Kendosprech – Auswahl häufiger Begriffe für das Training und Wettkampf

Es braucht nicht viel Weisheit um zu erkennen, dass die japanische Fechtkunst Kendo sich visuell und kulturell stark von hiesigen Sportarten unterscheidet. Wer sich davon nicht abschrecken lässt und den Einstieg wagt, stößt schnell auf eine Vielzahl an vielen Begrifflichkeiten, die mal mehr, mal weniger notwendigerweise direkt aus dem Japanischen übernommen wurden. Hier und da findet man zwar die gängigsten Begriffe erklärt, aber je tiefer es in den Kaninchenbau geht, desto mehr helfen japanische Sprachkenntnisse. Grund genug für JAKYO, eine eigene Auswahl der zahlreichen Kendowörter zu erstellen mit dazugehörigen Erklärungen.

Die Auswahl umfasst die gängigsten und “gut zu wissen!”-Begriffe, die man im Training häufiger hören wird und sich nach und nach aneignen sollte. Am Ende ist die Liste sicherlich umfangreicher, als man es anfänglich braucht, daher: keine Panik! Manche komplexere Themenbegriffe wie z.B. sansappō sind in der aktuellen Version mit Absicht weggelassen, werden aber für zukünftige Erweiterungen im Auge behalten. Es ist sowieso besser, manches vom eigenen Sensei erklärt zu bekommen.

Die All Japan Kendo Federation selbst hat ein offizielles, zweisprachiges Kendo-Wörterbuch mit dem Titel “Japanese-English Dictionary of Kendo” im Sortiment. Wer die Möglichkeit hat und sein Wissen vertiefen möchte, dem sei das Buch wärmstens empfohlen.

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Begriffe

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Grundbegriffe und Konzepte

kendōka 剣道家 Person, die Kendo praktiziert. Vergleiche Judoka, Iaidoka etc. sensei 先生 Höfliche Anrede für den hochgraduierte Lehrer, für gewöhnlich ab dem 6. Dan. Davor gibt es shidōsha 指導者, den Trainingsleiter- ein außerhalb Japans aber kaum verwendeter Begriff. kendōgu 剣道具 Sammelbegriff für die Ausrüstungsgegenstände im Kendo (Bogu, Shinai etc.). budōgu 武道具 Oberbegriff für Ausrüstungsgegenstände, die in japanischen Budo-Kampfkünsten verwendet werden. bōgu 防具 Schutzausrüstung für Kendo, bestehend aus Men, Kote, Do und Tare. hakama Traditioneller Hosenrock mit insgesamt sieben Falten (fünf vorne, zwei hinten). gi Oberer Teil der Trainingskleidung. Auch kendōgi oder dōgi genannt. shinai 竹刀 Fechtstock, bestehend aus vier Bambusstreben. bokutō 木刀 Einem Katana nachempfundenes Holzschwert. Oft auch Bokken genannt. nihontō 日本刀 Japanisches Schwert. Katana. Auch shinken 真剣. nihon kendō kata 日本剣道形 Insgesamt zehn Kata-Formen aus traditionellen Schwertkampfschulen, die entweder mit einem unscharfen Katana und Kodachi ausgeführt werden oder häufiger mit ihren Äquivalenten aus Holz (Bokuto).
Kurz “Nihon Kata” oder nur “Kata”.
bokutō ni yoru kendō
kihonwaza keikohō 木刀による
剣道基本技稽古法
Trainingsmethode für Kendo-Grundtechniken mit dem Bokuto, bestehend aus neun Kata-Formen.
Kurz “Kihon Kata”.
kakarite 掛かり手 Training: Ausführende Seite. Auch Schülerseite genannt. motodachi 元立ち Training: Annehmende Seite. Auch Lehrerseite genannt. shidachi 仕太刀 Kata: Ausführende bzw. lernende Seite. Auch Schülerseite genannt. uchidachi 打太刀 Kata: Annehmende bzw. lehrende Seite. Auch Lehrerseite genannt. shōmen 正面 1) Bereich im Dojo, der höhere repräsentative Funktionen erfüllt. Meist auf der gegenüberliegenden Seite des normalen Eingangs.
2) Mittlerer Bereich der Men-Trefferzone.
3) Gerader Schlag auf die Mitte der Men-Trefferzone.
kiai 気合 Kampfschrei. Symbolisiert das Ki, die psychische Einstellung bzw. Stärke. reihō 礼法 Die Gesamtheit der Etikette/Höflichkeit. rei Gruß, Begrüßung, Verbeugung. Hier im Kontext immer mit einer Verbeugung verbunden. seiretsu 整列 Aufstellung, Aufreihen. Am Anfang und Ende jedes Trainings. seiza 正座 Sitz, bei dem man kniend auf den Fersen sitzt. chakuza 着座 Aufforderung zum Hinsetzen in den Seiza-Sitz. sonkyō 蹲踞 Traditionelles An- und Abgrüßen mit einer Hocke. Am Anfang und Ende des Trainings und Wettkampf. kyū Graduierung in Kyu – in Deutschland 6. Kyu bis 1. Kyu, anschließend 1. Dan. dan Graduierung in Dan – Weltweit vom 1. Dan bis zum 8. Dan. Kyu- und Dan-Graduierungen Die Graduierungen Kyu und Dan werden häufig mit Schüler- bzw. Lehrergrade übersetzt und führt deswegen oft zu Fehlinterpretationen. Alles bis zum 3. Dan kann als Grundausbildung betrachtet werden. Für gewöhnlich wird ab dem 6. Dan Lehrer bzw. Sensei gesagt, davor ist Trainer bzw. Trainingsleiter passender. ki ken tai itchi 気剣体一致 “Einheit von Geist, Schwert und Körper sind Eins”, symbolisiert durch Kiai/Überzeugung, korrekter Treffer mit dem Shinai und korrekte Körperhaltung. Hinreichend, aber nicht notwendig, um einen Punkt (Ippon) zu erzielen.
※ Schwerpunkt während der Prüfung zum 1. Dan.
zanshin 残心 Mentaler Zustand während* des Kampfs, bei dem man sich zu jeder Zeit der Präsenz des Gegners bewusst ist und entsprechend handelt.
*Zanshin wird oft mit “Das, was nach dem Schlag passiert.” erklärt, sollte aber ein durchgehender Zustand während des gesamten Kampfes sein.
※ Schwerpunkt während der Prüfung zum 2. Dan.
seme 攻め 1) Seinen Angriff vorbereiten.
2) Druck auf den Gegner ausüben.
3) “Das, was vor dem Schlag passiert.”
※ Schwerpunkt während der Prüfung zum 3. Dan.
ura Rechte Seite des eigenen Shinai im Chudan no Kamae. Rückseite. omote Linke Seite des eigenen Shinai im Chudan no Kamae. Vorderseite. taisabaki 体さばき Allgemeiner Begriff für Körperbewegungen mit dem Ziel, sich in eine gute Position für den Angriff zu begeben. ashisabaki 足さばき Allgemeiner Begriff für Bewegungstechniken mit den Füßen. Fußarbeit. tsubazeriai 鍔ぜり合い Engster Abstand zwischen zwei Kendoka im Kampf, bei dem sich die Tsuba berühren.

Techniken – Waza

waza Genereller Begriff für alle Techniken, die eine Grundform haben. shikake waza しかけ技 Aggressive Angriffstechniken, die man selber initiiert. Dazu gehören u.a. einfache Schläge, Osae, Debana, Harai, Hiki, Katsugi und Maki. ōji waza 応じ技 Sammelbegriff für Techniken, bei denen man im besten Fall den Angriff des Gegners auslöst und gegen ihn verwendet. Dazu gehören Nuki, Suriage, Kaeshi und Uchiotoshi. hiki waza 引き技 Angriff aus dem Tsubazeriai heraus mit einer Rückwärtsbewegung. osae 押さえ Technik, in der das gegnerische Shinai geblockt wird, indem man es leicht und möglichst subtil von oben unterdrückt. harai waza 払い技 Schlagtechnik, in der das gegnerische Shinai stark diagonal nach oben oder unten weggeschlagen wird. hari 張り Schlagtechnik, in der das gegnerische Shinai stark horizontal nach rechts oder links weggeschlagen wird. katsugi waza かつぎ技 Technik, in der das Shinai über die Schulter gehoben wird, um den Gegner zu einer Bewegung zu verleiten. maki waza 巻技 Technik, in der das gegnerische Shinai kreisförmig (“eingewickelt”) bewegt wird. debana waza 出ばな技 Technik, in der man den Angriff des Gegners vorausahnt und durch einen eigenen Angriff zuvorkommt. Auch Degashira-Waza. nuki waza 抜き技 Technik, in der man dem gegnerischen Angriff ausweicht und daraus heraus einen Gegenangriff einleitet. suriage waza すり上げ技 Technik, in der man das gegnerische Shinai pariert und daraus heraus auf derselben Seite schlägt. kaeshi waza 返し技 Technik, in der man das gegnerische Shinai pariert und daraus heraus auf der anderen Seite schlägt. uchiotoshi waza 打ち落とし技 Technik, in der man das gegnerische Shinai stark nach unten schlägt, bevor man seinen eigenen Angriff ausführt.
Oft auch Kiriotoshi genannt, wobei Kiriotoshi für Kenjutsu und Uchiotoshi für Kendo verwendet werden soll.

Trefferzonen, Grund- und Übungsschläge

uchi 1) Schlag allgemein.
2) Trefferzone + Suffix -uchi = Schlag auf die jeweilige Trefferzone. Beispiel: Men-Uchi = Schlag auf den Men.
Kote-Uchi, Do-Uchi, aber nicht Tsuki (da Stich, kein Schlag).
men Der japanische Begriff men beschreibt generell nicht den Kopf an sich, sondern das Gesicht bzw. Maske.
1) Rüstungsteil für den Kopf.
2) Trefferzone oberhalbt der Stirn, grob zwischen linker und rechter Schläfe.
1) Rüstungsteil für den Torso.
2) Trefferzone linke und rechte Seite des Torsos zwischen Rippen und Hüftknochen.
kote 小手 1) Rüstungsteil für Hand und Unterarm.
2) Trefferzone linker und rechter Unterarm: etwa 12cm langer Bereich, ausgehend vom Handgelenk.
tsuki 突き Stich in die Kehle. suburi 素振り 1) a) Ausholbewegung zur Lockerung ohne Schnitttechnik aus dem Handgelenk. Dazu gehören Jogeburi und Nanameburi.
b) Schläge mit Schnitttechnik auf Men, Kote, Do oder Tsuki, bei denen man in die Luft stellt und sich dabei einen Gegner vorstellt, werden auch zu den Suburi gezählt und kūkan datotsu (空間打突) genannt.
2) Trainingsblock mit Übungsschlägen zwischen Aufwärmen und Training in Rüstung, zum Aufwärmen und Lockern sowie zur Verbesserung der eigenen Technik.
chōyaku haya suburi 跳躍速素振り schnelle, “hüpfende” Schläge, meist auf Men. Hüpfend ist etwas irreleitend, da die Füße am Boden bleiben sollen. jōge buri 上下振り Große Übungsschläge mit gerader Auf- und Ab-Bewegung, in seiner Grundform ohne Schnitttechnik. naname buri 斜め振り Gleich wie Jogeburi, nur mit diagonalen (~45°-Winkel) Schlägen. shōmen uchi 正面打ち Gerader Schlag auf das Zentrum des Men.
Siehe auch Shomen (Grundbegriff).
zenshin men uchi 前進正面打ち Men-Schlag mit einem Schritt vorwärts. Im Suburi-Block wird nach jedem Zenshin-Men wieder ein Schritt zurückgegangen und dabei die Grundhaltung Kamae eingenommen. Anm.: das Gegenteil von “zenshin” ist “kōtai”. zenshin kōtai men uchi 前進後退正面打ち Men-Schläge abwechselnd mit einem Schritt vor und einem Schritt zurück. sayū men uchi 左右面打ち Diagonale Schläge im 45°-Winkel auf den Men. ai- 相- Ai + Men/Kote/Do/Tsuki
Gleichzeitiger Schlag von beiden Kontrahenten auf dieselbe Trefferzone.
katate 片手 Einhändig ausgeführte Schläge. morote 諸手 Beidhändig ausgeführte Schläge.

