Am Abend des 19. Februars ging es vom Kyoto Bahnhof mit dem Schnellbus Richtung Nagoya Bahnhof (2000 Yen pro Person/Fahrt, etwa drei Stunden Fahrtdauer). Am Zielort angekommen, ging es direkt zum Apa Hotel Nagoya Sakae, benannt nach dem Viertel und der Bahnstation Sakae (栄).

Nagoya 名古屋

Mit Nagoya wird einem wieder deutlich, wie sehr Kyoto als historische Stadt eine Ausnahme ist. Nagoya ist ein riesiges Ballungsgebiet, das Stadtbild entspricht daher dem einer modernen Großstadt.

IMG_4969

IMG_5140
IMG_5142
IMG_5282
IMG_5155
IMG_5157

Essen in Nagoya

Anders als Europäern geht es Japanern beim Verreisen vor allem ums Essen. Zwei Spezialitäten aus Nagoya durfte ich kennen lernen:

Yabaton (矢場トン): Schweineschnitzel in dicker Misosauße. Wenn man Miso und Schnitzel hört, erschrickt man vielleicht zuerst, ist aber wirklich lecker.

Tonkatsu

Das Logo dieser Spezialität ist auch mal wieder herrlich…

IMG_5143

Die nächste Spezialität ist wesentlich westlicher angehaucht und wird als Frühstück (!) gegessen: Shiro no wâru (シロノワール). Softcreameis auf dem Zeug, was Japaner Brot nennen.

Nagoya Style Breakfast

Nicht unbedingt ein alltägliches Frühstück, aber damit kann man durchaus erheitert in den Tag starten.

Apa Hotel Nagoya Sakae アパホテル名古屋栄

Das Apa Hotel Nagoya Sakae liegt direkt am Herzen der Stadt inmitten unzähliger Kneipen und Restaurants. In direkter Nähe liegt die Bahnstation Sakae, mit der man sehr schnell die wichtigsten Sehenswürdigkeiten erreichen kann, das Schloss von Nagoya und den Schrein Atsuta.

IMG_5292

Zimmerpreise fangen ab 3000 Yen pro Person/Nacht aufwärts an. Unser Zimmer war nicht unbedingt groß, aber absolut ok und durchschnittlich für ein Hotel dieser Größenordnung. Das Bett war himmlisch, aber auch extrem weich, Geschmackssache. Positiv war vor allem auch das Bad, dessen Dusche (gleichzeitig kleine Badewanne) sehr geräumig war.

Wenn es nicht schon im Preis inklusive war, kostet das Frühstück 1000 Yen extra. Sehr solides und westliches Frühstück, Buffet mit Omelett, Omreis, Brötchen und Croissants, Speck und kleine Würstchen etc. Hungrig muss hier niemand in den Tag starten.

Schön war auch der große, gemeinsame Badebereich (daiyokujô  大浴場, gerne auch Onsen 温泉 genannt), der aus einem Innenbereich und einem Außenbereich (rotenburo 露天風呂) bestand. Bei den Duschköpfen muss man allerdings aufpassen, diese hatten alle einen extrem starken Druck. Während man das im eigenen Zimmer noch halbwegs regulieren konnte, gab es im großen Badebereich nur die „SUPERPOWER!“-Stufe.
Für die Größe des Hotels war der gemeinsame Badebereich allerdings zu klein. Das bedeutet, wenn man nicht gerade kurz vor Ende (geöffnet bis zwei Uhr nachts) hineinging, musste man sich seinen Platz im Becken erkämpfen.

 
links: großer Badebereich (daiyokujô  大浴場) – rechts: Außenbereich (rotenburo 露天風呂)

Fazit: Sehr empfehlenswertes Hotel, welches es nicht nur in Nagoya gibt.

Alle Bilder

Alle Bilder von Nagoya auf Flickr

Navigation

Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten