Zentral-Kyoto (Areal)

上京区・中京区・下京区
Der Innenstadtbereich von Kyoto, zusammengefasst aus den Stadtteilen Kamigyo-ku (nördliches Drittel), Nakagyo-ku (zentrales Drittel) und Shimogyo-ku (südliches Drittel).

Einzelbereiche: Zentrum-Nord | Zentrum-Mitte | Zentrum-Süd

Das Gion Matsuri (Gion-Fest) in Kyoto

Aktualisiert: 24. Juli 2017| 2017-07-24T18:16:20+00:00 Veröffentlicht: 11. Juli 2016|Thema: Japanische Feste, Vorgestellte Artikel (Featured)|Regionen: , , , , , , , |

Neben der Hitze ist der Juli in Kyoto vor allem wegen einer anderen Sache bekannt: dem Gion Matsuri (Gion-Fest). Man könnte behaupten, das Gion Matsuri wurde nur deswegen geschaffen, damit nicht alle Einwohner von Kyoto über die Monate Juli und August in kühlere Gefilde fliehen. Wäre das tatsächlich der Fall, müsste das Gion Matsuri unglaublich viel zu bieten haben und das kann man an dieser Stelle schon verraten: ja, es hat unglaublich viel zu bieten.

Hauptschrein des Fests: Yasaka-Schrein

Japan-Kyoto Wertung

Genauere Infos über das Gion Matsuri in nicht-japanischer sind spärlich zu finden und die Übersetzungen kosten viel Zeit und Mühen. Der Artikel wird daher nach und nach ausgebaut und erweitert. Hinweise über Updates für diesen Artikel werden auf der Facebookseite von Japan-Kyoto veröffentlicht.

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Ramen Hikosaku in Kyoto

Aktualisiert: 13. März 2017| 2017-03-13T20:51:36+00:00 Veröffentlicht: 30. April 2016|Thema: Essen und Trinken|Tags: |Regionen: , , , , |

Ramen Hikosaku befindet sich in der Imadegawa-Straße, zwischen Senbon und Horikawa. Damit liegt dieses Ramengeschäft noch in akzeptabler Laufreichweite von der Doshisha-Universität – genau wie Ramen Rengu, das sich direkt nördlich in einer Parallelstraße befindet.

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Tozando Nishijin: Kendogeschäft in Kyoto

Aktualisiert: 9. Februar 2017| 2017-02-09T18:42:03+00:00 Veröffentlicht: 12. Dezember 2015|Thema: Budo Kampfkunst, Kendo|Tags: , |Regionen: , , , , , |

Tozando ist eines von zwei japanischen Kendogeschäften, die außerhalb Japans aufgrund ihres Onlineshops sehr bekannt sind. Ist man vor Ort, möchte man natürlich direkt persönlich ins Geschäft und sich an all den kleinen Dingen erfreuen, an die man sonst eher schwer kommt. Kein Problem, denn Tozando Nishijin bietet reichlich Auswahl für den dürstenden Kendoka.

Japan-Kyoto Wertung

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Teehaus Shusuitei im Park Gyoen, Kyoto

Aktualisiert: 15. November 2017| 2017-11-15T13:23:18+00:00 Veröffentlicht: 4. Dezember 2015|Thema: Sehenswürdigkeiten, Vorgestellte Artikel (Featured)|Tags: , , , , |Regionen: , , , , , , |

Jetzt auch noch das Teehaus Shusuitei. Der Nationalpark Gyoen mitten im Herzen von Kyoto hat wirklich viel zu bieten. Ein leicht zu übersehendes Angebot ist das Teehaus Shusuitei an der südlichen Grenze des Parks an der Marutamachi-Straße. Warum das Teehaus aber definitiv einen Besuch wert ist und für Liebhaber der japanischen Teekultur regelrecht Gold wert sein kann, mehr dazu hier.

Japan-Kyoto Wertung

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Ramen Tengu in Kyoto

Aktualisiert: 13. März 2017| 2017-03-13T19:11:15+00:00 Veröffentlicht: 13. November 2015|Thema: Essen und Trinken|Tags: , |Regionen: , , , , , |

Wie der Zufall es so will, erwähnte ein Freund ein bestimmtes Ramen-Restaurant (Überraschung: Ramen Tengu) und es dauerte keine zwei Tage, bis wir zufällig daran vorbei liefen. Und es war wirklich zufällig, da wir in Nebenstraßen unterwegs waren, noch gar nicht essen wollten und das eigentliche Ziel war Kitamura Tokusai. Egal, ein gutes Ramen lässt man sich einfach nicht entgehen!

ラーメンてんぐ

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Nashinoki-Schrein am Kaiserpalast von Kyoto

Aktualisiert: 25. September 2017| 2017-09-25T14:57:32+00:00 Veröffentlicht: 29. April 2015|Thema: Sehenswürdigkeiten|Tags: , , , |Regionen: , , , , |

Der Nashinoki-Schrein ist ein kleinerer Schrein an der Ostseite des Parkgeländes Gyoen, auf dem sich auch der ehemalige Kaiserpalast Gosho befindet. Nashinoki ist der Schrein, den ich in meiner bisherigen Zeit in Japan am meisten frequentiert habe, phasenweise sogar täglich. Dadurch sind mir auch die zahlreichen Veränderungen am Schrein seit 2010 aufgefallen – mal kleinere, mal größere – mal zum besseren, mal zum schlechteren. Am Nashinoki-Schrein befindet sich zudem der letzte der drei berühmten Brunnen von Kyoto, der Somei-Brunnen.

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Teehaus Chakobo Nagatake in der Pontocho, Kyoto

Aktualisiert: 1. November 2016| 2016-11-01T17:33:28+00:00 Veröffentlicht: 21. April 2014|Thema: Essen und Trinken, Japanischer Tee|Regionen: , , , , , |

Kyoto ist trotz seiner Größe von einem modernen Großsstadtflair weitgehend verschont geblieben. Wie überall in Japan ist Platz meist Mangelware, und daher muss man auch in Kyoto sehr gedrängt bauen. So hat sich ein Architekturmerkmal entwickelt, wofür man Kyoto sehr schätzen kann: wo noch ein wenig Platz vorhanden ist, wird noch etwas reingequetscht! Ein Beispiel ist die Straße Pontocho, eine enge Gasse, in der sich dicht an dicht Restaurants und Cafés aneinanderreihen. Ein besonderes Exemplar ist dabei das Teehaus Chakobo Nagatake.

Chakobo Nagatake

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Ippodo Teeladen und Teehaus in Kyoto

Aktualisiert: 9. November 2017| 2017-11-09T20:27:22+00:00 Veröffentlicht: 16. April 2014|Thema: Japanischer Tee|Tags: , , , |Regionen: , , , , , |

Der berühmte Teeladen Ippodo ist in Kyoto eine Institution für sich und hat es mit seiner 300-jährigen Geschichte nicht nur in Japan zu großer Bekanntheit geschafft, sondern erfreut sich auch außerhalb Japans an wachsender Beliebtheit. Das dürfte nicht zuletzt am starken Webauftritt liegen und dem Onlineshop, der weltweit japanischen Tee versendet. Inzwischen hat Ippodo sogar seinen ersten Teeladen außerhalb von Japan aufgemacht, nämlich in New York.

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Kitamura Tokusai Fukusa – Textilbedarf für Teekultur in Kyoto

Aktualisiert: 9. Februar 2017| 2017-02-09T18:46:58+00:00 Veröffentlicht: 10. April 2014|Thema: Handwerk, Japanischer Tee|Tags: |Regionen: , , , , , |

Zum Stil oder zum Erlebnis traditioneller Geschäfte in Kyoto gehört es oftmals, dass die Frontseite des Geschäfts sehr unscheinbar ist und man quasi blind eintritt. Es kann sogar vorkommen, dass man kaum oder gar nicht erkennen kann, was der Laden innen nun verkauft. Kitamura Tokusai Fukusa gehört definitiv zu solchen Läden, da man ihm nur mit Vorwissen ansieht, dass er hauptsächlich Fukusa verkauft, aber auch sonst sämtlichen Textilbedarf, den man in der japanischen Teewelt so braucht.

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Tempel Shokokuji in Kyoto

Aktualisiert: 8. Februar 2017| 2017-02-08T00:19:37+00:00 Veröffentlicht: 29. März 2014|Thema: Sehenswürdigkeiten, Sonstiges|Tags: |Regionen: , , , , , |

Shokokuji ist ein Tempelkomplex, der zu großen Teilen frei zugänglich ist. Gerade den Studenten an der Doshisha Universität sollte der Shokokuji ein Begriff sein, liegt er direkt neben dem Imadegawa Campus an der Nordseite des ehemaligen Kaiserpalasts. Der Shokokuji erhält auch jedes Mal seinen Platz in der Begrüßungsrede an die Austauschstudenten aufgrund seiner historischen Bedeutung (oder eher: „Der Imadegawa Campus liegt direkt zwischen Gosho und Shokokuji, so toll ist die Doshisha.“), die man aber mangels Touristenmassen kaum erahnen kann. Hervorzuheben ist, dass die berühmten Tempel Kinkakuji und Ginkakuji Subtempel des Shokokuji sind.

Shokokuji Hatto

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Kommentare deaktiviert für Tempel Shokokuji in Kyoto

Der kaiserliche Palast in Kyoto – Gosho

Aktualisiert: 30. Juli 2017| 2017-07-30T15:52:20+00:00 Veröffentlicht: 16. April 2013|Thema: Die Großen in Kyoto, Fotografie, Sonstiges|Tags: , |Regionen: , , , , , |

Innerhalb des Parks oder Gartens Gyoen (御苑) befindet sich der alte kaiserliche Palast von Kyoto, der Gosho (御所). Ab dem 16. Jahrhundert war der Gyoen der Bereich, in dem die Aristokraten ihre Häuser stehen hatten. Mit dem Umzug des Kaisers nach Tokyo im Jahr 1869 wurden diese aber abgerissen, was den heutigen Gyoen zu einer riesigen Parkfläche inmitten von Kyoto ermöglichte und mit dem Gosho eine sehr wichtige Sehenswürdigkeit beherbergt.

Kyoto Gosho

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Nishi Honganji Tempel in Kyoto

Aktualisiert: 11. Mai 2017| 2017-05-11T15:59:54+00:00 Veröffentlicht: 3. Juni 2012|Thema: Sehenswürdigkeiten|Tags: |Regionen: , , , , , |

Der Nishi Hongan-ji (jap. 西本願寺) ist der Haupttempel der buddhistischen Jōdo-Shinshū-Sekte Honganji-ha, die aber zumeist nur unter dem Namen dieses Tempels firmiert. Er liegt im Stadtbezirk Shimogyō-ku von Kyōto.

Er hat ebenso wie der östlich gelegene Hongan-ji, der Higashi Hongan-ji, eine große Miei-dō (御影堂 Gründerhalle) und eine kleinere Amida-dō (阿弥陀堂 Amidahalle) mit einer Statue des Amida Buddha. Die Schatzkammer („kura“ 倉, wörtl. „Lagerhaus“) des Nishi Hongan-jis beherbergt viele Nationalschätze, die aber zumeist nicht öffentlich besichtigt werden können. Die Sho-in (書院 Studienhalle) ist berühmt; ihre zwei Teile sind die Shirosho-in (白書院 „Weiße Studienhalle“) und die Kurosho-in (黒書院 „Schwarze Studienhalle“). Die Kurosho-in ist öffentlich nicht zugänglich, die Shiroshoin ist zweimal monatlich für Besucher geöffnet.

Der Nishi Hongan-ji umfasst auch den Hiunkaku (飛雲閣 ein großer Teepavillon) und zwei Bühnen für , deren eine angeblich die älteste noch existierende ist. Darüber hinaus gehört auch der Garten Kokei no Niwa (虎渓の庭) zum Tempelgelände.

[…]

Quelle: Wikipedia (01.06.2012)

Der Nishi Honganji („West Honganji“) ist mit dem Tempel Higashi Honganji („Ost Honganji“) einer von zwei Tempel, die vor allem mit der Größe ihrer Haupthalle beeindrucken. Nachdem der Nishi Honganji lange Zeit restauriert wurde, ist er nun wieder ohne Einschränkungen zu besichtigen.

Nunja, was heißt hier ohne Einschränkungen? Ich habe zwar noch nicht recherchiert warum, aber die interessantesten Sachen wie die beiden Nô-Bühnen sind nicht zugänglich. Wer zum Nishi Honganji geht, sollte vor allem große Tempelgebäude und japanische Karamon-Tore sehen wollen. Gerade eines der Karamon-Tore ist dafür Weltkulturerbe und entschädigt ziemlich gut für das, was man nicht sehen darf.

Nishi Honganji Temple Main Building
Nishi Honganji

Das ist aber nur das „kleinere“ Tempelgebäude – ich habe tatsächlich vergessen, das große Tempelgebäude in Szene zu setzen. Auf der Holzveranda findet man aber auch die zahlreichen Holzeinlegearbeiten (埋め木 umeki) – die bekanntesten wie die Aubergine und den Berg Fuji findet man Nordende.

Nishi Honganji
Nishi Honganji

Zum Weltkulturerbe-Karamon kommt man, wenn man direkt vom Eingang auf der östlichen Seite nach Süden läuft und dort zwischen der Mauer vom Garten und dem neu aussehenden Holzgebäude durchläuft. Dort befindet sich auch der interessanteste Teil vom Nishi Honganji.

Nishi Honganji
At Nishi Honganji Temple
Nishi Honganji
Nishi Honganji

Beeindruckend sind aber auch die zwei Ginkgo-Bäume, die sich auf dem Hauptplatz die Ehre geben. Speziell im Herbst sollte man deswegen hier mal vorbeischauen, wenn die Blätter dann knallgelb in der Sonne strahlen.

Nishi Honganji
Nishi Honganji

Der Nishi Honganji hat aber auch sonst noch zwei weitere erwähnenswerte Vorteile: Er kostet keinen Eintritt und man darf überall fotografieren, auch innen – hier aber bitte Rücksicht auf die Betenden nehmen. Wobei ich bei einer Stelle nicht sicher war, an der ein großes Wandgemälde war und davor ein Mönch saß.

Infos und Wertung

Große und beeindruckende Tempelanlage, die mehr bietet als auf den ersten Blick vermutet.

Alle Bilder vom Tempel Nishi Honganji auf Flickr

Freier Eintritt
Gut zum „gemütlichen durchschlendern“ geeignet
Wegen der großzügigen Engawa auch für Regentage geeignet
Kein Fotografieverbot, aber trotzdem bitte Rücksicht nehmen!

Negativpunkte? Schwierig… (keine)

Alle Bewertungen von Japan-Kyoto

Nishi-Honganji-Tempel (Kyoto)
4 / 5 Japan-Kyoto
Wertung
NeinTeezimmer/-haus?
TeilweiseRegentauglich?
NeinMomiji
JaAusruhmöglichkeit?
NeinMatcha trinken?

Beiträge aus der Umgebung

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Handwerk in Kyoto: Tsujiwa Kanaami, Küchenartikel aus Drahtnetz

Aktualisiert: 9. November 2017| 2017-11-09T20:31:45+00:00 Veröffentlicht: 28. Februar 2012|Thema: Handwerk, Vorgestellte Artikel (Featured)|Regionen: , , , , , |

Über den kleinen Laden Tsujiwa Kanaami in Kyoto, welcher Küchenartikel aus Drahtnetz in exzellenter Qualität zu angemessenen Preisen anbietet.

Der Dank für diesen Artikel geht an Frau Dr. Meyer von der Universität Tübingen. Von ihrer Webseite ( www.kyotomeishozue.de ) habe ich überhaupt erst von Tsujiwa Kanaami erfahren.

Es wird dringend Zeit, über Qualität zu sprechen. Über Handwerkskunst. Ich war selber lange Zeit jemand, der sich fast nur billige Massenprodukte gekauft. Seit einer gewissen Zeit und vor allem Dank Japan habe ich aber die Scheu abgelegt, mir auch mal teurere Objekte zu „gönnen“. Damit meine ich aber nicht teure Markenprodukte, die hauptsächlich wegen dem Markenname übermäßig teuer sind, sondern ich rede über Dinge, bei denen man genau weiß, dass sich jemand mit seinen eigenen Händen bemüht hat, mit Erfahrung und Geschick etwas außergewöhnliches herzustellen. Objekte, zu denen man eine persönliche Verbindung aufbauen kann und diese dementsprechend wertschätzt.

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Ein Laden, der solche Objekte der Begierde verkauft, ist Tsujiwa Kanaami (辻和金網) südlich vom ehemaligen Kaiserpalast in Kyoto. Hier werden seit der Gründung des Ladens nur Techniken verwendet, die schon seit über 80 Jahren unverändert geblieben sind und bis heute meisterliche Leistungen darstellen. Verkauft werden Küchenartikel aus Drahtnetz.

Zum Beispiel Teesiebe (chakoshi 茶こし) …

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…Schöpflöffel für Tofu (yudôfu-shakushi 湯豆腐杓子)…

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…und vieles mehr:

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Die Hälfte des Ladens nimmt die offene Werkstatt ein, in der die Meister sichtbar für alle ihre kleinen Kunstwerke herstellen.

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Bei dem Herrn auf dem letzten Bild haben wir dann schließlich eingekauft. Die obligatorische Frage, woher ich denn komme, leitete auf eine kleine Geschichte von ihm über, in der er erzählte, dass er schon in München und auf der Zugspitze war. Mit einer erstaunlich guten Aussprache der deutschen Wörter!

Meine Wahl ist auf das Teesieb mittlerer Größe gefallen. Ich konnte es bereits bei meinem Besuch im Teehaus von Marukyu-Koyama-En bewundern, wir erinnern uns an den Artikel und spezifischer an das Bild. Ob das nun aber direkt von Tsujiwa Kanaami war, kann ich nicht sagen.

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Webseite Tsujiwa Kanaami: www.tujiwa-kanaami.com

Alle Bilder

Alle Bilder von Tsujiwa Kanaami auf Flickr

Hintergrund: Drahtnetzhandwerk

Auf der Webseite von Tsujiwa Kanaami findet man auch eine kleine Abhandlung über die Geschichte von Drahtnetzhandwerk.

Man sagt, das Handwerk mit Drahtnetzen geht bis in die Heianzeit (Anm.: 794-1192 n. Chr.) zurück. Die Handwerker, die diese Techniken fortgeführt haben, machten das Drahtnetzhandwerk in der Meijizeit (Anm.: 1868-1912) berühmt und das Geschäft florierte. Aber die Einführung von Plastik und die Industrialisierung drückte den Preis von Drahtnetzwaren deutlich nach unten und in der Folge wurde ein Laden nach dem anderen geschlossen. Trotz dieser Umstände hat Tsujiwa eine sorgfältig ausgearbeitete, meisterliche Handwerkskunst entwickelt. Die Schönheit mit geschickter Technik kreierter Maschen kann von maschineller Massenproduktion nicht nachgeahmt werden, die Handwerkskunst erzeugt Objekte mit einer ganz eigenen Eleganz. Nur mit einem Brett mit eingeschlagenen Nägeln und dem eigenen Fingerspitzengefühl werden die feinen Drähte bearbeitet.
Gerade weil es Handarbeit ist, kann man es an den Verwendungszweck anpassen und Dicke der Drähte sowie Größe der Maschen ändern. Außerdem kann man Beschädigungen reparieren, die nach einer langer Benutzungszeit entstehen können.

Quelle: Tsujiwa Kanaami

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Spaziergang durch die Teramachi: Teefirma Ippodo, Schrein Shimogoryo und Tempel Gyoganji (26.01.)