Haltung

kamae 構え Kampfbereite Grundhaltung mit dem Shinai oder Bokuto. chūdan 中段 Chudan no Kamae
Position, in der sich die Spitze des Shinai auf mittlerer Höhe vor dem Körper befindet. Heutzutage das “Standardkamae”.
jōdan 上段 Jodan no Kamae
Position, in der sich das gesamte Shinai über dem Kopf befindet.
gedan 下段 Gedan no Kamae
Ähnlich wie Chudan no Kamae, nur zeigt hier die Spitze des Shinai deutlich nach unten. Wird heutzutage nur noch in Kataformen angewendet.
sagetō 提げ刀 Abwartende Haltung mit dem Shinai in der linken Hand. Der linke Arm ist dabei locker und nicht angewinkelt. taitō 帯刀 Haltung, bei der das Shinai zum ziehen (nuke) seitlich an der Hüfte getragen wird. Das Shinai wird dabei an die Hüfte gedrückt auf Höhe eines imaginären Gürtels (Obi), meist auf die Linie zwischen Tare und Do
Der linke Arm wird angewinkelt, der rechte Arm bleibt locker am Körper hängen. Der Daumen liegt während der Taito-Haltung auf der Tsuba.
osametō 納め刀 Zurückstecken des Shinai, zunächst zur Haltung Taito. Kann im Stehen als auch in der Sonkyo-Hocke gemacht werden. nuketō 抜け刀 Das Shinai aus der Taito-Haltung heraus ziehen. Im Stehen und immer bevor man in die Sonkyo-Hocke geht – im Gegensatz zu Osameto, bei der das Shinai auch in der Sonkyo-Hocke weggesteckt werden kann.

Maai – Abstände

maai 間合 Der Abstand zwischen zwei Kendoka im Kampf. issoku ittō no maai 一足一刀の間合 “Ein Schritt, ein Schlag”.
Abstand, aus dem man mit einem Schritt vorwärts und gleichzeitigen Schlag den Gegener treffen kann. Umgekehrt kann man dem Schlag des Gegners mit einem Schritt nach hinten ausweichen.
uchima 打ち間 Wird im Allgemeinen synonym zu Issoku Itto no Maai verwendet. Der Begriff Uchima betont aber zusätzlich den persönlichen Idealabstand, während Issoku Itto no Maai einen Bereich meint, innerhalb dessen man den Gegner erreichen kann. chikama 近間 Naher Abstand, aus dem man sehr leicht den Gegner treffen und auch selbst getroffen werden kann. Kurzform für chikai maai. tōma 遠間 Großer Abstand, aus dem man für gewöhnlich den Gegner mit einem Schritt nach vorne und gleichzeitigen Schlag nicht erreichen kann. Meist (Shinai-)Spitze an Spitze oder mit Abstand zwischen den Spitzen. Kurzform für tōi maai. maai 間合 Der Abstand zwischen zwei Kendoka im Kampf. issoku ittō no maai 一足一刀の間合 “Ein Schritt, ein Schlag”.
Abstand, aus dem man mit einem Schritt vorwärts und gleichzeitigen Schlag den Gegener treffen kann. Umgekehrt kann man dem Schlag des Gegners mit einem Schritt nach hinten ausweichen.
uchima 打ち間 Wird im Allgemeinen synonym zu Issoku Itto no Maai verwendet. Der Begriff Uchima betont aber zusätzlich den persönlichen Idealabstand, während Issoku Itto no Maai einen Bereich meint, innerhalb dessen man den Gegner erreichen kann. chikama 近間 Naher Abstand, aus dem man sehr leicht den Gegner treffen und auch selbst getroffen werden kann. Kurzform für chikai maai. tōma 遠間 Großer Abstand, aus dem man für gewöhnlich den Gegner mit einem Schritt nach vorne und gleichzeitigen Schlag nicht erreichen kann. Meist (Shinai-)Spitze an Spitze oder mit Abstand zwischen den Spitzen. Kurzform für tōi maai.

