Fotoausrüstung von JAKYO

Jakyo ist als semiprofessioneller — inzwischen an der Schwelle zum professionellen — Fotograf in Kyoto immer sehr viel unterwegs und um all die schönen Midokoro* auch audiovisuell festzuhalten zu können, benötigt es eine Menge Ausrüstung. Diese sollte kompakt, leicht, schnell bereit und verlässlich sein. Über die Jahre wurde auch viel an Ausrüstung probiert und gewechselt. Welches Setup den Test der Zeit überstanden hat, mehr dazu hier.

*midokoro 見所: sehenswerte Höhepunkte, Blickfänge

Videoaufnahme während des Enbu-Taikai 2016
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Die Herzstücke

Kamera: Canon EOS 80D

Das Herzstück des ganzen Medienschaffens von Jakyo ist die Spiegelreflexkamera 80D von Canon°. Bis 2016 kam noch der Vorgänger 60D zum Einsatz, mein treues Arbeitstier seit 2011 und mit dem ich richtig in die Welt der Japan-Fotografie eingestiegen bin. Der fehlende Autofokus für Videos hat mich dann aber letztlich dazu bewogen, 2017 auf das Nachfolgemodel Canon 80D umzusteigen. Das erste Video mit neuer Hardware wurde dann “Reicha: japanischen Grüntee kalt zubereiten – gegen die Sommerhitze!“. Den ersten Auslandseinsatz hatte die 80D dann aber nicht in Japan, sondern in Argentinien im Mai 2018. Japan folgte erst ein Jahr später im April 2019 und hat sich mehr als bewährt.

Pläne für ein Upgrade gibt es auch bereits. Vor kurzem wurden die Daten der 2020 kommenden, spiegellosen Kamera EOS R5 von Canon vorgestellt und oh boy, macht Canon mit dieser Kamera endlich alles richtig? Wenn sich Canon keinen groben Schnitzer erlaubt — wie man es von Canon eigentlich erwartet — dann haben wir es hier mit der wohl aufregendsten Kamera seit Jahren zu tun. Vor allem für Videographie dürfte die Kamera interessant werden: für 8K@30fps werden wohl die wenigstens die Kamera benutzen, aber 4K@120fps, 10-bit H.265 und C-Log ist schon verdammt attraktiv und beachtlich für so eine kleine Kamera.

Im Tempel Zuihoin, Daitokuji

Objektive

Wie heißt es so schön? Der Kamera-Body ist nur zweitrangig, die Objektive machen die Bildqualität! Und so ist auch Jakyo inzwischen im Besitz von zahlreichen Objektiven – der Sammeltrieb kommt ja auch noch hinzu. Welche sind das?

Daily Runner: Sigma 17-70 mm f2,8 (2012 – )
Das meistgenutzte Objektiv für Jakyo und seit April 2012 im Einsatz, vor Ort in Japan gekauft. Gute Brennweitenabdeckung und dazu noch etwas lichtstärker als der Durschschnitt. Robust und hohe Bildqualität. Allerdings klar an ambitionierte Hobbyfotografen oder Einsteiger mit höheren Ansprüchen gerichtet. Mit dem geplanten Umstieg auf professionelle Fotografie 2020 wird das Sigma aber wohl durch ein Canon 24-70mm f2.8 L II USM ersetzt.
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Festbrennweite: Sigma 50 mm f1,4 (2012 – )
Zwar sind 50 mm meistens zu nah für den typischen Tempelbesuch, aber wenn die Qualität erhaben sein muss, dann kommt diese Festbrennweite von Sigma zum Einsatz. Ebenfalls seit April 2012 im Einsatz und direkt in Japan gekauft. Extrem scharf und knackig, die Linse für das gewisse Etwas.
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Weitwinkel Einstieg: Canon EF-S 10-18 mm f4,5 (2018 – )
Wer die wunderschönen Innenansichten in Tempeln auf Bild festhalten möchte, braucht ein Weitwinkelobjektiv. Für etwa 250 € gibt es dazu dieses Einsteigerobjektiv von Canon. Schwerpunkt wirklich auf Einsteiger. Im Praxiseinsatz in Japan 2019 hat das Objektiv deutlich seine Schwächen gezeigt: insgesamt nur wenig Schärfe mit teilweise stark unscharfen Rändern. Dadurch sind viele Bilder leider unbrauchbar geworden. Es können durchaus tolle Bilder entstehen, nur ärgert man sich leider viel zu oft über zu starke Unschärfe am Rand und man weiß nie, welches Bild es erwischt und welches nicht. Für ernsthafte Einsätze daher leider nicht empfehlenswert.
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Audio: Zoom H5 Recorder

Für sämlichen Audiobedarf, der gewisse Qualitätsansprüche erfüllen muss*, kommt der H5-Recorder von Zoom° zum Einsatz. Der H5-Recorder hat den Vorteil, dass man nahezu alles einstellen und justieren kann, vielfältige Anschlüsse hat und obendrauf noch ein modulares System, um verschiedene hauseigene Mikrofone anzuschließen. Sehr flexibel also. Allerdings habe ich mir manchmal gewünscht, ich hätte mir das simplere zu bedienende und schneller im Einsatz zu habende VideoMic Pro+ von Rode° angeschafft — aber das ist lediglich Meckern auf hohen Niveau. Mit dem H5 kann man schlicht alles machen, auch wenn man beim Gebrauch dieses vielseitigen Geräts auf mehr Dinge achten muss – zum Beispiel, ob es schlicht und einfach angeschaltet ist!

*Das ist bei Videos über Kendo nur selten der Fall – Gebrüll ist Gebrüll ;-)

Rucksack: Everyday Backpack von Peak Design

Was habe ich nicht schon für Kamerataschen und -rucksäcke durchprobiert! Nach anfänglichen Billigprodukten bin ich lange Zeit den Rucksäcken bzw. Taschen von Lowepro° treu gewesen (speziell die Flipsides), die auch wirklich sehr gut sind. Allerdings sind das wirklich reine Kamerataschen und es wäre ja nicht schlecht, wenn man einen Rucksack für alles hätte, nicht wahr?

Aufmerksam wurde ich dann durch Kickstarter auf den Rucksack Everyday Backpack von Peak Design°, genauer gesagt in der Variante 30 Liter und Farbe Charcoal. Es passt alles Notwendige hinein und noch mehr. Es sind viele Kleinigkeiten, die den Rucksack besonders machen, auch wenn hier ebenfalls nicht alles 100 % perfekt ist, aber fast. Hauptgrund für die Anschaffung war der Mix zwischen normalen Rucksack und Sling-Bag – damit kann man den Rucksack nicht nur von oben zu öffnen, sondern auch von beiden Seiten. Und dass man den Rucksack wegen seinem flexiblen Innenleben schlicht für alles benutzen kann. Seinen ersten Praxiseinsatz durfte der Rucksack in Argentinien im Mai 2018 absolvieren, in Japan im April 2019. Und er hat überzeugt.

In der Burg Nijojo

Insgesamt sind die Produkte von Peak Design recht kostspielig, aber dies spiegelt sich definitiv in der Qualität wieder – und man hat eine lebenslange Garantie (die man wiederum hoffentlich nicht so schnell brauchen wird).

Perfekt ist der Rucksack aber nicht. Die Schulterriemen sind nicht wirklich weich und bequem. Mit Jacke fällt das nicht auf, aber bei längeren Einsätzen im Sommer wünscht man sich etwas mehr Padding. Das betrifft auch den Hüftgurt, der ebenfalls nicht gepolstert ist und daher in der Praxis eher ungenutzt bleibt. In Japan ist mir 2019 im Yodobashi Kamera der Rucksack GW-Pro Backpack Multimode L von Hakuba aufgefallen, dessen Zugriffsmöglichkeiten dem von Peak Design sehr ähnlich ist, in Sachen Bequemlichkeit aber haushoch überragen ist. Und noch dazu größeren Stauraum hat. Ein heißer Kandidat für die nächste Japanreise.

PD Everday Backpack 30L vs Hakuba GW-Pro Multibackpack L – es wird spannend.

Stativ: C5i Aluminium

Man sagt, dass nach den Objektiven ein Stativ zum wichtigsten Ausrüstungsgegenstand eines Fotografen gehört – zu Recht! Gerade in lichtschwachen Situationen ist ein Stativ für scharfe Aufnahmen absolut notwendig. Wichtige Kriterien für den Reiseeinsatz sind ein leichtes Gewicht, Kompaktheit und trotzdem Vielseitigkeit. Alles hat das C5i aus Aluminium° erfüllt mit weiteren persönlichen Vorlieben, wie Dreh- statt Klappverschluss und die Möglichkeit, das Stativ auch als Einbeinstativ zu nutzen.

Das C5i wird man unter verschiedenen Branding finden, z. B. von Rollei oder Fotopro – es handelt sich dabei aber immer um dasselbe Modell in unterschiedlichen Farben.

Gut möglich, dass für zukünftige Reisen ein Einbeinstativ mit Dreifuß angeschafft wird. Für viele Situationen mit wenig Platz und den schnellen Einsatz erscheint mir das der praktischerer Ansatz zu sein.

Weitere Accessoires

Umhängegurt Slide von Peak Design

Lange Zeit waren mir Umhängegurte zuwider, daher habe ich lange den unten erwähnten Capture Clip verwendet. Als ich dann aber dem Slide von Peak Design° (Schultergurt) eine Chance gegeben habe… – selten war ich schneller von etwas überzeugt, es hat einfach gepasst. Die hohe Verarbeitungsqualität, vor allem aber die einhändige, sehr einfache Änderung der Länge überzeugt. Im angezogenen Zustand hängt die Kamera stabil am Körper ohne zu flattern und wenn man sie braucht, ist der Gurt schnell erweitert, um all die schönen Momente in Japan einzufangen. Wenn es ein Schultergurt sein muss, dann dieser.

Capture Clip von Peak Design

Zwar ist der Umhängegurt Slide zur Haupthalterung geworden, aber es ergänzt sich nach wie vor sehr gut mit dem Capture Clip von Peak Design°. Gerade wenn man mit dem Fahrrad unterwegs ist sorgt es für ein noch besseres Gefühl, wenn die Kamera sicher und stabil im Capture Clip haftet. Unbedingt notwendig ist das zwar nicht, aber wie gesagt eine gute Ergänzung und in bestimmten Situationen ein klein wenig hilfreicher. Wer den Capture Clip allerdings am Gürtel befestigen möchte, sollte unbedingt das Pro Pad° verwenden, da der Clip den Gürtel wegen des Drucks beschädigen kann.

Gelenkarm von Tarion

Im mobilen Gebrauch kommt meistens das Shotgun-Mikrofon des Zoom H5 Recorders zum Einsatz, welches doch eine ordentliche Länge hat. So lang, dass es bei direkter Befestigung auf den Blitzschuh in das Blickfeld des Objektivs hineinragen kann, vor allem mit Windschutz. Daher ist ein wenig Abstand und Spielraum notwendig und dafür kommt der Gelenkarm von Tarion° zum Einsatz, der das Ganze stabil und flexibel ermöglicht.

USB-Ladestation für Kamera-Akkus

Überaus praktisch finde ich diese Ladestation von RAVPower°, mit der man seine Akkus via USB-Kabel aufladen kann. Das Aufladen mag dann vielleicht etwas langsamer sein (was über Nacht eh egal ist), aber dafür ist die Ladestation sehr leich und kompakt und im Notfall kann man seine Akkus sogar unterwegs mit einer Powerbank laden, falls man doch noch ein Stückchen mehr Saft braucht. Das noch zwei Akkus inklusive sind versüßt das Ganze. Zusammen mit dem mitgelieferten Original-Akku dürfte dann bei insgesamt drei Akkus nur selten der Strom ausgehen.

Danke fürs Lesen!

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