Shikoku (Region)

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Shikoku ist eine Insel Japans, eingebettet zwischen der Insel Kyushu und den zwei Regionen Chugoku und Kansai auf der Hauptinsel Honshu.

Tee aus Shikoku: Goishi Tee

Aktualisiert: 13. Oktober 2016| 2016-10-13T22:59:13+00:00 Veröffentlicht: 3. September 2012|Thema: Japanischer Tee|Regionen: , |

Goishi Tee

Goishi Tee während der Trocknung

Goishi – Auf meiner Reise in Shikoku bin ich im Touristenshop vom Tal Iya auf einen Tee aufmerksam geworden, der mich etwas an Ziegeltee erinnerte. Es handelte sich um einen Tee namens Goishi (碁石茶), dessen Blätter im getrockneten Zustand in quadratischer Form gestapelt und zusammengepresst werden. Den Namen Goishi teilt sich der Tee mit den Steinen des japanischen Spiels Go, obwohl diese rund und nicht viereckig sind.

Ursprung und Geschmack des Goishi Tees

Der Ursprung liegt in der heutigen chinesischen Provinz Yunnan. Dort wurde der Tee damals von einem Stamm namens Puran zusammen mit Humus in Bambuszylindern fermentiert. Zusammen mit dem Grüntee kam der Goishi Tee dann über Gelehrte und als Luxusartikel ab dem 8. Jahrhundert nach Japan.

Geschmacklich ist der Goishi Tee dem Schwarztee sehr ähnlich, allerdings kann man eine deutliche Zitronennote erkennen.

Herstellung des Goishi Tees

Kultivierung. Die Blätter der Teepflanzen werden gleichmäßig der Sonne ausgesetzt. Um das zu erreichen, wird bei zu dichten Wachstum ältere Äste abgeschnitten.

Ernte. Die Blätter werden Anfang Juli geerntet. Alte und neue Blätter werden gleichermaßen geerntet.

Dämpfen. In einem großen Kessel wird Wasser gekocht, anschließend werden die Teeblätter in einem dafür vorgesehen Eimer für 1 bis 2 Stunden gedämpft.

Ruhen lassen. Kleinere Äste werden aussortiert und die restlichen, etwa 50cm bis 70cm langen Äste mit Blättern auf einer Matte ausgebreitet und zusammen mit Humus für etwa 7 bis 10 Tage liegen gelassen.

Einlegen. Nun werden die Teeblätter mit der, bei der Dämpfung entstandenen, Flüssigkeit in einem Holzeimer für etwa 20 Tage eingelegt und durch ein Gewicht von oben zusammengedrückt.

Schneiden. Die Blöcke werden daraufhin außerhalb des Eimers zerkleinert. Anschließend werden sie wieder in den Eimer zurückgelegt, dann folgt das Warten auf gutes Wetter.

Trocknen. Bei gutem Wetter werden die Blöcke im Garten auf einer Matte ausgebreitet und im Sonnenlicht für etwa 3 Tage getrocknet.

Verpacken. Nach vollendeter Trocknung wird der nun fertige Goishi Tee in Strohsäcke verpackt und ausgeliefert.

Weiterführende Informationen (japanisch) und Quelle der oberen Bilder: http://www.m-ys.co.jp/goisitya.html

Zubereitung Goishi Tee

Wenn man ein kleines Teekännchen (etwa 350cl) benutzt, kann man je nach Vorliebe ein oder zwei Goishi Plättchen verwenden. Beim ersten Aufguß kann man sofort in die Tasse einschenken, beim zweiten und dritten Aufguß nach etwa 20 bis 30 Sekunden.

Für eine größere Menge (etwa 2 Liter) kann man 3 bis 5 Goishi Plättchen verwenden bei einer Ziehzeit von etwa 5 Minuten.

Kyoto
Kyoto

 

Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
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Shikoku Tag 5, Matsuyama: das Badehaus Dogo Onsen

Aktualisiert: 13. Oktober 2016| 2016-10-13T22:59:13+00:00 Veröffentlicht: 29. August 2012|Thema: Eine Woche Shikoku 2012, Japanischer Tee, Vorgestellte Artikel (Featured)|Tags: , , |Regionen: , , , |

Matsuyama 松山
Dogo-Onsen 道後温泉

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Eine Woche Shikoku

Matsuyama, Dogo-Onsen – Es kam die Zeit, da mussten wir uns von den heißen Quellen im Tal Iya verabschieden, aber wir verzagten nicht; denn wir fuhren einfach zur nächsten heißen Quelle. Zum krönenden Abschluss der Reise aber nicht zu irgendeiner heißen Quelle, sondern zum Badehaus Dogo-Onsen (Wikipedia) in Matsuyama.

(mehr …)

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Shikoku Tag 4: Natur genießen im Tal Iya (20.08. und 21.08.)

Aktualisiert: 13. Oktober 2016| 2016-10-13T22:59:13+00:00 Veröffentlicht: 26. August 2012|Thema: Eine Woche Shikoku 2012, Essen und Trinken, Vorgestellte Artikel (Featured)|Tags: |Regionen: , , |

Tal Iya 祖谷渓
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Eine Woche Shikoku

Tal Iya – Nach dem Treppenwahnsinn von Kotohira ging es am 20. August mit dem Schnellzug in nur 50 Minuten in das tiefste Hinterland von Shikoku, zur Bahnstation Oboke (大歩危). Ab hier gilt dann dasselbe wie für Shodoshima: Achtung Hinterland! Öffentliche Verkehrsmittel sind spärlich. Zum Glück mussten wir nur bis zum Hotel kommen, danach hat uns das Hotel selber mit Fahrer gut ausgeholfen. Am selben Tag ging es daher zur Brücke Kazurabashi, zum Wasserfall Biwa no Taki und zum Fluss unter der Kazurabashi Brücke. Am 21. August gab es noch einen Entspannungsaufenthalt am Iya Onsen, bevor es dann am Nachmittag Richtung Matsuyama im Westen von Shikoku weiterging.

Ankunft in Iya, Oboke, Hotel

Die Kamera konnte man schon an der Bahnstation Oboke reichlich benutzen.

At Oboke Station, Iya Valley

Folgende Bilder wurde am nächsten Tag gemacht, nachdem es geregnet hat. War einfach schöner mit den Regenwolken, die über die Hügel streifen.

At Oboke Station, Iya Valley
At Oboke Station, Iya Valley

Viel Auswahl an Hotels hat man hier nicht, daher ging es in das etwas teure, aber sehr empfehlenswerte Hotel Hikyo no Yu (秘境の湯).

Iya Valley

Aber genug vom Hotel, ab in die Natur!

Die Brücke Kazurabashi

Man kann es drehen und wenden wie man will: 500 Yen (etwa 5 Euro) für eine Brückenüberquerung erinnert an alte Wegelagererzeiten. Solange das Geld in eine gute Instandhaltung der Brücke investiert wird, ist das aber vielleicht besser so.

Kazurabashi Bridge, Iya Valley
Kazurabashi Bridge, Iya Valley
Iya Valley
Kazurabashi Bridge, Iya Valley

Schwindelfreiheit und keine Angst vor Höhen sind zu empfehlen.

Kazurabashi Bridge, Iya Valley
Iya Valley
Kazurabashi Bridge, Iya Valley
Kazurabashi Bridge, Iya Valley

Ein kleines Video kann man sich auf Youtube anschauen. Ja, ich hätte mein Handy quer halten sollen…

Der Wasserfall Biwa no Taki

Hat man die Brücke geschafft, ist der Wasserfall Biwa no Taki (琵琶の滝) nur 50 Meter weiter.

Biwa no Taki Waterfall, Iya Valley
Biwa no Taki Waterfall, Iya Valley
Biwa no Taki Waterfall, Iya Valley
Biwa no Taki Waterfall, Iya Valley
Biwa no Taki Waterfall, Iya Valley

Unten am Fluss

Am Fluss ist dann erstmal Playtime angesagt! Das Wasser ist sehr klar und wunderbar kühl. Genau richtig im Sommer, aber im Iya Tal war es generell nicht sonderlich heiß.

Iya Valley
Iya Valley
Iya Valley

Wer genau hinschaut, findet im ruhigen Wasser Kaulquappen und am Ufer Frösche.

Iya Valley
Iya Valley
Iya Valley

Und schönes Moos!

Iya Valley

Die heiße Quelle Iya Onsen

Am 21. August wurden dann die Koffer gepackt und zu einem weiteren Hotel im Tal Iya gefahren, dem Iya Onsen Hotel (ホテル祖谷温泉). Allerdings nicht für eine Übernachtung, sondern nur für die besondere heiße Quelle von Iya. Im Preis inklusive war auch ein reichhaltiger Nabe Eintopf. Das Hotelpersonal dort war aber sicherlich nicht das Beste. Für japanische Verhältnisse relativ „unfreundlich“, was uns aber noch mehr gestört hat war dieser Geiz, der hier an den Tag gelegt worden ist. Große Handtücher musste man als Onsenbesucher selber mitbringen und man bekommt nur am Anfang ein kleines Onsen Handtuch, mit dem man normal den Schambereich verdeckt. Geht man zuvor in das Bad des Hotels und wirft dort das Handtuch in die Sammelbehälter, bekommt man kein zweites. Punktabzug.

Das Hotel selber ist an einem Steilhang und die Aussicht ist fantastisch.

Iya Valley
Iya Valley

HDR Bild

Iya Valley HDR

Zur heißen Quelle selber gelangt man über eine Bahn, für die man als Onsenbesucher nur ein Ticket bekommt. Man hat zwar theoretisch ganze sechs Stunden Zeit für die heiße Quelle, aber solange will man natürlich nicht dort unten einweichen. Punktabzug.

Iya Valley
Iya Valley
Iya Valley

Die Quelle selber ist angenehm warm, aber nicht heiß und riecht etwas nach Schwefel. Gerade weil die Quelle nicht so extrem heiß ist, kann man hier sehr lange entspannen, im Gegensatz zu manch anderen heißen Quellen in Japan. Bilder von innerhalb des Badebereichs kann ich leider nicht zeigen (kann man auf der Hotelwebseite sehen), aber die Aussicht ist super und zu der Zeit flogen unglaublich viele Libellen direkt vor dem Badebereich herum.

Achtung: Will man am selben Tag von der heißen Quelle zurück zur Bahnstation Oboke, dann sollte man den letzten (!) Bus um etwa 13:30 Uhr (!!) nehmen. Eine Taxifahrt könnte teuer werden.

Fazit: Tal Iya

Wenn man kann, sollte man auf jeden Fall ins Tal Iya gehen. Hier kann man sich hervorragend entspannen, Spaß haben und trotzdem einige wunderbare Sachen sehen. Naturerlebnis eben. Den Besuch in der natürlichen heißen Quelle von Iya sollte man sich nicht entgehen lassen, trotz des weniger tollen Hotels.

Alle Bilder vom Tal Iya

Alle Bilder vom Tal Iya auf Flickr

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Shikoku Tag 3, Kotohira: Kotohiragu und Kanamaruza (19.08.)

Aktualisiert: 13. Oktober 2016| 2016-10-13T22:59:15+00:00 Veröffentlicht: 24. August 2012|Thema: Eine Woche Shikoku 2012, Sehenswürdigkeiten, Vorgestellte Artikel (Featured)|Tags: |Regionen: , , |

Kotohira 琴平
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Eine Woche Shikoku

Kotohira – Von der Bahnstation Takamatsu Chikko (高松築港) der Bahnlinie Kotoden (琴電 oder ことでん) ging es dann ziemlich billig und nur unmerklich langsamer als mit der JR nach Kotohira (Route auf Google Maps), wo uns Shikokus größte Schreinanlage Kotohiragu (金刀比羅宮, auch: Konpirasan) und das sehr alte und prächtiges No-Theater Kanamaruza (金丸座) erwartete.

Ankunft in Kotohira

Der Bahnhof von Kotoden in Kotohira machte schon Eindruck und befindet sich direkt neben einer seltenen „hohen Steinlaterne“, einer takatoro (高灯篭, im Hintergrund).

Kotohira

Aber auch sonst macht Kotohira einen netten und interessanten Eindruck.

Kotohira
Kotohira
Kotohira

Gut, manchmal auch einen gefährlichen…

Kotohira

Alle Bilder von Kotohira auf Flickr

Kotohiragu

Kotohiragu (Wikipedia) besteht zunächst einmal aus Treppen. Sehr vielen Treppen. Wer alles sehen möchte und somit bis zum höchsten Punkt, zum Okusha (奥社) laufen möchte, muss insgesamt 1368 Stufen erklimmen. Am Anfang befindet sich eine langgezogene Einkaufsstraße mit Restaurants und Souvenirshops, bevor man dann nach den ersten Treppen den Eingang erreicht, sehr viel später den Hauptbereich des Schreins und sehr sehr viel später dann den vorher genannten Okusha.

Die Einkaufsstraße

Neben den nützlichen Sachen wie den allgegenwärtigen Wanderstock findet man hier hauptsächlich Krimskrams und Souvenirs.

Kotohira

Allerdings auch eine Art Flagship Store für die regionale Haupsüßgkeit, den Kyuman (灸まん, das hellbraune Teil im zweiten Bild).

Kotohira
Kotohira

Der Weg zum Hauptbereich des Schreins

Jetzt wird die Sache ernst, die 1368 Stufen fangen an – oder haben bereits angefangen.

Kotohiragu Shrine

Nachdem man dann mal immerhin den Eingang des Schreins erreicht hat, wird man mit der ersten tollen Aussicht belohnt.

Kotohiragu Shrine

Es folgen viele weitere Stufen, man kommt an zahlreichen Steinlaternen vorbei…

Kotohiragu Shrine

…erfrischt sich an den Eis Stationen, die wohl aufgestellt worden sind, weil zu viele Leute wegen Hitze plus Treppen umgekippt sind…

Kotohiragu Shrine

…mehr Treppen…

Kotohiragu Shrine

…oh, endlich das erste Schreingebäude, was Eindruck macht.

Kotohiragu Shrine

Und dann, endlich, der Hauptbereich des Schreins, mit toller Aussicht ins Tal.

Kotohiragu Shrine
Kotohiragu Shrine
Kotohiragu Shrine

Wer will, kann hier nun aufhören, Spaß haben, Talismane kaufen und vergnügt zurückkehren.

Der lange Weg zum Okusha

Aber nein, das macht man natürlich nicht. Man quält sich nun mit dem längsten Aufstieg mit den meisten Treppen. Weil es Spaß macht. Genau.

Kotohiragu Shrine
Kotohiragu Shrine

Unzählige Wetterverfluchungen später gelangt man dann endlich zum den heiligen Okusha, der total normal aussieht. Danke.

Kotohiragu Shrine
Kotohiragu Shrine

Gerettet wird die Situation aber durch eine interessante Felswand, an der sich zwei Tengus (Gesichter mit langen Nasen) befinden. Wer findet sie?

Kotohiragu Shrine

Und durch die Aussicht.

Kotohiragu Shrine

Ok, Abstieg, genug Treppen für heute. Es war aber eine wesentliche tollere Erfahrung als es sich hier liest. Wirklich. Es lohnt sich.

Alle Bilder vom Schrein Kotohiragu auf Flickr

Das No-Theater Kanamaruza

Nach den vielen Treppen des Kotohiragu Schreins ging es zur Entspannung in das prächtige No-Theater Kanamaruza. Da der Leser von der Ansicht der vielen Treppen bestimmt erschöpft ist, zeige ich hier nun einfach nur die Bilder, die man sich entspannt anschauen kann. Eine Führung ist inklusive, allerdings nur auf japanisch.

Konpira Grand Theatre Kanamaruza
Konpira Grand Theatre Kanamaruza
Konpira Grand Theatre Kanamaruza
Konpira Grand Theatre Kanamaruza
Konpira Grand Theatre Kanamaruza
Konpira Grand Theatre Kanamaruza
Konpira Grand Theatre Kanamaruza
Konpira Grand Theatre Kanamaruza

Das ist allerdings noch wichtig. Auf dem nächsten Bild sieht man den Bereich des kamiza (上座), in dem nicht nur einfach die Leute mit den meisten Geld sitzen, sondern der Kaiserfamilie vorbehalten ist.

Konpira Grand Theatre Kanamaruza

Genau da, wo ich sitze. Der vordere Bereich auf dem oberen Bereich und der einzige Bereich in der Reihe, der mit drei Tatami Matten ausgelegt ist.

Konpira Grand Theatre Kanamaruza

Feierabend. Im Hotel haben wir den Aufzug genutzt.

Alle Bilder von Kanamaruza auf Flickr

Alle Bilder von Kotohira

Alle Bilder von Kotohira auf Flickr

Alle Bilder vom Schrein Kotohiragu auf Flickr

Alle Bilder von Kanamaruza auf Flickr

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Shikoku Tag 2: Die Insel Shodoshima (18.08.)

Aktualisiert: 13. Oktober 2016| 2016-10-13T22:59:15+00:00 Veröffentlicht: 23. August 2012|Thema: Eine Woche Shikoku 2012, Sehenswürdigkeiten|Regionen: , , |

Shodoshima 小豆島
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Eine Woche Shikoku

Shodoshima – Die kleine Insel Shodoshima nordöstlich von Shikoku ist vor allem bekannt für ihr Olivenöl, hat aber noch zahlreiche andere Sehenswürdigkeiten zu bieten. Besucht haben wir den Hoshoin Tempel (宝生院) mit einem 1500 Jahre alten Baum und eine kleine vorgelagerte Insel namens Angel Road (エンジェルロード), dazu noch die Aussicht in die Schlucht von Kankakei (寒霞渓) genossen.

Eine Warnung muss man allerdings aussprechen. Shodoshima ist verkehrstechnisch das reinste Hinterland. Die Busse fahren hier im besten Fall im Halbstundentakt. Wer die Insel wirklich voll genießen möchte, dem sei ein Mietauto wärmstens ans Herz gelegt. Das macht die Besichtigung der Insel wesentlich einfacher und angenehmer. Ohne Mietauto sollte man sich daher gut vorbereiten und vorausplanen.

Fahrt nach Shodoshima

Die Fahrt beginnt in der Nähe des Bahnhofs von Takamatsu, logischerweise am Hafen von Takamatsu. Man hat die Wahl zwischen einem teureren Schnellboot (~30 Minuten) und einer normalen Fähre (~1 Stunde). Ziel ist der Hafen der kleinen Stadt Tonosho (土庄) auf Shodoshima.

Speed Ferry to Shodoshima

Tempel Hoshoin und der 1500 Jahre alte Baum

Auf Shodoshima angekommen, machten wir uns auf den Weg, einen 1500 Jahre alten Baum anzuschauen. Dass ein Tempel dabei war, war zwar nicht überraschend, aber eine nette Dreingabe.

Hoshoin Temple at Shodoshima
Hoshoin Temple at Shodoshima
Chinese Jupiner at Shodoshima
Chinese Jupiner at Shodoshima
Chinese Jupiner at Shodoshima

Auf dem Rückweg merkten wir dann langsam, um wieviel besser ein Mietauto gewesen wäre…

Die Schlucht Kankakei

Bei der Fahrt zur Schlucht Kankakei wird es kniffliger, da man einmal umsteigen muss, was dazu führt, dass man ganze 30 Minuten in der Mittagshitze warten muss. Mietauto? Kommt man dann endlich an der Seilbahn an und ist oben an der Spitze angelangt, freut man sich umso mehr über die kühle Brise dort oben. Und über die Aussicht. Mehr gibt es dort oben allerdings auch nicht, außer man hat vor zu wandern. Besonders empfehlenswert ist Kankakei im Herbst, dann soll der Anblick überragend sein.

Auf der Fahrt nach oben

Kankakei Hill at Shodoshima

Seit langen mal wieder ein HDR Bild

Kankakei Hill at Shodoshima

Die Aussicht

Kankakei Hill at Shodoshima
Kankakei Hill at Shodoshima
Kankakei Hill at Shodoshima

Auf dem Weg nach unten

Kankakei Hill at Shodoshima
Kankakei Hill at Shodoshima

Angel Road

Shodoshima
Shodoshima
Shodoshima

Krabben!

Mister Crabs at Shodoshima

Blubbernde Krabben!

Mister Crabs at Shodoshima

Es wird langsam Abend, Zeit für die Rückkehr

Shodoshima

Oliven

Olivenbäume, die hier überall auf Shodoshima wachsen. Als Mitbringel ist natürlich Olivenöl das Nonplusultra. Daneben gibt es Olivenseife, Olivenschokolade (schmeckt wie Kaugummi), Olivendas, Olivendies, etc.

Shodoshima

Fazit

Spaßlevel ohne Mietauto: 75%

Spaßlevel mit Mietauto: bestimmt 130% oder höher

Im Herbst vermutlich sehenswerter, speziell Kankakei, allerdings dann auch mit mehr Touristen.

Alle Bilder von Shodoshima

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Shikoku Tag 1, Stadt Takamatsu: Ankunft und die Gärten Ritsurin und Tamamo

Aktualisiert: 13. Oktober 2016| 2016-10-13T22:59:15+00:00 Veröffentlicht: 19. August 2012|Thema: Eine Woche Shikoku 2012, Vorgestellte Artikel (Featured)|Tags: , |Regionen: , , , , , |

Takamatsu 高松
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Eine Woche Shikoku

Takamatsu – Die erste Station auf der Reise nach Shikoku war Takamatsu, wo sich u.a. die Parkanlagen Tamamo (玉藻公園) und Ritsurin (栗林公園) befinden. Während Tamamo eher eine nette Dreingabe war, kann der Garten Ritsurin locker mit den drei berühmten Gärten Japans mithalten. Von Takamatsu kommt man auch schnell mit der Fähre zur Insel Shodoshima, die am nächsten Tag auf dem Programm stand.

Japan-Kyoto Wertung

Reise nach Takamatsu

Eine Nachtbusverbindung direkt von Kyoto nach Takamatsu gibt es leider nicht, was vermutlich auch besser ist (Nachtbusse sind immer brrrr). Daher mussten wir einen Bus von Osaka Umeda um 7:40 Uhr nehmen, was vermutlich auch nicht besser ist. Dafür durften wir in der tollen Reiselounge der Busfirma Willer herum lümmeln, die wirklich einen ordentlichen Eindruck macht mit kostenlosen Internetzugang, Steckdosen, Getränkeverkauf und ausreichend Platz zum Ausruhen.

Willer Busterminal

Ankunft in Takamatsu

Um etwa halb 12 Uhr kamen wir dann in Takamatsu an. Ruhige Stadt, alles sehr gemütlich.

Bahnhof Takamatsu

Die örtlichen Gullydeckel werden von einer bekannten historischen Begebenheit verziert, welche auch im Heike Monogatari vorkommt: dem Bogenschuss des Nasu no Yoichi während der Schlacht von Yashima.

Und das Shikoku Maskottchen bzw. das der regionalen Bahnkarte (IruCa) ist allgegenwärtig.

Park Tamamo

Nach dem Check In im Hotel ging es dann direkt zum Park Tamamo (玉藻公園), der quasi um die Ecke lag. 200 Yen Eintritt, viel erwarten sollte man also nicht.

Park Tamamo, Eingang

Am schönsten war wohl das große Haus in der Mitte, umringt von Palmen, die man so eher auf Südseeinseln erwarten würde. Wenn man aber die Temperatur bedenkt, waren die Palmen sicherlich nicht falsch hier.

Innen war die Atmosphäre deutlich kühler und somit angenehmer!

Eine ziemlich gelassene Libelle gab sich auch die Ehre (in bewegten Bildern auch auf Youtube).

Das Schloss von Takamatsu bzw. das, was heute noch davon übrig oder wieder errichtet worden ist

Die folgende Brücke war wohl auch ziemlich bekannt, allerdings habe ich das Bild nicht im Tamomo Park gemacht, sondern am übernächsten Tag von den Bahngleisen der Station Takamatsu Chikko (高松築港). Von dort war die Brücke wesentlich besser zu sehen.

Garten Ritsurin

Danach ging es dann zum eigentlichen Ziel des Tages, den Garten Ritsurin (栗林公園). Nach dem Besuch hätte ich darauf getippt, dass der Garten zu den drei berühmten Gärten Japans (sanmeien 三名園) zählt, aber dem ist nicht so. Qualifizieren könnte er sich aber ohne weiteres. Ein wunderschöner Garten mit großen Teehaus am See und der Hügel im Hintergrund (shakkei), der als grüner Wall posiert, rundet das Gesamtbild sehr gut ab.

Im Hochsommer, wenn die Sonne brennt, sollte man allerdings nur mit Schutzmaßnahmen hingegen, sonst wird es zum Spießrutenlauf. Sonnencreme, Hut, Sonnebrille – wenn es sein muss, sogar mit Schirm, egal! Leider gibt es viele Bereiche, die kaum beschattet sind.

Deutlich zu sehen: der Hügel als geliehene Landschaft im Hintergrund

Erreicht man dann endlich das Teehaus Kikugetsutei (菊月亭), kann und sollte man sich eine sehr ausführliche Pause gönnen. Im Schatten. Der ist hier auch reichlich gegeben.

Hier kamen wir auch zum ersten Mal mit der Süßigkeit Kyuman (灸まん) in Kontakt, die in der Präfektur Kagawa ziemlich verbreitet sind.

Diese großen Räume, die man auf drei Seiten komplett aufmachen kann, haben es mir spätestens im Ritsurin Garten angetan. Schon davor im Park Tamamo gab es mit dem „Palmenhaus“ eine sehr ähnliche Konstruktion.

Auf dem See um das Teehaus kann man übrigens Boot fahren – lustige Hüte werden gestellt und ohne sollte man wirklich nicht zur See fahren.

Die wohl berühmteste Ansicht des Ritsurin

Zum Schluss konnte man noch den Weg über einen kleinen Bach nehmen, perfekt um sich zumindest die Füße etwas abzukühlen. Ästhetisch war es auch eine interessante Sache.

Interessant waren auch die Seitenhiebe gegen die oben genannten drei berühmten Gärten Japans (sanmeien), die man immer wieder auf den Hinweisschildern finden konnte. Zum Beispiel sind die Steine, die hier so rumliegen, ja soviel besser als die der sanmeien. Da ich im Kenrokuen (einer der sanmeien) keinen einzigen großen Stein gesehen habe, kann ich dem nur zustimmen.

Karte Takamatsu

Infos und Wertung

Schöne Küstenstadt, die vor allem für Gartenliebhaber interessant sein dürfte.

Alle Bilder
Takamatsu: FlickrGoogle Photos
Park Tamamo: FlickrGoogle Photos
Garten Ritsurin: FlickrGoogle Photos
Besucht am
17. August 2012

Alle Bewertungen von Japan-Kyoto

Stadt Takamatsu (Shikoku)
4 von 5
Wertung
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Reise nach Shikoku – Ankündigung und Zusammenfassung

Aktualisiert: 13. Oktober 2016| 2016-10-13T22:59:15+00:00 Veröffentlicht: 16. August 2012|Thema: Eine Woche Shikoku 2012, Sehenswürdigkeiten, Zusammenfassungen|Tags: , |Regionen: , , , |

Vom 17. bis zum 22. August 2012 ging es auf die Insel der vier Länder: Shikoku (四国). Wagt man sich ins Innere der Insel, darf man herrliche Naturlandschaften erleben, durch deren Schluchten und Täler sich sogar schon im 12. Jahrhundert die Minamoto und Taira im Genpei-Krieg bekämpft haben. Besuche im Hauptheiligtum und diversen Onsen durften natürlich auch nicht fehlen.

Reise in Shikoku allgemein

Präfektur Kagawa 香川県

Für drei Tage werden wir uns in der Präfektur Kagawa zuerst in Takamatsu (高松) u.a. den Garten Ritsurinkoen (栗林公園) und die Insel Shodoshima (小豆島) anschauen.

Anschließend geht es in die nahe gelegene Stadt Kotohira oder Konpira (琴平), wo u.a. der Schrein Kotohiragu (金刀比羅宮) und das prächtige No-Theater Kanamaruza (金丸座) auf uns warten.

Präfektur Tokushima 徳島県

In der Präfektur Tokushima geht es dann für zwei Tage nur um Natur und Onsen, genauer gesagt geht es dann in das Tal Iya (祖谷渓). Am ersten Tag werden wir uns das Tal allgemein und die Brücken im speziellen anschauen, während der zweite Tag ein reiner Onsentag wird.

Präfektur Ehime 愛媛県

Und als hätten wir uns im Tal Iya dann nicht schon genug entspannt, geht es am letzten Tag noch nach Matsuyama (松山), um dort im berühmten Onsen Dogo (道後温泉) die Seele baumeln zu lassen. So eine Reise ist schließlich anstrengend.

Dogo Onsen – Größere Kartenansicht

Ziele auf Shikoku, die Artikel

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