Training(-methoden)

keiko 稽古 1) Allgemeiner Begriff für Training im Budo.
2) “Freies Keiko” = Jigeiko oder selbstständiges Training.
jigeiko 地稽古 Freier Kampf zu Übungszwecken. kangeiko 寒稽古 Wintertraining.
Spezielles Trainingsevent im Winter, bei dem zur Abhärtung sehr früh bei kalten Temperaturen trainiert wird. Heutzutage liegt der Fokus auf früh, weniger auf kalt.
uchikomigeiko 打ち込み稽古 Trainingsmethode, um Schläge in ihrer Grundform zu üben. Entweder vorgegebene Schlagfolge oder der Motodachi bietet Gelegenheiten für den Schlag an. kakarigeiko 掛り稽古 Trainingsmethode, in der der Kakarite aggressiv versucht, mit all seinen Fähigkeiten und Techniken gültige Treffer zu erzielen. Dem Motodachi steht es dabei frei, wie er sich zu verhält. Angriffsdrill. aigakarigeiko 合い掛り稽古 Kakarigeiko, in dem beide Seiten aktive Kakarite sind. oikomigeiko 追い込み稽古 Trainingsmethode, in der der Fokus auf Fußarbeit und Laufbewegungen liegt. Sprinttraining. ai- 相- Ai + Men/Kote/Do/Tsuki
Gleichzeitiger Schlag von beiden Kontrahenten auf dieselbe Trefferzone
katate 片手 Einhändig ausgeführte Schläge morote 諸手 Beidhändig ausgeführte Schläge

Wettkampf

Allgemein

shiai 試合 Wettkampf shiaijo 試合所 Wettkampffläche. Quadratisch markierte Fläche für Wettkämpfe. shōsha sūhō 勝者数法 Teamkampfmodus, in dem alle Paare nacheinander kämpfen und das Team mit der höheren Anzahl an Siegen gewinnt. Quasi der Standard und daher so gut wie nie benutzter und unbekannter Begriff im Deutschen. kachinukisen 勝ち抜き戦 Teamkampfmodus, in dem der Gewinner des jeweiligen Kampfs im Feld bleibt und solange kämpft, bis er verliert oder unentschieden kämpft. Oft mit der Regel, dass der Taisho des Gegnerteams besiegt werden muss (Unentschieden reicht nicht). shinpan 審判 Schiedsrichter allgemein. Pro Kampf gibt es drei Schiedsrichter, ein Hauptkampfrichter und zwei Nebenkampfrichter. shushin 主審 Hauptkampfrichter. fukushin 副審 Nebenkampfrichter. ippon 一本 Ein erzielter Punkt im Wettkampf. ippon shōbu 一本勝負 Kampf auf einen Punkt. Der erste erzielte Punkt entscheidet. sanbon shōbu 三本勝負 Kampf auf drei Punkte.
Es gewinnt, wer…
1) …zuerst zwei Ippon erzielt oder
2) …beim Stand von 1:0 nach Ablauf der Zeit.
daihyōsen 代表戦 Stellvertreterkampf. In einem Teamkampf, den nach Ablauf der regulären Kämpfe kein Team für sich gewinnen konnte, treten aus beiden Teams jeweils ein ausgewählter Kämpfer in einem Entscheidungskampf gegeneinander an.

Kampfrichteransagen

hajime はじめ Anfangen. Befehlsform des Verbs hajimeru. yame やめ Aufhören. Befehlsform des Verbs yameru. nihonme 二本目 Nachdem der erste Ippon des Kampfes gefallen ist, wird Nihonme als Startkommando anstelle von Hajime verwendet. Bedeutung in etwa “Jetzt geht es um den zweiten Punkt!” shōbu 勝負 Wird der Kampf mit einem 1:1 ausgeglichen, wird Shobu als Startkommando verwendet und bedeutet in etwa “Jetzt geht es um die Entscheidung! Der nächste Punkt entscheidet den Kampf!” shōbu ari 勝負有り “Es gab eine Entscheidung”. Ansage am Ende des Kampfes, wenn jemand mit 1:0 oder mit zwei Ippon gewonnen hat. hikiwake 引き分け “Unentschieden”. Ansage am Ende des Kampfes, wenn es mit 0:0 oder 1:1 unentschieden ausgegangen ist. enchō 延長 Verlängerung. Ist ein Kampf, der eine Entscheidung erfordert (KO-Runde oder Daihyosen) nach Ablauf der regulären Kampfzeit noch nicht entschieden, geht es in die Verlängerung, in der der erste Ippon gewinnt. hantei 判定 Schiedsrichterentscheid. Ist die Verlängerung begrenzt und es fiel kein Ippon, wählen die Schiedsrichter per Mehrheit den Gewinner aus.

Team: Namen der Positionen

T3: Teamkampf 3v3
T5: Teamkampf 5v5
T7: Teamkampf 7v7

taishō 大将 T3/T5/T7: “Captain”, letzter Kampf fukushō 副将 T5/T7: “Vize-Captain”, vorletzter Kampf goshō 五将 T7: fünfter Kampf chūken 中堅 T3/T5/T7: mittlerer Kampf sanshō 三将 T7: dritter Kampf jihō 次鋒 T5/T7: zweiter Kampf senpō 先鋒 T3/T5/T7: erster Kampf

In Teamkämpfen treten zwei Teams mit einer ungeraden Anzahl an Kämpfern gegeneinander an. Die reguläre Teamgröße besteht aus fünf Kämpfern (T5), auf die die Begriffe der Positionen ausgerichtet sind. Bei 3v3-Teamkämpfen (T3) fallen davon die Positionen fukushō und jihō weg. Bei Teamkämpfen mit sieben oder mehr Positionen werden generische Positionsnamen eingefügt, bestehend aus der entsprechenden japanischen Zahl und dem Suffix -shō (siehe sanshō und goshō).

Fußarbeit

ashisabaki 足さばき Genereller Begriff für Fußarbeit. suri-ashi すり足 Gleitende Fußarbeit, die Fußballen bleiben am Boden. ayumi-ashi 歩み足 Einfache Gehschritte, bei denen abwechselnd der eine Fuß den anderen überholt. okuri-ashi 送り足 Fußarbeit, bei der der vordere Fuß in Bewegungsrichtung nicht vom hinteren überholt wird. In alle Richtungen, gerade und diagonal. hiraki-ashi 開き足 Seitliche Ausweichschritte mit Körperdrehung zum Gegner hin. tsugi-ashi 継ぎ足 Fußarbeit, bei der zunächst der hintere Fuß auf Höhe des vorderen Fußes gezogen wird, damit man ohne sichtbare Bewegung eine höhere Reichweite mit dem Shinai erzielt. fumikomi-ashi 踏み込み足 Stampfschritt mit dem vorderen Fuß.

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