Im Nashinoki-Schrein auf dem Gelände des ehemaliges Kaiserpalasts (御所) wurden zwei wichtige Verfechter der Meiji-Restauration eingeschreint: Sanjo Sanetsumo (三條實萬) und sein Sohn Sanetomi (三條實美). Sanetomi war einer der Anführer der Sonnô jôi (尊王攘夷) Bewegung („Verehrt den Kaiser, vertreibt die Barbaren“).

Abgesehen von diesem geschichtlichen Aspekt ist Nashinoki noch für etwas berühmt: Der Somei-Brunnen (染井) ist einer der drei berühmten Brunnen mit exzellenten Wasser in Kyoto (京都三名水) – leider auch der letzte Verbliebene. Die anderen zwei Brunnen waren Samegai (醒ヶ井) und Agatai (県井). Daher sieht man am Somei-Brunnen regelmäßig Menschen, die sich Wasser in Flaschen abfüllen (mich eingeschlossen) und diverse Teemeister haben das Wasser von dort bevorzugt.

Webseite Nashinoki

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PS: Was haben Japaner nur mit der Zahl „Drei“? Was es nicht alles gibt – die drei berühmten Brunnen Kyotos; die drei berühmten Feste Kyotos; die drei berühmten Naturaussichten Japans; die drei berühmten Nachtansichten Japans; die drei perfekten Gärten Japans…
Ich habe noch nie „Die fünf …“ oder „Die zwei…“ etc. gehört.


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Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten