Da ich mit meiner Freundin am 19. August unser 9-monatiges „Jubiläum“ hatten, wollten wir etwas Besonderes machen. Dank der üblichen Hitze wurde es auch wieder zu einer Geduldsprobe japanischer Art. Im Yukata machten wir uns auf den Weg nach Uji, einem der drei (wieder drei!!) berühmten Anbaugebiete für Tee in Japan.

Unser erstes Ziel war der Verkaufsladen von Marukyu-Koyamaen (丸久小山園). Vom Kyoto-Bahnhof aus machten wir uns also mit der Kintetsu-Bahn (近鉄線) auf zum Bahnhof Ogura (小倉). Uji hat mehrere Bahnhöfe, die von drei Bahnlinien angesteuert werden:

  • Ogura von Kintetsu
  • JR Ogura und Uji von JR
  • Uji (anderer Bahnhof als der von JR) von Keihan (京阪線)

Der Laden von Marukyu-Koyamaen ist am nächsten zur Ogura-Station von Kintetsu, daher die Wahl Kintetsu. Möchte man hingegen nur Sightseeing machen (Uji selbst, Byodoin etc.), dann eignet sich der Bahnhof Uji von Keihan am besten, der Bahnhof Uji von JR fast genauso gut.

Leider ist Marukyu-Koyamaen ganz im Westen, das Schöne Uji ganz im Osten. Nachdem wir also bei Marukyu-Koyamaen eingekauft haben…


Matcha Financier (Süßigkeit), Sencha in Dose, Sencha in Teebeutel
und Grüntee-Pulver zum kalt aufgießen

…und uns mit kalten Grüntee vollgetankt haben, ging es weiter zur JR Ogura Station, von da mit dem Zug eine Station weiter nach JR Uji. Vom Bahnhof aus sind wir dann direkt zum großen Fluss, da der Weg von dort Richtung Byodoin sehr schön ist (und natürlich voller Teeläden, teheeheeehehehe). Am Byodoin angekommen, war unser nächstes Ziel ein berühmter Teeladen mit Trinkgelegenheit, unterwegs wurden wir aber von einem netten älteren Herren abgefangen und geschickt in seinen Teeladen namens Kanbayashi (かんばやし) gelotst. Eigentlich wollte ich nichts mehr kaufen, aber der Laden war wirklich super, der Herr und seine Frau wirklich nett und als ich dann noch den Tsurezure-Tee gesehen habe (Stichwort Tsurezuregusa), musste ich diesen einfach kaufen.


Tsurezure-Sencha von Kanbayashi

Gott sei Dank war der berühmte Teeladen dann gerade dabei zu schließen, sodass ich dort nichts kaufen konnte. Dummerweise war gleich um die Ecke ein Süßwarengeschäft, welches so herrlich geduftet hat, dass wir reingehen mussten. Dort habe ich dann einen Sencha-Rollkuchen entdeckt (nomalerweise sehe ich nur Matcha-Rollkuchen) und nunja, wieder 1200 Yen weniger.


Sencha-Rolle

Ach ja, die Nara-Linie hat in Uji ein seltsames Maskottchen…

Ohne weitere Einkäufe sind wir dann bei der JR Uji Station angekommen und sind wieder zurück nach Kyoto. Nach einer Zwischenstation zuhause ging es ab in die Innenstadt, zuerst Purikula machen (プリクラ kleine, bunte, überlichtete Bildchen), anschließend in ein teures Restaurant, schick essen.

Anstrengender Tag, aber schön, daher…

お疲れ様です。

Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten