Sencha

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Kalten Grüntee zubereiten gegen die Sommerhitze

2016-10-13T22:58:47+00:00 17. Juli 2015|Thema: Japanischer Tee|Tags: , , , , , |

Wenn das Thermometer mal wieder zu eifrig ungeahnte Höhen erklimmt, dann ist es höchste Zeit, für Abkühlung zu sorgen! Wie das mit japanischen Grüntee geht, kann nun auf der Seite Zubereitung von Grüntee (in Blätterform) nachgelesen werden, unter der Überschrift Zubereitung von kalten Grüntee. Wohl bekomms!

Auszug:

Spezieller Tee: Mizudashi

Oft trifft man im Sortiment von Teehändlern auf Tees, die mit dem Zusatz Mizudashi 「水出し」 versehen sind. Das sind spezielle, oft sehr günstige Teevarianten, deren Geschmack sich auch gut im kalten Wasser entfaltet und auch schneller als bei normalen Teevarianten. Da es sich dabei um keinen hochpreisigen Tee handelt, werden Mizudashi oft als Teebeutel angeboten. Bei der Zubereitung kann man auch nicht viel falsch machen: den Teebeutel mit Mizudashi einfach in kaltes oder zimmertemperiertes Wasser legen und auf die gewünschte grüne Farbe warten. Bei der Ziehzeit sollte man nur nicht zu ungeduldig sein, da der Geschmack etwas länger braucht, um sich zu entfalten. Die Länge der Ziehzeit dagegen ist ziemlich egal, solange der Tee nicht tagelang herumsteht.

Häufig sieht man noch die Auszeichnung matcha iri 「抹茶入」 bei Mizudashi. Das bedeutet, dass eine kleine Menge Matcha beigefügt wurde, oft für ein intensiveres Grün oder zur Abrundung des Geschmacks.

Teebeutelpackungen für die kalte Zubereitung – mizudashi

Spezieller Tee: „Green Tea“

Wenn es sehr schnell gehen soll, gibt es auch Varianten, die nur aus gemahlenen Grüntee bestehen, wobei es sich hier nicht automatisch um Matcha handeln muss. Einfach ins Wasser mischen und fertig ist der Tee. Warum nun in der Überschrift der englische Begriff in Anführungszeichen steht hat zu Grunde, dass …

Weiterlesen! Zubereitung von kalten Grüntee

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Teeladen: Ryuoen in Kyoto

2016-11-01T17:33:35+00:00 26. Januar 2012|Thema: Japanischer Tee, Vorgestellte Artikel (Featured)|Tags: , , , , , , , , |Regionen: , , , , |

Der Teeladen Ryuoen befindet sich in Kyoto in einem großen Wohngebiet südlich des Parks Gyoen, in dem auch der ehemalige Kaiserpalast Gosho liegt, in einer Seitenstraße der Teramachi – dazu in erhabener Nachbarschaft zum Teeladen Ippodo und dem Drahtnetzhandwer Tsujiwa Kanaami. Was den Laden interessant macht, ist vor allem seine Inneneinrichtung, die sehr traditionell geprägt ist und dementsprechend eine angenehme Atmosphäre verbreitet.

Und das hier fantastischer Tee verkauft wird, ist nach dieser Einleitung schon fast selbstverständlich.

(mehr …)

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Video: Zubereitung von Sencha

2016-10-13T22:59:29+00:00 9. Januar 2012|Thema: Japanischer Tee, Neuigkeiten|Tags: , |

Nachdem ich mit „Zubereitung von Matcha“ und „Matcha sieben ohne große Rückstände im Sieb“ bereits zwei Video-Anleitungen auf Youtube hochgeladen habe, folgt nun das dritte Video dieser Art: „Zubereitung von hochwertigen Sencha

Da ich dieses Mal nicht selber reden wollte, ist die Machart eine andere. Erklärender Text und Musik – ich bin mir selber überhaupt nicht sicher, ob ich diese Machart in Zukunft beibehalten werde, könnte zu esoterisch und „Möchtegern-Fernost“ wirken :o


Dieses Video auf Youtube anschauen

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Teeladen: Marukyu Koyama En in Uji und Kyoto

2016-11-01T17:33:35+00:00 6. Januar 2012|Thema: Japanischer Tee, Vorgestellte Artikel (Featured)|Tags: , , , , , , |Regionen: , , , , , |

Was meine Geschichte mit japanischen Tee betrifft, so spielt die Teefirma Marukyu Koyama En (丸久小山園) schon seit Anfang an eine bedeutende Rolle für mich, die mir lange gar nicht bewusst war. Den Anfang machte eine Besichtung der Firma an ihrem Hauptstandort in Uji.

Im Sommer 2009 hieß es für uns halbjährige Austauschstudenten an der Doshisha Universität jede Woche einmal: Freizeitprogramm mit der Klasse! Ausflug! So auch am 13. März, als wir eine Firmenbesichtigung am Hauptsitz von Marukyu Koyama En machten, in Uji. Das war sogar überhaupt die erste ernsthafte Berührung zwischen mir und japanischen Tee, aber trotzdem entwickelte sich eine andere Teefirma (Ippodo 一保堂) ohne vergleichbare Erlebnisse zu dem Teeladen, der mich zu der Zeit am meisten interessierte. Heute kann ich mir nicht mehr erklären, warum.

Marukyu nimmt bei mir inzwischen eine Spitzenstellung unter den Teeläden ein, zusammen mit Ocha no Kanbayashi. Nicht zuletzt wegen den hervorragenden Teebeuteln und dem Matcha.

Verweis: Teeläden in Kyoto / Umgebung

Empfehlungen

Im Vordergrund: Teebeutel Hojicha. Dahinter: Matcha „Chigi no Shiro“.

Herausragend bei Marukyu Koyama En sind die Teebeutel und der Matcha. Die Teebeutel bestechen durch die großen Beutel und die üppige Füllmenge, wodurch sich der Tee sehr gut entfalten kann. Was den Matcha betrifft, ist Marukyu der Lieferant für die verschiedenen Teeschulen in Kyoto, besonders für die drei Sansenke-Schulen Urasenke (裏千家), Omotesenke (表千家) und Mushakôjisenke (武者小路千家), was für sich spricht!

Interessant ist auch das Geschirr, welches Marukyu anbietet. Hervorzuheben sind dabei die Chawan aus Glas, die vor allem im Sommer einen bleibenden Eindruck hinterlassen können: http://marukyu-koyamaen.co.jp/english/goods/goods_06.html

Firmenbesichtigung, 13. März 2009

Link: Firmenbesichtigung 2012

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Nishinotoin Teehaus 西洞院店

Neben einer Verkaufsstelle am Hauptbahnhof Kyoto gibt es in der Nähe der Kreuzung Nishinotoin-Karasuma Oike noch einen weiteren Marukyu-Laden mit Café (Ort auf Google Maps).

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Sencha Set mit Süßigkeit

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Matcha Latte

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Nishinotoin Teehaus in Google Street View


Größere Kartenansicht

Tee von Marukyu in Deutschland

Wer jetzt neugierig geworden ist, kann erfreut sein, dass es zumindest gleich zwei Anbieter von Marukyu-Tee in Deutschland gibt. Eine sehr große Auswahl findet man bei www.gruener-tee-koyamaen.de/. Etwas schwerer zugänglich wird es bei www.chanomiya.com, aber auch hier kann man leicht fündig werden.

Alle Bilder

Alle Bilder von Marukyu Koyama En auf Flickr

Alle Bilder von Marukyu Koyama En 2012 auf Flickr

Marukyu Koyama-En Teeladen (Kyoto, Uji)
4.3 von 5
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Teeläden Kyoto
4.3 von 5
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Beiträge aus der Umgebung

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Teeladen: Tsubakido in Fushimi

2017-02-08T15:15:46+00:00 26. Oktober 2011|Thema: Japanischer Tee|Tags: , , |Regionen: , , , , |

Immer auf der Suche nach guten Teeläden, ging es heute zu Tsubakido (椿堂) in Fushimi (Google Maps) – sehr leicht zu erreichen, wenn man mit der Keihan-Bahn bis Sumizome (墨染) fährt. Dann braucht es gerade mal noch einen Fußmarsch von einer Minute und schon steht man vor dem Laden.

