Das Ebisu International Guest House ist ein Gasthaus für insgesamt 8 Leute, basierend auf monatlicher Miete.
Die Kosten belaufen sich auf 43 000 Yen Monatsmiete und einmalig 50 000 Yen Kaution. Insgesamt ein sehr fairer und normaler Preis für Kyoto.

Das Haus selbst ist ein klassisches japanisches Haus, worin sich gleich der erste Nachteil verbirgt: man kann es nur schwerlich als isoliert ansehen, sowohl für Geräusche als auch für Temperatur.Die paar Wochen die ich hier schon wohne haben mich dazu gebracht zu überlegen, ob ich jemals Japan im Winter erleben möchte – über Nacht wird es im Haus sehr sehr kalt. Zum Glück hat nun aber sommerliches Wetter Einzug in Kyoto erhalten und ich darf mich tagsüber derzeit über etwa 25° freuen – und darüber, dass ich nun nachts keine Angst mehr haben muss zu erfrieren.

Die Wohnräume sind 6 Tatami Matten groß, was etwa 12qm entspricht. Daneben gibt es noch eine Küche, einen Computerraum, ein Bad mit zwei Waschbecken und zwei Duschen sowie zwei Toiletten.  Eine Waschmaschine für jeweils 200 Yen pro Waschgang ist vorhanden.

Im Computerraum sind zwei Macs aufgestellt. Internet gibt es kostenlos entweder über die Macs oder über Wlan, was bei mir bisher ohne Probleme funktioniert.

Insgesamt ist das Gasthaus sauberer als ich erwartete, einmal wöchentlich kommt auch eine Reinigungsfachkraft. Warmes Wasser hat man in der Dusche quasi sofort (nicht selbstverständlich, wie ich so von meinen Freunden höre). Nur an der Sauberkeit der Küche könnte man etwas aussetzen, wobei es keineswegs richtig schlimm ist und in Japan isst man sowieso sehr oft außerhalb.

Über die Nähe zu öffentlichen Verkehrsmitteln kann man sich streiten. Zu Fuss zur nächsten Bushaltestelle (konoedori) dauert es etwa 7 Minuten, zur nächsten U-Bahn Station (Keihan Jingu-Marutamachi) 15 Minuten. Dafür hat man aufgrund der Lage nur kurze Wege zu diversen Schreinen (Heian-Jingu z.B.) oder zum Kyoto Handicraft Center. Für Kampfsportler wäre auch das Budo-Center noch interessant, auch keine 10 Minuten entfernt.

Insgesamt ist das Ebisu eine gute Unterkunft mit nur minimalen Schwachstellen – außer man ist im Winter dort.

Zum Abschluss noch ein paar Bilder und wenn es Fragen gibt, nur zu.

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Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten