IMG_2970Am 13. November ging es zum Seimei Schrein (清明神社) in der Nähe der Kreuzung Horikawa-Imadegawa (堀川今出川). Der Schrein ist vor allem für seinen Namensgeber bekannt: Abe no Seimei (安倍晴明).

Abe no Seimei ist eine relativ beliebte Figur der modernen Popkultur, sei es in Filmen, Anime oder Manga. Vielleicht war das einer der Gründe, warum der Schrein an dem Tag sehr gut besucht war. Der Schrein an sich ist relativ klein und unspektakulär. Vor allem fällt aber eines wieder auf: Kommerz!

Das fängt schon am Eingang des Schreins an. Dort findet man eine Brücke, von der man sagt, sie führe ins Reich der Geister. Der erste Knackpunkt ist, dass die Brücke nicht mehr an ihrem ursprünglichen Ort steht, sondern verlegt wurde. Betritt man den Schrein heutzutage und geht man über die Brücke, landet man direkt vor dem Souvenirshop.

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Danach geht es zum Hauptteil des Schreins, auf dessen linker Seite man gleich einen weiteren Shop findet, allerdings für Talismane etc. Stilgerecht kann man sich dort auch gleich als Abe no Seimei ablichten lassen.

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Das Schönste am Schrein war wohl der Baum, der liebevoll umarmt wurde…

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…am Lustigsten wohl der Pfirsisch gegen Unglück und Gefahr, der von vielen vorbeilaufenden Japanern liebevoll als „Pfirsischarsch“ bezeichnet wurde.

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Der Brunnen gab aber auch ein ganz schönes Motiv ab…

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…ganz zu schweigen vom „kotzenden“ Drachen, die oft in Japan vorkommen.

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Viel Häme hier im Artikel, aber so schlimm war es auch nicht. Unbedingt hingehen muss man aber auch nicht.

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Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten