Yoshida Kenko

Yoshida Kenkô – 吉田兼好, 1283–1350

Das Tsurezuregusa (徒然草) von Yoshida Kenkô gilt als eines der Juwelen der klassischen japanischen Literatur. Es ist eines der repräsentativen Werke für das Genre zuihitsu (随筆), was man frei mit „von der Leber weg schreiben“ übersetzen kann. Es handelt sich also um eine Sammlung von Essays und kein Werk, was lange im voraus geplant wurde. Entstanden ist das Tsurezuregusa im Zeitraum von 1330 bis 1332. Yoshida selbst war buddhistischer Mönch und, natürlich, Author.

Im Rahmen des Seminars Bungo 2 übersetzen wir derzeit den 137. Abschnitt, welcher aus größeren Absätzen besteht. Yoshida selber hat keine Überschriften vorgegeben. Manche nennen diesen Abschnitt den Anfang einer Muffelorgie, eine japanische Buchausgabe betitelt es literarischer: „始めと終わりの美学“ – „Die Ästhetik von Anfang und Ende“. Wenn wir einen Absatz fertig übersetzt haben und ich zufrieden mit der Übersetzung bin, werde ich ihn hier veröffentlichen. Da wir schon in der Mitte des Semesters sind, wird der erste Absatz in Kürze hier erscheinen – ich muss nochmal drüberlesen.

Den Originaltext samt Übersetzung ins moderne Japanisch kann man hier finden.

Update 09.07.10

Das Semester ist nun so gut wie rum und nächste Woche steht nur noch die Klausur an. Wir haben nicht den ganzen 137. Abschnitt übersetzt – der Rest war wohl nicht so weltbewegend. Stattdessen haben wir den 10. Abschnitt (ohne den letzten Absatz) übersetzt und den kurzen 55. Abschnitt komplett. Was noch nicht erschienen ist, wird die nächsten Wochen jeweils am Montag erscheinen.

Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten