Eine neue Geisha obersten Ranges – Tayu – in Kyoto

Seit dem 26. Oktober 2014 kann sich der Stadtteil Shimabara von Kyoto rühmen, seine nunmehr fünfte Tayu zu haben. An diesem Tage machte sich eine junge Frau namens Nakagawa Yoshie zum Shimogamo-Schrein auf, um sich dort den Gottheiten zu präsentieren und von nun an unter dem Namen Aoi-Tayu((葵太夫 aoi tayū)) bekannt zu sein.

aoi-tayu-hono-shimogamo

Tayu wird ein eher weniger bekannter Begriff sein. Das wird auch daran liegen, dass der Rang Tayu heutzutage nur noch im Stadtteil Shimabara in Kyoto und Shinmachi in Osaka verwendet wird. In der Edo-Zeit (1603-1868) zudem noch in Nagasaki und Tokyo. Damals stellte Tayu der höchste Rang unter den Unterhaltungskünstlerinnen dar und war denen vorbehalten, die weibliche Schönheit und höchste Kunstfertigkeiten auf sich vereinigten.

Heute ist Tayu nicht mehr in ein Rangsystem eingebunden und man wird direkt zur Tayu ausgebildet, in Kyoto eben nur in Shimabara. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Shimabara schon lange nicht mehr als eigentliches Hanamachi (Geisha-Viertel) aktiv ist und deswegen auch oft nicht mit den anderen Hanamachi von Kyoto gelistet wird. In Shimabara gibt es aber noch die zwei ursprünglichen Ochaya (Arbeitsorte der Maiko / Geisha (Kyoto: Geiko) / Tayu), das Sumiya und Wachigaya. Das Sumiya dient als Museum und das Wachigaya ist noch als Ochaya aktiv. Beide Häuser wurden als wichtige Kulturdenkmäler anerkannt.

Die heutigen fünf Tayu in Shimabara heißen:

  • Hanaogi-Tayu((花扇太夫 hanaōgi tayū))
  • Tsukasa-Tayu((司太夫 tsukasa tayū))
  • Kisaragi-Tayu((如月太夫 kisaragi tayū))
  • Usugumo-Tayu((薄雲太夫 usugumo tayū))
  • Aoi-Tayu((葵太夫 aoi tayū)) – Tochter von Tsukasa-Tayu
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Weg zum Shimogamo-Schrein

Hier kann man gut eine Variante der speziellen Gangart der Tayu sehen: uchihachi monji((内八文字 uchihachi monji)) – innere Acht. Passend dazu gibt es auch sotohachi monji((外八文字 sotohachi monji)), die äußere Acht.

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Weihungstanz

Auf der Bühne des Shimogamo-Schreins.

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Quellen:
Wikipedia Tayu (japanisch)
Wikipedia Shimabara Kyoto (mehrsprachig)
Videos: Sankei News Youtube
Verein zur Erhaltung von Shimabara: Sumiya Hosonkai (japanisch)

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2 Comments
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Tina

Der Kleidung nach zu urteilen handelt es sich hier um eine Oiran, nicht um eine Geisha. Geishas bieten keinen erotischen Service, im Gegensatz zu den Oiran. Eine Geisha würde ebenfalls niemals derartig auffälligen Schmuck und bargüßig in Getas gehen. Ich verstehe nicht warum immer noch Geishas mit Oiran (Kurtisanen, Protituierten)verwechselt werden.

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