Onsen

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Onsen und Sento: Badekultur in Japan

Aktualisiert: 5. April 2017| 2017-04-05T17:55:12+00:00 Veröffentlicht: 25. Juni 2014|Thema: Sonstiges, Vorgestellte Artikel (Featured), Wissenswertes|Tags: , |Regionen: , , , , , |

Der Alltag in Japan kann hart sein, auch für Touristen. In Japan gibt es nichts entspannenderes, als sich abends in einem heißen Bad einweichen zu lassen. In Japan hat sich darum eine ganz eigene Badekultur entwickelt mit dem Begriff Onsen im Mittelpunkt. Aber was genau sind eigentlich Onsen? Und gibt es Verhaltensregeln?

In Japan hatte früher kaum ein Haus einen eigenen Bade- oder Waschbereich, was zur Entwicklung zahlreicher öffentlicher Badehäuser führte. Diese Entwicklung ist mit dem Trend zum eigenen Badezimmer aber stark zurückgegangen. Heutzutage sind öffentliche Badehäuser in Japan häufig Orte zur Entspannung, die man gelegentlich aufsucht. Die tägliche Reinigung rückt immer mehr in den Hintergrund.

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Reise in die Wakayama Präfektur: Zusammenfassung

Aktualisiert: 13. Oktober 2016| 2016-10-13T22:58:58+00:00 Veröffentlicht: 12. Mai 2014|Thema: Reise in die Wakayama Präfektur 2014, Sehenswürdigkeiten, Vorgestellte Artikel (Featured), Zusammenfassungen|Tags: |Regionen: , , , |

Vom 23. April bis zum 26. April fand die größere Reise meines Japanaufenthalts Frühjahr 2014 statt. Es ging in die Präfektur Wakayama südlich von Kyoto und Osaka, die für ihre unberührte Natur berühmt ist und ähnlich wie das Koberind, für das Wakayamarind. Aber auch für den Deflin- und Walfang.

…und es gab wieder Treppen. Treeeppeeeen….

Alle Artikel: Reise in die Wakayama Präfektur April 2014

Kamikura Schrein in Shingu Wakayama

Kamikura Schrein in Shingu

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Funaoka Onsen Badehaus in Kyoto

Aktualisiert: 9. Februar 2017| 2017-02-09T18:24:55+00:00 Veröffentlicht: 4. Mai 2014|Thema: Sehenswürdigkeiten|Tags: |Regionen: , , , , |

Funaoka Onsen ist das älteste Badehaus in Kyoto, was man vor allem im Inneren gut sehen kann. Trotz Onsen im Namen ist Funaoka Onsen aber ein Sento, welches sich nicht aus einer natürlichen Heißwasserquelle speist, sondern „nur“ normales Wasser erhitzt. Aber auch ohne Onsenwasser hat das Badehaus einiges zu bieten.

Alles über Onsen und Sento in Japan

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Reise nach Izumo: Ankunft, Super Hotel, Onsen Ranpu

Aktualisiert: 13. Oktober 2016| 2016-10-13T22:59:10+00:00 Veröffentlicht: 2. April 2013|Thema: Zwei Tage Izumo 2013|Tags: |Regionen: , , , |

Izumo 出雲
Ankunft, Super Hotel, Onsen Ranpu
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– Zwei Tage Izumo –

Nach drei Jahren der Verzögerungen oder „Verdammt, in zwei Wochen fliege ich ja schon wieder zurück!“ wurde nun endlich ein weiterer Meilenstein meiner Japanerfahrungen erreicht: Izumo!

Dort genossen wir das Hotel „Super Hotel“, aber vielmehr den direkt neben dem Hotel liegenden Onsen Ranpu.

Izumo Bahnhof

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Shikoku Tag 5, Matsuyama: das Badehaus Dogo Onsen

Aktualisiert: 13. Oktober 2016| 2016-10-13T22:59:13+00:00 Veröffentlicht: 29. August 2012|Thema: Eine Woche Shikoku 2012, Japanischer Tee, Vorgestellte Artikel (Featured)|Tags: , , |Regionen: , , , |

Matsuyama 松山
Dogo-Onsen 道後温泉

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Eine Woche Shikoku

Matsuyama, Dogo-Onsen – Es kam die Zeit, da mussten wir uns von den heißen Quellen im Tal Iya verabschieden, aber wir verzagten nicht; denn wir fuhren einfach zur nächsten heißen Quelle. Zum krönenden Abschluss der Reise aber nicht zu irgendeiner heißen Quelle, sondern zum Badehaus Dogo-Onsen (Wikipedia) in Matsuyama.

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Shikoku Tag 4: Natur genießen im Tal Iya (20.08. und 21.08.)

Aktualisiert: 13. Oktober 2016| 2016-10-13T22:59:13+00:00 Veröffentlicht: 26. August 2012|Thema: Eine Woche Shikoku 2012, Essen und Trinken, Vorgestellte Artikel (Featured)|Tags: |Regionen: , , |

Tal Iya 祖谷渓
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Eine Woche Shikoku

Tal Iya – Nach dem Treppenwahnsinn von Kotohira ging es am 20. August mit dem Schnellzug in nur 50 Minuten in das tiefste Hinterland von Shikoku, zur Bahnstation Oboke (大歩危). Ab hier gilt dann dasselbe wie für Shodoshima: Achtung Hinterland! Öffentliche Verkehrsmittel sind spärlich. Zum Glück mussten wir nur bis zum Hotel kommen, danach hat uns das Hotel selber mit Fahrer gut ausgeholfen. Am selben Tag ging es daher zur Brücke Kazurabashi, zum Wasserfall Biwa no Taki und zum Fluss unter der Kazurabashi Brücke. Am 21. August gab es noch einen Entspannungsaufenthalt am Iya Onsen, bevor es dann am Nachmittag Richtung Matsuyama im Westen von Shikoku weiterging.

Ankunft in Iya, Oboke, Hotel

Die Kamera konnte man schon an der Bahnstation Oboke reichlich benutzen.

At Oboke Station, Iya Valley

Folgende Bilder wurde am nächsten Tag gemacht, nachdem es geregnet hat. War einfach schöner mit den Regenwolken, die über die Hügel streifen.

At Oboke Station, Iya Valley
At Oboke Station, Iya Valley

Viel Auswahl an Hotels hat man hier nicht, daher ging es in das etwas teure, aber sehr empfehlenswerte Hotel Hikyo no Yu (秘境の湯).

Iya Valley

Aber genug vom Hotel, ab in die Natur!

Die Brücke Kazurabashi

Man kann es drehen und wenden wie man will: 500 Yen (etwa 5 Euro) für eine Brückenüberquerung erinnert an alte Wegelagererzeiten. Solange das Geld in eine gute Instandhaltung der Brücke investiert wird, ist das aber vielleicht besser so.

Kazurabashi Bridge, Iya Valley
Kazurabashi Bridge, Iya Valley
Iya Valley
Kazurabashi Bridge, Iya Valley

Schwindelfreiheit und keine Angst vor Höhen sind zu empfehlen.

Kazurabashi Bridge, Iya Valley
Iya Valley
Kazurabashi Bridge, Iya Valley
Kazurabashi Bridge, Iya Valley

Ein kleines Video kann man sich auf Youtube anschauen. Ja, ich hätte mein Handy quer halten sollen…

Der Wasserfall Biwa no Taki

Hat man die Brücke geschafft, ist der Wasserfall Biwa no Taki (琵琶の滝) nur 50 Meter weiter.

Biwa no Taki Waterfall, Iya Valley
Biwa no Taki Waterfall, Iya Valley
Biwa no Taki Waterfall, Iya Valley
Biwa no Taki Waterfall, Iya Valley
Biwa no Taki Waterfall, Iya Valley

Unten am Fluss

Am Fluss ist dann erstmal Playtime angesagt! Das Wasser ist sehr klar und wunderbar kühl. Genau richtig im Sommer, aber im Iya Tal war es generell nicht sonderlich heiß.

Iya Valley
Iya Valley
Iya Valley

Wer genau hinschaut, findet im ruhigen Wasser Kaulquappen und am Ufer Frösche.

Iya Valley
Iya Valley
Iya Valley

Und schönes Moos!

Iya Valley

Die heiße Quelle Iya Onsen

Am 21. August wurden dann die Koffer gepackt und zu einem weiteren Hotel im Tal Iya gefahren, dem Iya Onsen Hotel (ホテル祖谷温泉). Allerdings nicht für eine Übernachtung, sondern nur für die besondere heiße Quelle von Iya. Im Preis inklusive war auch ein reichhaltiger Nabe Eintopf. Das Hotelpersonal dort war aber sicherlich nicht das Beste. Für japanische Verhältnisse relativ „unfreundlich“, was uns aber noch mehr gestört hat war dieser Geiz, der hier an den Tag gelegt worden ist. Große Handtücher musste man als Onsenbesucher selber mitbringen und man bekommt nur am Anfang ein kleines Onsen Handtuch, mit dem man normal den Schambereich verdeckt. Geht man zuvor in das Bad des Hotels und wirft dort das Handtuch in die Sammelbehälter, bekommt man kein zweites. Punktabzug.

Das Hotel selber ist an einem Steilhang und die Aussicht ist fantastisch.

Iya Valley
Iya Valley

HDR Bild

Iya Valley HDR

Zur heißen Quelle selber gelangt man über eine Bahn, für die man als Onsenbesucher nur ein Ticket bekommt. Man hat zwar theoretisch ganze sechs Stunden Zeit für die heiße Quelle, aber solange will man natürlich nicht dort unten einweichen. Punktabzug.

Iya Valley
Iya Valley
Iya Valley

Die Quelle selber ist angenehm warm, aber nicht heiß und riecht etwas nach Schwefel. Gerade weil die Quelle nicht so extrem heiß ist, kann man hier sehr lange entspannen, im Gegensatz zu manch anderen heißen Quellen in Japan. Bilder von innerhalb des Badebereichs kann ich leider nicht zeigen (kann man auf der Hotelwebseite sehen), aber die Aussicht ist super und zu der Zeit flogen unglaublich viele Libellen direkt vor dem Badebereich herum.

Achtung: Will man am selben Tag von der heißen Quelle zurück zur Bahnstation Oboke, dann sollte man den letzten (!) Bus um etwa 13:30 Uhr (!!) nehmen. Eine Taxifahrt könnte teuer werden.

Fazit: Tal Iya

Wenn man kann, sollte man auf jeden Fall ins Tal Iya gehen. Hier kann man sich hervorragend entspannen, Spaß haben und trotzdem einige wunderbare Sachen sehen. Naturerlebnis eben. Den Besuch in der natürlichen heißen Quelle von Iya sollte man sich nicht entgehen lassen, trotz des weniger tollen Hotels.

Alle Bilder vom Tal Iya

Alle Bilder vom Tal Iya auf Flickr

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Reise nach Shikoku – Ankündigung und Zusammenfassung

Aktualisiert: 13. Oktober 2016| 2016-10-13T22:59:15+00:00 Veröffentlicht: 16. August 2012|Thema: Eine Woche Shikoku 2012, Sehenswürdigkeiten, Zusammenfassungen|Tags: , |Regionen: , , , |

Vom 17. bis zum 22. August 2012 ging es auf die Insel der vier Länder: Shikoku (四国). Wagt man sich ins Innere der Insel, darf man herrliche Naturlandschaften erleben, durch deren Schluchten und Täler sich sogar schon im 12. Jahrhundert die Minamoto und Taira im Genpei-Krieg bekämpft haben. Besuche im Hauptheiligtum und diversen Onsen durften natürlich auch nicht fehlen.

Reise in Shikoku allgemein

Präfektur Kagawa 香川県

Für drei Tage werden wir uns in der Präfektur Kagawa zuerst in Takamatsu (高松) u.a. den Garten Ritsurinkoen (栗林公園) und die Insel Shodoshima (小豆島) anschauen.

Anschließend geht es in die nahe gelegene Stadt Kotohira oder Konpira (琴平), wo u.a. der Schrein Kotohiragu (金刀比羅宮) und das prächtige No-Theater Kanamaruza (金丸座) auf uns warten.

Präfektur Tokushima 徳島県

In der Präfektur Tokushima geht es dann für zwei Tage nur um Natur und Onsen, genauer gesagt geht es dann in das Tal Iya (祖谷渓). Am ersten Tag werden wir uns das Tal allgemein und die Brücken im speziellen anschauen, während der zweite Tag ein reiner Onsentag wird.

Präfektur Ehime 愛媛県

Und als hätten wir uns im Tal Iya dann nicht schon genug entspannt, geht es am letzten Tag noch nach Matsuyama (松山), um dort im berühmten Onsen Dogo (道後温泉) die Seele baumeln zu lassen. So eine Reise ist schließlich anstrengend.

Dogo Onsen – Größere Kartenansicht

Ziele auf Shikoku, die Artikel

Alle Artikel können im Thema „Eine Woche Shikoku“ zusammengefasst betrachtet werden.

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Nordkyushu Tag 4: Beppu, Onsen und die Höllen (31.03.)

Aktualisiert: 12. Februar 2017| 2017-02-12T16:35:03+00:00 Veröffentlicht: 9. April 2012|Thema: Eine Woche Nordkyushu 2012, Sonstiges|Tags: |Regionen: , , , |

Beppu – Um 17 Uhr ging es mit dem Highway-Bus von Nagasaki nach Beppu (別府), der Stadt der Onsen. Nach etwa vier Stunden Fahrt kamen wir auch und checkten erstmal in das Hotel Shin Horii (新ほり井) ein. Ein sehr nettes Onsen-Ryokan mit kashikiri onsen (貸切温泉), das heißt, wenn der Onsen frei ist und man reingeht, hat man den Onsen für sich alleine. Und davon gab es gleich zwei: soma no yu (杣の湯) und komorebi no yu (木洩れ日の湯).

Eingang

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Onsen komorebi no yu

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Onsen komorebi no yu

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Onsen soma no yu

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In Beppu ist mir auch das erste Mal Toriten (とり天) aufgefallen, welches ähnlich wie Karaage (唐揚げ) ist. Nur wird statt Frittieröl bei Toriten Tempura verwendet. In der Präfektur Oita (大分), in der Beppu liegt, wurden nach dem zweiten Weltkrieg zahlreiche Hühnerfarmen aufgebaut, um gegen die Nahrungsknappheit anzukämpfen. Das würde auch erklären, warum es nördlich von Beppu eine Stadt gibt, die bekannt für ihr Karaage ist – mit zahlreichen Karaage-Imbissen/Restaurants.

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Über die zahlreichen Onsengänge und unseren Hühnchenkonsum möchte ich hier aber nicht weiter ausführen. Es war auf jeden Fall entspannend und lecker!

Die Höllen von Beppu

Ähnlich wie Unzen hat auch Beppu seine sogenannten Höllen. Hierbei handelt es sich um acht heiße Quellen, die sich durch spezielle Charakteristiken von anderen heißen Quellen abheben. Alle Quellen befinden sich im nördlichen Teil von Beppu und bis auf zwei Quellen liegen alle sehr nahe beieinander.

Ticketpreis liegt bei 400 Yen für eine einzelne Quelle oder 2000 Yen für alle Quellen zusammen. Man kann alle Quellen in vier Stunden schaffen, aber da es fast an jeder Quelle ein Erholungsfeature gibt, würde ich mehr einplanen.

Quelle 1) Umi-jigoku 海地獄

Die „Seehölle“, die ihren Name von ihrer Meeresblauen Farbe erhält. Es gibt noch eine zweite Quelle auf dem Gelände, die bräunlich gefärbt ist, aber wohl zu unwichtig ist, um einen eigenen Namen zu bekommen. Hier haben wir auch das erste ashiyu (足湯), einer heißen Quelle nur für die Füße. Herrlich!

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Ashiyu at Beppu, Kyushu, Japan

Quelle 2) Oniishibozu-jigoku 鬼石坊主地獄

Hmm… die „Hölle des Teufelsteins mit Glatze“? Ich lasse die Bilder entscheiden. Auch hier gibt es ein tolles Fußbad!

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Quelle 3) Yama-jigoku 山地獄

Das wird wieder einfacher: die „Berghölle“. Relativ unspektakulär…

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…weswegen man wohl unbedingt einen kleinen Zoo hinzufügen musste! Man kann sich ja über Zoohaltung generell streiten, aber was Japan zu dem Thema liefert, kann man teilweise nur noch als Tierquälerei bezeichnen. Da hätten wir zunächst das Nilpferd, welches schon so darauf konditioniert ist, apathisch im Wasser zu sitzen und reflexartig das Maul auzusperren, sobald es auch nur den Hauch einer Karotte sieht.

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Es geht dann auch gleich mit einem Elefanten weiter, der im völlig zu kleinen Gehege wohl auch schon aufgegeben hat und seinen Kopf nur noch auf das Geländer legt – und ab und zu so dermaßen auf die Gitterstäbe dröhnt, dass es sich anhört wie die außerirdischen Angreifer aus der Neuauflage von „Krieg der Welten“ mit Tom Cruise.

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…lieber schnell weiter.

Quelle 4) Kamado-jigoku かまど地獄

Die „Küchenherdhölle“. Ok, es wurde ein traditioneller Reiskocher aufgestellt…

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…und man konnte das Wasser trinken (salzig, wäh)…

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…aber warum es jetzt ausgerechnet diesen Namen tragen musste, war nicht erkennbar. Aber wenigstens wieder schöner.

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Oder auch nicht…

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Oder doch!

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Wieder mit Fußbad und Onsen-Eiern.

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Quelle 5) Oniyama-jigoku 鬼山地獄

Die „Teufelsberghölle“. Auch hier wieder fragt man sich, warum ausgerechnet dieser Name – aber das war eh nicht wichtig. Es fing wieder unspektakulär an…

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…und weil das so ist, brauchte man wieder Tiere! (man ahnt es schon…)

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Nein, keine Nilpferde und Elefanten, einfach nur Unmengen von Krokodilen in einen Käfig. Handtaschen brauchen eh keinen Platz?

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Quelle 6) Shiroike-jigoku 白池地獄

Die „Hölle der weißen Quelle“. Das war wieder leichter zu erkennen. Die Quelle war zwar schon, aber scheinbar brauchte man auch hier Bonustiere. Allerdings nur Fische und nicht so erbärmlich untergebracht wie die anderen Leidensgenossen.

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Quelle 7) Chinoike-jigoku

Die „Blutteichhölle“. Auch klar erkennbar. Zum Glück keine Tiere! Um von der Shiroike-jigoku hierher zu kommen, musste man den Bus oder ein Taxi nehmen.

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Quelle 8) Tatsumaki-jigoku 龍巻地獄

Die „Tornadohölle“, direkt neben der Chinoike-jigoku. Etwa alle 45 Minuten emporschießende Wasserfontäne und auch hier wieder keine Tiere – Glück gehabt, ihr Exoten dieser Welt!

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Video: Die Höllen von Beppu – Umijigoku und Oniishibojigoku

Dieses Video direkt auf Youtube anschauen

Fazit

Der Großteil der Quellen war wirklich schön – allerdings muss man bedenken, dass diese Quellen ein sehr beliebter Ausflugsort für Familien ist. Wer allergisch gegen nervende Kinder ist, kann sich hier auf einen Schock gefasst machen. Dazu kommen die erbärmlich gehaltenen Tiere, die die Stimmung ordentlich in den Keller drücken kann.

Am Abend folgten dann weitere Onsengänge und noch mehr Hühnchen auf dem Teller, bevor es am nächsten Morgen dann ab nach Aso und Kumamoto ging.

Alle Bilder von Beppu

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Nordkyushu Tag 2, Teil 1: Die Hölle von Unzen (29.03.)

Aktualisiert: 12. Februar 2017| 2017-02-12T16:35:03+00:00 Veröffentlicht: 4. April 2012|Thema: Eine Woche Nordkyushu 2012, Essen und Trinken, Sehenswürdigkeiten|Tags: , |Regionen: , , , |

Am zweiten Tag ging es raus aus Nagasaki, und zuerst rein in die Natur. Mit dem Bus (das Busterminal lag praktischerweise direkt neben dem Hotel) ging es über eine Stunde lang zur „Hölle von Unzen“, oder auch nur Berg Unzen. Das Besondere dort sind die heißen Quellen, die sich aus dem Vulkan speißen. „Praktischerweise“ konnte man damit auch Christen foltern und/oder töten, wie es während der Christenverfolgung im 16. Jahrhundert der Fall war, daher der Name „Hölle von Unzen“ und die christlichen Denkmäler dort.

Charakteristisch sind die Nebelschwaden, die aus dem Boden aufsteigen. Ab und zu riecht man auch den Gestank wie von fauligen Eiern, aber das ist zum Glück nicht so penetrant.
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Und auf die Idee muss man erstmal kommen: Mit heißen Wasser, das nach fauligen Eiern stinkt, Eier zu kochen!
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Schmeckt aber zum Glück besser als es riecht. Eigentlich nur wie ein normales Ei.

Es gibt einen kleinen Wanderweg durch das Gebiet, aber die Landschaft wechselt sich nicht großartig ab.
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Video: The Hell of Unzen 雲仙の地獄

Dieses Video auf Youtube anschauen

Onsen Schrein 温泉神社

Der Ort, an dem wir waren, war im Prinzip ein Hoteldorf. Witzigerweise (aber auch nicht sonderlich überraschend) gibt es hier auch einen Onsen Schrein.
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Manmyôji 満明寺

Und direkt daneben noch der Tempel Manmyôji, der auf den Mönch Gyoki-Daijyoin im 7. Jahrhundert zurückgeführt wird. Interessant sind hier die vielen Heiligenstatuen.
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Anschließend ging es mit dem Bus weiter Richtung Shimabara (島原).

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Heiligabend in Japan: Freiluft-Onsen! (24.12.)

Aktualisiert: 13. Oktober 2016| 2016-10-13T22:59:31+00:00 Veröffentlicht: 27. Dezember 2011|Thema: Winterurlaub in der Präfektur Ishikawa 2011|Tags: , , |Regionen: , , |

Was macht man in Japan an Heiligabend, wenn man zufällig ein Hotelzimmer für normal 150 Euro findet, über Weihnachten aber nur 75 Euro kostet? Noch dazu mit angeschlossenen Privat-Onsen? Genau, buchen!

Die Wahl fiel dann mehr oder weniger freiwillig auf das Hotel Yuzankaku (雄山閣) in Yamashiro-Onsen (山代温泉). Mit der Bahn mussten wir also irgendwie bis nach Kaga-Onsen (加賀温泉) kommen, wo wir dann vom Shuttle-Bus des Hotels abgeholt wurden. Die Reise nach Kaga-Onsen kann man mit dem Seishun 18 Ticket (青春18切符) relativ günstig gestalten, mit nur drei Stunden Fahrt mit den normalen Zügen (普通) – über Tsuruga (敦賀) und Fukui (福井).

Dass es dort ziemlich sein kalt würde, wurde uns aber schon schnell auf der Hinfahrt bewusst:

An der Station Kaga-Onsen angekommen…

…wurden wir netterweise von einem goldenen Buddha begrüßt, etwa lässige fünf Stockwerke hoch.

Nun, zum Hotel kann und brauche ich auch nicht viel schreiben. Wir haben es einfach genossen – nach dem Begrüßungstee…

…auch das großzügige Zimmer…

…und sogar den Freiluft-Onsen (露天風呂), auch wenn es währenddessen geschneit hat…

…sogar mitten in der Nacht mit Dosenbier, wie passend zu Heiligabend!

Am nächsten Tag hieß es dann: auf zum Natadera (那谷寺)!

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