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Gegründet 1879, beliefert Tsubakido heute u. a. den Tempel Tofukuji und den Schrein Fushimi Inari – beides Schwergewichte! Eine weitere Besonderheit ist, dass Tsubakido auch Oolong-Tee herstellt, der in der japanischen Variante Waroncha (和龍茶) genannt wird.

Tsubakido verkauft aber nicht nur Tee, sondern hat auch ein kleines Cafe.

Eingang zum Cafe

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Das Cafe

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Blick in den Teegarten

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Phänomenales Teeset mit wunderschönen Geschirr. Der Sencha war erstaunlich süß!

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Auch das Wasserglas konkurrierte als Blickfang

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Angebot im Laden

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Ausbeute: Sencha, Schwarztee, Waroncha (japanischer Oolongcha), Wagashi

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Der Laden hat Potenzial, Kanbayashi als meinen Lieblingsladen abzulösen!

Alle Bilder Tsubakido

Alle Bilder von Tsubakido auf Flickr

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Uji, 17. August 2011: Antrittsbesuch, Teeladen Kanbayashi und Nakamura Tokichi

2016-11-01T17:33:39+00:00 20. August 2011|Thema: Essen und Trinken, Japanischer Tee|Tags: , , |Regionen: , , , |

Jedes Mal, wenn ich nach Japan fahre, steht ein Ort sehr weit oben auf meiner To-Do-Liste für den Anfang: Uji.
Sogar bei meinem ersten Mal in Japan, 2009, war ich innerhalb der ersten Woche in Uji. Weniger, weil ich unbedingt nach Uji wollte, sondern eher, weil Freunde von mir dort Sightseeing machen wollten. Heutzutage gehe ich am Anfang vor allem deswegen nach Uji, weil es dort meinen Lieblingsteeladen gibt – Kanbayashi (ひらがなのかんばやし; siehe Uji 2010). So auch diesmal.

Die Brücke über den Fluss Uji, von der Bahnstation Keihan-Uji aus.

Nach der Überquerung erstmal runter zum Fluss und Pause machen. Füße reinhängen. Hach.

Eigentlich sollte jetzt ein Bild vom Teeladen Kanbayashi kommen, aber mein Handy hat in dem Moment gestreikt. Grrr. Nächstes Mal dann.

Dafür kann ich wenigstens meine Beute stolz präsentieren:

Tsurezure-Sencha 200g (rote Dose) und geballte 400g  Karigane-Hôjicha (schwarze Dose) – und das Ganze für nicht mal viel Geld.

Dann die nächste Station: der Teeladen Tokichi Nakamura.

Innengarten von Nakamura Tokichi.

Vom selben Platz aus in Richtung Verkaufsecke und Eingang/Ausgang mit dem typischen Kreuz.

Und hier noch das Schlemmermenü im Café von Nakamura Tokichi. Die Warteliste für einen Platz war auch ziemlich lang, aber es lohnt sich immer wieder aufs Neue.

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Shincha Ausbeute 2011

2016-10-13T22:59:42+00:00 20. Juni 2011|Thema: Sehenswürdigkeiten|Tags: , |

Seit Anfang Mai wird in Japan wieder für eine begrenzte Zeit Shincha verkauft. Shincha (新茶) heißt übersetzt neuer Tee, bezieht sich auf Sencha und ist die erste Teepflückung im Jahr. Qualitativ einer der besten Senchas, die man bekommen kann.

Meine Portion Shincha ist nun auch endlich angekommen und wie kann es anders sein, von meinem Lieblingsdealerteeladen Kanbayashi in Uji. Ich kann jedem raten, der in Deutschland Shincha zum Verkauf findet: kauft es!

Links außen und Rechts außen: Teebeutel für kalte Sencha-Aufgüße
Mitte: der heißbegehrte Shincha von Kanbayashi

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Etwas Sencha gefällig? Aber wie zubereiten?

2016-10-13T22:59:42+00:00 18. Juni 2011|Thema: Sehenswürdigkeiten|Tags: , , |

sencha-neu

Für alle, die sich die obere Frage schon längere Zeit stellt, gibt es nun auch hier eine Antwort. In einem kurzen Abriß wird die Zubereitung mit Kyusu, Sieb und Teebeutel angesprochen, aber auch die Zubereitung von kalten Sencha – ideal für den langsam kommenden Sommer.

Das Alles findet man hier: Zubereitung von Grüntee (in Blätterform)

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Zubereitung von Grüntee

2016-10-14T17:33:06+00:00 18. Juni 2011|Thema: Essen und Trinken, Japanischer Tee|Tags: , , , , , , |

In Japan eröffnet sich dem Entdecker eine riesige Welt an vielfältigen Grüntees, die sich allesamt in Form, Farbe, Eigenschaften und in der Zubereitung unterscheiden. Wie man trotz dieser Vielfalt nun durch richtige Menge, Temperatur und Ziehzeit einen wohlschmeckenden Grüntee in die Tasse bekommt, mehr über diese kleine Kunst auf Japan-Kyoto.

Erfahrene Teezubereiter können sich gleich in die Parameter stürzen, während Anfänger eher bei den Zubereitungshinweisen am Ende der Seite anfangen sollten.

An Matcha interessiert? Zubereitung von Matcha auf Japan-Kyoto

Übersicht: Parameter zur Zubereitung von Grüntees

Viele Teehersteller schreiben direkt auf die Teeverpackung die von ihnen empfohlenen Zubereitungsparameter, die man immer zuerst probieren sollte. Ist dies nicht der Fall oder möchte man alternative Parameter ausprobieren, dann kann man sich hier an diesen generellen Parametern orientieren. Die Angaben basieren auf Empfehlungen von Teeherstellern und auch persönliche Erfahrungen.

Zubereitung Gyokuro

玉露の入れ方

Gyokuro ist der empfindlichste Tee, den Japan zu bieten hat und wird in kleiner Menge bei niedriger Temperatur, aber langer Ziehzeit zubereitet.

Blattmenge (g) Wassermenge (ml) Temperatur (°C) Ziehzeit
Gyokuro (hochwertig) 10 60 50 2m30s
(150s)
Gyokuro (normal) 10 60 60 2m00s
(120s)
Gyokuro (Kaltaufguß) 10 80 kalt über 30 Minuten
Weitere Aufgüße direkt ohne Ziehzeit ausschenken

Auf die Spitze treiben kann man die Gyokuro-Zubereitung auch dadurch, statt Wasser Eiswürfel zu nehmen. Das Schmelzen der Eiswürfel dauert zwar ziemlich lange, dafür hat man aber eine sehr starke Umami-Konzentration im Aufguß.

Zubereitung Kabusecha

かぶせ茶の入れ方

Kabusecha kann man zwischen Sencha und Gyokuro ansiedeln, daher kann man bei der Zubereitung den Geschmack eher in Richtung süßlich lenken, aber auch ein eher bitterer Aufguß ist möglich.

Blattmenge (g) Wassermenge (ml) Temperatur (°C) Ziehzeit
Süßlich 8-10 200 60 1m30s-2m00s
(90-120 Sekunden)
Bitterer 8-10 200 80 40-60 Sekunden
Alternativ: 2. Aufguß und weitere direkt ohne Ziehzeit ausschenken

Zubereitung Sencha

煎茶の入れ方

Sencha, der Allrounder unter den Japantees. Innerhalb dieser Teegattung gibt es sehr große Qualitätsunterschiede, daher gibt es zwei Empfehlungen, wie man Sencha zubereiten kann.

Sencha (Hochwertig) Blattmenge (g) Wassermenge (ml) Temperatur (°C) Ziehzeit
1. Aufguß 8-10 200 70 40-60 Sekunden
2. Auguß 80 10 Sekunden
3. Aufguß 80 20 Sekunden
Alternativ: 2. Aufguß und weitere direkt ohne Ziehzeit ausschenken
Sencha (normal) Blattmenge (g) Wassermenge (ml) Temperatur (°C) Ziehzeit
8 200 90 20-30 Sekunden
Weitere Aufgüße direkt ohne Ziehzeit ausschenken

Zubereitung Bancha, Hojicha und Genmaicha

番茶・焙じ茶・玄米茶の入れ方

Bancha (auch Yanagi genannt), Hojicha und Genmaicha sind die rustikaleren Japantees, bei denen man nur wenig falsch machen kann. Gerade Hojicha ist wegen seines geringen Koffeeingehalts ein beliebter Tee bei Jung und Alt, aber auch in den Abendstunden. Hojicha kann man auch in größeren Mengen zubereiten. Faustregel: ein gehäufter Teelöffel pro Tasse. Man kann aber auch weniger nehmen, dann wird er langsamer bitter.

Blattmenge (g) Wassermenge (ml) Temperatur (°C) Ziehzeit
Bancha / Yanagi 8 200 90 20-30 Sekunden
Genmaicha 10 250 100 30 Sekunden
*Hojicha (hochwertig) 10-12 300 100 30-40 Sekunden
Hojicha (normal) 10 300 100 15-30 Sekunden
Weitere Aufgüße direkt ohne Ziehzeit ausschenken

*Beispiel: handverlesener Hojicha von Ryuoen

Zubereitung Demono: Kukicha, Konacha und Mecha

出物。茎茶・粉茶・芽茶の入れ方

Blattmenge (g) Wassermenge (ml) Temperatur (°C) Ziehzeit
Kuki’cha
(Stängel)
8 200 90 20-30 Sekunden
Kona’cha
(Flocken)
6 300 >90 keine
Me’cha
(Knospen)
Weitere Aufgüße direkt ohne Ziehzeit ausschenken

Über die Zubereitung von Grüntee

Zubereitung von Grüntee in einer Kyusu (Video)

Über die Zubereitung mit einer Kyusu

Zubereitung von Grüntee

Kyusu sind kleine Teekännchen und bestehen meist aus Ton. Die Zubereitung mit einer Kyusu gehört zu den besten Methoden, um Blättertee zuzubereiten. Da die Blätter nicht durch ein Sieb oder Teebeutel eingeschränkt werden, können sie sich frei entfalten und so sehr gut ihre Inhaltsstoffe abgeben.

Ein unscheinbarer Vorteil einer Kyusu (und allgemein Teekannen) ist, dass die Kyusu indirekt als zusätzliches Abkühlgefäß (yuzamashi 湯冷まし) den Aufguß weiter herabkühlt, sodass man seinen Tee schneller genießen kann.

Um den besten Geschmack zu erzielen, werden im Senchado (Teezeremonie mit Blättertee 煎茶道) sehr kleine Kyusu verwendet mit etwa 150ml bis 300ml. Die meisten Kyusu entsprechen dieser Größe. Da die zubereitete Menge Tee dann sehr klein ausfällt, ist der Tee ziemlich schnell ausgetrunken. Für den Alltag empfehle ich daher eine Kyusu ab 350ml – was etwa einer normalen Tasse entspricht.

Die Kyusu aus dem Bild kann man sich auf www.japan-shop-morita.de bestellen und fasst 400ml (perfekt für die Tasse daneben!) – eine gute ein günstige Kyusu für den Einstieg.

PS: Kyusu ohne Griff nennt man Hohin (宝瓶).

Zubereitung mit Sieb

Teesieb

Bei der Zubereitung mit einem Sieb sollte man darauf achten, dass das Sieb soweit wie möglich dem Volumen und Form der Tasse entspricht, damit sich die Teeblätter frei entfalten können. Von kleinen Sieben bzw. Tee-Eiern (die generell zu klein sind) rate ich daher ab, besonders bei sehr hochwertigen Tees.

Zubereitung mit Teebeutel

Teebeutel

Für die Zubereitung mit einem Teebeutel ist es empfehlenswert, etwas mehr Teeblätter zu verwenden und den Tee etwas länger ziehen zu lassen. Was soll man sonst noch dazu sagen? Bitte nicht direkt mit den Fingern den Teebeutel aus dem heißen Tee fischen! Ich empfehle Stäbchen – praktisch und ästhetisch.

Zubereitung von kalten Grüntee

Traditionell wird Tee heiß zubereitet. Was macht man nun aber im heißen Sommer? Es ist absolut verständlich wenn man seinen Tee bei heißen Temperaturen nicht heiß trinken möchte. Zum Glück gibt es vielfältige Abhilfe. Kalter Grüntee ist das ideale Sommergetränk, da er sehr günstig im Preis ist und trotz süßlichen Geschmack keinen Zucker enthält.

Spezieller Tee: Mizudashi

Oft trifft man im Sortiment von Teehändlern auf Tees, die mit dem Zusatz Mizudashi 「水出し」 versehen sind. Das sind spezielle, oft sehr günstige Teevarianten, deren Geschmack sich auch gut im kalten Wasser entfaltet und auch schneller als bei normalen Teevarianten. Da es sich dabei um keinen hochpreisigen Tee handelt, werden Mizudashi oft als Teebeutel angeboten. Bei der Zubereitung kann man auch nicht viel falsch machen: den Teebeutel mit Mizudashi einfach in kaltes oder zimmertemperiertes Wasser legen und auf die gewünschte grüne Farbe warten. Bei der Ziehzeit sollte man nur nicht zu ungeduldig sein, da der Geschmack etwas länger braucht, um sich zu entfalten. Die Länge der Ziehzeit dagegen ist ziemlich egal, solange der Tee nicht tagelang herumsteht.

Häufig sieht man noch die Auszeichnung matcha iri 「抹茶入」 bei Mizudashi. Das bedeutet, dass eine kleine Menge Matcha beigefügt wurde, oft für ein intensiveres Grün oder zur Abrundung des Geschmacks.

Teebeutelpackungen für die kalte Zubereitung – mizudashi

Spezieller Tee: „Green Tea“

Wenn es sehr schnell gehen soll, gibt es auch Varianten, die nur aus gemahlenen Grüntee bestehen, wobei es sich hier nicht automatisch um Matcha handeln muss. Einfach ins Wasser mischen und fertig ist der Tee. Warum nun in der Überschrift der englische Begriff in Anführungszeichen steht hat zu Grunde, dass dieser in der japanischen Sprache einen Eigenbegriff darstellt, der mit Katakana geschrieben wird: 「グリーンティー」 (gurīn tī). Bei „Green Tea“ handelt es sich oft um zu Pulver gemahlenen Bancha oder Sencha.

Zubereitung: im Kühlschrank

Eine praktische Zubereitungsmethode von Mizudashi oder „Green Tea“ ist die Zubereitung im Kühlschrank. Dazu einfach den fertig gemischten Tee für mindestens zwei oder drei Stunden in den Kühlschrank stellen und fertig ist das perfekte Sommergetränk. Wer es richtig kalt mag, kann den Tee auch über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen. Ebenso kann man immer wieder Wasser nachfüllen, dafür sollte aber noch Resttee vorhanden sein.

Wer keinen speziellen Mizudashi oder „Green Tea“ hat, kann auch billigeren Sencha nehmen, was auch meist besser für den Geschmack ist. Hochpreisige Sencha oder gar Gyokuro sind hierfür aber zu schade, hier wird man kaum noch einen besseren Geschmack erzielen können, da die Wassermenge zu groß ist. Wer teuren Sencha oder Gyokuro kalt zubereiten möchte, sollte weiterlesen!

Zubereitung: mit Eiswürfeln in Kyusu

Wer den puren Umamigeschmack erleben möchte – und noch dazu kalt, wenn das Thermometer mal wieder über 30° Celsius anzeigt – kann teuren Sencha oder Gyokuro mit Eiswürfeln aufgießen. Dazu einfach die gewohnte Menge Teeblätter in eine Kyusu füllen und anschließend mit Eiswürfeln füllen. Sobald die Eiswürfel geschmolzen sind, kann man ein völlig neues Geschmackserlebnis erkunden. Durch den kalten Aufguss lösen sich nämlich hauptsächlich die Stoffe für den Umamigeschmack. Die herberen Stoffe und das Teein lösen sich nur bei wärmeren Wassertemperaturen.

eiswürfel aufguss

Aufguss mit Eiswürfeln

Hinweise zur Zubereitung von Grüntee

Spezielles zur Zubereitung von Grüntee bzw. Blättertees

Die hier vorgestellen Methoden folgen dem Grundsatz, dass man kleine Aufgüße macht bzw. nur soviel, wie man relativ schnell trinken kann – also nicht mehr als eine Tasse. Mehr sollte man bei höherwertigen Tees nicht zubereiten, dafür kann man aber eigentlich immer zwei oder mehr Aufgüße mit denselben Blättern zubereiten. Bei Grüntees geringerer Qualität (Bancha) kann man gerne mal eine Kanne voll machen, bei Hojicha (siehe Bancha) empfehle ich das sogar.

Da höherwertige Tees meist eine Temperatur zwischen 60°C und 80°C benötigen (je höher die Qualität, desto eher Richtung 60°C) und das Wasser direkt auf die Teeblätter trifft (Ausnahme Teebeutel), sollte man das kochende Wasser entweder kurz stehen lassen oder ein Zwischengefäß benutzen. Ein Zwischengefäß kühlt das heiße Wasser schon auf etwa 80° ab.

Teelöffel aus Rinde

Von der Menge her sollte man etwa einen gehäuften Teelöffel nehmen, es kann aber auch gerne mehr sein. In Japan kann man häufiger Teelöffel sehen, die nur aus einem polierten Stück Rinde bestehen und so die Teezubereitung etwas natureller macht. Und wir wissen ja, Japaner achten sehr auf Ästhetik, wenn es um ihre traditionellen Künste geht.

Blättertee sollte man beim Aufgießen nicht schütteln. Das sorgt nur dafür, dass vermehrt die Stoffe in den Tee gelangen, die den Tee bitterer machen.

Allgemeines zur Teezubereitung

Je hochwertiger der Tee, desto kniffliger ist die Zubereitung. Es entscheidet aber nicht allein die Qualität des Tees, ob am Ende ein wohlschmeckender Tee in der Tasse landet oder nur ein leidlich genießbarer Tee, sondern auch viele kleine Details in der Vorbereitung. In den Weiten des Internets stolpert man über viele Hinweise zur Teezubereitung, oft voneinander abgeschrieben, ohne sich Gedanken darüber gemacht zu haben.

Hartes und weiches Wasser – Grundlegend: Hartes Wasser ist Gift für den Teegeschmack. In Deutschland ist hartes Wasser sehr verbreitet und oft merkt man es an einer Mineralschicht auf dem Tee. Abhilfe kann ein Wasserfilter schaffen oder wenn man jemanden kennt, aus dessen Wasserhahn weiches Wasser kommt (welches dann dem Wasserfilter vorzuziehen ist). Kommt aus dem Leitungshahn hartes Wasser, sollte man auf jeden Fall einen Wasserfilter verwenden – allein schon, um Kalkablagerungen zu mindern.

Bisher sind mir zwei Wasserfilter bekannt: Wasserfilter von Brita und Wasserfächer von Bellima. Eine Empfehlung für eines der Systeme kann ich leider noch nicht aussprechen.

Zu Brita:

  • Man bekommt schnell auch kaltes, gefiltertes Wasser
  • Es wird Silber verwendet, was u. U. ins Wasser kommen kann.

Zu Bellima:

  • Bei Nutzung im kalten Wasser etwas aufwendiger.
  • Auch unterwegs leicht nutzbar.
  • Jeder Fächer wird nur einmal verwendet pro Vorgang verwendet, d.h. keine Keimbildung und somit auch kein Silber notwendig.

Wassertemperatur – Die Wassertemperatur ist enorm wichtig für die Zubereitung. Es wird oft unterschätzt, wie sehr sich das Wasser abkühlt, wenn man das abgekochte Wasser in ein anderes Gefäß umgießt. Gerade im Winter, wenn das Geschirr nicht vorgewärmt wurde, kann es dabei zu Abkühlungen von bis zu 20°C kommen. Daher sollte man im Winter das Geschirr kurz mit heißen Wasser vorwärmen.

Luft im Wasser – Ein Aspekt, der fragwürdig ist. Konsens ist meist, dass Teewasser Luft braucht. Luft entweicht vor allem dann, wenn es zu lange kocht. Man sollte daher den Wasserkocher abschalten, wenn das Wasser anfängt zu kochen.

Chlor im Wasser – Ein Problem, dass in Deutschland zum Glück ein kaum vorhandenes Problem ist. Chlor im Wasser vermiest den Teegeschmack. Gerade in Japan ist Chlor im Leitungswasser ein Problem. Ist das eigene Leitungswasser chlorhaltig, sollte man das kochende Wasser etwa zwei bis fünf Minuten offen stehen lassen, damit sich der Chlorgeruch vollständig verabschieden kann.

Abtropfen lassen – Bei Mehrfachaufgüßen sollte man darauf achten, den Tee so gut wie möglich abtropfen zu lassen, damit die Teeblätter nicht weiter ihre Inhaltsstoffe in die Restmenge Wasser abgeben. Oft eine Geduldsprobe, aber es lohnt sich, denn man sagt, die Essenz steckt vor allem in den letzten Tropfen.

Teebeutel – Ewiger Zankapfel Teebeutel: Viele sagen, Teebeutel zu benutzen wäre kein wahrer Teegenuß oder gar eine Verspottung dessen. Das Image des Teebeutels ist schlecht. Oftmals liegt das aber am Inhalt, denn in Supermärkten kann man bei 50g Tee für zwei Euro einfach keine gute Qualität erwarten. Wer selber Teebeutel befüllen möchte, der hat bei Japantees eine große Auswahl an passenden Teesorten. Lediglich bei Matcha, Gyokuro und hochwertiger Sencha und Kabusecha sollte man keine Teebeutel verwenden. Bei Hojicha zum Beispiel ist das quasi schon die Norm. Man kann dann direkt in der Tasse aufbrühen und es muss weniger geputzt werden. Man muss nur wissen, was zueinander passt, dann muss man auch Teebeutel nicht mehr verteufeln.

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Greenteablog.eu/blog

2016-10-13T22:59:57+00:00 23. Juni 2010|Thema: Sehenswürdigkeiten|Tags: , , |

Unter Greenteablog.eu/blog findet man einen sehr schönen Blog über japanischen Grüntee.

Was man dort u.a. alles finden kann:

  • Allgemeine Infos
  • Erzählungen direkt aus Uji, Japan
  • Wie man die einzelnen Teesorten zubereitet
  • etc

Auf jeden Fall die eine oder andere Lesestunde wert!

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Erweiterung Teesorten

2010-08-08T17:58:54+00:00 4. Mai 2010|Thema: Sehenswürdigkeiten|Tags: , , |

Der Bereich Teesorten ist nun endlich halbwegs vollständig. Es fehlen vielleicht noch hübsche Grafiken, aber soweit steht das Ganze. Ok, Matcha fehlt noch, aber das dauert auch nicht mehr lange.

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Inhaltsstoffe vom Tee

2016-10-13T23:00:00+00:00 6. April 2010|Thema: Sehenswürdigkeiten|Tags: , , , |

Auf der Webseite von Ippodo ist mir folgende Tabelle aufgefallen:

 TanninKoffeinProteineFettKohlenhydrateFasernAscheVitamin C
Matcha10.03.529.14.132.711.16.4110
Gyokuro10.03.230.75.328.610.07.460
Sencha13.02.324.04.635.210.65.4250
Kamairicha13.02.524.23.535.610.75.5200
Bancha (Yanagi)11.02.019.74.433.519.55.5150
Hojicha9.51.918.24.839.218.75.544
Oolong-Tee12.52.419.42.839.812.45.38
Schwarztee20.02.720.62.532.110.95.20

Zur vollständigen Tabelle: Tee Inhaltsstoffe

Auch wenn mir ein paar Sachen in etwa schon bekannt waren, führt diese Tabelle die Zusammensetzung eines Tees so richtig die Unterschiede zwischen den Teesorten ins Auge. So sieht man, dass Matcha und Gyokuro am meisten Koffeein haben, noch vor einem Schwarztee. Ohne darüber nachzudenken dachte ich bisher immer, Schwarztee wäre der beste Muntermacher. Was Vitamin C angeht, ist nicht, wie bisher von mir vermutet, der Matcha oder Gyokuro der gesündeste Tee, sondern (mit Abstand vor dem Matcha) Sencha.

Alles in einem eine sehr aufschlussreiche Tabelle.

Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten