Tee

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Matchautensilien reinigen – Chawan, Chasen, Chashaku etc.

Aktualisiert: 11. April 2017| 2017-04-11T13:50:26+00:00 Veröffentlicht: 2. April 2017|Thema: Essen und Trinken, Japanischer Tee|Tags: , , |

Bei einem meiner anderen Videos über Matcha kam die Frage auf, wie man diese ganzen Matchautensilien reinigt. Eine interessante Frage, denn auch hier gibt es einige Kniffe, auf die man so vielleicht nicht so schnell selber kommt.

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Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten

Cha no Mai – der Tanz des Tees

Aktualisiert: 13. Oktober 2016| 2016-10-13T22:58:37+00:00 Veröffentlicht: 21. Juni 2016|Thema: Essen und Trinken|Tags: , |

Bevor es für mich am 31. Mai zurück nach Deutschland ging, schenkte mir eine sehr freundliche alte Dame noch einen Shincha aus ihrem Lieblingsteegbiet, Fukuoka. Dass der Tee ziemlich gut ist muss ich vielleicht nicht extra erwähnen, aber der Tee hatte noch eine weitere Besonderheit, die aber erst in der Teetasse sichtbar wird: der Tanz der kleinen Teeflocken.

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Obakusan Manpukuji Tempel in Uji, Kyoto

Aktualisiert: 28. April 2017| 2017-04-28T16:03:57+00:00 Veröffentlicht: 22. Juni 2014|Thema: 5 Sterne Kyoto und Umgebung, Besonderheiten Kyoto und Umgebung, Japanischer Tee, Sehenswürdigkeiten, Vorgestellte Artikel (Featured)|Tags: , , , , , |Regionen: , , , , |

Der Obakusan Manpukuji (kurz: Manpukuji) ist fast noch ein Geheimtipp. Er gilt als Geburtsort des Senchado in Japan, hat eine erstaunliche Größe und nur wenige Touristen finden sich zum Besuch ein. Wenn man dann noch kurz vor Schließung gegen 16 Uhr den buddhistischen Messen beiwohnen kann, kann man den Besuch als Höhepunkt verbuchen.

Obakusan Manpukuji Tempel

Eingang Obakusan Manpukuji, Ende September 2012

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Teehaus Saryo Hosen in Kyoto

Aktualisiert: 1. November 2016| 2016-11-01T17:33:28+00:00 Veröffentlicht: 29. April 2014|Thema: Japanischer Tee, Vorgestellte Artikel (Featured)|Tags: , |Regionen: , , , |

Das Teehaus Saryo Hosen, nördlich vom Shimogamo Schrein, lädt zu einem sehr entspannten Tee im stilvollen, japanisch-klassischen Ambiente ein. Wer einen exzellenten Ort für eine Schale Matcha sucht und ohnehin in der Nähe ist, sollte den Weg zum Saryo Hosen definitiv nicht scheuen.

Das Saryo Hosen gehört zum bekannten Süßigkeitenhersteller Hosendo (宝泉堂), dessen Hauptgeschäft in der Nähe liegt.

saryo hosen

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Ippodo Teeladen und Teehaus in Kyoto

Aktualisiert: 1. November 2016| 2016-11-01T17:33:29+00:00 Veröffentlicht: 16. April 2014|Thema: Japanischer Tee|Tags: , , , |Regionen: , , , , |

Der berühmte Teeladen Ippodo ist in Kyoto eine Institution für sich und hat es mit seiner 300-jährigen Geschichte nicht nur in Japan zu großer Bekanntheit geschafft, sondern erfreut sich auch außerhalb Japans an wachsender Beliebtheit. Das dürfte nicht zuletzt am starken Webauftritt liegen und dem Onlineshop, der weltweit japanischen Tee versendet. Inzwischen hat Ippodo sogar seinen ersten Teeladen außerhalb von Japan aufgemacht, nämlich in New York.

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Tempel Kosanji – in den Wäldern um Kyoto

Aktualisiert: 1. November 2016| 2016-11-01T17:33:30+00:00 Veröffentlicht: 11. Mai 2013|Thema: Fotografie, Japanischer Tee, Sehenswürdigkeiten, Sonstiges|Tags: , , , |Regionen: , , , |

Wer Satori Nihon schon länger verfolgt bzw. besonders die Fotografien betrachtet, dem dürften vielleicht bereits die zahlreichen Motive mit Hasen und Fröschen aufgefallen sein. Diese Motive finden sich in ganz Kyoto und in allerlei Formen wie auf Töpfereien oder auf Tüchern. Die Beliebtheit dieses Motivs kommt nicht von ungefähr, denn viele gehen davon aus, dass dieses sogenannte chōjū jinbutsu giga (kurz: chōjū giga, Wikipedia) den ersten Manga Japans aus dem 12. Jahrhundert darstellt. Der Tempel Kosanji hat aber nicht nur eine Rolle mit Tier-Mensch-Karikaturen zu bieten, sondern auch Glücksgefühle für Naturliebhaber.

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Handwerk in Kyoto: Kaikado, Dosen zur Aufbewahrung

Aktualisiert: 20. März 2017| 2017-03-20T17:07:53+00:00 Veröffentlicht: 2. März 2012|Thema: Handwerk, Japanischer Tee, Vorgestellte Artikel (Featured)|Tags: , , |Regionen: , , , |

Das Handwerksgeschäft Kaikado in Kyoto stellt seit seiner Gründung 1875 Dosen zur Aufbewahrung in höchster Qualität her. Kaikado nennt sich selber chazutsu no kaikadō (茶筒の開化堂) und nimmt damit Bezug auf seinen Ursprung im Geschäft mit Teedosen. Gleichzeitig betont Kaikado aber auch, dass seine Dosen auch für quasi alles andere geeignet ist, wie z.B. Kaffe, Nudeln etc. – Dosen halt, die allerdings auch ihren Preis haben.

Japan-Kyoto Wertung

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Teeladen: Ryuoen in Kyoto

Aktualisiert: 1. November 2016| 2016-11-01T17:33:35+00:00 Veröffentlicht: 26. Januar 2012|Thema: Japanischer Tee, Vorgestellte Artikel (Featured)|Tags: , , , , , , , , |Regionen: , , , , |

Der Teeladen Ryuoen befindet sich in Kyoto in einem großen Wohngebiet südlich des Parks Gyoen, in dem auch der ehemalige Kaiserpalast Gosho liegt, in einer Seitenstraße der Teramachi – dazu in erhabener Nachbarschaft zum Teeladen Ippodo und dem Drahtnetzhandwer Tsujiwa Kanaami. Was den Laden interessant macht, ist vor allem seine Inneneinrichtung, die sehr traditionell geprägt ist und dementsprechend eine angenehme Atmosphäre verbreitet.

Und das hier fantastischer Tee verkauft wird, ist nach dieser Einleitung schon fast selbstverständlich.

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Teeladen: Marukyu Koyama En in Uji und Kyoto

Aktualisiert: 30. März 2017| 2017-03-30T16:02:23+00:00 Veröffentlicht: 6. Januar 2012|Thema: Japanischer Tee, Vorgestellte Artikel (Featured)|Tags: , , , , , , |Regionen: , , , , , |

Was meine Geschichte mit japanischen Tee betrifft, so spielt die Teefirma Marukyu Koyama En (丸久小山園) schon seit Anfang an eine bedeutende Rolle für mich, die mir lange gar nicht bewusst war. Den Anfang machte eine Besichtung der Firma an ihrem Hauptstandort in Uji. Denn im Sommer 2009 hieß es für uns halbjährige Austauschstudenten an der Doshisha Universität jede Woche freitags: Freizeitprogramm mit dem Kurs! Ausflug! So auch am 13. März, als eine Firmenbesichtigung am Hauptsitz von Marukyu Koyama En in Uji auf dem Programm stand. Das war sogar überhaupt die erste ernsthafte Berührung zwischen mir und japanischen Tee, aber trotzdem entwickelte sich zunächst eine andere Teefirma (Ippodo 一保堂) ohne vergleichbare Erlebnisse zu dem Teeladen, der mich zu der Zeit am meisten interessierte. Heute kann ich mir nicht mehr erklären, warum.

Marukyu nimmt bei mir inzwischen eine Spitzenstellung unter den Teeläden ein, zusammen mit Ocha no Kanbayashi (Uji) und Ryuoen (Kyoto). Nicht zuletzt wegen den hervorragenden Teebeuteln und dem Matcha.

Verweis: Teeläden in Kyoto / Umgebung

Empfehlungen

Im Vordergrund: Teebeutel Hojicha. Dahinter: Matcha „Chigi no Shiro“.

Herausragend bei Marukyu Koyama En sind die Teebeutel und der Matcha. Die Teebeutel bestechen durch die großen Beutel und die üppige Füllmenge, wodurch sich der Tee sehr gut entfalten kann. Was den Matcha betrifft, ist Marukyu der Lieferant für die verschiedenen Teeschulen in Kyoto, besonders für die drei Sansenke-Schulen Urasenke (裏千家), Omotesenke (表千家) und Mushakôjisenke (武者小路千家), was für sich spricht!

Interessant ist auch das Geschirr, welches Marukyu anbietet. Hervorzuheben sind dabei die Chawan aus Glas, die vor allem im Sommer einen bleibenden Eindruck hinterlassen können: http://marukyu-koyamaen.co.jp/english/goods/goods_06.html

Firmenbesichtigung, 13. März 2009

Link: Firmenbesichtigung 2012

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Nishinotoin Teehaus 西洞院店

Neben einer Verkaufsstelle am Hauptbahnhof Kyoto gibt es in der Nähe der Kreuzung Nishinotoin-Karasuma Oike noch einen weiteren Marukyu-Laden mit Café (Ort auf Google Maps).

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Sencha Set mit Süßigkeit

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Matcha Latte

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Nishinotoin Teehaus in Google Street View


Größere Kartenansicht

Tee von Marukyu in Deutschland

Wer jetzt neugierig geworden ist, kann erfreut sein, dass es zumindest gleich zwei Anbieter von Marukyu-Tee in Deutschland gibt. Eine sehr große Auswahl findet man bei www.gruener-tee-koyamaen.de/. Etwas schwerer zugänglich wird es bei www.chanomiya.com, aber auch hier kann man leicht fündig werden.

Alle Bilder

Alle Bilder von Marukyu Koyama En auf Flickr

Alle Bilder von Marukyu Koyama En 2012 auf Flickr

Marukyu Koyama-En Teeladen (Kyoto, Uji)
4.3 von 5
Lage
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Teeläden Kyoto
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Beiträge aus der Umgebung

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Teeladen: Tsubakido in Fushimi

Aktualisiert: 8. Februar 2017| 2017-02-08T15:15:46+00:00 Veröffentlicht: 26. Oktober 2011|Thema: Japanischer Tee|Tags: , , |Regionen: , , , , |

Immer auf der Suche nach guten Teeläden, ging es heute zu Tsubakido (椿堂) in Fushimi (Google Maps) – sehr leicht zu erreichen, wenn man mit der Keihan-Bahn bis Sumizome (墨染) fährt. Dann braucht es gerade mal noch einen Fußmarsch von einer Minute und schon steht man vor dem Laden.
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Gegründet 1879, beliefert Tsubakido heute u. a. den Tempel Tofukuji und den Schrein Fushimi Inari – beides Schwergewichte! Eine weitere Besonderheit ist, dass Tsubakido auch Oolong-Tee herstellt, der in der japanischen Variante Waroncha (和龍茶) genannt wird.

Tsubakido verkauft aber nicht nur Tee, sondern hat auch ein kleines Cafe.

Eingang zum Cafe
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Das Cafe
https://www.flickr.com/photos/satorinihon/6282476615/
Blick in den Teegarten
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Phänomenales Teeset mit wunderschönen Geschirr. Der Sencha war erstaunlich süß!
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Auch das Wasserglas konkurrierte als Blickfang
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Angebot im Laden
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Ausbeute: Sencha, Schwarztee, Waroncha (japanischer Oolongcha), Wagashi
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Der Laden hat Potenzial, Kanbayashi als meinen Lieblingsladen abzulösen!

Alle Bilder Tsubakido

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Internationales Chakai in der Urasenke 裏千家の国際茶会 (15.10.2011)

Aktualisiert: 11. Februar 2017| 2017-02-11T16:01:56+00:00 Veröffentlicht: 17. Oktober 2011|Thema: Japanischer Tee, Vorgestellte Artikel (Featured)|Tags: , , , |Regionen: , , , , , |

Am 15. Oktober fand in Kyoto das 31. Internationale Chakai (Treffen, um gemeinsam Tee zu trinken) in der Urasenke statt. Zu dieser Gelegenheit servieren die internationalen Studenten des Urasenke Midorikai und ICI (International Chado Institute) den Gästen Tee, dieses Jahr etwa 400 an der Zahl. Als ICI-Student seit Anfang September durfte ich hinter den Kulissen bei der Teezubereitung und diversen kleineren Aufgaben helfen.

Was mich besonders erfreute war aber die Erlaubnis, an diesem Tag Fotos in den Teeräumen zu machen, die auch unsere Unterrichtsräume sind und in denen Fotografieren normalerweise nicht erlaubt ist. So konnte ich endlich jede Menge Fotos machen, worauf ich schon die ganze Zeit aus war.

Zunächst ein paar Zahlen:

  • 3*200g Matcha Dosen (Marukyu Koyama En, Urasenke Shôhaku) zu je 7245 Yen = 21 735 Yen.
  • Wagashi pro Stück etwa 400 Yen, bei 400 Gästen etwa 160 000 Yen.

Allein der Matcha und die Wagashi haben die Urasenke etwa 1800 Euro gekostet. Da die Teilnahme umsonst war, gab es keine Einnahmen.

Das Chakai fing für die Helfer um 8:30 Uhr an und endete um 17 Uhr. Man glaubt kaum, wie sehr uns nach diesen Stunden die Beine vom vielen Seiza schmerzten! Danach noch drei Stunden Kendotraining und meine Wadenverkrampfung lag bei 236% (oder „OVER 9000!“, wer es kennt ;-) ).

Bilder

*Bilder mit Gesichtern aussortiert

Ryûrei Zimmer, Tische noch unsortiert

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Teeutensilien für die Zeremonie

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Blick in den Garten

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Ausgestellte Teeutensilien

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Unverhoffter Tierbesuch

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Wasserhahn

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Zweites Teezimmer

Tea room with view on a stone garden

Alle Bilder

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Arashiyama Teil 1: Einleitung und Kôgenji (09.10.2011)

Aktualisiert: 1. November 2016| 2016-11-01T17:33:37+00:00 Veröffentlicht: 10. Oktober 2011|Thema: Japanischer Tee|Tags: , , |Regionen: , , , , |

Die heutigen Erlebnisse teile ich in drei Artikel, zuviel Bilder gemacht ;-)


Ausflug nach Arashiyama, 09. Oktober 2011 auf einer größeren Karte anzeigen

Einleitung

Mit der Hankyu-Bahn sind wir morgens von Kawaramachi über Katsura (umsteigen) nach Arashiyama. Man kann Hankyu wirklich lieben, nur 280 Yen für diese doch relativ weite Strecke. Arashiyama ist eine Art Naherholungsgebiet für Kyoto – dementsprechend war es am heutigen Sonntag mit schönen Wetter auch ziemlich voll.

Arashiyama, Bambuswälder

Eigentlich war unser erstes Ziel (bzw. das meiner Freundin, von dem ich noch nichts wusste), der Tenryûji Tempel. Da dieser aber regelrecht vollgestopft mit Touristen war und keinen sonderlich spannenden Eindruck auf mich machte, sind wir auf einen kleinen Nebentempel direkt daneben ausgewichen, den Kôgenji. Keine schlechte Entscheidung.

Bevor wir aber dort ankamen, machten wir noch Bekanntschaft mit einer etwas skurrilen Figurenversammlung.

Arashiyama, Bambuswälder-9
Arashiyama, Bambuswälder-15
Arashiyama, Bambuswälder-13

Kogenji 弘源寺

Der Kogenji begrüßt den Besucher mit einem kleinen Garten, bevor man in das Tempelgebäude geht, wo man mehrere Malereien besichtigen und sich den Steingarten (枯山水 karesansui) ansehen kann. Außerdem kann man sich eine Tasse Matcha genehmigen.

Eine Besonderheit des Tempels sind die Katana-Schnittests in den Holzsäulen aus dem Jahre 1864, als sich eine Gruppe von Samurai vorbereitete, den Kaiser im Zuge der Meiji-Restauration in die heutige Präfektur Yamaguchi zu bringen, um den Kaiser vom Shogunat zu trennen.

Kogenji Temple, Arashiyama, Kyoto
Kogenji Temple, Arashiyama, Kyoto
Kogenji Temple, Arashiyama, Kyoto
Kogenji Temple, Arashiyama, Kyoto


Für 500 Yen (+500 Yen für Matcha) bekommt man damit einen kleinen, aber feinen Tempel zu sehen, sollte man spontan keine Lust auf einen überfüllten Tenryûji haben.

Alle Bilder

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Video

http://youtu.be/zOjeeQ-LMrE

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Kakemono / Kakejiku in der Urasenke (08.10.2011)

Aktualisiert: 9. Februar 2017| 2017-02-09T18:43:17+00:00 Veröffentlicht: 8. Oktober 2011|Thema: Japanischer Tee|Tags: , , |Regionen: , , , , , |

Ich wollte zwar erst später über mein Studium in der Urasenke-Teeschule schreiben, doch die heutigen Rollbilder (掛け物 kakemono oder 掛け軸 kakejiku) waren wirklich schön. Daher möchte ich diese kurz vorstellen. Selber Fotos machen durfte ich zwar nicht Mission accomplished!, aber zwei von drei Rollbilder habe ich im Internet gefunden.

Fujisan

Dieses Rollbild hat den größten Eindruck auf mich gemacht. Das erste Mal habe ich dieses Hängebild im Oktober 2011 gesehen und erst jetzt, im April 2012, hatte ich endlich die Gelegenheit, ein Bild davon zu machen. Zu bewundern ist der Berg Fujisan in Zentraljapan.

 

水急不流月

Eine Umschrift in Alphabet ist nicht möglich bzw. nicht sinnvoll, da der Satz aus dem chinesischen kommt und in dieser Form im japanischen nicht in dieser Form gelesen wird, sondern direkt im Kopf in einen modernen, japanischen Satz transkribiert wird.

Eine Übersetzung könnte folgende sein:
„Egal wie schnell das Wasser fließt, die Spiegelung des Mondes bleibt an ihrem Ort.“

Auch wenn sich die Welt rapide ändert, gibt es doch immer wieder Dinge, die sich nie ändern.

Kissako 喫茶去

„Lass uns Tee trinken!“

Ein Meister hat, egal auf welche Frage, immer diese Antwort gegeben. „Kissako!“. Also egal, auf welche Frage man eine Antwort sucht, sie kommt beim Tee trinken. Sehr sympathisch.

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Uji, 17. August 2011: Antrittsbesuch, Teeladen Kanbayashi und Nakamura Tokichi

Aktualisiert: 1. November 2016| 2016-11-01T17:33:39+00:00 Veröffentlicht: 20. August 2011|Thema: Essen und Trinken, Japanischer Tee|Tags: , , |Regionen: , , , |

Jedes Mal, wenn ich nach Japan fahre, steht ein Ort sehr weit oben auf meiner To-Do-Liste für den Anfang: Uji.
Sogar bei meinem ersten Mal in Japan, 2009, war ich innerhalb der ersten Woche in Uji. Weniger, weil ich unbedingt nach Uji wollte, sondern eher, weil Freunde von mir dort Sightseeing machen wollten. Heutzutage gehe ich am Anfang vor allem deswegen nach Uji, weil es dort meinen Lieblingsteeladen gibt – Kanbayashi (ひらがなのかんばやし; siehe Uji 2010). So auch diesmal.

Die Brücke über den Fluss Uji, von der Bahnstation Keihan-Uji aus.

Nach der Überquerung erstmal runter zum Fluss und Pause machen. Füße reinhängen. Hach.

Eigentlich sollte jetzt ein Bild vom Teeladen Kanbayashi kommen, aber mein Handy hat in dem Moment gestreikt. Grrr. Nächstes Mal dann.

Dafür kann ich wenigstens meine Beute stolz präsentieren:

Tsurezure-Sencha 200g (rote Dose) und geballte 400g  Karigane-Hôjicha (schwarze Dose) – und das Ganze für nicht mal viel Geld.

Dann die nächste Station: der Teeladen Tokichi Nakamura.

Innengarten von Nakamura Tokichi.

Vom selben Platz aus in Richtung Verkaufsecke und Eingang/Ausgang mit dem typischen Kreuz.

Und hier noch das Schlemmermenü im Café von Nakamura Tokichi. Die Warteliste für einen Platz war auch ziemlich lang, aber es lohnt sich immer wieder aufs Neue.

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Shincha Ausbeute 2011

Aktualisiert: 13. Oktober 2016| 2016-10-13T22:59:42+00:00 Veröffentlicht: 20. Juni 2011|Thema: Sehenswürdigkeiten|Tags: , |

Seit Anfang Mai wird in Japan wieder für eine begrenzte Zeit Shincha verkauft. Shincha (新茶) heißt übersetzt neuer Tee, bezieht sich auf Sencha und ist die erste Teepflückung im Jahr. Qualitativ einer der besten Senchas, die man bekommen kann.

Meine Portion Shincha ist nun auch endlich angekommen und wie kann es anders sein, von meinem Lieblingsdealerteeladen Kanbayashi in Uji. Ich kann jedem raten, der in Deutschland Shincha zum Verkauf findet: kauft es!

Links außen und Rechts außen: Teebeutel für kalte Sencha-Aufgüße
Mitte: der heißbegehrte Shincha von Kanbayashi

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Etwas Sencha gefällig? Aber wie zubereiten?

Aktualisiert: 13. Oktober 2016| 2016-10-13T22:59:42+00:00 Veröffentlicht: 18. Juni 2011|Thema: Sehenswürdigkeiten|Tags: , , |

sencha-neu

Für alle, die sich die obere Frage schon längere Zeit stellt, gibt es nun auch hier eine Antwort. In einem kurzen Abriß wird die Zubereitung mit Kyusu, Sieb und Teebeutel angesprochen, aber auch die Zubereitung von kalten Sencha – ideal für den langsam kommenden Sommer.

Das Alles findet man hier: Zubereitung von Grüntee (in Blätterform)

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Matcha Zubereitung und Kyoto Einleitung

Aktualisiert: 1. November 2016| 2016-11-01T17:33:39+00:00 Veröffentlicht: 18. Dezember 2010|Thema: Japanischer Tee, Neuigkeiten|Tags: , |Regionen: , , , |

Matcha und Klumpen – weder besonders hübsch noch angenehm zu trinken. Um dem vorzubeugen, habe ich eine kleine Erklärung zur Zubereitung erstellt, mit der man Klumpen eher vermeiden kann. Zur Matcha Zubereitung.

Die Einleitung zum Bereich Kyoto wurde nun auch endlich erstellt.

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Teeläden in Kyoto und Umgebung

Aktualisiert: 13. Oktober 2016| 2016-10-13T22:58:29+00:00 Veröffentlicht: 1. November 2010|Thema: Sehenswürdigkeiten|Tags: |

Teeläden in Kyoto und Umgebung. Namen in eckigen Klammern [ ] sind Bahngesellschaften.

» Alle Artikel zum Thema Tee

Karte

Kyoto Innenstadt 京都市内

Ippodo

一保堂

Ippodo ist der Teeläden in Japan, die sehr erfolgreich mit ihrem Marketing sind. Wenn man sich nicht spezieller mit Tee in Japan auseinandersetzt, lernt man Ippodo in der Regel zuerst kennen und bleibt dann auch dabei. Nicht zuletzt deswegen, weil man im Internetshop von Ippodo auf Englisch bestellen kann und das weltweit. Ippodo kann man auf diese Weise am besten beschreiben: „Es ist relativ teuer, dabei aber nichts besonderes.“ Relativ teuer sollte man hier nicht zu ernst nehmen, das sind nur kleine Unterschiede.

Teecharakteristik: Relativ bitter.

Artikel auf Satori NihonTeeladen Ippodo in Kyoto
Webseitehttp://www.ippodo-tea.co.jp/en/ (japanisch und englisch)
OrtGoogle Maps Ippodo Hauptgeschäft Kyoto
Nächste Bahnstationen[Chikatetsu Karasuma] Marutamachi (丸太町)
[Keihan] Jingu Marutamachi (神宮丸太町)

Ryuoen

柳桜園

Ryuoen ist ein kleiner unscheinbarer Teeladen in einer noch unscheinbareren Gegend, nämlich im großen Wohnviertel direkt südlich des ehemaligen Kaiserpalastes Gosho / Park Gyoen. Wer aber den Weg dorthin findet, wird mit einem der wohlschmeckendsten Tees belohnt. Ryuoen selber war lange Zeit nur den umliegenden Anwohner bekannt, erst die Kombination Tourismus und Internet verhalt Ryuoen zu einer größeren Bekanntheit.
Neben dem hervorragenden Sencha bietet Ryuoen auch einen sehr speziellen Hojicha an, der seinesgleichen sucht.

Teecharakteristik: Süßlich.

Ort: Es gibt das oben erwähnte Hauptgeschäft, welches sich in der Nähe von Ippodo befindet. Eine kleine Zweigstelle findet man zusätzlich noch im großen Kaufhaus Takashimaya an der Ecke Shijo Kawaramachi.

Artikel auf Satori NihonTeeladen Ryuoen in Kyoto
WebseiteAuszug aus dem Angebot (japanisch)
OrtGoogle Maps Ryuoen Hauptgeschäft
Google Maps Takashimaya Zweigstelle
Nächste Bahnstationen[Chikatetsu Tozai] Kyoto Shiyakushomae
[Chikatetsu Karasuma] Marutamachi
[Chikatetsu Karasuma] Karasumaoike
[Keihan] Jingu Marutamachi
[Keihan] Sanjo

Fushimi 伏見

Tsubakido

椿堂

Tsubakido wurde 1879 in Fushimi von Tsubakiya Sôkichi als Hersteller und Verkäufer von qualitativen japanischen Tee gegründet. Heute beliefert Tsubakido unter anderem den Tempel Tofukuji und den Schrein Fushimi Inari.

Anlässlich des 120-jährigen Jubiläums im Jahr 2000 kam noch ein Teehaus namens Chikusei hinzu, in dem man heute vor oder nach dem Einkauf leckeren Tee und Süßigkeiten zu sich nehmen kann.

Uji 宇治市

Ocha no Kanbayashi

お茶のかんばやし

Kanbayashi ist ein relativ kleiner Teeladen in Uji, den man leicht übersehen kann. Allerdings verkauft dieser unscheinbare Teeladen den besten Tee, den ich bisher getrunken habe und erhält daher meine uneingeschränkte Empfehlung. Der Besitzer sucht die Teeblätter persönlich aus und als Besonderheit besitzt der Kanbayashi-Tee nur sehr wenig Teein (=Koffein). Im Nachhinein habe ich dann auch herausgefunden, dass es innerhalb eines 500m Radius zwei weitere Zweiggeschäfte von Kanbayashi gibt.

Teecharakteristik: Süßlich. Wenig Teein/Koffeein.

Ort (Hauptgeschäft): Fast in der Mitte zwischen den Bahnhöfen JR Uji (JR宇治) und Keihan Uji (京阪宇治). Vom Keihan-Bahnhof kommt man aber über den Uji-Fluss, was den Weg von dort insgesamt schöner macht.

Marukyu Koyama En

丸久小山園

Marukyu Koyama En war die erste Teefirma, die ich kennen gelernt habe. Bei meinem ersten Aufenthalt in Japan haben wir mit der Universität einen Ausflug dorthin gemacht und die Teeplantage und Fabrik besichtigt. Besonders empfehlenswert sind die Teebeutel von Marukyu Koyama En – die Besten, die ich bisher kenne.

Ort: Am besten erreicht man die Fabrik mit Laden vom Kyoto Hauptbahnhof mit der Kintetsu-Linie bis Ogura (小倉). Danach nimmt man am besten eine Karte, auf der die Fabrik markiert ist, da eine Beschreibung relativ schwierig ist – man muss sich durch lauter kleine Straßen hindurchschlängeln.

Artikel auf Satori NihonTeeladen Marukyu Koyamaen in Kyoto und Uji
Webseitehttp://marukyu-koyamaen.co.jp (mit englischen Informationen)
OrtHauptniederlassung in Uji
Zweigstelle in Kyoto
Nächste BahnstationenHauptniederlassung Uji:
[Kintetsu] Ogura

Zweigstelle Kyoto:
[Tozai] Nijojomae
[Tozai] [Karasuma] Karasumaoike

Nakamura Tokichi

中村藤吉

In japanischen Städten gibt es manchmal Läden, die die wahre Touristenattraktion darstellen – besonders, wenn es um Essen und/oder Tee geht. Das Teegeschäft Tokichi ist einer dieser Läden. Seit 1859 gibt es Tokichi bereits und seit 2001 gibt es im Hauptgeschäft auch ein Café (warum heißt dieses Wort ausgerechnet „Café“? … ). Der Baum, der vor diesem Café im Garten steht, darf sich auch schon zur Generation „über 200 Jahre“ zählen – ein Grund mehr, dort einen Tee zu trinken! Wer etwas riskieren will, bestellt den Koicha (濃茶).

Ort: Das Hauptgeschäft erreicht man erschreckend einfach vom JR Uji Bahnhof. Einfach vom Haupteingang über die Kreuzung, nochmal 50 Meter laufen und schon sollte man das Kreuz-Symbol sehen. Ein Zweiggeschäft findet man auch im Kyoto Hauptbahnhof.

Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten

Pers(önliches, Vers)chiedenes 2010#2

Aktualisiert: 1. November 2016| 2016-11-01T17:33:40+00:00 Veröffentlicht: 5. September 2010|Thema: Japanischer Tee, Sonstiges|Tags: , , |Regionen: , , , |

So, Halbzeit. Ich habe nur noch knapp einen Monat in Japan. Zeit für eine neue Runde von Perschiedenes!

In letzter Zeit haben wir stark von Sightseeing auf Freizeit umgestellt, also jede Menge tsurezure 徒然. Dabei haben wir fleißig Tee-Cafés besucht, mehrere Runden Billiard im RoundOne und allgemein die Kawaramachi-Straße unsicher gemacht.

Iemon-Café

Mein Lieblings-Tee-Café ist bisher der Iemon-Salon. Neben ein paar neuen Bildern habe ich mir auch nun endlich das Iemon-Salon-Geschirrset gegönnt mit insgesamt zwei Teetassen (湯のみ). Der Namen des Sets wird mit einem Kanji geschrieben, was jetzt zu meinen Favoriten gehört: shizuku 雫.

Iemon, am Tresen

Iemon-Set Shizuku
Kyusu (Kännchen), zwei Oyunomi (Tassen) und Abkühlbehälter für Wasser

Zu pink…

In der westlichen Nebenstraße der Shinkyôgoku (新京極) habe ich das wohl vermutlich hässlichste Gebäude Kyotos entdeckt. Irgendein Kleidergeschäft. Was die Sache noch witziger macht: genau daneben ist das Ninja-Café! Leider nicht auf dem Bild zu sehen…

Unerwünschte Begegnungen

Man hört ja immer mal wieder von Rieseninsekten in Japan. Diese dann im eigenen Zimmer zu finden ist weniger reizend. So erging es auch mir, als ich unschuldig im Bett lag und plötzlich einen halben Meter neben mir eine Spinne von erheblichen Ausmaß sah – und ziemlich gefährlich aussah, man weiß in Japan ja nie ob sowas giftig ist. Die Größe entsprach etwa einer ausgestreckten Hand und die Füße waren mehr als Streichholzdick. Um Nerven zu schonen, verzichte ich auf eine direktes Bild hier, sondern verlinke nur. Wer mutig genug ist, bitteschön: Tote Spinne.

Dass es in Japan auch richtig tolle Insekten gibt, beweisen die Suzumushi (鈴虫), auf Deutsch Glöckchenzikaden. Ein Terrarium voll habe ich von der Großmutter meiner Freundin bekommen, die Suzumushi züchtet. Mehr dazu schreibe ich aber in einem separaten Artikel.

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Ausflug nach Uji 宇治 19.08.

Aktualisiert: 1. November 2016| 2016-11-01T17:33:41+00:00 Veröffentlicht: 21. August 2010|Thema: Japanischer Tee|Tags: , |Regionen: , , , |

Da ich mit meiner Freundin am 19. August unser 9-monatiges „Jubiläum“ hatten, wollten wir etwas Besonderes machen. Dank der üblichen Hitze wurde es auch wieder zu einer Geduldsprobe japanischer Art. Im Yukata machten wir uns auf den Weg nach Uji, einem der drei (wieder drei!!) berühmten Anbaugebiete für Tee in Japan.

Unser erstes Ziel war der Verkaufsladen von Marukyu-Koyamaen (丸久小山園). Vom Kyoto-Bahnhof aus machten wir uns also mit der Kintetsu-Bahn (近鉄線) auf zum Bahnhof Ogura (小倉). Uji hat mehrere Bahnhöfe, die von drei Bahnlinien angesteuert werden:

  • Ogura von Kintetsu
  • JR Ogura und Uji von JR
  • Uji (anderer Bahnhof als der von JR) von Keihan (京阪線)

Der Laden von Marukyu-Koyamaen ist am nächsten zur Ogura-Station von Kintetsu, daher die Wahl Kintetsu. Möchte man hingegen nur Sightseeing machen (Uji selbst, Byodoin etc.), dann eignet sich der Bahnhof Uji von Keihan am besten, der Bahnhof Uji von JR fast genauso gut.

Leider ist Marukyu-Koyamaen ganz im Westen, das Schöne Uji ganz im Osten. Nachdem wir also bei Marukyu-Koyamaen eingekauft haben…


Matcha Financier (Süßigkeit), Sencha in Dose, Sencha in Teebeutel
und Grüntee-Pulver zum kalt aufgießen

…und uns mit kalten Grüntee vollgetankt haben, ging es weiter zur JR Ogura Station, von da mit dem Zug eine Station weiter nach JR Uji. Vom Bahnhof aus sind wir dann direkt zum großen Fluss, da der Weg von dort Richtung Byodoin sehr schön ist (und natürlich voller Teeläden, teheeheeehehehe). Am Byodoin angekommen, war unser nächstes Ziel ein berühmter Teeladen mit Trinkgelegenheit, unterwegs wurden wir aber von einem netten älteren Herren abgefangen und geschickt in seinen Teeladen namens Kanbayashi (かんばやし) gelotst. Eigentlich wollte ich nichts mehr kaufen, aber der Laden war wirklich super, der Herr und seine Frau wirklich nett und als ich dann noch den Tsurezure-Tee gesehen habe (Stichwort Tsurezuregusa), musste ich diesen einfach kaufen.


Tsurezure-Sencha von Kanbayashi

Gott sei Dank war der berühmte Teeladen dann gerade dabei zu schließen, sodass ich dort nichts kaufen konnte. Dummerweise war gleich um die Ecke ein Süßwarengeschäft, welches so herrlich geduftet hat, dass wir reingehen mussten. Dort habe ich dann einen Sencha-Rollkuchen entdeckt (nomalerweise sehe ich nur Matcha-Rollkuchen) und nunja, wieder 1200 Yen weniger.


Sencha-Rolle

Ach ja, die Nara-Linie hat in Uji ein seltsames Maskottchen…

Ohne weitere Einkäufe sind wir dann bei der JR Uji Station angekommen und sind wieder zurück nach Kyoto. Nach einer Zwischenstation zuhause ging es ab in die Innenstadt, zuerst Purikula machen (プリクラ kleine, bunte, überlichtete Bildchen), anschließend in ein teures Restaurant, schick essen.

Anstrengender Tag, aber schön, daher…

お疲れ様です。

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Für Magen und Kehle: Warai, Yayoiken, Torihime, Charan, Pizzeria

Aktualisiert: 1. November 2016| 2016-11-01T17:33:41+00:00 Veröffentlicht: 20. August 2010|Thema: Essen und Trinken, Japanischer Tee|Tags: , , |Regionen: , , , |

Verdächtig viele Artikel bisher über Essen…

Alle Restaurants sind in meiner Google Map verlinkt.

Warai わらい

Das Restaurant Warai ist ein Restaurant hauptsächlich für Okonomiyaki (お好み焼き) und Yakisoba (焼きそば). Daneben gibt es noch zahlreiche andere leckere Gerichte, wie zum Beispiel die „Deutschen Kartoffeln“ (シャーマンポテト). Insgesamt ist alles sehr günstig, das Restaurant ist schön und angenehm, die Preise sind wirklich in Ordnung und mein Käse-Okonomiyaki gibts auch.

Was will ich mehr?

Es gibt mehrere Warai in Kyoto (und auch in anderen Städten Japans), aber auf meiner Google Map Karte habe ich nur den Ableger in der Nishikikoji-Straße (nördlicher Ausgang vom Daimaru-Einkaufszentrum) markiert.

Das Menü gibt es auch in englischer Sprache.

Webseite Warai

Yayoiken やよい軒

Yayoiken ist eine Restaurantkette, die man theoretisch in den Fast-Food-Bereich zählen kann. Anders als in Amerika ist das typische japanische Fast-Food aber nicht wirklich ungesund, ganz im Gegenteil, besteht es eigentlich meist aus Hühnchen, Miso-Suppe, Salat, Reis etc.

Bei Yayoiken bestellt man nicht direkt bei den Kellnern, sondern direkt am Eingang findet man einen Automaten, der gegen Geld Tickets ausspuckt, die man dann bei den Kellnern abgibt. Für relativ wenig Geld (500 Yen bis 900 Yen) bekommt man durchaus üppige Menüs (定食), die einen wirklich satt man und oft aus den oben genannten Sachen bestehen. Die Yayoiken-Restaurant sind insgesamt sehr schön und daher meiner Empfehlung gewiss.

Wie auch bei Warai gibt es mehrere Yayoikens in Kyoto, markiert habe ich zwei Ableger (Nijo-Bahnhof und Shijo-Karasuma) auf meiner Google Maps Karte.

Englisches Menü? Unbekannt.

Webseite Yayoiken

Torihime とりひめ

Das Restaurant Torihime („Hühnchenprinzessin“) ist, wie der Name schon andeutet, ein Restaurant für Yakitori (焼き鳥), sprich gebratene Geflügelspieße. Der Eingang ist relativ unscheinbar, leider habe ich kein Bild davon gemacht. Der Eingang von Torihime grenzt sich aber von den anderen dadurch ab, dass er in schwarz gehalten ist.

Das einzige mir bekannte Torihime befindet sich in der Kawaramachi-Straße, nördlich von der Kreuzung mit Shijo.

Englisches Menü? Unbekannt.

Mehr Infos über Torihime

Das Gebäude ist mehrstöckig, und warum es ziemlich stylish ist, dort reinzugehen, sieht man hier:

Charan ちゃらん

Charan ist eines der unzähligen Tee-„Cafés“ in Kyoto (und Japan) und befindet sich in der Takoyakushi-Straße, Kreuzung Karasuma (蛸薬師烏丸). Bestellt man sich Tee, bekommt man wie im Iemon-Salon ein Geschirrset mit Wasser – mit dem Unterschied, dass im Charan der erste Aufguß von der Teemeisterin selbst zubereitet wird, was ich persönlich besser finde. Die Süßigkeiten zu den Tee-Menüs werden täglich neu zusammengestellt; ich hatte Vanille-Pudding mit den süßen Rotbohnen oben drauf, dazu zwei süßliche Kekse. Es gibt noch andere Süßigkeiten zu bestellen, wie den Matcha-Käsekuchen, den man unten sehen kann.

Nicht besonders groß und relativ modern eingerichtet.

Englisches Menü? Vermutlich nicht.

Webseite Charan

Eingang Charan

Charan Tee zum selbstständigen Aufgießen

Charan Matcha-Käsekuchen

…und die Pizzeria…

…deren Namen ich nirgends gesehen habe. Diese befindet sich nur etwa 100m westlich vom oben genannten Warai-Restaurant. Es gibt nicht viele gute Pizzerien in Japan, daher erwähne ich die guten. Über eine andere in Tokyo werde ich auch noch schreiben. Das Problem in Japan ist meist die Größe (teheeehehehehe) und der Preis.

Die Pizzen hier sind wirklich groß (30cm Durchmesser) und der Preis hält sich in Grenzen. Eine Margherita bekommt man für 1100 Yen, eine Salamipizza für 1300 Yen. Für Japan und bei der Größe durchaus akzeptable Preise. Der Boden ist ziemlich dünn und knusprig. Die Pasta ist laut Freundin auch gut gewesen, insgesamt kann man also unbesorgt in dieses Restaurant gehen – auf den Wein kann man allerdings verzichten.

Englisches Menü? Unbekannt, vermutlich schon.

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Teehaus Komori in Gion

Aktualisiert: 20. April 2017| 2017-04-20T18:06:12+00:00 Veröffentlicht: 13. August 2010|Thema: Essen und Trinken, Japanischer Tee|Tags: , , , |Regionen: , , , , , |

Wer ein wenig Zeit hat, sollte das schöne Teehaus Komori (小森) im schönen Gion (祇園) in der schönen Straße Shinbashi (新橋通) besuchen. Neben klassischen Tee (vor allem Matcha) und Süßigkeiten gibt es auch das im Sommer überlebensnotwendige Kakigori (カキ氷) und sonstige Kaltgetränke auf Matcha-Basis.

Das Komori besteht aus mehreren größeren Zimmern, die jeweils ein paar Tische für jeweils vier Personen haben und immer mit Ausblick auf einen japanischen Garten. Auf klassische japanische Art sehr ästhetisch gehalten.

Achtung, wenn man im Sommer hingeht: bevor man in den kleinen Raum geht, wo man seine Schuhe für die Dauer des Besuchs abstellen muss, unbedingt tief Luft holen und erst nach verlassen wieder atmen. Ernsthaft.

Japanischkenntnisse sind zu empfehlen.

Webseite Komori – Google Maps

Eingang

Zimmer mit Ausblick auf einen der Gärten

Ich muss zugegeben, kaltes Kakigori und heißer Matcha-Tee sind nicht die beste Mischung – aber der Drang war einfach zu stark.

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Kyoto Süßigkeit Kuromaru

Aktualisiert: 1. November 2016| 2016-11-01T17:33:41+00:00 Veröffentlicht: 13. August 2010|Thema: Essen und Trinken, Japanischer Tee|Tags: , , |Regionen: , , , , |

Die Kuchenrolle Kuromaru („Schwarzrund“, くろまる / 京黒ロール) ist eine Süßigkeit aus Kyoto. Irgendwann kamen dort Süßigkeitenhersteller und Köhler auf die Idee, ihre Professionen zu verbinden und heraus kam Kuromaru. Der schwarze Außenring besteht u.a. aus Bambus-Asche, die Füllung ist entweder weiße Frischcreme oder Matcha-Creme.

Der Geschmack ist mal wieder relativ schwer zu beschreiben. Es hat keinen extremen oder sehr speziellen Geschmack, sondern schmeckt leicht und weich. Wenn man es nicht wüsste, würde man vermutlich nicht denken, dass da Asche drin ist. Der Matcha sticht auch nicht sonderlich heraus. Insgesamt aber sehr lecker und empfehlenswert

Kuromaru gibt es in drei Varianten:

  • Standard: weiße Frischcreme-Füllung, 1260 Yen
  • Mit Matcha-Creme-Füllung für 1575 Yen (natürlich habe ich diese Variante gekauft)
  • Die gehobenere Variante mit Matcha-Creme-Füllung aus dem Garten Hatama für 1890 Yen

Kaufen kann man Kuromaru nur an zwei Orten in Kyoto: in Arashiyama (嵐山) – wo die meisten Touristen niemals hingehen werden – und am Kyoto Hauptbahnhof. Der Shop am Kyoto Hauptbahnhof ist aber nicht leicht zu finden, wenn man die große Treppe nicht kennt. Wem die Angabe 10. Stock weiterhilft, nur zu. Ansonsten: vom Nord-Haupteingang rechts die Rolltreppe hoch, die nächste auch, die nächsten fünf dann auch, oder anders gesagt: die letzte Rolltreppe nicht hoch, sondern direkt nach links, dort ist der Laden direkt links vom Eingang.

Update Mai 2014: Die Niederlassung im Kyoto Hauptbahnhof hat zwischenzeitlich leider geschlossen. Es gibt die Kuromaru nur noch in Arashiyama zu kaufen.

Webseite Kuromaru

kuromaru
kuromaru
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Iyemon Salon Kyoto

Aktualisiert: 1. November 2016| 2016-11-01T17:33:41+00:00 Veröffentlicht: 11. August 2010|Thema: Essen und Trinken, Japanischer Tee|Tags: , |Regionen: , , , |

Nachdem in meinem Lieblings-Reisefrühstück der Iyemon-Tee schon eine etablierte Größe ist, ging es endlich nun auch in den Iyemon Salon Kyoto (伊右衛門サロン) – das Getränk gab es zuerst, der Salon folgte dann im Juni 2008. Den Salon findet in der Weststraße der Kreuzung Sanjo-Karasuma (三条烏丸). Ein paar Meter weiter in die selbe Richtung findet man übrigens die Ippai-Ippai-Bar, die so ziemlich günstigste Bar in Kyoto – ein Bier 180 Yen.

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Menü

Der Stil vom Iyemon Salon ist nicht rein klassisch gehalten, sondern lässt sich eher als Mix zwischen klassischen Elementen und modernen Salon beschreiben. Das Menü ist dann auch entsprechend gehalten. Zunächst findet man die gängigen Teesorten vor. Den Tee bekommt man mit dem eigenen Iyemon-Teeset serviert, mit dem man sich den Tee selber aufgießen kann – dazu einen halben Liter heißes Wasser in Thermoskanne und eine kleine Süßigkeit. Daneben gibt es noch moderne Getränke wie Matcha-Latte oder gar Cocktails mit Matcha. Süßigkeiten dürfen ebenso nicht fehlen (wenn auch praktisch keine Matcha-Süßigkeiten) sowie eine Speisekarte. Fernhalten sollte man sich allerdings vom Matcha Bier – geschmacklich war das eher eine Mischung aus Bier mit sauren Sprudel, aber ohne Matchageschmack.

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Preislich bewegt sich der Iyemon Salon Kyoto im normalen Rahmen. Genauere Angaben lassen sich auf der Menüseite finden. Bei den Tees wird zusätzlich noch das geschmackliche Verhältnis zwischen der Süße ( 甘 ) und der Herbe ( 渋 ) angegeben.

Im Eingangsbereich findet man noch einen kleinen Shop, in dem man sich u.a. das Geschirr kaufen kann, verschiedene Teesorten usw. Die bekannteste Ware dürfte wohl das Teeset Shizuku ( 雫 ) sein, einem Teeset für Sencha und Gyokuro, bestehend aus Teekännchen (kyūsu 急須), Abkühlgefäß (yuzamashi 湯冷まし) und Tasse (oyunomi お湯のみ).

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Hinweis: Es kann öfters mal vorkommen, dass der komplette Iyemon Salon Kyoto wegen einer Veranstaltung ausgebucht ist. Nicht wundern.

Alle Bilder Iyemon Salon Kyoto

Alle Bilder vom Iyemon Salon Kyoto auf Flickr


Artikel am 28. Januar 2013 aktualisiert.

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Reisefrühstück und Heiliges Wasser

Aktualisiert: 9. Februar 2017| 2017-02-09T18:45:38+00:00 Veröffentlicht: 10. August 2010|Thema: Essen und Trinken, Japanischer Tee|Tags: , , , |Regionen: , , , , , |

Ich muss das einfach noch präsentieren: mein Gewinnerfrühstück auf Reisen in Japan!

Zweifach Onigiri, eines mit Omreis (Reis überzogen mit ungerührten Rührei :P ) und eines mit Sesam, dazu Iemon-Tee. Lecker, gesund, günstig.

Letztes Jahr habe ich von meiner Teelehrerin den Tipp bekommen, dass es am Nashinoki-Schrein (梨木神社) im Gosho (御所, ehemaliger Kaiserpalast mitten in Kyoto) besonders leckeres Wasser gibt. Für guten Tee braucht man nunmal das beste Wasser, daher musste ich es jetzt einfach mal ausprobieren – und siehe da, ich war wirklich nicht der Einzigste, der an das kostbare Wasser wollte. Eingereiht, gewartet, abgezapft. Der Herr im Anzug hat sich übrigens gleich sechs Flaschen abgezapft. Ich glaube, ich werde nun öfters herkommen, Trinkwasserkosten einsparen (natürlich werde ich jedes Mal eine Kleinigkeit spenden).

Und ja, wirklich, der Tee mit diesem Wasser war wirklich atemberaubend.

(mehr …)

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Greenteablog.eu/blog

Aktualisiert: 13. Oktober 2016| 2016-10-13T22:59:57+00:00 Veröffentlicht: 23. Juni 2010|Thema: Sehenswürdigkeiten|Tags: , , |

Unter Greenteablog.eu/blog findet man einen sehr schönen Blog über japanischen Grüntee.

Was man dort u.a. alles finden kann:

  • Allgemeine Infos
  • Erzählungen direkt aus Uji, Japan
  • Wie man die einzelnen Teesorten zubereitet
  • etc

Auf jeden Fall die eine oder andere Lesestunde wert!

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Hallo Sommer!

Aktualisiert: 13. Oktober 2016| 2016-10-13T23:00:00+00:00 Veröffentlicht: 24. Mai 2010|Thema: Sehenswürdigkeiten|Tags: , |

Nach dem rauchigen Erlebnis nun ein wirklich angenehmerer Geschmack, um das warme Wetter zu begrüßen:

Matcha mit Eiswürfel!

Nur sollte ich nächstes Mal daran denken, den Matcha vorher zu sieben -_-
Und leider soll das gute Wetter wohl nicht lange halten….

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Iribancha / いり番茶

Aktualisiert: 1. November 2016| 2016-11-01T17:33:42+00:00 Veröffentlicht: 23. Mai 2010|Thema: Sehenswürdigkeiten|Tags: , |Regionen: , , , |

Eines lässt sich über den Iribancha mit Sicherheit sagen: Er wird garantiert nicht jede Zunge zufriedenstellen.

Der Iribancha ist ein Bancha, der in der Umgebung Kyotos wächst, daher wird er auch Kyôbancha (京番茶) genannt. Bei Gyokuro und Matcha werden nur die oberen, frisch gewachsenen Blätter verwendet, sprich darunter bleiben noch groß gewachsene Blätter übrig. Diese werden nach der ersten Ernte bis Kniehöhe abgeschnitten. Diese Blätter werden dann aber ohne gerollt worden zu sein getrocknet. Vor der Auslieferung werden sie noch drei Minuten lang zur Konservierung stark erhitzt.

Das man mit dem Iribancha was spezielles vor sich hat, merkt man schon an der japanischen Beilage:

ん?これもお茶?
独特の形状と香り。
京都ならではのお番茶です。

„Hm? Das ist auch Tee?
Individuelle Form, origineller Geruch.
Das ist charakteristisch für Bancha aus Kyoto.“

Dieses „独特“ (Wadoku: „eigenartig; eigentümlich; besonders; charakteristisch; eigen; originell; individuell“) darf man dabei nicht unterschätzen. Als Japanologe (aber nicht nur) prägt man sich irgendwann ein, dass wenn etwas in Japan als eigentümlich o.ä. gilt, ist es für den Westler entweder gefährlich, ziemlich abartig, oder man sollte zumindest Vorsicht walten lassen.

So auch hier.

Ganz charakteristisch für den Iribancha  oder die „zu Vorsicht gebietende“-Elemente sind sein Geruch und Geschmack. Diese zeichnen sich durch eine starke Rauch(!)-Note aus – also Rauch von etwas verbrannten.  Der Geschmack ist schwer zu beschreiben. Ähnlichkeiten zum Hojicha sind zwar gegeben, aber Iribancha ist doch etwas sehr spezielles und eigenes. Nennes wir es „stark“ oder „schwer“ im Geschmack.

Sicher eine Geschmackserfahrung, die man machen kann – aber danach wohl nicht mehr allzu oft machen möchte. Das Dumme ist nur, dass Iribancha nur in relativ großen Packungen verkauft wird… (dafür aber auch günstig).

——

Endnotiz:

Die Person, die ich gebeten habe, mir Iribancha mitzubringen, berichtete mir vom Kauf folgendes: Als die Verkäuferin merkte, dass der Iribancha für einen nicht-japanischen Mund gedacht war, wurde meine Kontaktperson sofort gewarnt – „Das könnte einem Ausländer nicht schmecken“.

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Erweiterung Teesorten

Aktualisiert: 8. August 2010| 2010-08-08T17:58:54+00:00 Veröffentlicht: 4. Mai 2010|Thema: Sehenswürdigkeiten|Tags: , , |

Der Bereich Teesorten ist nun endlich halbwegs vollständig. Es fehlen vielleicht noch hübsche Grafiken, aber soweit steht das Ganze. Ok, Matcha fehlt noch, aber das dauert auch nicht mehr lange.

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Inhaltsstoffe vom Tee

Aktualisiert: 13. Oktober 2016| 2016-10-13T23:00:00+00:00 Veröffentlicht: 6. April 2010|Thema: Sehenswürdigkeiten|Tags: , , , |

Auf der Webseite von Ippodo ist mir folgende Tabelle aufgefallen:

 TanninKoffeinProteineFettKohlenhydrateFasernAscheVitamin C
Matcha10.03.529.14.132.711.16.4110
Gyokuro10.03.230.75.328.610.07.460
Sencha13.02.324.04.635.210.65.4250
Kamairicha13.02.524.23.535.610.75.5200
Bancha (Yanagi)11.02.019.74.433.519.55.5150
Hojicha9.51.918.24.839.218.75.544
Oolong-Tee12.52.419.42.839.812.45.38
Schwarztee20.02.720.62.532.110.95.20

Zur vollständigen Tabelle: Tee Inhaltsstoffe

Auch wenn mir ein paar Sachen in etwa schon bekannt waren, führt diese Tabelle die Zusammensetzung eines Tees so richtig die Unterschiede zwischen den Teesorten ins Auge. So sieht man, dass Matcha und Gyokuro am meisten Koffeein haben, noch vor einem Schwarztee. Ohne darüber nachzudenken dachte ich bisher immer, Schwarztee wäre der beste Muntermacher. Was Vitamin C angeht, ist nicht, wie bisher von mir vermutet, der Matcha oder Gyokuro der gesündeste Tee, sondern (mit Abstand vor dem Matcha) Sencha.

Alles in einem eine sehr aufschlussreiche Tabelle.

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