Auf Einladung eines japanischen Freundes ging es heute nach Nara, der (sehr sehr) alten ehemaligen Hauptstadt Japans.

Der erste Punkt auf der kleinen Nararundreise war der Nara-Park, bekannt für seine freilaufenden, zum Glück zahmen Rehe – und davon gab es wirklich sehr viele, die zudem auch noch teilweise über die ganze Stadt verteilt sind. Immer wenn man es nicht erwartet hockt ein faules Eck im Reh, meist sogar noch vor Ladenschaufenstern. Hätte ich so nicht erwartet. Eine witzige Situation war, als wir in einer engen Straße einen Unfall gesehen haben, dessen Folge ein umgekipptes Auto war (wir haben nur das Ergebnis gesehen, nicht den Vorgang) und in der Nähe ein absolut unschuldig dreinblickendes Reh herumlief.
Dank den Rehen war der Geruch teilweise auch sehr streng….

Anschließend ging es ab zum Todaiji-Tempel, in dem der weltberühmte Daibutsu (die riesige Buddha-Statue) steht und ich muss sagen, die Statue ist zum einen wirklich groß und daraus folgernd auch sehr beeindruckend. Am imposantesten hat er für mich von der Seite gewirkt, aus dem Blickwinkel hat man die Dimensionen besser sehen können – zumindest kam mir das so vor. Sturr von vorne sieht man zwar auch den goldenen Hintergrund (der sich prima in meinem Wohnzimmer machen würde – bzw. davor als Häuserfasade…), aber es wirkt etwas zweidimensional.

Direkt nach dem Todaiji-Tempel ging es zum danebenliegenden Tamukeyama Hachiman Schrein. Wenn man nicht weiß dass es ein Schrein ist würde das einem fast nicht auffallen – natürlich sieht man sofort dass man in einem Schrein ist, aber der Tamukeyama Hachiman Schrein ist doch sehr schlicht und unauffällig.

Zuguterletzt haben wir noch etwas die Innenstadt unsicher gemacht und dabei einen – laut einer anderen Freundin – sehr berühmten Mochi-Laden (Mochi = jap. Süßigkeit), bei dem man die Herstellung von Yomogi-Mochi beobachten kann. Weder war die Herstellung besonders interessant noch war ich geschmacklich begeistert von diesen Yomogi-Mochi, auch wenn es nicht unbedingt schlecht war. Aber ok, Essen = wichtig = typisch Japanisch.

Bilder von Nara
(Leider ist mir sehr schnell die Kamerabatterie ausgegangen :( Daher nur wenige und ungeordnet)

Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten