Der Obakusan Manpukuji (kurz: Manpukuji) ist fast noch ein Geheimtipp. Er gilt als Geburtsort des Senchado in Japan, hat eine erstaunliche Größe und nur wenige Touristen finden sich zum Besuch ein. Wenn man dann noch kurz vor Schließung gegen 16 Uhr den buddhistischen Messen beiwohnen kann, kann man den Besuch als Höhepunkt verbuchen.

Ingen Ryuki (1592-1673), Gründer des Tempels Manpukuji und der Zen-Schule Obaku

Ingen Ryuki (1592-1673), Gründer des Tempels Manpukuji und der Zen-Schule Obaku – ©Gemeinfrei

Für die Teekultur ist der Manpukuji ein ähnlich wichtiger Ort wie der Kenninji im Stadtviertel Gion von Kyoto. Der Tempelgründer vom Tempel Kenninji, Myoan Eisai, brachte im 12. Jahrhundert die ersten Teepflanzen mit nach Japan zusammen mit der damals in China populäre Zubereitungsmethode mit dem Pulvertee Matcha. Der Matcha rückte in China aber mit der Zeit in den Hintergrund und der Aufguß mit Teeblätter verbreitete sich. Diese Form der Zubereitung brachte erst der Tempelgründer vom Tempel Manpukuji, Ingen Ryuki, im 17. Jahrhundert mit nach Japan. Diese Senchado genannte Teekultur war und ist immer noch entsprechend stark von chinesischen Einflüssen geprägt – im Gegensatz zu Chado, der sich hauptsächlich in Japan entwickelt hat.

Übersicht

Eingang Anfang April 2014

Hat man das Eingangstor passiert, wundert man sich vielleicht, warum man noch keinen Eintritt bezahlen musste. Man muss erst ab dem weiter hinten liegenden Sanmon-Tor bezahlen, solange hat man noch Bewegungsfreiheit, ohne seinen Geldbeutel zücken zu müssen.

Sanmon-Tor mit Kasse

Und nach dem Sanmon-Tor wird der Obakusan Manpukuji erst so richtig weitläufig. Geht man nach dem Tor nach links, findet man das Kaisando, welches ziemlich stattlich ist.

Weg zum Kaisando

Kaisando von Obakusan Manpukuji

Folgt man nach dem Tor dem Pfad geradeaus, kommt man in die restlichen Bereiche des Tempels. Die erste Station ist dabei die Halle Tennoden mit der goldenen Statue Hotei, einen dickbäuchigen Gottheit für Glück.

Weg zur Halle Tennoden

Die Statue Hotei in der Halle Tennoden

Hinter der Tennoden-Halle kommt man dann zur Haupthalle, die hier nach chinesischer Prägung Daiyuhoden gennant wird.

Haupthalle Daiyuhoden

Und hier geht es immer noch weiter. Schließlich befindet sich hinter der Haupthalle die Gebetshalle, die sich zwischen der östlichen und westlichen Abtresidenz befindet.

Gebetshalle Hatto

Garten der östlichen Abtresidenz

So gut wie alle Gebäude des Obakusan Manpukuji Tempels zählen als wichtiges Kulturgut.

Photosphere Obakusan Manpukuji

Diese Photosphere besteht aus mehreren Abschnitten. Zur Navigation die Pfeile benutzen. Das inoffizielle Highlight dieses Artikels.

Views: Manpukuji Obakusan Temple, Uji, Kyoto. Photosphere. by Christian Kaden

Übersichtskarte Obakusan Manpukuji

Für eine größere Darstellung auf das Rechteck im oberen rechten Eck klicken.

Video: Messe am Kaisando

Goshuin

Informationen über die Goshuin – Ort: siehe Verkaufsstand in „Übersichtskarte Obakusan Manpukuji

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Weiterführende Informationen

Besucht am2009, 25. September 2012, 2014: 02. April und 02. Mai
SchreibweisenRomaji: ōbakusan manpukuji
Kanji und Kana: 黄檗山萬福寺(おうばくさんまんぷくじ)
Webseitehttp://www.obakusan.or.jp/ (japanisch)
Wikipediahttp://de.wikipedia.org/wiki/Mampuku-ji (mehrsprachig)
Eintritt500 Yen – Link
Öffnungszeiten9 bis 17 Uhr (letzter Eintritt 16:30 Uhr) – Link
OrtGoogle Maps
Obakusan-Manpukuji-Tempel (Uji)
5 von 5
Wertung
Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten