Miyagi (Präfektur)

Sendai, Wassermelonen und Godzilla

Aktualisiert: 13. Oktober 2016| 2016-10-13T22:59:54+00:00 Veröffentlicht: 6. August 2010|Thema: Eine Woche Nordjapan 2010, Essen und Trinken, Sonstiges|Tags: , |Regionen: , , |

Wenn Godzilla mal nicht Tokyo zerstört, legt er seine Eier in Sendai neben der quadratischen Wassermelone ab. Generell habe ich noch nie so viel Melonen in Japan gesehen wie in Sendai.

ゴジラのたまご
Sendai, Bahnhof, untere Ebene

Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten

Chusonji, Sendai selbst, 01.08.2010

Aktualisiert: 13. Oktober 2016| 2016-10-13T22:59:54+00:00 Veröffentlicht: 5. August 2010|Thema: Eine Woche Nordjapan 2010, Sehenswürdigkeiten|Tags: |Regionen: , , |

Das Tagesziel war der Chusonji-Tempel (中尊寺) bei Hiraizumi (平泉). Ursprünglich wollten wir mit dem Zug hinfahren für 1890 Yen, aber im letzten Moment haben wir im Hotel einen Flyer entdeckt, auf dem ein Schnellbus (高速バス) direkt zum Chusonji bewarb. Dieser Bus war sogar etwas schneller (1 Stunde 30 Minuten) und gleichzeitig mit 1700 Yen etwas günstiger. Abfahrtszeiten waren 9 Uhr und 10 Uhr von Bushaltestelle 46 am Sendai-Bahnhof, Rückfahrzeiten 14 Uhr und 15 Uhr von Chusonji.

Direkt neben der Bushaltestelle Chusonji war das Grab von Benkei (弁慶), auf dem Gelände vom Chusonji wurde ihm ein eigenes Tempelgebäude gewidment (inklusive Benkei-Talisman, japanisch Mamori). Diese relativ kleinen Tempelgebäude machten einen Hauptteil des Chusonji aus. Am Hauptgebäude (本堂) konnte man eine Spezialität des Chusonji erwerben, den Kônencha – ein Tee, dessen ursprüngliches Rezept bis in die Heian-Zeit zurück reicht und aus 24 verschiedenen Pflanzen gemacht wird, u.a. Kartoffeln und Pilzen. Geschmacklich dem Hojicha ähnlich und soll sehr sehr gesund sein.
Für den Chusonji selbst musste man keinen Eintritt bezahlen, aber für zwei größere Hallen. In der einen befanden sich drei große, goldene Bhudda-Statuen inklusive Museum, in der anderen befand sich ein kleines, ebenso goldenes Tempelgebäude mit vielen kleinen Bhudda-Statuen. Am Ende des Geländes befand sich noch ein kleiner Shinto-Schrein mit No-Bühne, deren Dach eher wie eine Wiese aussah, aber insgesamt sehr schön und eben sehr naturalistisch.

Eigentlich wollten wir noch den Tempel Moutsuji (毛越寺) besuchen, aber der Chusonji hat doch mehr Zeit in Anspruch genommen, obwohl er nicht ganz so weitläufig war, wie wir es anhand von Bildern vermuteten. Wir sind um 10 Uhr mit dem Bus von Sendai losgefahren und mit dem 15 Uhr Bus zurück. Wer also den Chusonji und den Moutsuji sehen möchte, sollte auf jeden Fall den 9 Uhr Bus nehmen und sich bei beiden Tempeln nicht ganz so viel Zeit lassen. Anschauen sollte man beide, schade für uns. Wer übrigens vier bestimmte Tempel um Sendai besucht, kann sich für 1000 Yen ein extra Stempelheft kaufen und von diesen Tempeln vier Stempel sammeln (und wieder ein Stück Erleuchtung, yeah). Die besagten Tempel sind der Chusonji und Moutsuji in Hirazumi, der Yamadera (山寺, Tempel am Berg) westlich von Sendai (der wirklich schön auf Bildern aussah!) und der Zuiganji (瑞巌寺) in Matsushima (松島). Nächstes Mal dann…

Bilder vom Chusonji

Zurück in Sendai haben wir uns dann auf den Weg gemacht, um den Stadtherren Date Masamune (Date-chan!) die Ehre zu erweisen. Genauer gesagt seiner Statue am ehemaligen Sendai-Schloss (仙台城跡 – dass es nicht mehr gibt). Die Statue haben wir per Auge auf Google Maps gesucht. Das führte dazu, dass wir auf einem Sportplatz mit einer anderen Statue landeten, die zwei Kilometer vom Hotel entfernt war. Glücklicherweise war das aber nicht ganz so der Umweg, nach weiteren zwei Kilometern in fast dieselbe Richtung und pünktlich zum Anbruch der Dunkelheit haben wir Date-Chan dann gefunden.

Bilder von Sendai und dem ehemaligen Sendai-Schloss

Am nächsten Morgen ging es dann per Bus nach Hirosaki (弘前) in der Nähe von Aomori (青森).

Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten

Ankunft in Sendai, Matsushima, Zuiganji, 31.07.2010

Aktualisiert: 13. Oktober 2016| 2016-10-13T22:59:54+00:00 Veröffentlicht: 3. August 2010|Thema: Eine Woche Nordjapan 2010|Tags: , , |Regionen: , , |

Dank dem Nachtbus (夜行バス) kamen wir ziemlich fertig in Sendai (仙台) an, und zwar um kurz vor 8 Uhr morgens. Ins Hotel einchecken konnten wir erst um 14 Uhr, daher haben wir nur unser Gepäck abgegeben. Ungeduscht und mit der Bahn Richtung Bahnhof Matsushimakaigan (松島海岸) sind wir dan zu unserem ersten Ziel aufgebrochen, den Inseln von Matsushima (松島)…

…und es war furchtbar. Eigentlich hatten wir es auf einen Tempel abgesehen, von wir dachten, er wäre auf einer Insel. Nachdem wir 200 Yen Brückenzoll bezahlt haben, sind wir auf die größte Insel namens Fukurajima (福浦島) gegangen. Außer jeder Menge Insekten und einem einzigen kleinen Tempelgebäude war dort aber nichts zu finden. Da die Insel aber nicht klein war, haben wir das erst nach einer Weile festgestellt. Nichts wie runter und den Tempel anderswo suchen.

