Ausgezogen war ich, um mir eine neue Matcha-Schale (Chawan 茶碗) zu kaufen. Wirklich, nur eine Chawan! Was ist daraus geworden? Zwei Teetassen, ein kleiner Untersetzer für Teebeutel und was ich gar nicht vorhatte: eine Raku-Chawan (楽焼茶碗 – Was ist denn Raku?). Und das ausgerechnet mal wieder bei meinem Lieblingstöpferladen, Tôtensei Kawasaki.

Diese Schönheit ist es geworden, Kostenpunkt 5000 Yen:

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Zunächst war ich etwas stutzig, da auf Boden der Chawan eine deutliche Einwölbung vorhanden ist. Der Besitzer erklärte, dass bei Matcha immer etwas vom grünen Schaum in der Chawan zurückbleibt. Dieser soll in diese Einwölbung fließen und für danach einen weiteren schönen Anblick bieten. War ich zunächst von dieser Einwölbung eher abgeschreckt, hat mich diese Erklärung regelrecht gezwungen, die Chawan zu kaufen!

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In eigenen Versuchen funktioniert das aber leider nicht sehr gut – aber ich geb mir auch Mühe, dass so gut wie nichts in der Chawan zurückbleibt.

Überrascht hat mich auch der sehr starke Rauchgeruch, der am Anfang in der Chawan zu riechen ist. Nach einem kurzen Blick in die weiten des Internets scheint das ein Charakteristikum von Raku zu sein. Der Geruch verschwindet aber mit der Zeit – sei es bei normalen Gebrauch oder heißes Wasser reinschütten mit ein paar Teeblättern und eine Weile ziehen lassen.

Siegel auf der Unterseite

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Struktur der Oberfläche

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Mit Matcha

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Und aus Spaß noch ein wenig künstlerischer:

Raku Raku
Raku Raku
Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten