Gyokuro

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Video: Zubereitung von Sencha

9. Januar 2012|Categories: Japanischer Tee, Neuigkeiten|Tags: , |

Nachdem ich mit „Zubereitung von Matcha“ und „Matcha sieben ohne große Rückstände im Sieb“ bereits zwei Video-Anleitungen auf Youtube hochgeladen habe, folgt nun das dritte Video dieser Art: „Zubereitung von hochwertigen Sencha

Da ich dieses Mal nicht selber reden wollte, ist die Machart eine andere. Erklärender Text und Musik – ich bin mir selber überhaupt nicht sicher, ob ich diese Machart in Zukunft beibehalten werde, könnte zu esoterisch und „Möchtegern-Fernost“ wirken :o


Dieses Video auf Youtube anschauen

Etwas Sencha gefällig? Aber wie zubereiten?

18. Juni 2011|Categories: Sehenswürdigkeiten|Tags: , , |

sencha-neu

Für alle, die sich die obere Frage schon längere Zeit stellt, gibt es nun auch hier eine Antwort. In einem kurzen Abriß wird die Zubereitung mit Kyusu, Sieb und Teebeutel angesprochen, aber auch die Zubereitung von kalten Sencha – ideal für den langsam kommenden Sommer.

Das Alles findet man hier: Zubereitung von Grüntee (in Blätterform)

Gyokuro

5. März 2010|Categories: Sehenswürdigkeiten|Tags: , |

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BanchaSenchaGyokuroMatcha
Was ist der Unterschied zwischen Sencha und Kabusecha?

Gyokuro ist zusammen mit Matcha der hochwertigste Tee in Japan. Die Felder, auf denen die Teepflanzen wachsen, die später mal Gyokuro werden sollen, werden ab einer gewissen Zeit abgedeckt, wodurch die Teepflanze ihre Aromen besser speichern können.

Charakteristiken

  • Sunkle, smaragdgrüne Blätter, gerollt.
  • Aufguß leichtes bis intensives grün, je nach Wasserqualität kann es auch leicht gelblich werden.
  • Geschmack je nach Qualität leicht süßlich, jedoch meist angenehm  und oft auch intensiver, grassiger Geschmack.

Zubereitung

  • Wasserqualität sehr, sehr wichtig für einen guten Geschmack.
  • Zwischen 55° und 65° Grad heißes Wasser beim ersten Aufguss.
  • Allein schon des Anstands wegen sollte man nicht daran denken, diesen Tee in eine Thermoskanne zu füllen.

出物、Überbleibsel

  • 粉茶「konacha」、Flocken
  • 茎茶「kukicha」、Stängel
  • 芽茶「mecha」、 Knospen

Gyokuro Herstellungsprozess

Die Teeplantage überdecken

oishita-en Garten

ôishita-en Garten

Wenn die neuen Knospen aufgehen, wird das ganze Feld sofort für etwa 20 Tage mit grobgewebten Strohmatten oder Schilfjalousien abgedeckt und zusätzlich mit Stroh überstreut. Das verhindert direkte Sonneneinstrahlung, wodurch die Photosynthese der Teepflanzen unterdrückt wird. Dadurch speichern die Teeblätter besser die Bestandteile, die später den Geschmack bzw. die Süße des Tees beeinflußen.

Diese abgedeckten Gärten werden ôishita-en  (覆下園) genannt, „Garten unter einer Abdeckung“.

Tee-Ernte

Die erste Pflückung des Jahres beginnt traditionell 88 Tage nach Frühlingsanfang (um den 02. Mai herum), was aber je nach Wetterlage variieren kann. Nach den ersten Knospen Anfang April wartet man noch etwa 30 Tage. Es wird nach eigenem Ermessen in der Zeit geerntet, in der die Teeblätter ihre Aromabestandteile und Geschmack in den Teeblättern am besten speichern konnten.

teeernte

Dämpfen

Bevor der Frischegrad der jungen Blätter fällt, werden sie gedämpft (innerhalb 12 bis 20 Stunden nach der Ernte). Um die frische Farbe und Aroma der jungen Blätter nicht zu schädigen, werden sie etwa 15 bis 20 Minuten lang gedämpft, dadurch werden die Oxidationsenzyme gestoppt. Diese Dämpfung wird nur bei Grünen Tee gemacht, im Gegensatz zu Schwarz- und Oolong-Tee.

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Reiben und trocknen lassen

Die gedämpften Blätter werden gerieben,  dadurch entwirren sich die Fäden und die Geschmackskomponenten verbreiten sich überall im Blatt.
Das Ergebnis dieses Reibungsprozesses sind gerollte Teeblätter. Zuerst sind sie grob, doch durch gründliches Reiben werden sie nach und nach einheitlich. Indem der Wassergehalt der Blätter ausreichend verdampft wird, schützt man sie vor Verschlechterung ihrer Qualität.

Ordnen

Wenn die von Stängeln und Pulver befreiten Blätter nach Form und Größe geordnet sind, ist der Herstellungsprozess für Gyokuro beendet.

Weiterführende Links

Japanischer Tee

14. Oktober 2009|Categories: Japanischer Tee, Vorgestellte Artikel (Featured)|Tags: , , , , , |

Einleitung

japanischer tee

Laterne mit dem Kanji für Tee

Japanischer Tee (Wikipedia) ist seit Jahren weltweit auf dem Vormarsch. Während Matcha vor allem als Trendgetränk für gesundheitsbewusste Menschen seine Erfolge feiert, rücken auch die restlichen und vor allem zahlreichen japanischen Teesorten ins Blickfeld der teeinteressierten Genießer. Für immer mehr Menschen sind Sencha, Gyokuro oder Hojicha keine fremdartigen Begriffe mehr, sondern Teil ihres täglichen Teegenusses.

Tee spielt in Japan eine überaus wichtige Rolle – darüber lässt sich nicht streiten. Ob als Alltagsgetränk oder in Zeremonien als Teil des Teewegs (chadō 茶道), der Tee gehört wohl zu den präsentesten Kulturausprägungen im japanischen Alltag. Japanischer Tee besteht hauptsächlich aus Grüntee, auch wenn dieser in zahlreichen Varianten und Farben auftreten kann. So ist der „gebrannte Tee“ (hōjicha 焙じ茶) zwar ein Grüntee, im Geschmack und seiner Farbe einem Schwarztee aber nicht unähnlich. Japanischer Tee ist sogar soweit im Alltag integriert, dass es einen eigenen Namen für benutzte Teeblätter gibt (chagara 茶殻) und für diese wiederum zahlreiche andere Anwendungsgebiete gibt.

Ausnahmen bestätigen aber auch hier die Regel. So findet man in Japan auch Tees wie den „Soba Tee“ (sobacha そば茶), der aus Getreidekörner hergestellt wird und im Geschmack den namensgebenden Sobanudeln ähnelt. Es werden auch ausländische Teesorten importiert und quasi japanisiert, wie es zum Beispiel die Teefirma Tsubakido in Fushimi (Kyoto) mit chinesischen Oolongtee macht und diesen waroncha (和龍茶) nennt. Wie man sieht, besticht Japanischer Tee vor allem durch seine zahlreichen Facetten und Erscheinungsbilder.

Hier findet man verschiedene Informationen zum Thema Tee, speziell unter kulturellen Gesichtspunkten, aber auch unter alltäglichen Aspekten.

Japanischer Grüntee: Teesorten

Matcha 抹茶

Gyokuro 玉露

Sencha 煎茶

Bancha 番茶

Index: Japanischer Tee

Japanisches Teehaus

Teezimmer Kobuntei (好文亭) im Tempel Shorenin (青蓮院), Kyoto

Tee in der Teezeremonie

Im uns hauptsächlich bekannten japanischen Teeweg (chadō 茶道 ) und dessen Zeremonien wird ein pulverisierter Tee verwendet, der aus den besten Blättern des ōishita-en Gartens hergestellt wird und tencha ( 碾茶 ) genannt wird. Dieser Pulvertee wird Matcha genannt und kann in zwei Varianten zubereitet werden: der „dünne“ Matcha usucha ( 薄茶 ) oder der „starke“ Matcha koicha ( 濃茶 ), der einem Pudding schon sehr ähnlich ist.

Chadō entwickelte sich ab dem 15. Jahrhundert in Japan und kann als die reinste Form der japanischen Teekultur betrachtet werden. Zudem hat sich Matcha nur in Japan durchgesetzt und ist in China ab dem 9./10. Jahrhundert verschwunden.

Japanischer Tee Matcha

usucha Matcha in einer Teeschale aus dem Keramikladen Ikai, Kyoto.

Da es aber auch Teezeremonien gibt, bei denen Blättertee (Sencha und Gyokuro) benutzt wird, sagt man hierzu als Abgrenzung senchadō ( 煎茶道 ). Hier werden andere Utensilien verwendet und natürlich unterscheidet sich auch der Ablauf erheblich vom chadō. Senchadō ist stark von chinesischen Einflüssen inspiriert.

Japanischer Tee auf chinesischen Teeboot

Japanisches Teekännchen und Teeschale auf einem chinesischen Teetisch

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