Aktualisiert: 9. November 2017| 2017-11-09T20:25:07+00:00 Veröffentlicht: 29. Januar 2012|Thema: Fotografie, Japanischer Tee, Sehenswürdigkeiten, Sonstiges, Vorgestellte Artikel (Featured)|Tags: , , |Regionen: , , , , , |

Die meisten werden die Straße Teramachi (寺町) vermutlich nur als große Einkaufspassage kennen. Dies ist aber nur ein kleiner der Teramachi (genauer gesagt: der zwischen Shijo 四条 und Karasuma-Oike 烏丸御池) und auch wenn die Teramachi nicht durchgehend als Schönheit zu bezeichnen ist, ist gerade der Teil nördlich der Karasuma-Oike bis Marutamachi (丸田町) durchaus einen Blick wert.

Leider ist es schwer, die Straße als solche gut in einem Bild einzufangen, daher möchte ich folgende drei Sehenswürdigkeiten vorstellen (von Norden nach Süden): die Teefirma Ippodo, der Schrein Shimogoryo und der Tempel Gyoganji.

Teefirma Ippodo 一保堂

Dieser Laden von Ippodo ist die Hauptniederlassung und wie ich schon auf der Seite „Teeläden in Kyoto / Umgebung“ erwähnt habe, ist Ippodo die Teefirma, über die man vor allem als interessierter Tee-Laie zuerst stolpern wird. Der Laden hat ein angeschlossenes Café, welches ich aber noch nicht in Anspruch genommen habe. Erstaunlich ist die Anzahl an Leuten, die hier mit Kimono zu Besuch kommen.

Ippodo von außen

Ippodo Tea House at Teramachi, Kyoto

Symbol von Ippodo

Ippodo Tea House at Teramachi, Kyoto

Schnappschuss innen

Ippodo Tea House at Teramachi, Kyoto

Schrein Shimogoryo 下後霊神社

Der Schrein Shimogoryo ist ein kleiner Schrein, der sehr heruntergekommen aussieht. Er wäre mir vermutlich auch gar nicht in Erinnerung geblieben, wäre da nicht ein kleines Detail gewesen, was mich sehr interessiert hat: wie der Nashinoki-Schrein hat auch Shimogoryo einen Brunnen, von dem man Wasser entnehmen kann! Ernüchertung: nicht so gut wie das Wasser vom Nashinoki-Schrein…

Eingang

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Heruntergekommen (1)

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Heruntergekommen (2)

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Nicht ganz so heruntergekommen

https://www.flickr.com/photos/satorinihon/6765300665/

Der Brunnen

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Tempel Gyoganji 行願寺

Einen wesentlich besseren Eindruck machte der nahe gelegene Tempel Gyoganji. Nicht wesentlich größer als der Shimogoryo, aber dafür nicht heruntergekommen und die Dacharchitektur hat mich besonders fasziniert.

Warum nicht heruntergekommen? Handtücher am rituellen Reiningungsbecken! Zum ersten Mal gesehen. Luxustempel.

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Der Eingang

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HDR-Bild des Hauptgebäudes

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„Sind Dächer nicht langweilig?“ – „Nein.

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https://www.flickr.com/photos/satorinihon/6765302223/

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Sonstiges

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Dinge, die einfach so rumstehen, aber die man eh nicht klauen wird/kann

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So sollten Tempelwächter schon eher aussehen, auch wenn die Größe zu wünschen lässt.

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Alle Bilder

Alle Bilder von Ippodo auf Flickr

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Teeladen: Ryuoen in Kyoto

Aktualisiert: 9. November 2017| 2017-11-09T20:26:24+00:00 Veröffentlicht: 26. Januar 2012|Thema: Japanischer Tee, Vorgestellte Artikel (Featured)|Tags: , , , , , , , , |Regionen: , , , , , |

Der Teeladen Ryuoen befindet sich in Kyoto in einem großen Wohngebiet südlich des Parks Gyoen, in dem auch der ehemalige Kaiserpalast Gosho liegt, in einer Seitenstraße der Teramachi – dazu in erhabener Nachbarschaft zum Teeladen Ippodo und dem Drahtnetzhandwer Tsujiwa Kanaami. Was den Laden interessant macht, ist vor allem seine Inneneinrichtung, die sehr traditionell geprägt ist und dementsprechend eine angenehme Atmosphäre verbreitet.

Und das hier fantastischer Tee verkauft wird, ist nach dieser Einleitung schon fast selbstverständlich.

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Kendo Dojo: Myokakuji

Aktualisiert: 9. Februar 2017| 2017-02-09T18:44:49+00:00 Veröffentlicht: 17. Januar 2012|Thema: Budo Kampfkunst, Kendo, Sehenswürdigkeiten|Tags: , , |Regionen: , , , , , |

Das Myokakuji-Dojo (妙覚寺剣道所) ist ein relativ kleines Dojo im nördlichen Teil von Kyoto. Den Namen bezieht es vom Tempel Myokakuji, auf dessen Grund es sich befindet. Lehrer und Leiter des Dojo ist Shimizu Hideo, 7. Dan Kyoshi. Ein sehr freundlicher älterer Herr, der sehr viel Wert auf korrektes und sauberes Kendo legt.

Die meisten Kendoka im Dojo sind schon etwas älter und oft 5. Dan oder höher. Im Durchschnitt kommen etwa sieben bis zehn Kendoka zum Training, aber es kann auch vorkommen, dass die Halle ziemlich leer oder gerappelt voll ist.

Das Training selber dauert nur eine Stunde. Nach einem kurzen Aufwärmen sollte man sich schnell den Men aufziehen, um dann beim Lieblingslehrer um das Training zu bitten. Bevor es zum Jigeiko kommt, wird meistens nur Kirikaeshi und Men-Uchi gemacht, aber man kann normal noch um mehr bitten. Insgesamt macht man also wenig Kihon, dafür viel Jigeiko. Allerdings vergleichen die Lehrer das Level: wer kaum Men-Uchi schlagen kann, wird mehr Kihon bzw. Uchi-Komi als Jigeiko machen.
Wer mit einem bestimmten Lehrer trainieren möchte, wird das auf jeden Fall machen können. Aufgrund der Größe vom Dojo sind lange Schlangen nicht möglich und jeder möchte die Stunde voll ausnutzen, um soviel zu trainieren wie möglich.

Anfänger sind im Dojo auch willkommen, allerdings nur in Rüstung. Wer schon erwachsen ist, aber noch keine Rüstung hat, kann leider nicht im Myokakuji-Dojo trainieren, da es zu gefährlich wäre, auf dem engen Raum mit lauter Rüstungsträger zu trainieren, ohne selbst eine Rüstung zu tragen.

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Trainingszeiten

  • Erwachsene (成年部) jeweils Montag, Mittwoch und Samstag von 20 bis 21 Uhr.

Webseite


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Teeladen: Marukyu Koyama En in Uji und Kyoto

Aktualisiert: 30. März 2017| 2017-03-30T16:02:23+00:00 Veröffentlicht: 6. Januar 2012|Thema: Japanischer Tee, Vorgestellte Artikel (Featured)|Tags: , , , , , , |Regionen: , , , , , |

Was meine Geschichte mit japanischen Tee betrifft, so spielt die Teefirma Marukyu Koyama En (丸久小山園) schon seit Anfang an eine bedeutende Rolle für mich, die mir lange gar nicht bewusst war. Den Anfang machte eine Besichtung der Firma an ihrem Hauptstandort in Uji. Denn im Sommer 2009 hieß es für uns halbjährige Austauschstudenten an der Doshisha Universität jede Woche freitags: Freizeitprogramm mit dem Kurs! Ausflug! So auch am 13. März, als eine Firmenbesichtigung am Hauptsitz von Marukyu Koyama En in Uji auf dem Programm stand. Das war sogar überhaupt die erste ernsthafte Berührung zwischen mir und japanischen Tee, aber trotzdem entwickelte sich zunächst eine andere Teefirma (Ippodo 一保堂) ohne vergleichbare Erlebnisse zu dem Teeladen, der mich zu der Zeit am meisten interessierte. Heute kann ich mir nicht mehr erklären, warum.

Marukyu nimmt bei mir inzwischen eine Spitzenstellung unter den Teeläden ein, zusammen mit Ocha no Kanbayashi (Uji) und Ryuoen (Kyoto). Nicht zuletzt wegen den hervorragenden Teebeuteln und dem Matcha.

Verweis: Teeläden in Kyoto / Umgebung

Empfehlungen

Im Vordergrund: Teebeutel Hojicha. Dahinter: Matcha „Chigi no Shiro“.

Herausragend bei Marukyu Koyama En sind die Teebeutel und der Matcha. Die Teebeutel bestechen durch die großen Beutel und die üppige Füllmenge, wodurch sich der Tee sehr gut entfalten kann. Was den Matcha betrifft, ist Marukyu der Lieferant für die verschiedenen Teeschulen in Kyoto, besonders für die drei Sansenke-Schulen Urasenke (裏千家), Omotesenke (表千家) und Mushakôjisenke (武者小路千家), was für sich spricht!

Interessant ist auch das Geschirr, welches Marukyu anbietet. Hervorzuheben sind dabei die Chawan aus Glas, die vor allem im Sommer einen bleibenden Eindruck hinterlassen können: http://marukyu-koyamaen.co.jp/english/goods/goods_06.html

Firmenbesichtigung, 13. März 2009

Link: Firmenbesichtigung 2012

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Nishinotoin Teehaus 西洞院店

Neben einer Verkaufsstelle am Hauptbahnhof Kyoto gibt es in der Nähe der Kreuzung Nishinotoin-Karasuma Oike noch einen weiteren Marukyu-Laden mit Café (Ort auf Google Maps).

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Sencha Set mit Süßigkeit

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Matcha Latte

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Nishinotoin Teehaus in Google Street View


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Tee von Marukyu in Deutschland

Wer jetzt neugierig geworden ist, kann erfreut sein, dass es zumindest gleich zwei Anbieter von Marukyu-Tee in Deutschland gibt. Eine sehr große Auswahl findet man bei www.gruener-tee-koyamaen.de/. Etwas schwerer zugänglich wird es bei www.chanomiya.com, aber auch hier kann man leicht fündig werden.

Alle Bilder

Alle Bilder von Marukyu Koyama En auf Flickr

Alle Bilder von Marukyu Koyama En 2012 auf Flickr

Marukyu Koyama-En Teeladen (Kyoto, Uji)
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Teeläden Kyoto
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Beiträge aus der Umgebung

Begeisterter Kyoto-Insider und ambitionierter Amateurfotograf mit Vorliebe für Tempel und Schreine.
Interessen: Kyoto als Erkundungsgebiet, Tee- und traditionelle Kultur in Japan, Erfahrungen in Schriftform pressen
Sportlich: Kendo – das japanische Fechten

Shabugen in Kyoto: Shabu Shabu – dünne Scheiben zum Liebhaben

Aktualisiert: 21. Februar 2017| 2017-02-21T17:17:13+00:00 Veröffentlicht: 7. November 2011|Thema: Essen und Trinken|Regionen: , , , , , , |

Update April 2014: Das großartige Fufutei hat sich gewandelt. Noch immer gibt es am selben Ort leckes Shabu Shabu, aber der Name des Restaurant hat sich geändert. Inzwischen hört das Fufutei auf den Namen Shabugen (しゃぶ玄). Eine offizielle Webseite scheint es leider nicht mehr zu geben.

Die Historie hinter Shabugen und dem Autor:
Nachdem ich schon 2009 dort gewesen war, geisterte es mir immer wieder im Kopf herum: das Shabu Shabu Restaurant Fuufuutei (風風亭) Shabugen (しゃぶ玄) im beliebten Ausgehviertel Kiyamachi (Google Maps), Kyoto. 2009 war ich mit meinem Kendozirkel Kenrenkai dort essen und 2010 konnte ich mit Freunden leider nicht rein, weil es hoffnungslos überfüllt war. Dann velor ich es etwas aus den Augen, aber dank dem Kenrenkai ist es mir wieder aufgefallen und allein die letzten zwei Wochen war ich bereits zwei Mal dort essen!

Eingang, noch unter dem alten Namen Fufutei:

Shabugen, formerly Fufutei

Shabu Shabu ist eine Art Nabe (鍋 Eintopf), man bekommt auf den Tisch mit Herdplatte einen Topf, der wahlweise in zwei Saußen aufgeteilt ist. Shabu Shabu heißt hauptsächlich, dass man dünne Fleischscheiben bekommt, die man nun im Nabe kocht.

Shabugen, formerly Fufutei
Shabugen, formerly Fufutei

Geschmacklich ist das angebotene Essen sehr gut. Die Inneneinrichtung ist aber eher spartanisch und modern gehalten, da gibt es Restaurants mit deutlich stilvollerer Inneneinrichtung.

Das Ganze ist zwar leider relativ teuer, aber es lohnt sich definitiv! Die billigste Variante kostet 2200 Yen, aber hier bekommt man schon die wichtigsten Sachen. Der Unterschied zum teureren Kurs ist, dass bei der billigsten Variante Fleisch von außerhalb Japans serviert wird – was in Japan meist den Beigeschmack von Minderwertigkeit vermittelt. Bei den teureren Varianten (2700 Yen und mehr) nur Fleisch aus japanischer Produktion. Ob das nun gut oder schlecht oder gar rassistisch oder nationalistisch ist, sei man dahingestellt – man kann aber definitiv schon mit der 2200 Yen Variante glücklich werden.

Shabugen, formerly Fufutei

Das Ganze ist mal wieder All You Can Eat für zwei Stunden. All You Can Drink ist auch möglich. Wenn man nach 19 Uhr dort essen will, sollte man aber unbedingt reservieren – der Laden ist sehr beliebt!

Shabugen, formerly Fufutei

Shabugen-Restaurant (ShabuShabu, Kyoto)
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Internationales Chakai in der Urasenke 裏千家の国際茶会 (15.10.2011)

Aktualisiert: 11. Februar 2017| 2017-02-11T16:01:56+00:00 Veröffentlicht: 17. Oktober 2011|Thema: Japanischer Tee, Vorgestellte Artikel (Featured)|Tags: , , , |Regionen: , , , , , |

Am 15. Oktober fand in Kyoto das 31. Internationale Chakai (Treffen, um gemeinsam Tee zu trinken) in der Urasenke statt. Zu dieser Gelegenheit servieren die internationalen Studenten des Urasenke Midorikai und ICI (International Chado Institute) den Gästen Tee, dieses Jahr etwa 400 an der Zahl. Als ICI-Student seit Anfang September durfte ich hinter den Kulissen bei der Teezubereitung und diversen kleineren Aufgaben helfen.

Was mich besonders erfreute war aber die Erlaubnis, an diesem Tag Fotos in den Teeräumen zu machen, die auch unsere Unterrichtsräume sind und in denen Fotografieren normalerweise nicht erlaubt ist. So konnte ich endlich jede Menge Fotos machen, worauf ich schon die ganze Zeit aus war.

Zunächst ein paar Zahlen:

  • 3*200g Matcha Dosen (Marukyu Koyama En, Urasenke Shôhaku) zu je 7245 Yen = 21 735 Yen.
  • Wagashi pro Stück etwa 400 Yen, bei 400 Gästen etwa 160 000 Yen.

Allein der Matcha und die Wagashi haben die Urasenke etwa 1800 Euro gekostet. Da die Teilnahme umsonst war, gab es keine Einnahmen.

Das Chakai fing für die Helfer um 8:30 Uhr an und endete um 17 Uhr. Man glaubt kaum, wie sehr uns nach diesen Stunden die Beine vom vielen Seiza schmerzten! Danach noch drei Stunden Kendotraining und meine Wadenverkrampfung lag bei 236% (oder „OVER 9000!“, wer es kennt ;-) ).

Bilder

*Bilder mit Gesichtern aussortiert

Ryûrei Zimmer, Tische noch unsortiert

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Teeutensilien für die Zeremonie

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Blick in den Garten

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Ausgestellte Teeutensilien

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Unverhoffter Tierbesuch

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Wasserhahn

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Zweites Teezimmer

Tea room with view on a stone garden

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Kakemono / Kakejiku in der Urasenke (08.10.2011)

Aktualisiert: 9. Februar 2017| 2017-02-09T18:43:17+00:00 Veröffentlicht: 8. Oktober 2011|Thema: Japanischer Tee|Tags: , , |Regionen: , , , , , |

Ich wollte zwar erst später über mein Studium in der Urasenke-Teeschule schreiben, doch die heutigen Rollbilder (掛け物 kakemono oder 掛け軸 kakejiku) waren wirklich schön. Daher möchte ich diese kurz vorstellen. Selber Fotos machen durfte ich zwar nicht Mission accomplished!, aber zwei von drei Rollbilder habe ich im Internet gefunden.

Fujisan

Dieses Rollbild hat den größten Eindruck auf mich gemacht. Das erste Mal habe ich dieses Hängebild im Oktober 2011 gesehen und erst jetzt, im April 2012, hatte ich endlich die Gelegenheit, ein Bild davon zu machen. Zu bewundern ist der Berg Fujisan in Zentraljapan.

 

水急不流月

Eine Umschrift in Alphabet ist nicht möglich bzw. nicht sinnvoll, da der Satz aus dem chinesischen kommt und in dieser Form im japanischen nicht in dieser Form gelesen wird, sondern direkt im Kopf in einen modernen, japanischen Satz transkribiert wird.

Eine Übersetzung könnte folgende sein:
„Egal wie schnell das Wasser fließt, die Spiegelung des Mondes bleibt an ihrem Ort.“

Auch wenn sich die Welt rapide ändert, gibt es doch immer wieder Dinge, die sich nie ändern.

Kissako 喫茶去

„Lass uns Tee trinken!“

Ein Meister hat, egal auf welche Frage, immer diese Antwort gegeben. „Kissako!“. Also egal, auf welche Frage man eine Antwort sucht, sie kommt beim Tee trinken. Sehr sympathisch.

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Rozanji Tempel in Kyoto – Heimat des Genji-Monogatari

Aktualisiert: 15. Mai 2017| 2017-05-15T15:53:39+00:00 Veröffentlicht: 17. September 2011|Thema: Fotografie, Für Regentage in Kyoto, Sehenswürdigkeiten, Sonstiges|Tags: , , |Regionen: , , , , |

Der Rozanji Tempel ist eng mit der Entstehungsgeschichte der berühmten Erzählung Genji-Monogatari verbunden. Heute werden hier keine Bücher mehr geschrieben, sondern es darf ein schöner Garten bewundert werden. Schriftlich wird es nur noch, wenn man Sutren kopieren möchte. Und auch bei Regen lässt sich der Rozanji gut besuchen.

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Reisefrühstück und Heiliges Wasser

Aktualisiert: 9. Februar 2017| 2017-02-09T18:45:38+00:00 Veröffentlicht: 10. August 2010|Thema: Essen und Trinken, Japanischer Tee|Tags: , , , |Regionen: , , , , , |

Ich muss das einfach noch präsentieren: mein Gewinnerfrühstück auf Reisen in Japan!

Zweifach Onigiri, eines mit Omreis (Reis überzogen mit ungerührten Rührei :P ) und eines mit Sesam, dazu Iemon-Tee. Lecker, gesund, günstig.

Letztes Jahr habe ich von meiner Teelehrerin den Tipp bekommen, dass es am Nashinoki-Schrein (梨木神社) im Gosho (御所, ehemaliger Kaiserpalast mitten in Kyoto) besonders leckeres Wasser gibt. Für guten Tee braucht man nunmal das beste Wasser, daher musste ich es jetzt einfach mal ausprobieren – und siehe da, ich war wirklich nicht der Einzigste, der an das kostbare Wasser wollte. Eingereiht, gewartet, abgezapft. Der Herr im Anzug hat sich übrigens gleich sechs Flaschen abgezapft. Ich glaube, ich werde nun öfters herkommen, Trinkwasserkosten einsparen (natürlich werde ich jedes Mal eine Kleinigkeit spenden).

Und ja, wirklich, der Tee mit diesem Wasser war wirklich atemberaubend.

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