Wer Satori Nihon schon länger verfolgt bzw. besonders die Fotografien betrachtet, dem dürften vielleicht bereits die zahlreichen Motive mit Hasen und Fröschen aufgefallen sein. Diese Motive finden sich in ganz Kyoto und in allerlei Formen wie auf Töpfereien oder auf Tüchern. Die Beliebtheit dieses Motivs kommt nicht von ungefähr, denn viele gehen davon aus, dass dieses sogenannte chōjū jinbutsu giga (kurz: chōjū giga, Wikipedia) den ersten Manga Japans aus dem 12. Jahrhundert darstellt. Der Tempel Kosanji hat aber nicht nur eine Rolle mit Tier-Mensch-Karikaturen zu bieten, sondern auch Glücksgefühle für Naturliebhaber.

Weg zum Kosanji

Wer das Glück hat, mit dem Auto zum Kosanji fahren zu können, wird schon hier durch die Ausblicke auf Kyoto belohnt.

Am Kosanji angekommen durften wir dann feststellen, dass es hier von Vorteil ist, wenn es kurz zuvor noch geregnet hat. Das Moos präsentierte sich von seiner besten Seite und auch sonst machte Kosanji einen richtig frischen Eindruck dadurch.

Photosphere: Eingangsbereich Kosanji

Views: 360° Photosphere Panorama of Kozanji, Kyoto. Just the entrance area with a resting place, though.#japan   #kyoto   #photosphere   #android   by Christian Kaden

Sekisuiin 石水院

Der einzige Bezahlbereich am Kosanji ist das Sekisuiin genannte Gebäude aus der Kamakura Zeit. Der Bereich mit dem Teehäusern nebenan ist leider nicht zugänglich.

Hier befindet sich auch ein Sitzbereich, der nur im Herbst „besetzbar“ ist und auch von zahlreichen Reiseführern bekannt ist, das hisashi no ma (廂の間).

kosanji

Photosphere: Garten Sekisuiin

Views: Photosphere: The small garden of Sekisuiin at Kosanji Temple, Kyoto.#japan   #kyoto   #temple   #photosphere   by Christian Kaden

Aber gerade dieser Ausblick sollte besonders im Herbst überragend sein, daher ist Kosanji im November eine klare Empfehlung.

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Es wird auch eine Replika der oben genannten Rolle mit Tier-Mensch-Karikaturen ausgestellt (die man sich übrigens auch kaufen kann).

kosanji

Hinterer Bereich

Hat man sich im Sekisuiin satt gesehen, geht es in den weitläufigen Bereich weiter den Berg hinauf, wo man die Gründerhalle des Abts Kaisando (erstes Bild) und die Hautphalle Kondo (zweites Bild) finden kann.

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Kondo

Photosphere: die Haupthalle Kondo

Views: Photosphere: near the main hall (kondo) of Kosanji Temple, Kyoto.#Japan   #Kyoto   #temple   #photosphere   by Christian Kaden

Japans ältester Teegarten

Die Region, in der sich Kosanji befindet, ist aber auch noch für Teeliebhaber interessant. Die Region Toganoo (栂尾) war im 13. und 14. Jahrhundert berühmt für den besten Tee Japans und dessen Tee im damaligen Spiel tōcha ein wichtiger Bestandteil. Laut eigener Aussage ist der Teegarten vom Kosanji der älteste Teegarten Japans.

Ehrennennung: die kleine Schnecke

Nicht nur das Moos hat sich dank des Regens von seiner besten Seite präsentiert, sondern auch die Schnecken haben sich in Schale geschmissen und sind in Massen auf Tour gegangen. Ein besonders Lob soll hierbei an diese kleine Schnecke gehen, die es geschafft, auf das Eingangsschild vom Sekisuiin zu klettern – warum auch immer die Schnecke das wollte.

Alle Bilder Kosanji

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Weiterführende Informationen

Besucht am30. April 2013
Eintritt und
Öffnungszeiten
600 Yen
8:30 bis 17 Uhr
Link (japanisch)
Webseitehttp://www.kosanji.com (japanisch)
OrtGoogle Maps
SchreibweisenVereinfacht: kosanji oder kozanji
Hepburn (mod.): kōsanji oder kōzanji
Kanji und Kana: 高山寺(こうさんじ、こうざんじ)
QuellenWikipedia (mehrsprachig)
Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten