Heute, am 12. Januar, haben sich wieder zahlreiche junge Kendoka am Heian Schrein versammelt, um gemeinsam das Neujahrstraining von Kyoto zu bestreiten, das shinshun heian jingū hōnō renseikai (新春平安神宮奉納錬成会). Im kulturellen Kontext sind dabei zwei Sachen wichtig: Erstens, dass es auf einem Schreingelände stattfindet und zweitens der Begriff hōnō, den Wadoku mit „

[1] Weihung; Darbringung; Widmung [2] Aufführung (zu Ehren)“ übersetzt. Die jungen Kendoka versammeln sich also vor den kami, um ihre Fertigkeiten zur Schau zu stellen und um ihren Willen fürs neue Jahr zu stärken.

http://youtu.be/4zZAFoXLWlU

Mehr Bilder kann man auf dieser japanischen Seite finden.

Heute ist übrigens auch der seijin no hi, eine Feierlichkeit für alle, die seit dem seijin no hi des letzten Jahres 20 und damit volljährig in Japan geworden sind. Der seijin no hi wird jährlich am zweiten Montag im Januar gefeiert. Vor allem sieht dann zahlreiche junge Frauen in schönen Kimono. Ein Event im Rahmen dieser Feierlichkeit ist auch der Bogenschießwettwerb Toshiya im Tempel Sanjusangendo.

John Asano seijin no hi
Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten