erde und Menschen repräsentieren.

①嵯峨菊 ②天・地・人

Jedes Jahr im November wird der gesamte Daikakuji mit den Sagagiku dekoriert. Entsprechend zu dieser Zeit sollte man den Tempel nicht ignorieren!

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Sagagiku mit Blüten auf drei Ebenen

Rundgang

Der Daikakuji vermittelt den Besuchern ein besonderes Gefühl. Die großen Wow-Momente könnten hier zwar ausbleiben, aber da der Tempel aus vielen Hallen besteht, die durch überdachte Holzkorridore miteinander verbunden sind und man damit immer erhöht über dem Grund wandelt, kommt ein ziemlich interessantes Inselgefühl auf.

Vor allem zwei Ansichten im Daikakuji werden wohl im Gedächtnis haften bleiben: 1) Die große Fläche vor dem Chokushimon-Tor mit seiner Steinbühne, die auch heute noch für Perfomances aller Art verwendet wird. 2) Der gewaltige, künstlich angelegte Teich Osawa-no-Ike, der für die Mondschau geschaffen wurde. Denn Kenner japanischer Ästhetik wissen, dass es selbstverständlich(!) geschmackvoller ist, den Mond durch dessen Spiegelung im Wasser zu betrachten und nicht direkt am Himmel.

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Eingangshalle Shikidai, die nur zu besonderen Anlässen geöffnet ist
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Reimeiden-Halle
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Blick auf Garten und Shoshinden-Halle (wichtiges Kulturgut)
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Godaido-Halle und Steinbühne
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Chokushimon-Tor und Steinbühne
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Osawa-no-Ike-Teich

Subtempel Gioji

Der kleine Tempel Gioji in Arashiyama ist ein Subtempel des Daikakuji und für beide Tempel gibt es ein vergünstigtes Kombiticket. Die beiden Tempel trennt etwa 25 Minuten Laufweg, den man aber auf sich nehmen sollte. Gerade im Herbst und Frühling lohnt sich der Gioji besonders.

2.4 / 5

Lese auf JAKYO:
Gioji-Tempel in Arashiyama, Subtempel des Daikakuji, Kyoto

»Kleiner, verwunschener Tempel für Moosliebhaber - mit Betonung auf klein.«

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Übersicht

Bewertung

JAKYO
4.1
von 5

Daikakuji-Tempel

»Großflächige Tempelanlage, die durch Korridore verbunden sind. Inselgefühl!«

Im November zahlreich mit schönen Saga-Chrysanthemen dekoriert.
Sehr schöne Fusuma.
Interessantes Gefühl durch die mit Korridoren verbundenen Hallen...

...allerdings bleiben die großen Wow-Momente eher aus.
Der Gesamteindruck lässt sich recht gut mit dem englischen Wort "plain" beschreiben, aber natürlich ist der Daikakuji sehr sehenswert.

Infos & Preise & Öffnungszeiten & Features

Name
Daikakuji (Tempel)
Standort
Zugang

500 Yen

Für den Daikakuji (500 Yen) und den zugehörigen Subtempel Gioji (300 Yen) gibt es ein Kombiticket, welches Eintritt zu beiden Tempeln vereint und lediglich 600 Yen kostet. Der Gioji liegt etwa 25 Minuten Fußweg entfernt.

Täglich, 09:00 bis 17:00 Uhr

Anreise

Bus

Direkt vor dem Tempel gibt es die Bushaltestelle Daikakuji, die von der Linie 28 angefahren. Die Linie 28 startet am Kyoto HBF und braucht etwa 54 Minuten für die ganze Fahrt.

Bahn

Deutlich schneller geht es mit der Bahn, allerdings mit mehr Fußmarsch. Vernünftig wären die Bahnstationen Saga-Arashiyama (Sagano-Linie) und Arashiyama (Keifuku), wobei Saga-Arashiyama näher am Tempel liegt.

※ Interaktive ÖPNV-Karte Kyotos

Andrang
Anspruch
Anreise (ÖPNV)
Japanische Bezeichnungen

Gebrauchsname: 大覚寺 | だいかくじ | daikakuji

Formeller Name: 旧嵯峨御所大覚寺門跡 kyū saga gosho daikakuji monzeki

Bergname: 嵯峨山 sagayama

Weitere: 大覚寺門跡 | daikakuji monzeki
旧嵯峨御所 | kyū saga gosho

Buddhistische Schule
Shingon
Besucht am
10. November 2015

Galerie

※ Auch auf Flickr verfügbar

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