Und wir fanden ihn, direkt neben dem Bahnhof, von dem wir herkamen. Zuiganji (瑞巌寺 ) hieß er übrigens. Dieser war schon schon eher anschauenswert, allerdings haben wir uns nur den Vorbereich angeschaut. Das Innere (und somit 700 Yen Eintritt) haben wir uns erspart, da die zwei wichtigsten Gebäude gerade umgebaut und unzugänglich waren. Schade.

Insgesamt lässt sich sagen, die Inseln von Matsushima sind zwar schön, aber auch ziemlich langweilig. Ohne die Fähre (1400 Yen) zum anschauen lohnt sich es eigentlich nicht.

Nachdem wir dann den Vorhof von Zuiganji betrachtet haben, gingen wir zur Erholungs ins Nahe gelegene Teehaus Kanrantei (観覧亭), mein persönlicher Höhepunkt an diesem Tag. Es geht doch nichts über einen kalten Matchatee (令茶). Ursprünglich in Kyoto gebaut, wurde es von Toyotomi Hideyoshi an Date Masamune in Matsushima geschenkt. Es ist das älteste Teehaus in der Tôhoku-Region.

Ausgelaugt sind wir zum Hotel zurück und außer viel schlafen haben wir dann nichts mehr gemacht.

Bilder von Matsushima, Zuiganji, Kanrantei

 

 

Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten

Reiseplanung erste Augustwoche

Aktualisiert: 24. Februar 2015| 2015-02-24T18:46:17+00:00 Veröffentlicht: 22. Juli 2010|Thema: Eine Woche Nordjapan 2010, Sonstiges|Tags: |Regionen: , , , |

Noch nicht mal in Japan und schon steht die erste Reise! Vom 30. Juli bis zum 07. August werde ich samt Freundin unterwegs sein, wieder einmal in Nordjapan (jaja, nach Süden komm ich auch irgendwann mal).

Los geht es am 30. Juli Abends in Kyoto (京都): Per Nachtbus überwinden wir die erste große Strecke nach Sendai (仙台). Dort bleiben wir zwei Nächte lang. Am ersten Tag (wir kommen morgens mit dem Nachtbus an und werden total gerädert sein) wollen wir uns Sendai selbst und die Matsushima-Inseln (松島町) anschauen. Am zweiten Tag geht es zum Chuson-ji (中尊寺), dem Haupttempel der buddhistischen Tendai-Sekte (天台宗).

Am 02. August geht es morgens per Bus nach Hirosaki (弘前). Auch hier werden wir zwei Nächte lang bleiben. Den ersten Abend geht es nach Aomori (青森), wo das Nebuta-Matsuri (ねぶた祭) stattfindet. Deswegen waren schon so gut wie alle Hotels ausgebucht und wir mussten auf etwas teureres ausweichen – hier sollte man mindestens einen Monat früher buchen. Beim Nebuta-Matsuri wird diesmal aber nur zugeschaut, nicht mitgemacht – soll ja schließlich Urlaub und kein Training sein und ich erinnere mich noch zu gut an den anschließenden Muskelkater vom letzten Mal (den ich gar nicht erwähnt habe, ups – diesmal werde ich bestimmt mehr schreiben). Wenn wir dann am nächsten Morgen übermüdet aufstehen, werden wir in das berühmte Naturschutzgebiet Shirakami-Sanchi (白神山地) pilgern.

Am Morgen des 04. August geht es dann erstmal per Zug nach Hachinohe (八戸), von dort aus per Shinkansen nach Tokyo (東京). Was wir an den drei Tagen und zwei Nächten dort machen, wissen wir noch nicht. So gut wie sicher ist Nikko (日光), ganz oben auf der Liste stehen Yokohama und der Park Sankeien (三溪園).

Am Abend des 06. Augsut geht es dann per Nachtbus wieder nach Kyoto, damit wir am 07. August Abends nach Osaka (大阪) gehen können, um uns das Naniwa-Yodogawa-Hanami-Taikai (なにわ淀川花火大会) – oder kurz Yodohanabi (淀花火) anzuschauen.

Die Reisekosten werden etwa 42000 Yen ausmachen – für Japan relativ günstig, da sogar eine weite Shinkansenfahrt inklusive ist. Ursprünglich hatten wir mehr mit Nachtbus geplant, haben dann aber die Nachtbusse soweit es geht rausgeworfen. Nachtbusse sind zwar eine sehr günstige Möglichkeit in Japan, große Strecken zu überwinden, haben aber zwei große Nachteile: 1) Wenn man im Bus nicht schlafen kann, ist der Tag im Eimer. Und zwar so richtig. 2) Die Busse kommen in der Regel sehr früh an, etwa 8 Uhr. Um die Zeit kann man natürlich noch nicht ins Hotel einchecken, was auch bedeutet, dass man nicht duschen kann etc. Kann sehr unangenehm werden. Um sich also selbst einen Gefallen zu tun und die Reise angenehmer zu machen, sollte man lieber einmal mehr den Zug nehmen.

Detailberichte werden folgen!

Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten