Sake / Reiswein

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Sosogi Koboshi – Sake mit Glas und Holzbecher

Aktualisiert: 24. März 2017| 2017-03-24T16:26:22+00:00 Veröffentlicht: 7. August 2015|Thema: Essen und Trinken, Wissenswertes|Tags: , , , |

Es mag vielleicht schon vorgekommen sein: man sitzt in einer japanischen Kneipe und bestellt Sake – besser noch, mit dem passenderen Begriff nihonshū, oder simpel auf deutsch, ein Glas Reiswein – und es passiert folgendes. Der Kellner kommt wieder, mit im Gepäck ein kleines Glas, einen viereckigen Holzbecher, in die er nun das Glas stellt und schenkt nun in das Glas soviel Sake ein, dass es überlauft und auch den Holzbecher füllt. Den Vorgang kann man nun aus verschiedenen Gründen toll finden, doch wenn man anschließend Nachforschungen anstellt, bemerkt man, dass dieser sosogi koboshi genannte Vorgang unter Verwendung einen quadratischen Holzbecher sehr kontrovers betrachtet wird.

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Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten

Nihonshu Bar Asakura – Japanischen Reiswein genießen und die Welt des Sake kennenlernen

Aktualisiert: 1. November 2016| 2016-11-01T17:33:31+00:00 Veröffentlicht: 3. Januar 2013|Thema: Essen und Trinken, Vorgestellte Artikel (Featured)|Tags: |Regionen: , , , |

Wer sich etwas tiefer in die Gefilden des japanischen Reisweins begeben möchte, ist in der Nihonshu Bar Asakura (日本酒 bar asakura) sehr gut aufgehoben. Kenntnisse des japanischen sind nicht notwendig, denn der Besitzer Yoshihito Asakura spricht auch flüssig englisch. Die Nihonshu Bar Asakura ist aber keine Szenekneipe, sondern eher schlicht gehalten – man konzentriert sich als auf das Wesentliche, den Sake. Mit insgesamt 12 Sitzplätzen ist die Bar auch nicht sonderlich groß ausgefallen und die Öffnungszeiten  sind auch nicht wirklich regelmäßig – ein Blick auf die Webseite ( http://ameblo.jp/sakebar/ – japanisch) oder ein Anruf ist daher empfehlenswert.

Asakura Nihonshu Bar

In der Bar selber begegnet man dann u.a. „alten“ Sake koshū (古酒), welcher länger als ein Jahr gereift ist oder „lebendigen“ Sake namazake (生酒), der bei der Zubereitung nicht erhitzt wurde. Oder Sake mit Zitronengeschmack. Und noch viel mehr.

Man kann den Sake entweder einzelnd in größeren Tassen bestellen…

Asakura Nihonshu Bar
Asakura Nihonshu Bar

… oder wenn man sich gar nicht entscheiden kann, gleich mehrere kleinere zum probieren.

Asakura Nihonshu Bar

Auf jeden Fall gibt es sehr interessante Sake zum probieren und man kann sich einfach alles vom Besitzer empfehlen lassen, ein Blick in die Karte ist eigentlich gar nicht nötig.

Asakura Nihonshu Bar

Die Nihonshu Bar Asakura liegt etwas nördlich von der Sanjo an der Kiyamachi (Google Maps), ist also ziemlich zentral und nicht zu schwer zu finden. Einfach nach dem großen Holztropfen Ausschau halten!

Asakura Nihonshu Bar

Zusatzinfos in englischer Sprache: http://openkyoto.com/dining/sake-bar-asakura.html

Alle Bilder Asakura Nihonshu Bar

Alle Bilder von der Asakura Nihonshu Bar auf Flickr

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Sake: Koto 古都

Aktualisiert: 1. November 2016| 2016-11-01T17:33:37+00:00 Veröffentlicht: 23. Oktober 2011|Thema: Essen und Trinken|Tags: , , |Regionen: , , , |

Ein Sake, der seinen Namen von einen berühmten Schriftsteller erhalten hat: „Koto“ – die alte Hauptstadt. In einer schönen, dunkelblauen Flasche sorgt er auch für ein schönes Flair (natürlich nur, wenn auch die Umgebung stimmt).

「この酒の風味こそ京都の味」

„Gerade der Geschmack von diesem Sake entspricht dem Gefühl von Kyoto“

Kawabata Yasunari 川端康成

Wenn dieser Sake nicht ganz kalt ist, hat er im Abgang einen deutlich bitteren Nachgeschmack. Ansonsten ist er relativ leicht zu trinken.

Qualitätslevel (Shudo): +3 bis +4

Kosten: etw. 1300  Yen

Fazit: Wer in Kyoto verweilt, sollte diesen Sake zumindest einmal trinken!

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Kleine Sake-Kunde: „Deutscher“ Choya vs. japanischen Tsuki no Katsura, Shurakudai etc.

Aktualisiert: 27. Juli 2017| 2017-07-27T16:57:43+00:00 Veröffentlicht: 14. Oktober 2011|Thema: Essen und Trinken|Tags: |Regionen: , , , |

Manche kennen das ja vielleicht. Man hört vom guten Sake aus Japan, rennt in den nächsten Supermarkt, findet nur eine Sorte davon – nämlich Choya – und geht damit nach Hause. Was nun folgt, darüber möchte ich eigentlich gar nicht schreiben. Sagen wir, genüsslich finden es nur wenige, was da im Glas und danach im Mund landet. Manche würden aus genüsslich gar ungenießbar machen wollen. So erging es auch mir und als ich das erste Mal nach Japan kam, war mir Sake bereits so zuwider, dass ich hier keinen Sake trinken wollte.

….aber verdammt, ist der Sake hier in Japan gut!

Temperatur

Zunächst einmal aber eine grundlegende Weisheit über Sake: Guten Sake trinkt man kalt (冷酒) und je schlechter der Sake, desto wärmer, gar heiß sollte er sein (熱燗).

Bei einem Sake in Tetrapack habe ich diese Unterteilung entdeckt:

  • Kalt「令や」
  • „Auf diese Weise“, Zimmertemperatur「そのまま」
  • Erwärmt「ぬる燗」
  • Heiß「熱燗」

Nihonshudo

Auf der Verpackung steht zudem noch oft eine Einteilung namens nihonshudo 日本酒度 oder einfach nur shudo 酒度. Diese geben den Grad der Süße amakuchi 甘口 oder Herbe karakuchi 辛口 an und wird deswegen auch amakarakuchi 甘辛口 genannt.

+6.0

oder mehr

+3.5 bis +5.9+1.5 bis +3.4+1.4 bis -1.4-1.5 bis -3.4-3.5 bis -5.9-6.0

oder weniger

大辛口
sehr herb
辛口
herb
やや辛口
etwas herb
普通
normal
やや甘口
süßlich
甘口
süß
大甘口
sehr süß

Beispiele:

 
Links: Tsuki no Katsura „Kohaku-Ko“ (月の桂, 1410 Yen, Shudo 5) – Rechts: Shurakudai (聚楽第, 1417 Yen, Shudo 5)

Beides Sake, die mir sehr gut geschmeckt haben und Welten besser als der Choya-Sake sind. Noch dazu in ansehnlicheren Flaschen!

Sucht man Sake, den man im kalten Winter heiß trinken möchte, kann man auch ruhig zu den 2L-Tetrapacks für etwa 1000 Yen greifen. Den sollte man aber nicht unbedingt kühl trinken, um seine Geschmacksnerven zu schonen. Und allgemein ist Vorsicht geboten: Auch wenn Sake nicht so stark nach Alkohol schmeckt, hat er doch ca. 16% Alkohol. Nicht gerade wenig und man sollte Sake definitiv nicht unterschätzen.

So, die Forschung muss weitergehen!

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Museum vom Sake-Hersteller Gekkeikan, Nara und Todaiji (04.10.2011)

Aktualisiert: 8. Februar 2017| 2017-02-08T15:15:47+00:00 Veröffentlicht: 5. Oktober 2011|Thema: Fotografie, Sehenswürdigkeiten, Sonstiges|Tags: , , |Regionen: , , , , , |

Mit der Keihan-Bahn ging es von Kyoto ab Richtung Fushimi (伏見), genauer gesagt bis zur Bahnstation Chûshojima (中書島). Von dort waren es nur wenige hundert Meter bis zur ersten Station des Tages, der Sake-Fabrik von Gekkeikan (月桂冠), genauer gesagt dessen Museum.

Gekkeikan-Museum

Für 300 Yen bekommt man Einlass in diesen Wallfahrt-Ort für erlesenen Sake. Hier auch gleich die erste Überraschung: im Preis inklusive ist eine 180ml Dose Sake. Vorbildlich!

Im Museum selbst sieht man einige interessante Sachen, die Beschreibungen sind haupstächlich auf japanisch, mit englischen Schnipseln. Für 300 Yen kann man sich aber nicht beklagen, auch Fotos darf man machen.
Gekkeikan Sake Museum 月桂冠の博物館(24)
Am Ende der Tour wird man natürlich in den Museumshop gelotst, davor darf man aber noch Probetrinken! Es kam, wie es kommen musste, meine Freundin war nach drei winzigen Gläsern Sake ordentlich beschwipst. Da ich Sake gut im Liquor Mountain kaufen kann, auch von Gekkeikan, habe ich mir statt Sake folgende zwei Saketassen gekauft:

Links: Original Gekkeikan Tasse – Rechts: Kitschige Tasse

Gekkeikan Sake Museum 月桂冠の博物館 HDR

Nara

Der beschwipste Zustand meiner Freundin war für sie aber von Vorteil, denn ich wie ich schon einmal geschrieben habe, sind Rehe für viele Japaner sehr gefährliche Tiere. Dank dem Alkohol konnten wir alle aber mutiger in die Schlacht ziehen, und so sind auch einige lustige Bilder auf dem Weg zum Todaiji entstanden!

Biss-Attacke, nachdem das Futter nicht rausgerückt wurde!
Nara 奈良(4)
Sooooo putzig! (Reh: “What the fuck?!”)
Nara 奈良(7)
Nom nom nomnomnom…
Nara 奈良(10)

Todaiji

Im Todaiji (東大寺) war ich zwar schon, aber 2009 ist mir passenderweise der Akku meiner Kamera genau am Eingang leer gegangen. Rache! Die riesigen Buddha-Statuen lohnen sich aber immer wieder.
Fushimi Nara
HDR-Bild der Haupthalle mit den Buddhas
Todaiji 東大寺(14)
Zwei der riesigen Buddha-Statuen
Todaiji 東大寺(15)
Wächterfigur

Alle Bilder

Alle Bilder von Gekkeikan auf Flickr

Alle Bilder von Nara auf Flickr

Alle Bilder vom Todaiji auf Flickr

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