60. Alljapanische Präfektursmeisterschaft Kendo 2012 in Osaka (29.04.)

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60. Alljapanische Präfektursmeisterschaft Kendo 2012 in Osaka (29.04.)

Aktualisiert: 13. Oktober 2016| 2016-10-13T22:59:22+00:00 Veröffentlicht: 30. April 2012|Thema: Budo Kampfkunst, Kendo, Vorgestellte Artikel (Featured)|Tags: |Regionen: , , |3 Comments

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Am 29. April fand in Osaka wieder die 60. Alljapanische Präfektursmeisterschaft in Kendo statt. 47 Präfekturen traten gegeneinander an, um den Titel der besten Präfektur mit nach Hause zu nehmen.

Präfektursmeisterschaft

Gewinner

1. Platz: Tokyo 東京都
2. Platz: Ibaraki 茨城県
3. Platz: Oita 大分県 und Fukuoka 福岡県

Kyoto ist leider gleich in der ersten Runde gegen Oita rausgeflogen :'(

Quelle: Alljapanischer Kendoverband

Präfektursmeisterschaft
Präfektursmeisterschaft

Allgemein

Das Team von Tokyo war sehr stark, das hat man schon sehr früh sehen können. Allgemein waren wirklich eindeutige Kämpfe mit einem klaren Favoriten aber selten. Es gab sehr viele unentschieden und oftmals hat ein oder zwei Kämpfe den gesamten Teamkampf entschieden.

Die Kämpfe fingen immer sehr hektisch an, da die ersten zwei Kämpfer meist junge Studenten waren zwischen 2. und 4. Dan. In der Mitte folgten dann die 5. und 6. Dans, während der Vize-Captain und Captain meist jeweils 7. und 8. Dan waren. Entsprechend ruhiger wurden die Kämpfe zum Ende hin.

Wie so oft waren leider nur relativ wenige Zuschauer anwesend. Einerseits merkt man daran, wie sehr Kendo dem heutigen Sportrummel entkommen ist, allerdings ist es auch schade, wie wenig Beachtung es findet. Natürlich gibt es auch Turniere mit vollen Hallen, aber man muss bedenken dass es immer relativ viele Teilnehmer gibt und der Großteil auch die Begleitung der Wettkämpfer sein dürften.

Bilder

Präfektursmeisterschaft
Präfektursmeisterschaft
Präfektursmeisterschaft
Präfektursmeisterschaft
Präfektursmeisterschaft
Präfektursmeisterschaft
Präfektursmeisterschaft
Präfektursmeisterschaft
Präfektursmeisterschaft
Kendo Competitor
Präfektursmeisterschaft
Kendo Tournament
Präfektursmeisterschaft

Alle Bilder

Alle Bilder von der 60. Alljapanische Präfektursmeisterschaft Kendo 2012 auf Flickr

Videos

Gifu vs Yamanashi, 1st Match

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Tokyo vs Aichi, 1st Match

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Tokyo vs. Aichi, 5th Match

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Weitere Videos:

Alle Artikel des Alljapanischen Kendoverbands zur Präfektursmeisterschaft (japanisch).

Aktualisiert: 13. Oktober 2016| 2016-10-13T22:59:22+00:00 Veröffentlicht: 30. April 2012|Thema: Budo Kampfkunst, Kendo, Vorgestellte Artikel (Featured)|Tags: |Regionen: , , |3 Comments

Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten

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3 Kommentare auf "60. Alljapanische Präfektursmeisterschaft Kendo 2012 in Osaka (29.04.)"

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Thomas
Gast
Thomas

Hallo erstmal und Grüße aus Süddeutschland,

ich lese jetzt schon etwas länger die Berichte in diesem Blog, da ich mich in den letzten Jahren immer mehr für Japan interessiere und finde das Geschriebene sehr gut und informativ.
Aufgrund einer Aussage (die wenige Beachtung von Kendo) in diesem Artikel, hatte ich das Verlangen dazu ein Kommentar abzugeben.
Ich mache seit 2010 Aikido und seit 2011 Iaido (Iaito), mir bzw. auch Anderen (versch. Dojo und Stile) ist im laufe der Zeit aufgefallen dass das Interesse an der Kampfkunst oder Kampfsport allgemein gesunken ist.
Ich habe das Gefühl, wenn etwas länger dauert und mit Arbeit verbunden ist, um einen Fortschritt zu spüren, wird es in der heutigen Gesellschaft selten angenommen.
Alles muss schnell gehen und es muss der Erfolg vorhanden sein, ohne scheint nichts mehr interessant zu sein (Ausnahmen bestätigen die Regeln wie immer).
Ich denke Kendo wird auch nicht durch Hand auflegen gelernt, sondern durch die geistige und körperliche Arbeit.
Vielleicht ist dies auch im Kendo der Fall für das gesunkene Interesse?
Ich habe mich für das Aikido entschieden, nachdem ich mit bekommen habe dass es keine Sportart ist und es keine Wettkämpfe gibt, und darauf hin folgte Iaido. Des Weiteren war die Tradition für mich wichtig, mein Sensai hat es vor über 45 Jahren von zwei Japanern (Schüler vom Gründer) gelernt und war öfters in Japan, damit wird mehr vermittelt als das hören sagen von Anderen.
Ob ich es jemals nach Japan schaffe weiß ich nicht, wünschen täte ich es mir, nur mein Alter schreitet auch immer mehr voran.
Eventuell ändert sich die Gesellschaft in der Zukunft wieder und es werden alte Werte neu aufgenommen, und die alten Künste können wieder erwachen, somit würden auch die verschieden Kampfsportarten oder Künste einen neuen Schwung bekommen. Ich täte es mir sehr wünschen.
Vielen Dank für ihre Beiträge und ich werde weiterhin diesen Blog lesen und immer wieder was Neues entdecken.

Mit freundlichen Grüßen

Tom

Tom
Gast
Tom

Hallo Christian,

ich habe bisher in Blogs nur zwei Kommentare abgegeben, kommt nicht oft vor und ich muss nicht immer meine Meinung sagen wenn ich nicht danach gefragt bin. Diese zwei Kommentare waren dann halt etwas ausführlicher :)

Im Aikido wird die Bude bei uns nicht eingerannt, würde mal nicht schaden.
Wahrscheinlicher ist es dass in dieser Kampfkunst keine Wettbewerbe gibt und somit nicht der breiten Öffentlichkeit zugänglich ist. Auf Grund von Werbung in der Zeitung oder Vorführungen kamen manchmal keine und ab und an ein paar Leute die sich das mal ansehen wollten.
Vom letzten Jahr sind insgesamt vier übriggeblieben, ein Erwachsener und drei Jugendliche, das ist schön nur ich persönlich würde mich über mehr Zugang freuen, vorallem da ich nicht nur lehren will sondern auch wieder mit verschiedenen Uke üben möchte.
Ich bin bei uns der dritt Älteste, mein Sensai zieht sich aufgrund seines Alters langsam zurück und überlasst vieles dem Zweiten und mir, was ja sehr ehrenvoll ist.
Mir geht bei den Jüngeren etwas der Ernst und die Tradition ab sowie der Respekt von Kampf(künsten), auch außerhalb vom Training.
Genauso die Ernsthaftigkeit beim Üben, viele denken es wäre eine Sportart für ein paar Stunden, den Hintergrund über das Leben und den Tod mit oder durch dem Schwert vergessen sie oft. Oft werde ich auch entsetzt angeschaut wenn ich sage wir üben die Techniken gemeinsam mit dem Boken, obwohl der Ursprung daher rührt.
Natürlich kann es auch sein dass ich zuviel verlange und meine Maßstäbe sehr hoch hänge
(meine Familie nerve ich oft im Bezug auf meinen Weg im Aikido oder Iaido).
Ich denke nur durch das regelmäßige Üben in der Dojo und auch zuhause kann es vorangehen, selbst merkt man dies nicht mal unbedingt, Anderen fällt es teilweise eher auf.
Wahrscheinlich sollte ich nicht Alles so kritisch sehen und jeden tag neu angehen, auch im Training.

Das mit Japan ist einfach gesagt, auch wenn es nicht teuer ist muss ich als Alleinverdiener einer Familie sehen wie es machbar ist, und der größte Hindernisgrund für mich ist, dass ich nie Englisch lernen wollte und mir die Sprache irgendwie zuwider ist. Vielleicht sollte ich eher japanisch Sprechen lernen, könnte mir mehr liegen.
Irgendwann wird es klappen und dann sage ich bescheid, da ich eher in die Traditonellen Gegenden will und nicht in die modernen Großstädte.

Mit freundlichen Grüßen

Tom

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