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Totensei Kawasaki: Keramikgeschäft in der Gojo-Straße in Kyoto

Aktualisiert: 1. November 2016| 2016-11-01T17:33:25+00:00 Veröffentlicht: 6. November 2015|Thema: Handwerk, Japanischer Tee|Tags: , |Regionen: , , , , |

Manchmal ist es wie verhext. Da hat man einen Lieblingsladen für bestimmte Sachen oder einen Laden, den man wirklich regelmäßig besucht. Dieser fällt aber irgendwie durchs Raster und man schreibt über sämtliche andere Läden, nur nicht eben über diesen einen. Bei Schreinen hatte der Nashinoki-Schrein lange dieses Schicksal erlitten und in Sachen Keramikläden eindeutig Totensei Kawasaki, der sich ebenso wie Ikai in der Gojo-Straße befindet. Zeit, dieses Umstand zu beheben, denn Totensei Kawasaki ist allemal ein Besuch wert!

Japan-Kyoto Wertung

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Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten

Leica in der Hanamikoji-Straße in Gion, Kyoto

Aktualisiert: 1. November 2016| 2016-11-01T17:33:26+00:00 Veröffentlicht: 18. Februar 2015|Thema: Fotografie, Handwerk, Video|Tags: |Regionen: , , , , |

Der Kamerahersteller Leica hat sich wirklich ins Zeug gelegt. In Kyoto, genauer gesagt mitten im Herzen vom Stadtteil Gion, hat Leica seine Kyoto-Niederlassung eröffnet. Ein simples Fotogeschäft würde aber nicht den Weg in einen Artikel hier finden, dafür gibt es natürlich einen besonderen Grund: Leica hat etwas richtig gemacht, und zwar haben sie sich auf die Kultur Kyotos eingelassen.

leicakyoto

Verkaufsräume
© Leica

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Handwerkermarkt am Tempel Chionji in Kyoto

Aktualisiert: 7. Februar 2017| 2017-02-07T23:57:43+00:00 Veröffentlicht: 14. Juni 2014|Thema: Handwerk|Tags: , , |Regionen: , , , , |

Kyoto hat mehrere Märkte, die monatlich stattfinden. Einer davon ist der Handwerkermarkt auf dem Tempelgelände vom Chionji, der jeden Monat am 15. stattfindet. Man findet hier so ziemlich alles, was mit Handwerk zu tun hat: Gegenstände aus Holz, Keramiken, Stoffe, Schmuch und vieles mehr. Und bei der Gelegenheit kann man auch gleich den Tempel selber besichtigen.

Ort: Google Maps

Artikel: Tempel Chionji, Kyoto

chionji handwerkermarkt

Haupteingang zum Tempel- und Marktgelände

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Kitamura Tokusai Fukusa – Textilbedarf für Teekultur in Kyoto

Aktualisiert: 9. Februar 2017| 2017-02-09T18:46:58+00:00 Veröffentlicht: 10. April 2014|Thema: Handwerk, Japanischer Tee|Tags: |Regionen: , , , , , |

Zum Stil oder zum Erlebnis traditioneller Geschäfte in Kyoto gehört es oftmals, dass die Frontseite des Geschäfts sehr unscheinbar ist und man quasi blind eintritt. Es kann sogar vorkommen, dass man kaum oder gar nicht erkennen kann, was der Laden innen nun verkauft. Kitamura Tokusai Fukusa gehört definitiv zu solchen Läden, da man ihm nur mit Vorwissen ansieht, dass er hauptsächlich Fukusa verkauft, aber auch sonst sämtlichen Textilbedarf, den man in der japanischen Teewelt so braucht.

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Handwerk in Kyoto: Shigeharu – japanische Messer

Aktualisiert: 1. November 2016| 2016-11-01T17:33:31+00:00 Veröffentlicht: 7. September 2012|Thema: Handwerk, Vorgestellte Artikel (Featured)|Tags: , |Regionen: , , , |

Shigeharu – Wer heutzutage in Kyoto nach japanischen Messern sucht, wird zwar schnell fündig (z.B. Aritsugu), aber wer nach richtigen kyōhamono (京刃物) – Messer aus Kyoto – sucht, wird sich schwerer tun. Die meisten Messergeschäfte in Kyoto verkaufen nämlich Klingen, die in im Stadtteil Sakaimachi in Osaka hergestellt worden sind. Das ist aber absolut kein Nachteil, denn Sakaimachi ist in Japan der angesehenste Ort für Klingenherstellung und durch die Messergeschäfte in Kyoto hat man einen ernsthaften Qualitätsprüfer – die prägen die Klingen schließlich mit ihren Namen. Wer aber speziell etwas aus Kyoto sucht, wird beim kleinen Messerladen Shigeharu (重春) an der Ecke Oike-Horikawa glücklich.

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Handwerk in Kyoto: Ichihara Heibei – Stäbchen

Aktualisiert: 1. November 2016| 2016-11-01T17:33:31+00:00 Veröffentlicht: 6. September 2012|Thema: Handwerk|Regionen: , , , |

Ichihara Heibei – Einer der zahlreichen Läden in Kyoto mit einer längeren Geschichte (jap. shinise 老舗) ist Ichihara Heibei (市原平兵) in der Sakaimachi Straße etwas südlich der Shijo. Gegründet im Jahre 1764, verkauft Ichihara Heibei Stäbchen aus Holz und Bambus in zahlreichen Varianten und in allen möglichen Preiskategorieren. Wer also gerne mal 40 Euro für ein besonderes Paar Stäbchen ausgeben möchte, ist hier genau richtig.

Ichihara Heibei Chopsticks Shop

Im Laden selber sind etwa ganze 400 verschiedene Stäbchen zu finden, in Holz und Bambus und verschiedenen Formen. Wer japanisch sprechen kann, sollte sich vielleicht beraten lassen. Auch wenn 95% der Stäbchen für Essen gedacht ist, kann man die Stäbchen in ryusenkei  (流線型) Form sehr interessant finden – diese sind nur leider für religiöse Rituale.

Ichihara Heibei Chopsticks Shop
Ichihara Heibei Chopsticks Shop

Abgerundet wird das Angebot durch Behälter für Stäbchen, Löffel und sonstige Utensilien aus Holz oder Bambus.

Ichihara Heibei Chopsticks Shop

Ichihara Heibei hat folgendes Motto:

一代に一品以上の箸をつくること
ichidai ni ippin ijō no hashi o tsukuru koto

Jede Generation* soll mindestens eine neue Art Stäbchen hervorbringen!

* Generation oder Familienoberhaupt

So hat das 7. Familienoberhaupt die Miyakobashi (linkes Bild) hervorgebracht, das aktuelle 8. Familienoberhaupt die Heianbashi (rechtes Bild) – wer etwas wirklich besonderes und einzigartiges sucht, macht hier nichts falsch. Das sind allerdings auch die 40 Euro Stäbchen.

Miyakobashi, 7. Generation

Heianbashi, 8. Generation

Öffnungszeiten

Montag bis Samstag: 10 bis 18:30 Uhr

Sonn- und Feiertags: 11 Uhr bis 18 Uhr

Ruhetag: Sonntag (unregelmäßig)

Alle Bilder Ichihara Heibei

Alle Bilder von Ichihara Heibei auf Flickr

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Einkaufen in Kyoto: traditionelles Handwerk

Aktualisiert: 16. Mai 2017| 2017-05-16T18:29:37+00:00 Veröffentlicht: 13. August 2012|Thema: Handwerk, Vorgestellte Artikel (Featured), Zusammenfassungen|Tags: , , , |

Kyoto ist bekannt für seine lange Geschichte, in der sich auch zahlreiche Traditionshandwerke herausgebildet haben. Aber wo befinden sich diese traditionellen Handwerke – shinise 老舗 genannt – und was stellen diese her? Es wäre doch zu schade, einfach am Hauptbahnhof Mitbringsel zu kaufen, wenn Kyoto so viel mehr zu bieten hat. Auf Erkundungstour durch die traditionelle Handwerksarbeit in Kyoto.

Messer von Aritsugu

Aritsugu Handwerk

Wer in Kyoto nach guten japanischen Messern sucht, findet bei Aritsugu Messer, die zu den Besten gehören. Seit 1560 fertigt Aritsugu in Kyoto die bekanntesten Messer Japans in der Einkaufsstraße Nishiki.

Zum Artikel: Scharfe Messer von Aritsugu

Dosen von Kaikado

Kaikado Handwerk

Das Handwerksgeschäft Kaikado stellt seit seiner Gründung 1875 Dosen von höchster Qualität her. Hervorragend geeignet zur Aufbewahrung von Tee, Kaffee, Nudeln und vieles mehr.

Zum Artikel: Dosenkunst bei Kaikado

Drahtnetzartikel von Tsujiwa Kanaami

Tsujiwa Kanaami Handwerk

Südlich vom ehemaligen Kaiserpalast in Kyoto, werden hier seit der Gründung des Ladens nur Techniken verwendet, die schon seit über 80 Jahren unverändert geblieben sind. Aus Drahtnetz werden hier zahlreiche Küchenartikel hergestellt, deren Qualität dem Käufer lange erhalten bleiben wird.

Zum Artikel: Drahtnetzhandwerk von Tsujiwa Kanaami

Keramik von Ikai

Ikai Handwerk

Wer nach Keramik in Kyoto sucht, wird vor allem in Gojozaka südlich von Gion fündig. Einer der älteren Läden dort ist Ikai, in dem hauptsächlich Keramik für Tee verkauft wird. Besonders bekannt ist Ikai für sein Teegeschirr mit den bekannten Tiermotiven namens chōjū jinbutsu giga vom Tempel Kosanji – alle handbemalt.

Zum Artikel: Töpfereien bei Ikai

Stäbchen von Ichihara Heibei

Ichihara Heibei Handwerk

Wenn es mal einzigartigere und auch teurere Stäbchen sein dürfen, ist Ichihara Heibei eine sehr gute Adresse. Seit 1794 in Kyoto mit einem großen Sortiment und feiner Handwerkskunst, zentral gelegen direkt südlich von der großen Shijo-Straße.

Zum Artikel: Stäbchen von Ichihara Heibei

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Ikai: Keramiken und Töpfereien in der Gojo-Straße, Kyoto

Aktualisiert: 1. November 2016| 2016-11-01T17:33:33+00:00 Veröffentlicht: 7. Juni 2012|Thema: Handwerk|Tags: , , , |Regionen: , , , , |

Wer nach Keramik in Kyoto sucht, wird vor allem im östlich des Kamogawa-Flusses verlaufenen Teil der Gojo-Straße fündig. Hier findet man die große Keramikmeile von Kyoto, die für die früher (aber auch heute noch) Keramikgattung Kiyomizuyaki((Kiyomizuyaki: 清水焼)) bekannt ist – weiße Keramiken mit blauer Bemalung. Einer der älteren Läden dort ist das Atelier Ikai((Ikai: いかい壺屋工房 ikai tsuboya kōbō)), in dem meist eine ältere Frau nicht nur allgemein Keramik verkauft, sondern auch von ihrem Sohn, der, „wenn er eine gute Matcha-Schale gemacht hat, diese auch für 2000 Euro verkaufen kann.“ Nach der Aussage kann man dann doch froh sein, dass nur wenige Matcha-Schalen im Ikai über 100 Euro gehen.

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Teedosen von Kaikado: Vergleichsbild neue und gereifte Dose aus Kupfer

Aktualisiert: 1. November 2016| 2016-11-01T17:33:33+00:00 Veröffentlicht: 30. Mai 2012|Thema: Handwerk, Japanischer Tee|Regionen: , , , |

Es ist nun inzwischen knapp über drei Monate her, seit ich bei Kaikado in Kyoto eine Teedose aus Kupfer erstanden habe. Mehr oder weniger bekannterweise ist es eine der Besonderheiten dieser Teedosen, dass sie ihren Farbton bei Gebrauch verändern.

Zur Erinnerung:

(c) Kaikado

Nach drei Monaten kann ich nun anhand der eigenen Teedose den veränderten Farbton präsentieren.

Kaikado - Tea Caddy Shop, Kyoto
Kaikado - Tea Caddy Shop, Kyoto

Ich hatte mich damals für Kupfer entschieden, weil es 1) am schnellsten den Farbton ändert (ja ich weiß, ungeduldig…) und 2) mir der spätere Farbton am besten gefällt. Der einzige Farbton, der mir vermutlich noch besser gefällt, ist der Farbton von Zinn (Tin) nach 40 Jahren. Solange muss man so eine Teedose aber erstmal heil über die Zeit bringen – inzwischen muss ich auch sagen, solange muss ich überhaupt noch leben! Aber wer das schafft, wird nach 40 Jahren garantiert mit einer Menge stolz so eine Teedose bewundern.

Alle Bilder

Alle Bilder von Kaikado auf Flickr

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Handwerk in Kyoto: Aritsugu – japanische Messer

Aktualisiert: 20. März 2017| 2017-03-20T16:38:34+00:00 Veröffentlicht: 3. März 2012|Thema: Handwerk|Tags: |Regionen: , , , |

Wer in Kyoto nach guten japanischen Messern sucht, kommt unschwer an Aritsugu vorbei, dessen Messer zu den Besten gehören sollen. Seit 1560 fertigt Aritsugu in Kyoto die wohl bekanntesten Messer Japans und befindet sich seit 1981 in der zentralen Einkaufsstraße Nishiki (錦小路通). Nicht die einzigen Gründe, bei dieser erlesenen Adresse vorbeizuschauen.

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Handwerk in Kyoto: Kaikado, Dosen zur Aufbewahrung

Aktualisiert: 20. März 2017| 2017-03-20T17:07:53+00:00 Veröffentlicht: 2. März 2012|Thema: Handwerk, Japanischer Tee, Vorgestellte Artikel (Featured)|Tags: , , |Regionen: , , , |

Das Handwerksgeschäft Kaikado in Kyoto stellt seit seiner Gründung 1875 Dosen zur Aufbewahrung in höchster Qualität her. Kaikado nennt sich selber chazutsu no kaikadō (茶筒の開化堂) und nimmt damit Bezug auf seinen Ursprung im Geschäft mit Teedosen. Gleichzeitig betont Kaikado aber auch, dass seine Dosen auch für quasi alles andere geeignet ist, wie z.B. Kaffe, Nudeln etc. – Dosen halt, die allerdings auch ihren Preis haben.

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Handwerk in Kyoto: Tsujiwa Kanaami, Küchenartikel aus Drahtnetz

Aktualisiert: 1. November 2016| 2016-11-01T17:33:34+00:00 Veröffentlicht: 28. Februar 2012|Thema: Handwerk, Vorgestellte Artikel (Featured)|Regionen: , , , |

Über den kleinen Laden Tsujiwa Kanaami in Kyoto, welcher Küchenartikel aus Drahtnetz in exzellenter Qualität zu angemessenen Preisen anbietet.

Der Dank für diesen Artikel geht an Frau Dr. Meyer von der Universität Tübingen. Von ihrer Webseite ( www.kyotomeishozue.de ) habe ich überhaupt erst von Tsujiwa Kanaami erfahren.

Es wird dringend Zeit, über Qualität zu sprechen. Über Handwerkskunst. Ich war selber lange Zeit jemand, der sich fast nur billige Massenprodukte gekauft. Seit einer gewissen Zeit und vor allem Dank Japan habe ich aber die Scheu abgelegt, mir auch mal teurere Objekte zu „gönnen“. Damit meine ich aber nicht teure Markenprodukte, die hauptsächlich wegen dem Markenname übermäßig teuer sind, sondern ich rede über Dinge, bei denen man genau weiß, dass sich jemand mit seinen eigenen Händen bemüht hat, mit Erfahrung und Geschick etwas außergewöhnliches herzustellen. Objekte, zu denen man eine persönliche Verbindung aufbauen kann und diese dementsprechend wertschätzt.
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Ein Laden, der solche Objekte der Begierde verkauft, ist Tsujiwa Kanaami (辻和金網) südlich vom ehemaligen Kaiserpalast in Kyoto. Hier werden seit der Gründung des Ladens nur Techniken verwendet, die schon seit über 80 Jahren unverändert geblieben sind und bis heute meisterliche Leistungen darstellen. Verkauft werden Küchenartikel aus Drahtnetz.

Zum Beispiel Teesiebe (chakoshi 茶こし) …
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…Schöpflöffel für Tofu (yudôfu-shakushi 湯豆腐杓子)…
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…und vieles mehr:
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Die Hälfte des Ladens nimmt die offene Werkstatt ein, in der die Meister sichtbar für alle ihre kleinen Kunstwerke herstellen.
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Bei dem Herrn auf dem letzten Bild haben wir dann schließlich eingekauft. Die obligatorische Frage, woher ich denn komme, leitete auf eine kleine Geschichte von ihm über, in der er erzählte, dass er schon in München und auf der Zugspitze war. Mit einer erstaunlich guten Aussprache der deutschen Wörter!

Meine Wahl ist auf das Teesieb mittlerer Größe gefallen. Ich konnte es bereits bei meinem Besuch im Teehaus von Marukyu-Koyama-En bewundern, wir erinnern uns an den Artikel und spezifischer an das Bild. Ob das nun aber direkt von Tsujiwa Kanaami war, kann ich nicht sagen.
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Webseite Tsujiwa Kanaami: www.tujiwa-kanaami.com

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Alle Bilder von Tsujiwa Kanaami auf Flickr

Hintergrund: Drahtnetzhandwerk

Auf der Webseite von Tsujiwa Kanaami findet man auch eine kleine Abhandlung über die Geschichte von Drahtnetzhandwerk.

Man sagt, das Handwerk mit Drahtnetzen geht bis in die Heianzeit (Anm.: 794-1192 n. Chr.) zurück. Die Handwerker, die diese Techniken fortgeführt haben, machten das Drahtnetzhandwerk in der Meijizeit (Anm.: 1868-1912) berühmt und das Geschäft florierte. Aber die Einführung von Plastik und die Industrialisierung drückte den Preis von Drahtnetzwaren deutlich nach unten und in der Folge wurde ein Laden nach dem anderen geschlossen. Trotz dieser Umstände hat Tsujiwa eine sorgfältig ausgearbeitete, meisterliche Handwerkskunst entwickelt. Die Schönheit mit geschickter Technik kreierter Maschen kann von maschineller Massenproduktion nicht nachgeahmt werden, die Handwerkskunst erzeugt Objekte mit einer ganz eigenen Eleganz. Nur mit einem Brett mit eingeschlagenen Nägeln und dem eigenen Fingerspitzengefühl werden die feinen Drähte bearbeitet.
Gerade weil es Handarbeit ist, kann man es an den Verwendungszweck anpassen und Dicke der Drähte sowie Größe der Maschen ändern. Außerdem kann man Beschädigungen reparieren, die nach einer langer Benutzungszeit entstehen können.

Quelle: Tsujiwa Kanaami

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Reise nach Nagoya, Tag 3: Seto und der Tellerwahnsinn (21.02.2010)

Aktualisiert: 13. Oktober 2016| 2016-10-13T22:59:27+00:00 Veröffentlicht: 26. Februar 2012|Thema: Handwerk, Japanischer Tee, Vier Tage Nagoya 2012: Seto und Tokoname|Tags: , |Regionen: , , , |

Wieder früh raus ging es diesmal zur Bahnstation Sakaemachi (栄町駅), um mit der Linie Meitetsu Seto (名鉄瀬戸) ohne Umwege zur Station Owari Seto (尾張瀬戸駅) zu kommen. Angekommen ging es direkt zur Touristeninformation, um uns mit Karten zu versorgen. Es folgte auch gleich schon der erste Schock: in einem bestimmten Viertel hatten heute alle Töpferläden zu. Was zum…?

Aber wir konnten schnell aufatmen. Diese Läden waren eher als Bonus anzusehen, man konnte auch so sehr gut einkaufen und gab es direkt neben dem Bahnhof schon sehr gut ausgestattete Töpferläden! Es dauerte nicht lange, bis ich von Seto entzückt war.

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